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Die Anstalt

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Part of the Sozialwissenschaftliche Studien book series (SWS, volume 38)

Zusammenfassung

Die Zwangs- und Fürsorgeerziehung konnte in Pflegefamilien oder Erziehungsanstalten durchgeführt werden. Für Kinder wählte die Jugendfürsorge oftmals die mildere Form der Pflegefamilie, Jugendliche hingegen mussten in der Regel mit der Anstalt rechnen.1 Ältere Zöglinge, so die Argumentation, überforderten die pädagogischen Laien und bräuchten ein strengeres Regiment — dies galt für männliche wie weibliche Jugendliche. So sehr die Fürsorge die Notwendigkeit sah, Mädchen vor der Pubertät in Familien unterzubringen, um so ein Vorbild für gelungenes Familienleben zu liefern, so sehr war ihrer Ansicht nach für Mädchen in und nach der Pubertät die Anstaltsunterbringung zu wünschen — zum Schutz vor den Versuchungen der Außenwelt und zum sittlichen Schutz der Pflegefamilien.2 Obgleich Anstaltserziehung für Jugendliche beiderlei Geschlechts präferiert wurde, kam ihr für Mädchen eine höhere Bedeutung zu als für Jungen.3 Das wird deutlich im Vergleich zwischen Zöglingszahlen und Anstaltsplätzen, denn obwohl es mehr männliche Fürsorgezöglinge gab, existierten für Mädchen mehr Anstalten.4 Dieses Ungleichgewicht hing zunächst mit der größeren Tradition und besseren Infrastruktur der geschlossenen Fürsorge für Mädchen durch die Magdalenien zusammen. Doch dieser Umstand allein erklärt nicht, warum sich die Verhältnisse auch in den kommenden 25 Jahren kaum anglichen.

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Referenzen

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    Der Anteil der Mädchen unter den jugendlichen Zöglingen schwankte in Preußen zwischen 34 und 43 %. Erst in der Mitte der zwanziger Jahre stellten Mädchen die Hälfte der jugendlichen Zöglinge. (Zahlen nach Fürsorgeerziehungsstatistik für 1912, S. 46 u. für 1924/25, S. 27. Vgl. auch in absoluten Zahlen Tab. 4). Gemessen an allen Einrichtungen, in denen Jugendliche aufgenommen wurden, machten die reinen Mädchenanstalten in diesem Zeitraum 43–54 % (= 35–51 % der Plätze) aus, die reinen Jungenanstalten dagegen nur 25–40 % (= 23–40% der Plätze), der Anteil gemischtgeschlechtlicher Anstalten sank von 33 % (= 42 % der Plätze) auf 6 % (= 9% der Plätze). Siehe Tab. 20.Google Scholar
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    Für Hamburg lässt sich feststellen, dass sich erst mit der Liberalisierung der Anstaltserziehung in der Mitte der zwanziger Jahre Mitarbeiterinnen des Jugendamtes gezielt darum bemühten, einen Anstaltsaufenthalt möglichst zu vermeiden — eine Entwicklung, die sicher auch der Verdoppelung der Zöglingszahlen im Vergleich zur Vorkriegszeit geschuldet war. (Interview Elisabeth Harvey mit Alice Borchert, Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamtes während der Weimarer Republik, am 29. April 1984.) Ich danke Elisabeth Harvey herzlich für die Überlassung des Typoskripts.Google Scholar
  9. 8.
