Advertisement

Experimentelle Entscheidungen

Chapter
  • 17 Downloads
Part of the DUV : Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

„An experiment is a proof of a hypothesis which seeks to hoock up two factors into a causal relationship through the study of contrasting situations which have been controlled on all factors except the one of interest, the latter being either the hypothetical cause of the hypothetical effect.“ (Greenwood 1945, 28). Trotz des kausalen Aufklärungsversprechens finden soziologische Untersuchungen selten unter experimentellen Bedingungen statt. Gegen experimentelle Forschung wird oft angeführt, daß das kontrollierte, artifizielle Setting einer Laborsituation die ökologische Validität soziologischer Befunde in Frage stelle. Drei gewichtige Gründe sprechen aber an diesem Punkt der Analyse für ein laborexperimentelles Design. Erstens haben bereits die vorangestellten Quer- und Längsschnittstudien die sozialen Ökologien älterer Menschen aus verschiedenen Perspektiven ausgeleuchtet. Zweitens scheint es gerechtfertigt, nachdem sich der Alterseffekt auf der makrosozialen Oberfläche systematisch abzeichnet, ihn auf der mikrosozialen Ebene handelnder Akteure zu rekonstruieren, um eine Entscheidungslogik zu beweisen. Und schließlich lassen sich drittens die mikrotheoretisch deduzierten Wechselwirkungen zwischen dem Zeithorizont, der Sterbewahrscheinlichkeit und der Riskanz von Entscheidungen direkt in ein faktorielles Experimentaldesign übersetzen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 86.
    Formal: QStotal = QSbetwcenA + QSbwanB + QSA×B + QSwithin wobei QStotal für die Quadratsumme aller Meßwerte steht, die Quadratsummen A und B die Streuungen zwischen den jeweiligen Gruppen und somit die Haupteffekte der beiden unabhängigen Faktoren anzeigen, QSA×B die Quadratsumme der Wechselwirkung der beiden Haupteffekte beziffert und QSwithin für die Fehlerquadratsumme steht, die die unerklärte Varianz innerhalb der Gruppen beschreibt (Bortz 1993, 266f0. Den varianz-analytischen Voraussetzungen unabhängiger, normalverteilter Fehlerkomponenten und homogener Fehlervarianzen (Bortz 1993, 261, 303) wurde durch die randomisierte Aufteilung der Gruppen, durch graphische Kontrollen und statistische Tests (Bartlett-Box Test, Cochrans C), die keine signifikanten Unterschiede in den Fehlervarianzen der einzelnen Gruppen nachweisen, Rechnung getragen. Dessen ungeachtet gilt die Varianzanalyse als ein sehr robustes Verfahren. hindert werden, daß der Befragte ungeahnte, auch immaterielle Assoziationen an dieses Geld knüpft.Google Scholar
  2. 87.
    Strategie A: Ihr Freund kauft für die 30 000 DM (90 000 DM) Aktien eines großen, etablierten Unternehmens aus der Maschinenbaubranche und bekommt nach einer Laufzeit von 10 Jahren mit 90%iger Wahrscheinlichkeit 57 600 DM (172 800 DM) und mit 10%iger Wahrscheinlichkeit 51 600 DM (154 800 DM) jeweils nach Abzug der Steuern ausgezahlt. Strategie B: Ihr Freund kauft für 30 000 DM (90 000 DM) Aktien eines mittelständischen, jungen Unternehmens auch aus der Maschinenbaubranche und bekommt nach einer Laufzeit von 10 Jahren mit 90%iger Wahrscheinlichkeit 27 000 DM (81 000 DM) und mit 10%iger Wahrscheinlichkeit 327 000 DM (981 000 DM) jeweils nach Abzug von Steuern ausgezahlt.“Google Scholar
  3. 88.
    das Sterberisiko als Haupteffekte wirksam sind. Aus der Tatsache als einzelner oder in einer Gemeinschaft zu handeln, 25 oder 65 Jahre alt zu sein, resultiert keine eindeutige rationale Strategie. Aber die Kombination beider Merkmale, die Wechselwirkung zwischen den Haupteffekten beeinflußt, wie es theoretisch vorhergesagt wurde, die Investition in eine sichere oder riskante Strategie signifikant (Ftr;ss;w,%)= 4,4). Ein Interaktionsdiagramm veranschaulicht diesen disordinalen Zusammenhang.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations