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Familienunternehmen im Spiegel der besonderen Herausforderungen am Ende des 20. Jahrhunderts

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Zusammenfassung

In einer von der Bertelsmann Stiftung geförderten empirischen Untersuchung über Chancen, Risiken und Maßnahmen beim Generationswechsel und der Unternehmenskontinuität in Mittel- und Großunternehmen kommen Albach und Freund zu dem eindeutigen Urteil: „Das Familienunternehmen stirbt. Es entsteht das Unternehmen an sich.”1 Als Hauptauslöser der Krisen bei diesem Unternehmenstypus werden die vielfältigen, für Familienbetriebe typischen Konfliktpotentiale ausgemacht. Andere Zahlen belegen diese Einschätzung: In den letzten fünf Jahren haben sich die Unternehmenszusammenbrüche in Deutschland nahezu verdreifacht.2 Der Höchststand wurde im April 1996 mit 2.737 Insolvenzen3 erreicht — im Februar 1991 waren es noch 984. Beim direkten Vergleich der ersten Quartale der Jahre 1991 und 1996 ergibt sich ein Anstieg von knapp 250 %.4

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Literature

  1. 1.
    Albach / Freund (1989) S. 266.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Fuchs (1996) S. 22.Google Scholar
  3. 3.
    Die Gesamt-Insolvenzen umfassen eröffnete und mangels Masse abgelehnte Konkursverfahren, zuzüglich eröffnete Vergleichsverfahren, verringert um die Zahl der Anschlußkonkurse.Google Scholar
  4. 4.
    Eigene Berechnungen in Anlehnung an Statistisches Bundesamt (1991) S. 460 und (1996a) S.4.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Hammer/Hinterhuber (1993) S. 252.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Maurice (1993) S. 266; ebenso v. Wartenberg (1993) S. 240.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Zumbusch (1992) S. 52.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Ward (1987) S. 1 f; andere internationale Studien ergaben sogar, daß der Übergang in die dritte Generation nur drei bis vier Prozent der Familienunternehmen gelingt. Vgl. Rieker / Risch (1995) S. 68.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Gomez/ Probst (1985) S. 22 ff.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. hierzu die Ausführungen von Berger-Boyer / Kunze (1990) S. 153 f.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Pümpin (1984) S. 24.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Bleicher (1984); Heinen (1985) S. 980; Scholz (1988).Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Heinen (1987) S. 2.Google Scholar
  14. 14.
    Bock / Zillessen (1995) S. 299.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Pümpin (1984) S. 19 f.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. ebenda, S. 19.Google Scholar
  17. 17.
    Hierunter werden allgemein die Transaktionskosten verstanden, die im weiteren Verlauf der Arbeit eingehender vorgestellt werden.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Picot (1981) S. 163.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Hirschman (1974) S. 3 ff.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Bleicher/Kraehe (1992) S. 62.Google Scholar
  21. 21.
    Einer ähnlichen Einteilung bedienen sich auch Albach / Freund (1989) S. 28, in ihrer Analyse.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. Albach / Freund (1989) S. 55.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. Droege & Co.4 (1991) S. 76.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Albach / Freund (1989) S. 56.Google Scholar
  25. 25.
    Bleicher/ Kraehe (1992) S. 62.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. McClelland / Burnham (1995) S. 128 ff.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Bleicher / Kraehe (1992) S. 63.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Keller (1990) S. 76 ff.Google Scholar
  29. 29.
    Das Akronym „FU” wird in der Arbeit für die Begriffe Familienunternehmen, Familienunterneh-mung(en), Familienbetrieb (e) sowie Familiengesel/scha/it(en) analog verwandt.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Hammer/ Hinterhuber (1993) S. 252.Google Scholar
  31. 31.
