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Zwischenergebnis A: Effizient eingesetzte Entscheidungsrechnungen statt modellimmanent optimaler Entscheidungsvorschläge

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Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (GEW)

Zusammenfassung

Eine Maßnahme kann als effektiv bezeichnet werden, wenn nach ihrer Ausführung der Ist-Zustand dem angestrebten Soll-Zustand möglichst nahekommt.1 Entsprechend ist eine Entscheidung effektiv, sofern sie zu einem Plan führt, dessen Ausführung einen möglichst großen Beitrag zur Problembewältigung verspricht, ohne zugleich mehr neue Probleme als nötig heraufzubeschwören. Angesichts dieser Definition erscheinen mathematische Entscheidungsmodelle als Garanten effektiver Entscheidungen. Das zugehörige Rechenverfahren ermöglicht nicht nur das Auffinden der optimalen Handlungsalternative bzw. des optimalen Aktionsprogramms. Aufgrund der formal-mathematischen Modellstruktur ist die errechnete Lösung — bei fehlerfreier Durchführung der Rechenschritte — zugleich mit einer Optimalitätsgarantie verbunden. Aus dieser Perspektive ist es zu bedauern, daß nicht für alle Entscheidungsproblemtypen allgemeine Entscheidungsmodelle existieren und daß die existierenden häufig nicht eingesetzt werden (können). Die perfekt anmutende Fundierung effektiver Entscheidungen durch Entscheidungsmodelle provoziert die Frage, ob tatsächlich die Entscheidung für die optimale Alternative bzw. für das optimale Aktionsprogramm immer wünschenswert ist. Dabei darf daraus, daß sich Entscheidungsträger sogar bezüglich des Entgeltzieles zumeist mit dem Erreichen eines bestimmten Anspruchsniveaus zufriedengeben, nicht geschlossen werden, daß sie sich nicht mehr wünschen.2

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

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