Advertisement

Formen der Vertragsforschung — eine morphologische Betrachtung

Chapter
  • 98 Downloads
Part of the DUV Wirtschaftswissenschaft book series (BTI, volume 36)

Zusammenfassung

In den Beiträgen zur Vertragsforschung in der betriebswirtschaftlichen Literatur werden teilweise anekdotisch reale Vertragsforschungsbeziehungen aufgeführt, um die Vielfalt von Vertragsforschungsbeziehungen zu illustrieren.115 Teilweise werden anstelle von präzisen begrifflichen Abgrenzungen — wie im vorangegangenen Kapitel gezeigt — mögliche Auftraggeber und Auftragnehmer aufgeführt.116 Eine systematische, umfassende Darstellung verschiedener Formen der Vertragsforschung liegt bisher allerdings nicht vor.117 Die erarbeiteten konstitutiven Merkmale (vgl. Abbildung 3) bilden in dieser Hinsicht jedoch einen ordnenden Rahmen und erlauben es, systematisch morphologische Betrachtungen anzustellen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Referenzen

  1. 115.
    Vgl. exemplarisch Hauschildt (1997a), S. 40f., 68.Google Scholar
  2. 116.
    Vgl. hierzu im folgenden die Tabelle 3 und die Tabelle 4.Google Scholar
  3. 117.
    Dies ist erschöpfend mit allen denkbaren theoretischen Facetten auch nicht möglich, vgl. Lehmann (1976), Sp. 3946.Google Scholar
  4. 118.
    Vgl. hierzu insbesondere die Zwischenbilanz von Castan (1963) sowie Lehmann (1976) und die aktuellen Übersichten bei Thommen (1991), S. 57ff.; Zelewski (1996).Google Scholar
  5. 119.
    Vgl. Kommission der EG (1973), S. 78ff.; White (1980), S. 32; Bullinger (1996), S. 6–28; Fichtel (1997), S. 121ff., 380. Vgl. zu empirischen Untersuchungen zur externen Technologie-Beschaffung von KMU die Übersicht bei Altmann (1998), S. 347.Google Scholar
  6. 120.
    Vgl. exemplarisch Schneider/Zieringer (1991), S. 31; Wolfrum (1994), S. 334.Google Scholar
  7. 121.
    Cohen/Levinthal (1990).Google Scholar
  8. 122.
    Brockhoff (1987), S. 852. Vgl. hierzu auch Haour (1992), S. 179; Webster (1994), S. 92 und die empirischen Ergebnisse von Rothwell/Dodgson (1991), S. 130ff.; Svarc/Grubisic/Sokol (1996), S. 309. Entsprechend ist eine optimale Kombination interner und externer Bezugsquellen anzustreben, vgl. Brockhoff (1996), S. 178.Google Scholar
  9. 123.
    Vgl. zu diesem Vertragsforschungsangebot als Supplement Griffiths/Pearson (1973), S. 123; Kern/Schröder, (1977), S. 62; Nuhn (1987), S. 24Iff.; Wolfrum (1994), S. 333; Kneerich, (1995), S. 97f.Google Scholar
  10. 124.
    Auch öffentlich finanzierte Vertragsforschungsanbieter mit Gewinnorientierung sind grundsätzlich denkbar.Google Scholar
  11. 125.
    Vgl. Perry (1995).Google Scholar
  12. 126.
    Vgl. Kahn (1986), S. 15, 41; Arthur D. Little (1999).Google Scholar
  13. 127.
    Vgl. Abschnitt 9.4. Vgl. zu weiteren Beispielen von Supplement-Vertragsforschungsanbietern o.V. (1988b), S. 81; Roberts (1990); Whittington (1990), S. 193ff.Google Scholar
  14. 128.
    Vgl. Langholz (1999), S. 13, 114ff.Google Scholar
  15. 129.