    Die Anstalten für die Hamburger Zwangserziehungszöglinge waren Nachfolgeinstitutionen der alten Strafklasse des Armen- und Werkhauses. 1884 wurde mit Blick auf das kommende Hamburger Zwangserziehungsgesetz die Erziehungsanstalt Ohlsdorf mit 130 Plätzen gegründet, sie bot um die Jahrhundertwende schließlich Platz für 275 Mädchen und Jungen. Als mit dem zweiten Hamburger Zwangserziehungsgesetz (1907) auch Jugendliche über 16 Jahren aufgenommen werden mussten, baute die Stadt 1911 die Mädchenerziehungsanstalt Alsterdorf in der Feuerbergstraße mit zunächst 120, später 180 Plätzen für weibliche Jugendliche. Ohlsdorf und die Feuerbergstraße nahmen den Großteil der Hamburger Zwangserziehungszöglinge auf. Ab 1908 übernahm auch das Hamburger Waisenhaus (550–600 Plätze) regelmäßig jüngere Zwangserziehungzöglinge. Für weibliche Jugendliche, die als ‚schwer sexuell verwahrlost’ galten, blieb bis 1918 die Schutz- und Besserungsanstalt für schulentlassene Mädchen im Armenund Werkhaus eine Unterbringungsalternative; eine räumliche Trennung zu den erwachsenen ‚Korrigendinnen’ gab es in der Besserungsanstalt nicht. Nur in Ausnahmefällen wurden private konfessionelle Anstalten oder Heime belegt. Hamburg hatte bereits mit dem ersten Zwangserziehungsgesetz von 1887 eine eigene Verwaltung für die neue staatliche Aufgabe installiert. Ab 1907 wurden die Aufgaben der Zwangserziehungsbehörde dem Waisenhauskollegium übertragen, sodass Waisen- und Kostkinderpflege nun mit der Zwangserziehung zusammengefasst wurden. Faktisch hatte Hamburg damit eines der ersten Jugendämter Deutschlands gegründet. 1910 wurde das Waisenhauskollegium in Behörde für öffentliche Jugendfürsorge umbenannt. Verglichen mit anderen Bundesstaaten des Kaiserreiches sorgten die frühe Spezialisierung der Verwaltung und die kurzen Wege zwischen Behörde und Anstalt für ein reformfreudiges und homogenes Jugendfürsorgekonzept des Stadtstaates — auch wenn in der Belegung des Armen- und Werkhauses mit weiblichen Jugendlichen ein bemerkenswerter Anachronismus lag. Das braunschweigische Wilhelmstift war im alten herzoglichen Renaissanceschloss Bevern untergebracht. 1833 war in dem leer stehenden Bau bereits eine Arbeits- und Besserungsanstalt für Erwachsene und Kinder eingerichtet worden, 1870 wurde sie umgewidmet zum Wilhelmstift, einer Erziehungsanstalt für Kinder und Jugendliche. Das Schloss konnte bis zu 290 Zöglinge aufnehmen, rund ein Drittel der Plätze war reserviert für Mädchen. In der Zeit von 1870 bis 1922 wurden 126 über 14-jährige Mädchen in die Anstalt eingewiesen. Die meisten von ihnen kamen nach dem novellierten braunschweigischen Zwangserziehungsgesetz (1899), das nun auch die Einweisung von Jugendlichen gegen den Willen der Eltern vorsah. Die neu eingewiesenen weiblichen Jugendlichen wurden gemeinsam mit den über 14-jährigen Mädchen betreut, die schon jüngeren Alters in die Anstalt gekommen waren. Die gemeinsame, nur nach innen differenzierte Unterbringung von Kindern und Jugendlichen, Mädchen und Jungen war für das Kaiserreich nicht ungewöhnlich. ‚Liederliche’, also sexuell erfahrene Mädchen wollte das Wilhelmstift eigentlich lieber den Magdalenien Himmelsthür bei Hannover und Siloah in Braunschweig überlassen. In der Einweisungspraxis erwies sich indes, dass die Magdalenien den einweisenden Kreisdirektionen oftmals zu teuer waren. Überdies versprachen sich Himmelsthür und Siloah von ihren Verträgen mit den größeren Staaten Sachsen und Preußen mehr Zugänge und hatten für Mädchen aus dem Herzogtum Braunschweig oftmals keinen Platz mehr frei. Letztlich zeigt die Zusammensetzung der Mädchen im Wilhelmstift, dass die Zusammensetzung der Anstaltspopulation sich nicht wesentlich von der in Preußen oder Hamburg unterschied. Anders als die Feuerbergstraße hatte das Wilhelmstift nie Modellcharakter — der alte Bau, sehr beschränkte Mittel und die bei wechselnden Kreisdirektionen angebundene, nicht auf Jugendfragen spezialisierte Verwaltung begrenzten innovative Ansätze.Google Scholar
  10. 9.
