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Standortplanung im Industrieunternehmen

  • Udo Bankhofer
Chapter
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Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 287)

Zusammenfassung

Wie in Abschnitt 1.2 dieser Arbeit bereits dargestellt wurde, umfasst der Begriff der betrieblichen Standortplanung in seiner weitesten Fassung alle Aktivitäten zur vorausschauenden und systematischen Analyse sowie zur gedanklichen Lösung betrieblicher Standortprobleme. Damit beinhaltet diese Begriffsauffassung eine Reihe von Planungsphasen, die von der konkreten Problemformulierung, der Zielbildung, der Umwelt- und Problemanalyse über die Suche und Bewertung von Handlungsalternativen bis hin zur Ableitung einer Handlungsempfehlung reichen. Da die Analyse der Standortsituation sowie die Ziel- und Strategieformulierung und damit die Entstehungsphase von Standortproblemen bereits in den vorhergehenden Kapiteln 4 und 5 ausführlich diskutiert wurden, wird in diesem Kapitel ein engeres Begriffsverständnis zugrundegelegt. Danach umfasst der Bereich der Standortplanung im Wesentlichen die Aktivitäten der Suche und Beurteilung von Handlungsalternativen bei einem vorliegenden Standortproblem, die letztendlich zu einer konkreten Handlungsempfehlung führen sollen.

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Referenzen

  1. 12.
    An dieser Stelle ist anzumerken, dass bei Goette (1994, S. 260) lediglich die Ländervorauswahl mit dem Begriff Scanning umschrieben wird. Dieser Ansatz läßt sich jedoch sinngemäß auch auf die Vorauswahl von Regionen oder konkreter Mikrostandorte übertragen.Google Scholar
  2. 13.
    Dazu zählen beispielsweise die Kreismethode sowie die Zeitdistanzmethode (vgl. dazu ausführlich z.B. Berekoven, 1995, S. 357–358, Nauer, 1970, S. 162 und Wolf, 1981, S. 124–125).Google Scholar
  3. 14.
    Dabei lassen sich vor allem Händler-, Passanten-, Kunden- oder Haushaltsbefragungen unterscheiden (vgl. dazu ausführlich z.B. Wolf, 1981, S. 132–137 sowie Müller-Hagedorn, 1984 S. 111–113).Google Scholar
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    Darstellungen zur Verwendung anderer Entfernungsmaße (z.B. City-Block- oder Tscheby-scheff-Distanz) im Rahmen des Steiner-Weber-Ansatzes können beispielsweise der Arbeit von Domschke und Krispin (1997, S. 186–187) sowie den dort angegebenen Quellen entnommen werden.Google Scholar
  5. 16.
    Neben dieser, für ein Transportkostenminimum notwendigen Bedingung, muss anschließend noch die hinreichende Bedingung, dass die Matrix der zweiten partiellen Ableitungen positiv definit ist, überprüft werden. Eine ausführliche Darstellung dazu kann beispielsweise Kuhn (1965, S. 235–237) entnommen werden.Google Scholar
  6. 17.
    Die sogenannten Zentren-Probleme (auch minimax location problems), bei denen Standorte für zentrale Einrichtungen (z.B. Schulen, Feuerwachen) so bestimmt werden, dass der längste Weg zu den Standorten der „Benutzer“ dieser zentralen Einrichtungen möglichst kurz ist, wurden bei dieser Einteilung nicht berücksichtigt. Dies ist damit zu begründen, dass diese Modelle für die Planung von industriellen Standorten eine untergeordnete Bedeutung besitzen (vgl. dazu ausführlich z.B. Domschke, Drexl, 1996, S. 121–161, Handler, Mirchandani, 1979, S. 80–164).Google Scholar
  7. 18.
    Die Anschaffungsauszahlung zum Zeitpunkt Null und der Liquidationserlös zum Zeitpunkt T sind in den jeweiligen Periodenüberschüssen enthalten.Google Scholar
  8. 19.
    Um dies deutlich zu machen, werden im dargestellten Modell Großbuchstaben für diese Variablen verwendet.Google Scholar
  9. 20.
    Eine ausführliche Darstellung zu Standortsimulationsmodellen, die speziell auf die Standortprobleme von Einzelhandelsbetrieben zugeschnitten und damit nicht Gegenstand dieser Arbeit sind, kann beispielsweise Dreßler (1972) entnommen werden.Google Scholar
  10. 21.
    Hotelling analysiert in einem zweiten Schritt noch die Auswirkungen einer möglichen Preisdifferenzierung auf das Verhalten der Anbieter. Eine ausführliche Darstellung dazu kann beispielsweise auch der Arbeit von Fischer (1997, S. 205–213) entnommen werden.Google Scholar
  11. 22.
    Da sich die Arbeit von Fischer und Gunzenhäuser (1963) nicht wesentlich von der Arbeit von Henn (1958) unterscheidet, wird auf eine ausführliche Darstellung verzichtet.Google Scholar
  12. 23.
    Eine allgemeine Darstellung zu den spieltheoretischen Grundlagen kann beispielsweise Bamberg und Coenenberg (2000) sowie Holler und Illing (1993) entnommen werden.Google Scholar
  13. 24.
    Der Korrelationskoeffizient berücksichtigt zwar den Verlauf der Profile bei der Bestimmung der Ähnlichkeiten, nicht jedoch die Höhe der Profilwerte.Google Scholar
  14. 25.
    Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Stufen der Internationalisierung kann dem Abschnitt 1.1.1 dieser Arbeit entnommen werden.Google Scholar
  15. 26.
    Aufgrund des erwarteten geringen Bekanntheitsgrades wurde die Profilmethode nicht explizit im Rahmen der Unternehmensbefragung erhoben.Google Scholar
  16. 27.
    Ausführliche Darstellungen zu den Methoden der Faktorenanalyse sowie der multidimensio-nalen Skalierung können beispielsweise Rummel (1970), Bausch und Opitz (1993), Backhaus et al. (1996), Davison (1983) sowie Borg und Groenen (1997) entnommen werden.Google Scholar
  17. 28.
    z.B. Material- und Arbeitskräftebeschaffungspotentiale eines neu zu errichtenden Standorts im Vergleich zu vorhandenen Beschaffungskontakten und personellen Ressourcen eines zu erwerbenden UnternehmensGoogle Scholar
  18. 29.
    Dabei ist zu beachten, dass die grundlegenden politischen, rechtlichen, ökonomischen, sozio-kulturellen und natürlichen Rahmenbedingungen, die in den nachfolgenden Ausführungen nicht explizit erwähnt werden, für jede Standortwahl von Bedeutung sind.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Udo Bankhofer

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