    Vgl. exemplarisch Böndel/Dürand (1995). Von der Rechtsform her weisen die Großforschungseinrichtungen und die Einrichtungen der Blauen Liste allerdings sowohl öffentlich-rechtliche Rechtsformen (z.B. unselbständige Landeseinrichtungen oder Landesanstalten) als auch privatrechtliche Rechstformen (z.B. e.V. oder Stiftung des bürgerlichen Rechts) auf, vgl. hierzu die Übersicht bei Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (1998), S. 288ff. Die Fraunhofer-Institute unterliegen der Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., so daß bei diesen Instituten unabhängig von ihrer erheblichen institutionellen Förderung durch die öffentliche Hand und die Übernahme von Bauinvestitionen durch Bund und Länder keine öffentliche Eigentümerstruktur vorliegt, vgl. Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (1998), S. 89, 274ff.; Fraunhofer-Gesellschaft (1999b) und die Ausführungen in Abschnitt 9.2.Google Scholar
  16. 130.
    Entsprechend finden sich in der Literatur eine Fülle von Vertragsbezeichnungen, wie z.B. „Forschungs- und Entwicklungsvertrag“, „Technologischer Dienstleistungsvertrag“, „Know-how-Vertrag“ (Mittag (1985), S. 73ff.), die im Zusammenhang mit Vertragsforschung genannt werden.Google Scholar
  17. 131.
    Vgl. exemplarisch Kaltwasser (1994), S. 80; Keussen (1994), S. 18f.; Brockhoff (1999a), S. 65.Google Scholar
  18. 132.
    Vgl. im folgenden Richardi (1993); Müller-Glöge/Schaub/Lorenz (1997); Soergel (1997); Putzo (1999); Sprau (1999b).Google Scholar
  19. 133.
    Dadurch unterscheiden sich diese Verträge von Sachleistungsverträgen, deren Hauptzweck in der Verschaffung eines Vermögensgegenstandes besteht (z.B. Kauf, Tausch, Schenkung sowie Miete, Pacht, Leihe und Darlehen). Außerdem besteht eine Abgrenzung gegenüber besonders geregelten Verträgen auf Arbeit, wie dem Auftrag (§ 662 BGB), der begrifflich eine unentgeltliche Arbeitsleistung umfaßt und anderer Verträge (z.B. Verwahrungsvertrag (§688)), bei denen es sich um Arbeit ganz bestimmter Gestaltung und Art handelt. Vgl. Richardi (1993), S. 8ff. und zum Auftrag insbesondere Sprau (1999a), S. 782ff.Google Scholar
  20. 134.
    Beim selbständigen Dienstvertrag bestimmt der Dienstverpflichtete Zeit und Ort sowie die Art und Weise seiner Tätigkeit weitgehend selbst. Bei abhängigen Diensten besteht demgegenüber ein Weisungsrecht des Dienstberechtigten.Google Scholar
  21. 135.
    Wobei bei höheren Diensten i.d.R. ein selbständiger Dienstvertrag vorliegt, obwohl diese Begriffspaare nicht immer korrespondieren, z.B. bei angestellten Ärzten oder Architekten.Google Scholar
  22. 136.
    Damit bildet die gesetzliche Regelung des Dienstvertragsrechts auch das vertragliche Grundgerüst für das gesamte Feld unselbständiger, abhängiger Dienste im Rahmen von Arbeitsverhältnissen, die hier nicht weiter betrachtet werden. Betrachtet werden vor dem Hintergrund der Vertragsforschung nur Dienstverhältnisse, die keine Arbeitsverhältnisse sind.Google Scholar
  23. 137.
    Die Fälligkeit der Vergütung tritt nach Erbringung der geschuldeten Dienste ein bzw. mit Ablauf einzelner vereinbarter Zeitabschnitte (§ 614 BGB). Somit ist der Dienstverpflichtete vorleistungs-verpflichtet.Google Scholar
  24. 138.
    Bezüglich insoweit entstandener Schäden wird daher das gesetzlich nicht geregelte Rechtsinstitut der sogenannten positiven Forderungsverletzung angewandt, vgl. Vorbrugg/Berrar (1998), S. 80ff.Google Scholar
