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Benchmarking Transparenz und Interaktivität bei führenden amerikanischen Zeitungen

  • Stephan Ruß-Mohl

Zusammenfassung

Auf der Suche nach Qualitätsmaßstäben und Vorbildern im publizistischen Qualitätsmanagement bietet sich ein Sprung von der Alten Welt in die USA an. Was im folgenden spezifisch interessiert, ist die andere Gewichtung und damit der andere Umgang mit den beiden journalistischen Qualitätskriterien Interaktivität und Transparenz. Ihnen ist gemeinsam, dass ihre Relevanz von Praktikern in Deutschland meist unterschätzt wird. Von den Publika werden sie aber als besonders wichtig angesehen1 — in Übereinstimmung mit vielen Qualitätsexperten2.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Urban, Christine D.: Examining Our Credibility: Perspectives of the Public and the Press. A Report for the ASNE Journalism Credibility Project (zu beziehen über: ASNE Foundation, 11 690 B Sunrise Valley Drive, Reston VA 20 191–1409, USA -http://www.asne. org).Google Scholar
  2. 2.
    Z.B. die Beiträge im ersten Teil von Held, Barbara/Ruß-Mohl, Stephan (Hg.): Qualität durch Kommunikation sichern: vom Qualitätsmanagement zur Qualitätskultur. Erfahrungsberichte aus Industrie, Dienstleistung and Medienwirtschaft, Frankfurt/M.: FAZ-Institut für Management-, Markt-und Medieninformationen, 2000; ferner: Felterman, Roger: The Interactive Corporation, New York, 1997.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Ruß-Mohl, Stephan: Kulturrevolution im Zeitungsjournalismus. Die «LA Times» nach dem Sturm auf die «Chinesische Mauer», in: Neue Zürcher Zeitung, 11.6. 1999, S. 75.Google Scholar
  4. 4.
    Prichard, Peter: The Making of McPaper. The Inside Story of USA Today, Kansas City/New York, 1987; vgl. auch: Ruß-Mohl, Stephan: Zeitungs-Umbruch. Wie sich Amerikas Presse revolutioniert, Berlin 1992, Kapitel 3.Google Scholar
  5. 5.
    Beteiligungen an anderen Medien wurden wieder abgestoßen, dafür aber 1997 fur 1,65 Milliarden Dollar zwei große Regionalzeitungen, der Kansas City Star und der Fort Worth Star Telegram hinzugekauft. Der Konzern hat andererseits kürzlich sogar seinen Sitz von Miami nach San Jose verlagert, um die Soft- und Hardware-Entwicklungen im Silicon Valley nicht zu verschlafen und seine Zeitungen auf das Internet-Zeitalter vorzubereiten. (Vgl. Business Week, 18.1.1999).Google Scholar
  6. 6.
    Gespräch des Verfassers mit Mark Willes in Los Angeles vom 2.6.1999.Google Scholar
  7. 12.
    Dem begrenzten Untersuchungziel angemessen schien ein exploratives Vorgehen: Ich habe notiert, was mir bei der Lektüre der fünf Zeitungen hinsichtlich ihrer Transparenz und Interaktivität aufgefallen ist. Meine Beobachtungen habe ich dann durch Einsichten und Erkenntnisse ergänzt, die ich in Gesprächen mit amerikanischen Medienexperten, zum Teil aus den untersuchten Zeitungsverlagen, gewinnen konnte. Herausgekommen ist dabei - in Form eines „Indizienbeweises“ - ein Überblick, wie die analysierten Blätter den im deutschen Sprachraum bisher vernachlässigten Qualitätskriterien Transparenz und Interaktivität Rechnung tragen.Google Scholar
  8. 14.
    Vgl. dazu: Roß, Dieter: Traditionen und Tendenzen der Medienkritik, in: Weßler, Hartmut et ah: Perspektiven der Medienkritik, Opladen, 1997, S. 29–46.Google Scholar
  9. 15.
    Telefongespräch des Verfassers mit Ken Brusic v. 4.6.1999; vgl. auch: Ruß-Mohl, Stephan: Kleine Teams anstelle der Ressorts. Medien-Porträt: The Orange County Register, in: Sage and Schreibe Nr. 8, Dezember 1993, S. 20–22.Google Scholar
  10. 16.
