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Zur Naturgeschichte der Zeichenprozesse

Drei Stufen der Entwicklung von Kommunikation und Denken
  • Arne Raeithel
  • Christian Dahme

Zusammenfassung

Zunächst werde ich eine Geschichte über den Ursprung der Menschheit erzählen, die das alte Rätsel der Sprachentstehung auf eine neue Weise lösbar machen soll. Argumente aus der Anthropologie und Archäologie bringe ich mit kognitions- und entwicklungspsychologischen Erkenntnissen zusammen und prüfe diese zunächst disparaten Konzepte auf zeichentheoretische Konsistenz. Es ergibt sich so eine Dreiteilung von „Semiosphären“ — Zeichenwelten, die ineinander eingebettet sind und zugleich „Prozeßebenen“ der Kommunikation darstellen. Ein Schema zur Analyse kooperativer Arbeit in einer Praxisgemeinschaft wird entwickelt, mit dessen Hilfe die Entwicklung (1.) der sozialen Selbstregulation in Gruppen, (2.) der interpersonalen, sprachlichen Kommunikation zwischen Akteuren und schließlich (3) des „öffentlichen Denkens“ einer Gemeinschaft — Fantasieren, Planen, Theoretisieren — als historische Differenzierung der natürlichen Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten unserer Primatenvorfahren begriffen werden kann.

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Literatur

  1. 93.
    Donald unterscheidet leider nicht konsequent zwischen singulären Episoden (Token), an denen er zunächst das Episodische festmacht (1991), und der Generalisierung solcher Ereignisse durch Ansammlung ähnlicher Eposiden um den zunächst entstandenen Proto-Typus. Von episodischem Denken oder episodischer Kognition kann aber, wie leicht einzusehen, nur dann gesprochen werden, wenn die Episode als volles, allgemeines Zeichen (Typus) einsetzbar ist.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Arne Raeithel
  • Christian Dahme
    • 1
  1. 1.BielefeldDeutschland

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