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Einleitung

  • Christoph Meier
Chapter
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Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 187)

Zusammenfassung

Besprechungen sind in unserer modernen, von Organisationen geprägten Gesellschaft ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags geworden. Das gilt, wenn auch nicht für alle, so doch für viele Menschen, ganz gleich ob sie Mitglieder eines Qualitätszirkels in ihrem Produktionsbereich sind oder der Geschäftsführung eines Unternehmens angehören. Die weite Verbreitung von Besprechungen wird oft als Ausdruck demokratischen Selbstverständnisses und entsprechender Führungsstile gesehen oder aber als Folge ausgeprägter Arbeitsteilung und der dadurch erforderlichen horizontalen Kommunikationssysteme innerhalb von Organisationen. Ob es sich um Dienstbesprechungen, Projektgruppentreffen, Redaktionskonferenzen oder Kommissionssitzungen handelt — in Unternehmen, Verwaltungen, Schulen und Vereinen finden sich immer wieder Personen zusammen, die miteinander reden und auf diese Weise ihre Arbeit verrichten. Solche Treffen werden zum Teil im voraus geplant, zum Teil kurzfristig improvisiert oder aber sie finden routinemäßig zur immer gleichen Zeit am immer gleichen Ort statt. Von den Beteiligten selbst werden sie mal als lästige Zeitverschwendung betrachtet, mal als Bühne, um sich ins rechte Licht zu rücken, oder auch als willkommene Gelegenheit, um “unter sich” sein und Dampf ablassen zu können. Besprechungen gelten aber auch als Ereignisse, in deren Verlauf soziale Wirklichkeit (in der Form von Entscheidungen und Ergebnissen) hergestellt oder zumindest vorweggenommen wird. Dabei wird ihnen immer wieder eine eigene Qualität, eine besondere Dynamik nachgesagt. Wer nicht dabei war, so heißt es oft, dem kann man nicht erklären, wieso denn dieses oder jenes Ergebnis zustande gekommen ist.

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Referenzen

  1. 1.
    Vgl. Atkinson 1982:88–89 und Bergmann et al. 1993:140.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Christoph Meier

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