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Analysen im Längsschnitt

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Part of the DUV : Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Nicht die Lebensorganisation in ihren aktuellen Verästelungen, sondern ihre implizit angenommene Prozeßhaftigkeit ist Gegenstand des folgenden Kapitels. Denn nur im zeitlichen Ablauf sind explorative Verhaltensänderungen, exploitative Fortsetzungen oder Ausstiegsstrategien direkt zu beobachten. Auch lassen sich lebenslaufspezifische und sozialstrukturelle Einflüsse anhand von Längsschnittdaten in ihrer zeitlichen Abfolge schätzen. Die Zusammenhänge, die in den ersten zehn Brückenhypothesen formuliert sind, werden darum noch einmal über die Zeit untersucht. Zugleich wird die analytische Perspektive um Kohorteneffekte (Hypothese 11) und einen Periodeneinfluß (Hypothese 12) erweitert.

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Literatur

  1. 74.
    Zwar besteht theoretisch „die Möglichkeit, daß nach einer gewissen Laufzeit des Panels auch für die Stichprobe A der Anstaltsbereich in genügend hoher Fallzahl in der Stichprobe vertreten ist. Jedoch zeigen die empirischen Ergebnisse, daß sich die Fallzahlen im Anstaltsbereich nur sehr langsam vergrößem“. Zudem „sind die Antwortausfälle bei Umzügen in Alterswohnheime bzw. Altersheime überdurchschnittlich hoch.” (Das Sozio-ökonomische Panel, Benutzerhandbuch, K.6–1).Google Scholar
  2. 75.
    Nicht nur werden die Interviewten im gesamten Bundesgebiet weiterverfolgt, umfangreich über das Projekt informiert, Termine langfristig angekündigt und Ergebnisse ausgehändigt, auch bemüht man sich, die Befragten immer wieder mit dem gleichen Interviewer zu konfrontieren. Motivieren soll schließlich auch die Teilnahme an einer gemeinnützigen Verlosung.Google Scholar
  3. 80.
    Genauer wird die zweifache Differenz der logarithmierten Likelihood-Werte beider Modelle berechnet. Diese Prüfgröße ist approximativ x2 -verteilt mit m Freiheitsgraden, wobei m die Anzahl der zusätzlichen Parameter beziffert.Google Scholar
  4. 81.
    Dafür müssen die geschätzten Parameterwerte in die Formel eingesetzt werden. Subtrahiert man eins und multipliziert man mit 100 erhält man die prozentuale Übergangsrate. Zu berücksichtigen ist zudem, daß die Kovariaten nicht unabhängig voneinander auf die Veränderungsrate einwirken son-dem multiplikativ ( Blossfeld, Rohwer 1995, 93 ).Google Scholar
  5. 82.
    Bei linkszensierten Daten ist normalerweise die problematische Annahme erforderlich, daß die Vorgeschichte vor Beginn des Beobachtungszeitraums keinen Einfluß auf den Prozeß hat.“ (Diekmann, Mitter 1984, 23ff.).Google Scholar
  6. 83.
    Die Frage lautet: „Welche der folgenden Tätigkeiten üben Sie in Ihrer freien Zeit aus? Geben Sie bitte zu jeder Tätigkeit an, wie oft sie das machen: „jede Woche, jeden Monat, seltener“ oder als 4. Kategorie „nie”. Dabei wurden folgende Antwortkategorien vorgegeben: „Besuch von kulturellen Veranstaltungen, z.B. Konzerten, Theater, Vorträgen“, „Aktiver Sport” und unter anderem „Beteiligung in Bürgerinitiativen, in Parteien, in der Kommunalpolitik“.Google Scholar
  7. 84.
    Die einleitenden methodischen Anmerkungen beziehen sich auf den einfachsten Fall eines absorbierenden Zustandswechsels. Tatsächlich können jedoch die Befragten über die Zeit mehr als einmal explorieren oder aussteigen. Aufgrund der zeitversetzen Zählung und der Erhebungslücken besteht die Möglichkeit, sich dreimal im Wechsel für jede Strategie zu entscheiden. Zwar durchlebt die überwiegende Mehrheit lediglich eine Episode, die Angaben für die einzelnen Zustandswechsel schwanken zwischen 81% (Exit Sport) und 91% (Exploration Politik), die ungeprüfte Annahme singulärer Ereignisse führt jedoch zu einer Überrepräsentation der mobileren Minderheit. Blossfeld und Rohwer (1995, 78f.) schlagen für diesen Fall vor, entweder nur die erste Episode zu berücksichtigen oder aber zu prüfen, ob sich die Survivorfunktionen der einzelnen Zustandswechsel signifikant voneinander unterscheiden. Weil mit dem Phänomen der „neuen Alten“ gerade die Mobilität jenseits der Altersgrenze im Interessenfokus liegt und da sich die Survivorfunktionen der einzelnen Episoden nicht signifikant voneinander abgrenzen, werden alle Ereignisse als quasi singuläre Zustandswechsel in die Analyse einbezogen.Google Scholar
  8. 85.
    Bei Organisationen hat man das gleiche Phänomen festgestellt (Amburgey, Kelly, Barnett 1993 ).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

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