    Stellvertretend für die unzähligen Artikel über die aufgeführten Firmenpleiten seien genannt: Funk (1982) S. 30 f.; Hirn (1987) S. 30 ff.; Diekhof (1982 b) S. 36 ff.; Raithel (1987) S. 44 ff.; Diekhof / Hoffmann (1983) S. 72 ff.; Neukirchen / Wilhelm (1988) S. 36 ff.; Corneleen / Hoffmann (1982) S. 58 ff.; Diekhof (1985) S. 131 ff.; Schlote et al. (1992) S. 160 ff.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Paulsen (1995) S. 53.Google Scholar
  33. 33.
    Dies bezieht sich vor allem auf die erste Stufe des Entwicklungsverlaufes von Familienunternehmen, die sog. Gründungsphase. Vgl. dazu die Ausführungen in Kapitel B 1 in diesem Arbeitsteil.Google Scholar
  34. 34.
    Gabler Wirtschafts-Lexikon (1992) Sp. 1099.Google Scholar
  35. 35.
    Zur terminologischen Abgrenzung der Begriffe Familiengesellschaft und Familienuntemehmen vgl. Schürmann (1980) S. 28; vgl. ebenso Schneider/ Martin (1963) S. 31.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. Vogel (1974) S. 4.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. ebenda S. 5.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. Schneider/ Martin (1963) S. 31; ebenso Vogel (1974) S. 5.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. BGHZ 62, S. 193 ff.; BGH Betriebs-Berater (1981) S. 926 f.; BFH Betriebs-Berater (1976) S. 587.Google Scholar
  40. 40.
    So galt nach Fassung des § 157 Abs. 4, Satz 1 Nr. 2 AktG vom 06.09.1965 eine AG als Familiengesellschaft, wenn deren Aktionäre eine natürliche Person war oder natürliche Personen, die i.S.d. § 10 Nr. 2 bis 5 des Steueranpassungsgesetzes vom 16.10.1934 verwandt oder verheiratet waren, oder in gerader Linie verwandt oder verschwägert waren, in der Seitenlinie bis zum 3.Google Scholar
  41. 41.
    Grad verwandt, zum 2. Grad verschwägert oder durch Annahme an Kindes Statt in gerader Linie verbunden waren. Dieses Gesetz wurde mit Wirkung vom 19.12.1985 aufgehoben. Die Schwägerschaft wird bei Hengstmann (1935) S. 7, ausgeschlossen.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. Gablentz (1956) S. 787.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. Bechtle (1983) S. 33.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. Schneider/Martin (1963) S. 31.Google Scholar
  45. 45.
    Knur (1961) S. 103 f.Google Scholar
  46. 46.
    Gespräch mit Herrn Dr. Thomas Bentz, Päsident der ASU, Bonn.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. Bertsch (1970) S. 6 ff.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. Löwe (1979) S. 27 f.Google Scholar
  49. 49.
    Bechtle (1983) S. 33.Google Scholar
  50. 50.
    Es kann unterstellt werden, daß Familienmitglieder diese Absicht verfolgen, während familienfremde Anteilseigner nur dann ein Interesse an der Einflußnahme durch die Familie haben werden, sofern daduch die Kontinuität und das Wachstum des Betriebes gewährleistet sind.Google Scholar
  51. 51.
    Vgl. Uhlenbruck (1967) S. 1927; Brauchl1n (1983) S. 64; vgl. ebenso Michalskl (1980) S. 5 f. und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. hierzu die o.g. Definition aus dem Gabler Wirtschafts-Lexikon.Google Scholar
  53. 53.
    Vgl. Schürmann (1980) S. 28.Google Scholar
  54. 54.
    Bei Unterlassung entsprechender Abgrenzungen würden konsequenterweise auch kleine bzw. mittlere Eigentümer-Unternehmen in Form von Handwerksbetrieben oder Dienstleistern mit in die Betrachtung einbezogen werden.Google Scholar
  55. 55.
    Im weiteren Verlauf der Arbeit wird auch der Begriff mittelständisches Großunternehmen gebraucht. Der mittelständische Charakter großer FU ergibt sich zum einen aus den genannten quantitativen Eigenschaften sowie andererseits aus der Konzentration auf den Bereich der Familienuntemehmungen. Die Bezeichnung mittelgroßes FU soll synonym verwandt werden, da gemäß der landläufigen Meinung durch dieses Adjektiv auf die quantitativen Eigenschaften von Großunternehmen hinreichend Bezug genommen wird.Google Scholar
  56. 56.
    Von Hayek (1972) S. 7;Google Scholar
  57. 57.
    Popper (1965) S. 95 f., Hervorhebungen im Original. Bereits Aristoteles verwies auf diesen Gedanken: „Denn weil sie sich wunderten, haben jetzt und immer schon die Menschen begonnen, nachzudenken und nur um zu wissen, trachteten sie nach der Erkenntnis, nicht um zu verdienen,” zitiert in: Von Hayek (1972) S. 8 FN 1.Google Scholar
  58. 58.
    Röpke (1980) S. 125.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. Ferguson (1995) S. 72.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

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