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Zusammenfassung

Widerlagerbauwerke schließen ein Brückenbauwerk ab und leiten es in die anschließende Trasse des Verkehrsweges über. Sie sind Bestandteil der Brückenkonstruktion und haben vielfältige Aufgaben zu übernehmen. Einzelheiten hierzu entnehme man [1]. Von der Konstruktion her lassen sich zwei Grenzlösungen unterscheiden, die in Bild 1 gegenübergestellt sind. Beide Widerlagerformen unterscheiden sich im Tragverhalten. Bei der einfachen Widerlagerwand werden die Beanspruchungen über das Biegetragverhalten der Widerlagerwand in den Baugrund abgeleitet. Bei dem kastenförmigen Widerlager ist das Tragverhalten durch eine Faltwerkkonstruktion geprägt, in der die Beanspruchungen durch die Platten- und Scheibentragfähigkeit der Wände abgeleitet werden. In einer solchen Konstruktion treten neben den Biegemomenten dann auch Normalkräfte, oder, besser gesagt, Scheibenkräfte auf, die das Tragverhalten wesentlich mitbestimmen. Verläßt das kastenförmige Widerlager in seiner Konstruktion die Symmetrie, d. h., geht es in ein schiefwinkliges Widerlager über, so verändern sich die Schnittgrößen nicht unwesentlich durch Zusatzbeanspruchungen, die zur Erfüllung der Gleichgewichts- und Verformungsbedingungen auftreten. Im folgenden werden Berechnungstafeln dargestellt und erläutert, die die Ermittlung der Schnittgrößen der beiden vorher erläuterten Widerlagerformen ermöglichen.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Karl Heinz Holst
    • 1
  1. 1.Fachbereich BauwesenDeutschland

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