Abschließende Würdigung

  • Jens Grundei

Zusammenfassung

Versucht man ein knappes Fazit der durchgeführten Untersuchung zu ziehen, so ist die Trennung zweier Gesichtspunkte empfehlenswert. Zum einen handelt es sich um den prozessualen Aspekt der Effizienzbewertung und zum anderen um den inhaltlichen Aspekt der im einzelnen durchgeführten Arbeitsschritte. An Stelle einer Wiederholung von (Teil-)Ergebnissen soll dabei die Frage im Vordergrund stehen, welches generalisierbare Wissen gewonnen wurde. Aus der Prozeßperspektive läßt sich vor allem festhalten, daß zur Lösung organisatorischer Gestaltungsprobleme auf der Grundlage einer handlungstheoretischen Organisationskonzeption generell die Beachtung folgender Punkte sinnvoll und erforderlich erscheint:
  • Durchführung einer Aufgabenanalyse;

  • Erarbeitung von Gestaltungsalternativen (für die Organisation von Teilfunktionen bietet es sich an, hierbei die Gestaltungsfelder Etablierung, Plazierung, (teilfunktionsinterne und übergreifende) Kooperation, Differenzierung sowie Detailausformungen zu berücksichtigen);

  • Problemspezifische Anpassung des handlungstheoretischen Effizienzkonzepts;

  • Beachtung relevanter Kontextbedingungen;

  • Durchführung einer handlungsrationalen Effizienzbewertung;

  • Problemspezifische Konkretisierung der Rationalitätsprämisse (in Form kritischer Verhaltensweisen);

  • Untersuchung des tatsächlichen Verhaltens und Diagnose möglicher Rationalabweichungen;

  • Durchführung einer handlungsrealen Effizienzbewertung;

  • Ausarbeitung von Flankierungsmaßnahmen (wenn auch nach Berücksichtigung der strukturimmanenten Verhaltens Wirkungen Rationalabweichungen vorliegen);

  • Flankierung geht vor Modifizierung rationaleffizienter Strukturen1.

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Referenzen

  1. 1.
    An dieser Stelle sei auf die interessante ‘Interaktion’ von Flankierung und Modifizierung hingewiesen, die sich im Zuge der Bearbeitung herausgeschält hat: Einerseits wirken Flankierungsmaßnahmen schon als Voraussetzung für die Entfaltung strukturimmanenter Verhaltenseffekte. Eine gelungene Kombination aus strukturimmanenten und flankierungsbedingten Verhaltenswirkungen wird dann oftmals Modifizierungen überflüssig machen. Andererseits kann jedoch eine Modifizierung schon erforderlich sein, um die Anwendung bestimmter Flankierungsinstrumente überhaupt zu ermöglichen.Google Scholar
  2. 2.
    Der Aussage von Mayer (1986), S. 55–1, es seien keinerlei Generalisierungen über die Organisation der Marktforschung möglich, ist insofern nicht zuzustimmen.Google Scholar
  3. 3.
    Es erübrigt sich eigentlich die Bemerkung, daß Kreativität vermutlich nicht die einzig relevante Kvw in der Werbung ist bzw. daß Innovativität gerade in der heutigen Zeit nicht auf den F&E-Bereich beschränkt werden kann.Google Scholar
  4. 4.
    Da die verfügbare Literatur vermutlich nicht für alle Teilfunktionen ausreichend ergiebig ist, können selbstredend auch explorative Erhebungen vorangestellt werden.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. auch Nadler/Hackman/Lawler (1979), S. 276 f.Google Scholar
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    Siehe Graen/Scandura/Graen (1986), insb. S. 487 f.Google Scholar
  7. Im übrigen kann sich bereits der Veränderungsprozeß als solcher auf das Verhalten bzw. die Handlungsergebnisse auswirken [vgl. Berlinger/Glick/Rodgers (1988),.S. 227 f. m. w. N.].Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Jens Grundei

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