    Weil die Angebote auch von Deutschland aus leicht „angeklickt“ werden können, seien hier die Websites genannt: www.mercurycenter.com;www.usatoday.com;www.ocregister.com; www.latimes.com;www.nytimes.com.Google Scholar
  11. 17.
    Vgl. Ruß-Mohl, Stephan: Kulturrevolution im Zeitungsjournalismus. Die «LA Times» nach dem Sturm auf die «Chinesische Mauer», in: Neue Zürcher Zeitung, 11.6. 1999, S. 75.Google Scholar
  12. 18.
    Vgl. Vgl. Ruß-Mohl, Stephan: Kulturrevolution im Zeitungsjournalismus. Die «LA Times» nach dem Sturm auf die «Chinesische Mauer», in: Neue Zürcher Zeitung, 11.6.1999, S. 75. Kürzlich sind Willes und die Los Angeles Times erneut (wegen eines Sponsorenvertrags mit einem Sportzentrum) ins Kreuzfeuer der Kritik geraten - wobei aber nach meinem Eindruck der Sachverhalt in den deutschsprachigen Medien ziemlich wirr dargestellt worden ist und der Proteststurm gerade deshalb entstand, weil die LA 27roes-Redaktion nicht rechtzeitig von der neuen Geschäftsbeziehung des Verlagshauses in Kenntnis gesetzt worden war, also die Kommunikation zwischen Verlag und Redaktion - anders als von Willes intendiert. gerade nicht funktioniert hat. (Vgl. dazu insbesondere: Shaw, David: Special Report: Crossing the Line, in: Los Angeles Times, 20. 12. 1999 ).Google Scholar
  13. 19.
    Gespräch des Verfassers mit Mark Willes in Los Angeles vom 2.6.1999.Google Scholar
  14. 20.
    Telefongespräch des Verfassers mit Ken Brusic vom 4.6.1999.Google Scholar
  15. 21.
    Frankel, Max: The Information Tyranny, in: New York Times Magazine, 13.6.1999, S. 28–30.Google Scholar
  16. 22.
    Frankel, Max: What’s Happened to The Media?, in: New York Times Magazine, 21.3.1999, S. 38–40.Google Scholar
  17. 23.
    Vgl. Ruß-Mohl, Stephan: Unterhaltsame Attacken. Max Frankel - einst Chefredakteur der New York Times, heute Nestor der Medienkritik in den Vereinigten Staaten, in: Die Zeit, 21.7. 1995, S. 43.Google Scholar
  18. 24.
    Vgl. Shaw, David: An Uneasy Alliance of News and Ads, sowie ders.: Cooperation Within Times Viewed With Trepidation, in: Los Angeles Times, 29 und 30. 3. 1998.Google Scholar
  19. 26.
    Im Juli 1999 war noch die Ausgabe vom November 1998 im Netz - obschon zwischenzeitlich ein Chefredakteurswechsel stattgefunden hatte. Das Beispiel zeigt einmal mehr, dass gute Absichten auch der kontinuierlichen Umsetzung bedürfen.Google Scholar
  20. 27.
    Vgl. dazu Haws, Dick: The New York Times and its editors’ notes, in: Newspaper Research Journal, Vol. 20, No.2/Spring 1999, S. 81–89.Google Scholar
  21. 29.
    Vgl. auch: Nemeth, Neil/Sanders, Craig: Ombudsmen’s interactions with public through columns, in: Newspaper Research Journal Vol. 20, Nr. 1, Winter 1999, S. 29–42.Google Scholar
  22. 30.
    Der aktuelle Stand ist auf der Website der Organization of Newspaper Ombudsmen abrufbar: www.infi.net/ono/.Google Scholar
  23. 32.
    Vgl. zur Begriffsbildung: Grunig, James E./Hunt, T.: Managing Public Relations. New York, 1984.Google Scholar
  24. 33.
    Nemeth/Sanders 1999, S. 35.Google Scholar
  25. 34.
    Untersucht wurden jeweils mehrere Ausgaben vom Frühjahr 1999. Ergänzende Gespräche konnten mit leitenden Redakteuren bzw. Verlagsmanagern der drei Westküsten-Blätter gefuhrt werden.Google Scholar
  26. 35.
    Vgl. Freedom Forum Media Studies Center (Ed.): Media Mistakes of ‘88: How editors can learn from them, New York, 1999. Ferner auch Wetzenbacher, Bernd: „So stimmt’s.“ Die Korrekturspalte — Teil eines innerredaktionellen Qualitätsmanagementsystems?, Institut für Publizistik-und Kommunikationswissenschaft, FU Berlin, JWB-Abschlußarbeit, 1998.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Stephan Ruß-Mohl

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