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Wenn Konstruktivisten nach Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Gewalt fragen — Die Befrager, die Befragten und die Fragen

  • Wolfgang Frindte

Zusammenfassung

Der Soziale Konstruktionismus (SK) geht u.a. davon aus, daß eine wissenschaftliche Abbildung der Realität nicht möglich sei. Die Welt, die wir (Wissenschaftler und Alltagsmenschen) im wissenschaftlichen oder außer-wissenschaftlichen Prozeß erschließen können, sei die Welt, die wir im sozialen Prozeß mittels unserer Interaktionen und Kommunikationen selbst schaffen und bezeichnen (Gergen 1985; Gergen & Gergen 1988; Gergen 1990). Auch die vom einzelnen gedachten, gefühlten und benutzten Prozesse, Dinge usw. seien Ergebnis eines sozialen Konstruktionsprozesses, der sich über die Sprache und über die sprachlich vermittelten Verständigungsformen (Konversation, Diskurs, Erzählung) reanisiert. Wir verstehen („erkennen“) — so der SK — die Welt nur durch die Begriffe, die wir im sozialen Austausch mit anderen konstruieren. Das, was Psychologen psychische Phänomene nennen (z.B. Vorurteile, Einstellungen, Kognitionen etc.) betrachtet der SK als sozial-konstruierte Zeichen, eben als soziale Konstruktionen. Soziale Konstruktionen der Wirklichkeit sind in sozialen Gemeinschaften (Gesellschaften, Organisationen, Gruppen etc.) von den betreffenden Mitgliedern geteilte (konventionalisierte) und weitergegebene (tradierte) Deutungen von Welt, einschl. der Welt der eigenen Gemeinschaft.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Frindte

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