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    Folgendes Tab. 22.Google Scholar
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  20. 19.
    Siehe Tab. 23.Google Scholar
  21. 20.
    Die Behörde hatte an alle Hamburger Schulen Fragebögen über die Schülerschaft ausgegeben. Binnen weniger Wochen wurden 270 Kinder gemeldet, 93 Zwangserziehungsverfahren wurden eingeleitet und etliche Male wurde Erziehungsaufsicht verhängt. (StaHH, Jb 1, 335, Bl. 12, 14, 19). In Preußen wurde am 16. März 1911 vom Minister der geistl., Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten verfügt, dass die Schulen Personalbögen über sittlich gefährdete Kinder anlegen sollten, um sie bei Bedarf an die für Fürsorgeerziehung zuständigen Behörden zu übergeben (Jf, 12. Jg. [1911] S. 439–442). Többen forderte 1922 Reihenuntersuchungen der Schulkinder, um heilpädagogische Bedürftigkeit festzustellen (Többen 1922, S. 195).Google Scholar
  22. 21.
  23. 22.
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  24. 23.
    Tab. 24. In Hamburg konnte die zuständige Behörde auch ohne richterlichen Beschluss die Zwangserziehung verfügen, allerdings benötigte sie dafür die Zustimmung der Sorgeberechtigten. Das Vormundschaftsgericht wurde nur dann in Zwangserziehungsfragen angerufen, wenn die Eltern ihr Einverständnis verweigerten. Erst das Inkrafttreten des BGB zwang Hamburg 1900 kurzfristig dazu, für die Zwangserziehung in jedem Falle eine richterliche Entscheidung einzuholen. Die Einführung der ‚Freiwilligen Fürsorgeerziehung’ 1907 machte allerdings wieder das alte Verfahren möglich. (Hamburger ZEG 1887, § 4 Absatz 2. In: Hamburgische Gesetzessammlung 1887, 1. Abt., S. 69; Gesetz über die öffentliche Fürsorge für Minderjährige vom 11. September 1907, § 3 Absatz 5. In: Hamburgische Gesetzessammlung 1907, I. Abt., S. 216 u. Riebesell: Staatliche Fürsorgeerziehung ohne Beschluß des Vormundschaftsgerichts. In: Jf Mitteilungen, 14. Jg. [1919] S. 54f).Google Scholar
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    Einen Anhaltspunkt geben die Fälle, die mangels elterlicher Zustimmung zur Zwangserziehung vom Vormundschaftsgericht entschieden werden mussten. Das Vormundschaftsgericht allerdings wurde auch angerufen bei allen nach dem Strafgesetzbuch motivierten Zwangserziehungsverfahren; die machten zwar nur einen kleinen Teil in Hamburg aus, sind leider aber nicht sauber aus den genannten Zahlen herauszurechnen. Siehe Tab. 24.Google Scholar
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    StAHH, Vb, Abt. II, 7477, Acta Laackmann, Beschluss vom 27. September 1895 u. StAHH, EaO, C 18, Kontrollbuch 1885–1910, 1895/46.Google Scholar
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  39. 37.
  40. 38.
    In neun Anträgen beklagten die Eltern den zu geringen Verdienst der Mädchen oder den mangelnden Zugriff auf denselben. In sechs Anträgen wurde die Krankheit der Mütter oder anderer Familienmitglieder als Motiv genannt, in acht Fällen argumentierten die Familien mit der schlechten Behandlung, die ihren Kindern in der Anstalt widerfuhr. Jeweils drei Entlassungsgesuche wiesen darauf hin, dass das Erziehungsziel erreicht sei bzw. die Anstaltserziehung nie gerechtfertigt war. In weiteren drei Anträgen wurde die Stabilisierung von Familienverhältnissen durch Heirat, verbessertes Einkommen oder aus dem Krieg zurückgekehrte Väter genannt. Nur zwei Familien hielten es für zweckmäßig zu erwähnen, dass sie ihre Töchter zu Hause vermissten. (StAW, 141 N, Personalakten der über 14-jährig eingewiesenen Mädchen des Wilhelmstifts).Google Scholar
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    ders.: Mieltschin — Das Anstaltspersonal an den in Preußen vorhandenen Fürsorgeerziehungs-Anstalten. In: ZfK, 16. Jg. (1911) S. 130–133;Google Scholar
  68. 57b.
