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Koordination im Produktionsverbund als betriebswirtschaftliche Problemstellung

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Zusammenfassung

Seit den achtziger Jahren nimmt die Anzahl unternehmenseigener, durch Leistungsverflechtungen verbundener Produktionsstätten zu1. Eine Ursache für diesen Trend liegt in der zunehmenden Anzahl von Unternehmenszusammenschlüssen, die ehemals unabhängig voneinander operierende Fertigungsstätten unter dem Postulat der Synergie zu einem größeren Verbund integrieren2. Eine weitere Ursache findet sich darin, daß sich die Anzahl der Standorte weltweit, die entsprechende Qualifikations- und Infrastrukturniveaus zur Beherrschung industrieller Produktion im Weltstandard besitzen, im vergangenen Jahrzehnt vervielfacht hat3. Dadurch wird es immer leichter, sich in räumlich verteilten Produktionsstätten mit Hilfe von Skalen- oder relativen Faktorkostenvorteilen eine wettbewerbsfähige Position zu sichern und gleichzeitig in Abnehmernähe zu sein4. Ein solcher Verbund von Werken weist in vielen Fällen wesentliche Kostenvorteile gegenüber der traditionellen Konzentrationsform auf5. Gleichzeitig schaffen neue Informations- und Kommunikationstechnologien einen virtuellen Informationsraum, der an fast jedem beliebigen Punkt der Erde verfügbar ist6. Dies führt zu einer deutlichen Verringerung der relativen Kosten der Koordination räumlich getrennter Standorte7. So geschaffene Informationsinfrastrukturen versetzen Mehr-Standort-Unternehmen8 in die Lage, einzelne Aktivitäten der Wertschöpfungskette dezentral anzusiedeln, zu spezialisieren, miteinander zu verknüpfen und mit geringem Aufwand effektiv auf die Bedürfnisse der Kunden abzustimmen9. Bei der Konfiguration von Teilen und Komponenten, die aus einzelnen Produktionsstandorten eines solchen Verbundes stammen, und für die ökonomische Nutzung der verteilten Know-how-Ressourcen sind erhebliche Koordinationsleistungen zur Sicherung des angestrebten synergetischen Effekts und der Gesamtleistung erforderlich. Einen Beitrag zur Untersuchung dieser Koordinationsaufgabe stellt die vorliegende Arbeit dar.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

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