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Mut und Unmut der Behörden. Integration und die Rolle der Verwaltungen in der Schweiz

  • Simone Prodolliet

Zusammenfassung

Die Stadt Bern hat im Dezember 2000 ein Zeichen gesetzt. Sie hat der Fremdenpolizei einen neuen Namen gegeben: „Migrationsdienst“. Die Namensänderung hat Programm. Zwar kann man kritisch anmerken, dass es sich hier um einen euphemistischen Schachzug der Verwaltung handelt, fremdenpolizeiliche Aufgaben mit einem schönfärberischen Namen zu überdecken und eigentlichen Etikettenschwindel zu betreiben. Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um eine Richtungsänderung in der kommunalen Politik in Bezug auf Ausländerinnen und Ausländer. Vor dem Hintergrund der Diskussionen um dringend notwendige Integrationsmaßnahmen will die Stadt Bern neue Wege beschreiten. Sie sieht vor, ihre „Ausländerpolitik“ nicht mehr ausschließlich wie bisher in Bezug zur fremdenpolizeilich gesteuerten Vergabe von Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen zu stellen. Vielmehr soll es künftig darum gehen, Integrationsaufgaben wahrzunehmen, die sich durch die Anwesenheit von Migrantinnen und Migranten ergeben.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Simone Prodolliet

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