    ders.: Das Fürsorgeerziehungs-Problern in der Praxis. In: ZfK, 16. Jg. (1911) S. 133–142, hier S. 137 u. Mieltschin und die Fürsorgeerziehung. In: Caritas, 16. Jg. (1911) S. 113–115. Siehe zu Heimskandalen in den zwanziger Jahren und der Bedeutung der Öffentlichkeit Peukert 1986, S. 240–245.Google Scholar
  69. 58.
    Bericht des Magistrats von Berlin. In: Preußische Fürsorgeerziehungsstatistiken für 1912, S. 144–149, hier S. 147f; Werthmann, in: Bericht über den I. katholischen Fürsorgeerziehungstag in Schlesien, S. 16; ADW, EEA, 20, Rundschreiben von Pastor Martin Hennig (späterer Vorsitzender des EEA) an die Hausväter am 3. Juni 1911. Er appelliert an die Hausväter, ihre Gehilfen zu den neuen Fortbildungskursen zu schicken, um zu verhindern, dass eine staatliche Erzieherausbildung verpflichtend gemacht werde. Siehe auch Bartels: Gründung eines katholischen Fürsorgeerziehung,-Seminars. In: Caritas, 15. Jg. (1910) S. 217 u. Seiffert: Fürsorgeerziehungsseminar. In: ZfVJ, 1. Jg. (1910) S. 253—258.Google Scholar
  70. 59.
    ADW, EEA, 21, Anordnung des Ministers des Innern (Preußen) vom 18. April 1914.Google Scholar
  71. 60.
    ADW, EEA 21, Briefwechsel des Vorsitzenden des EEA, Martin Hennig, mit dem Vorstand der Düsseithaler Anstalten zur Gründung einer Erzieherschule, 5. Juni 1914 und 7. September 1915 u. ADW, EEA, 18, Brief des Vorsitzenden des AFET, Wilhelm Backhausen an Martin Hennig vom 22. Januar 1917.Google Scholar
  72. 61.
    1911 äußerte sich der Leiter der staatlichen Erziehungsanstalt in Würzburg, Hennemann, sehr kritisch dazu, Militäranwärter für Jungenanstalten einzustellen, die Qualitäten eines Militärs seien andere als die eines guten Erziehers (I. Bayerischer Jugendfürsorge- und Zwangserziehungstag 1911, S. 43). Schlegendal, Leiter der Düsselthaler Anstalten, bezweifelte, geeignete Kriegsversehrte zu bekommen, da die Industrie den Anstalten nur ‚Schwerversehrte und Geistesgestörte’ übrig lasse. (ADW, EEA, 21, Schlegendal an den Vorsitzenden der EEA Martin Hennig, am 3. Dezember 1915. Positiv dagegen: Rb, 36. Jg. [1915] S. 37.) Zum Einsatz von Kriegsversehrten und zu den seit 1916 stattfindenden Erzieherkursen siehe auch ADW, EEA, 21, Broschüre: Ausbildung von Kriegsbeschädigten zu Erziehern. Berlin 1918.Google Scholar
  73. 62.
    ADW, EREV, 116, Protokoll der Arbeitsausschusssitzung des EREV am 6. Mai 1922 in Berlin.Google Scholar
  74. 63.
    Jutta Schmidt: Beruf Schwester. Mutterhaus Diakonie im 19. Jahrhundert. Frankfurt/M., New York 1998, S. 215f u.Google Scholar
  75. 63a.
    Harald Jenner: Innere Mission und Diakonie in Mecklenburg, Bd. 1, 1840–1918, Kiel 1998, S. 64.Google Scholar
  76. 64.
    Christoph Sachße: Mütterlichkeit als Beruf. Sozialarbeit, Sozialreform und Frauenbewegung, 1871–1929. Frankfurt M. 1986, S. 140–145;Google Scholar
  77. 64a.
    Anne Taylor Allen: Feminism and Motherhood in Germany, 1800–1914. New Brunswick (N . J.) 1991, S. 152;Google Scholar
  78. 64b.
