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Zusammenfassung

Die Publikumsöffnung einer Gesellschaft stellt ebenso wie der Verkauf eines Unternehmens eine entscheidende Veränderung im Leben eines Unternehmers dar. Ein solcher Prozeß betrifft deshalb in besonderer Weise psychologische und vor allem emotionale Faktoren.1 Schon die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, aber viel stärker noch die eigentliche Börseneinführung führen zu tiefgreifenden Veränderungen im Rollenverständnis der betroffenen Personen („Going public represents a fundamental change in life style“2). Für manche Unternehmer erfüllt sich mit dem Börsengang ein Lebenstraum,3 für andere stellt dies einen ersten, unumkehrbaren Schritt hin zum Unternehmensverkauf dar, welcher einer zuvor allenfalls angestrebten Kontinuität entgegenläuft und „emotionale Bewegung“ sowie „leise Wehmut“4 auslöst. Diese Entscheidung ist besonders vor dem Hintergrund zu sehen, daß mit dem Going Public eine Gewöhnung an den allmählichen Verkauf des Unternehmens eintritt. So läßt sich beobachten, daß sich in zahlreichen börsennotierten Unternehmen der Anteil der Alt-Aktionäre in den Jahren nach dem Börsengang sukzessive verringerte.5

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Karl-Heinz Kramer

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