  25. 139.
    Die Art des Erfolges ist hierbei unerheblich für die Qualifizierung des Vertrages als Werkvertrag, so daß sehr unterschiedliche Formen erfaßt werden, z.B. Bau-, Reparatur-, Warnings-, Beförde-rungs- und Reinigungsvertrag.Google Scholar
  26. 140.
    Die Herstellung muß vom Unternehmer i.d.R. nicht persönlich bewirkt werden. Er kann vielmehr-wie beim Dienstvertrag — Dritte einschalten.Google Scholar
  27. 141.
    Vgl. zur Gewährung und Haftung bei Werkverträgen Vorbrugg/Berrar (1998), S. 83ff.Google Scholar
  28. 142.
    Vgl. hierzu und zu anderen möglichen Kriterien der Abgrenzung Richardi (1993), S. 14ff.Google Scholar
  29. 143.
    Der Dienstverpflichtete schuldet „nur eine Tätigkeit als solche, ein Wirken im Sinne eines Bemühens um ein Gelingen, nicht aber die Herbeiführung eines bestimmten konkreten Ergebnisses als Endziel der Bemühungen“ (Hervorhebung im Original), Vorbrugg/Berrar (1998), S. 72.Google Scholar
  30. 144.
    Vgl. Müller-Glöge/Schaub/Lorenz (1997), S. 165.Google Scholar
  31. 145.
    Vgl. Vorbrugg/Berrar (1998), S. 73 und zu einzelnen Kriterien der Abgrenzung Soergel (1997), S. 1094ff. Indizien zur Charakterisierung von F&E-Verträgen in Vertragsforschungsbeziehungen werden auch in Kapitel 5 diskutiert.Google Scholar
  32. 146.
    Resultierende Implikationen aus Interessenunterschieden und möglichen Risikoverteilungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer werden ausführlich in Kapitel 8 diskutiert.Google Scholar
  33. 147.
    Vgl. hierzu Brockhoff (1999a), S. 51ff.Google Scholar
  34. 148.
    Vgl. Brockhoff (1999a), S. 202.Google Scholar
  35. 149.
    Insbesondere die Effizienz der Artikulation und das Bewußtsein der Problemrelevanz von Teilen des relevanten Wissens beeinflussen dabei die Möglichkeiten verschiedener Übertragungsformen, vgl. Rüdiger/Vanini (1998), S. 470ff.Google Scholar
  36. 150.
    Vgl. Bullinger (1996), S. 6–28 und die Ausführungen in Kapitel 5. Vgl. in diesem Zusammenhang zum Recht auf Arbeitnehmererfindungen auch Bartenbach (1985), S. 11.Google Scholar
  37. 151.
    Vgl. Zenz (1981), S. 108; Bergen (1990), S. 134f.Google Scholar
  38. 152.
    Vgl. Kommission der EG (1973), S. 12 und die Ausführungen in Abschnitt 8.3.3. Beteiligungen an späteren Gewinnen entwickelter Produkte oder die Erteilung eines Produktionsauftrages im Anschluß an den erfolgreichen Abschluß von F&E-Aufgaben werden gemäß der begrifflichen Abgrenzung für die Perspektive der vorliegenden Arbeit nicht betrachtet.Google Scholar
  39. 153.
    Vgl. o.V. (1988b), S. 88. Vgl. zu verschiedenen Typen von Technologiemittlern insbesondere die Darstellungen bei Mittag (1985), S. 52ff.Google Scholar
  40. 154.
    Vgl. Wolff et al. (1994), S. 212ff.Google Scholar
  41. 155.
    Vgl. Karger/Murdick (1980), S. 479.Google Scholar
  42. 156.
    Vgl. Becher et al. (1993), S. 105, 137; Wolff et al. (1994), S. 216ff.Google Scholar
  43. 157.
    Auch diese Aspekte werden in den Kapiteln 8, 9 und 10 noch ausführlich diskutiert.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations