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Schätzung der Zinsstruktur in Österreich

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Zusammenfassung

In diesem Abschnitt soll eine systematische Evaluierung von Verfahren zur Ermittlung der Zinsstruktur in Hinblick auf die Anwendbarkeit auf dem österreichischen Rentenmarkt erfolgen. Die Ergebnisse dieser Evaluierung sind natürlich in erster Linie für den österreichischen Anleihemarkt von Interesse, allerdings sollten einige Schlußfolgerungen auch auf andere Rentenmärkte mit vergleichbarer Struktur übertragen werden können. Aus diesem Grund werden in Abschnitt 4.1. die Spezifika des österreichischen Anleihemarktes näher beschrieben.

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Referenzen

  1. 60.
    Zur Analyse des “unechten” Tilgungsterminrisikos bei Anleihen mit Serientilgung vgl. Uhlir undGoogle Scholar
  2. Steiner (1991), S. 49ff.Google Scholar
  3. 61.
    Außerdem muß sehr stark bezweifelt werden, ob die Quotes der Market Maker als “echte” Marktpreise betrachtet werden dürfen. So konnte man z.B. am 25.10.1993 um 12.00 in Reuters für die Bundesanleihe 38280 unter anderem folgende bid/ask-spreads beobachten: Bank Austria Investment Bank: 99.55 – 99.65 Bank Austria: 99.40 – 99.50 Bei Gültigkeit der Quotes hätte man durch Kauf bei der Bank Austria und gleichzeitigen Verkauf bei der BAIB einen free lunch von fünf Basispunkten je Nominale 100 nach Transaktionskosten erzielen können. Solche scheinbaren Arbitragesituationen können dadurch erklärt werden, daß die Market Maker nur für einige wenige Papiere verpflichtende Quotes (allerdings auch nur bis zu einem Limit von 20 Mio. Schilling) stellen müssen.Google Scholar
  4. 62.
    Eine detaillierte Beschreibung der Verteilung der Kupontermine über das Kalenderjahr in Österreich findet sich in Zirknitzer (1991).Google Scholar
  5. 63.
    Dem ist noch hinzuzufügen, daß eine Änderung dieses Zustandes beispielsweise durch eine Standardisierung der Neuemissionen erst in mehr als zehn Jahren erste Auswirkungen hätte, denn solange werden großteils vorher emittierte unstandardisierte Papiere im Umlauf sein.Google Scholar
  6. 64.
    Dazu zählen Options- und Wandelanleihen, Doppelwährungsanleihen und indizierte Anleihen.Google Scholar
  7. 65.
    Es ist fraglich, ob für Anleihen der Länder und der Sondergesellschaften des Bundes das Bonitätsrisiko zu berücksichtigen ist. Die Einschränkung auf Bundesanleihen ist allerdings international üblich, und dadurch ist auch eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse z.B. mit der Arbeit von Brandner (1993) möglich.Google Scholar
  8. 66.
    Anleihen mit Kündigungsklausel sind keine sicheren Zahlungsströme. Eine Barwertermittlung ist für diese Anleihen nur mittels einer Bewertung des impliziten Optionsrechts möglich.Google Scholar
  9. 67.
    Diese Anleihen lassen sich zwar ökonomisch als sichere Zahlungsströme interpretieren, werdenGoogle Scholar
  10. jedoch aus Gründen der Einheitlichkeit eliminiert. Aufgrund der sehr geringen Liquidität dieser Anleihen dürfte dieser Vorgang nur marginale Auswirkungen auf die Ergebnisse der empirischen Untersuchung haben. Es muß allerdings angemerkt werden, daß die Vollständigkeit eines Modellmarktes beim Verfahren von Carleton und Cooper bei gegebenen Anleihen mit Serientilgung wesentlich leichter herzustellen ist.Google Scholar
  11. 68.
    Bei dieser Berechnung wurde auf die Usancen der Wiener Börse zurückgegriffen. Die Zeitumrechnung in Dezimalform erfolgt nach der Regel “30/360”, und die Stückzinsen werden dabei linear berechnet.Google Scholar
  12. 69.
    vgl. Schoenberg (1992) im Handbuch zum GAUSS-Modul Optimization sowie Gill, et al. (1989).Google Scholar
  13. 70.
    Möglicherweise könnten die Ergebnisse bei diesem Verfahren durch analytische Bestimmung desGoogle Scholar
  14. Gradienten verbessert werden.Google Scholar
  15. 71.
    Damit werden Teile von Zahlungen mit Zeitpunkten von unter einem Jahr auch dem Zeitpunkt NullGoogle Scholar
  16. zugeordnet, für den allerdings keine Diskontierungsfaktoren geschätzt werden können (die Diskontierungsfaktoren an dieser Stelle sind definitionsgemäß gleich eins). Deshalb werden diese Beträge aus der Zahlungsmatrix eliminiert, und gleichzeitig werden die Marktpreise um genau diese Beträge gekürzt.Google Scholar
  17. 72.
    Schätzungen für 19 Methoden an 741 Tagen ergeben 14.079 einzelne Schätzungen.Google Scholar
  18. 73.
    vgl. Abschnitt 2.4.Google Scholar
  19. 74.
    vgl. Tabelle 3.2.Google Scholar
  20. 75.
    Die Ergebnisse dieser Arbeit entsprechen darüber hinaus in der Größenordnung den Ergebnissen von Brandner (1993).Google Scholar
  21. 76.
    vgl. dazu auch Tabelle 4.8.Google Scholar
  22. 77.
    Ein weiteres Detailergebnis ist ebenfalls überraschend: Das seit 1983 verwendete Verfahren derGoogle Scholar
  23. Deutschen Bundesbank unter Berücksichtigung des Kupons scheint dem alten Verfahren ohne Berücksichtigung des Kupons in keiner Weise überlegen zu sein.Google Scholar
  24. 78.
    Das Auftreten negativer forward rates im Bereich 1 könnte bei Spline-Methoden beispielsweise durch eine Plazierung des ersten Knotens in einem etwas früheren Laufzeitbereich wesentlich reduziert werden. Damit würde aber die Anwendbarkeit des Verfahrens empfindlich eingeschränkt werden.Google Scholar
  25. 79.
    Bei der Überprüfung des Vorzeichens der forward rates wurden die Terminzinssätze natürlich nur in diskreten Schritten berechnet. Es ist also theoretisch möglich, daß in Extremfällen die forward rates für kleinere Perioden als 0,1 Jahre negativ sind, ohne daß dies in den Ergebnissen dieser Studie ausgewiesen wäre.Google Scholar
  26. 80.
    Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß bei Berücksichtigung der linearen Nebenbedingungen bei der Regression von Schaefer im Sinne von Beer (1990) keine negativen forward rates beobachtet werden könnten.Google Scholar
  27. 81.
    vgl. u.a. Bradley und Lumpkin (1992) sowie Engle und Ng (1993).Google Scholar
  28. 82.
    Auf Aktienmärkten werden bei Anwendung von Regressionsmodellen, wie z.B. beim Marktmodell ebenfalls nicht die Kurse gegeneinander regressiert sondern die Ersten Differenzen (Renditen).Google Scholar
  29. 83.
    Die Residuen wurden anhand eines Durbin-Watson Tests auf Autokorrelation überprüft.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

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