    Young Sun Hong: Femininity as a Vocation. Gender and Class Conflict in the Professionalization of German Social Work. In: Konrad Jarausch, Geoffrey Cocks (Hg.): German Pofessions 1800–1950. Oxford 1990, S. 230–248, hier S. 232–236 u.Google Scholar
  79. 64c.
    Christiane Rothmaler: „... aus dem tiefsten und heiligsten Instinkt ihres Geschlechtes herauS...“ Die soziale Frauenschule und das Sozialpädagogische Institut in Hamburg 1917–1933 im Abwehrkampf um die männliche Vorherrschaft. In: Rothmaler, Glensk 1992, S. 77–98.Google Scholar
  80. 65.
    Margarete Dittmer im Tätigkeitsbericht der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge 1912, S. 15, 52. Vgl. auch Sachße 1986, S. 306.Google Scholar
  81. 66.
    Die zweite Konferenz der Leiter von Asylen, Frauenheimen und Zufluchtsstätten. In: AK, 51. Jg. (1899) S. 226.Google Scholar
  82. 67.
    ADW, EEA, 2, Protokoll der Sitzung vom 15. September 1915 des Vorstandes der EEA u. ADW, REM‚ 1, Entwurf der Satzung der Reichskonferenz evangelischer Mädchenerziehungsheime (angenommen).Google Scholar
  83. 68.
    Referat von Landrat Brandes, Düsseldorf, auf der öffentlichen Charitasversammlung in Wiesbaden am 31. August 1898. In: Charitas, 4. Jg. (1899) S. 10 u. ADW, EEA, 2, der Vorsitzende der EEA Hennig an Gräfin von der Gröben, Vorstand EEA, am 17. Januar 1916.Google Scholar
  84. 69.
    Zahlen nach: Tabellarische Zusammenstellung. In: AK, 62. Jg. (1910) S. 84–107.Google Scholar
  85. 70.
    1906 verdiente die Oberin des Wilhelmstifts 1.200 Mark, das niedrigste Gehalt bei den männlichen Aufsehern lag in diesem Jahr bei 1.280 Mark. (StAW, 12 Neu 8172, Verzeichnis der Beamten und Bediensteten der Herzoglichen Erziehungsanstalt zu Bevern 1906. Vgl. auch StAW, 126 Neu, 4852, Bl. 5; 4857, Bl. 8 u. 4860, Bl. 8, Etats des Wilhelmstiftes für die Jahre 1873, 1883 und 1893).Google Scholar
  86. 71.
    StAHH, Jb 1, 515, Instruktionen der Aufseherinnen der Schule des Werk- und Armenhauses um 1880, Bl. 10.Google Scholar
  87. 72.
    ADW, CA, 532 I, Hausordnung für Schwestern und Gehilfinnen des Mädchenheims Siloah, 1917 u. ADW, CA stat. Slg. VII, 3.5, Schwesternordnung des Fürsorgeerziehungsheims Bethesda in Boppard, 1924.Google Scholar
  88. 73.
    Vorschläge zu Ausbildung, Bezahlung und Arbeitszeit der Erzieherinnen, 8. DEAKKonferenz am 19.–21. Mai 1908 in Frankfurt. In: AK, 60. Jg. (1908) S. 114; Schuchard. In: Rb, 30. Jg. (1910) S. 124–126; ADW, EEA, 10, Protokoll der Mitgliederversammlung der EEA, 3. April 1918 in Hannover, S. 83–88 u. ADW, EREV, 116, Aufforderung des AFET an den EREV, dem Erziehungspersonal in den evangelischen Anstalten wenigstens 80 % der Gehälter von staatlichen Anstalten zu zahlen. Schreiben vom 7. Juni 1922.Google Scholar
  89. 74.
    Vorschläge zu Ausbildung, Bezahlung und Arbeitszeit der Erzieherinnen, 8. DEAKKonferenz am 19.–21. Mai 1908 in Frankfurt. In: AK, 60. Jg. (1908) S. 114.Google Scholar
  90. 75.
  91. 76.
    Bertha Paulssen: Erziehungsarbeit an verwahrlosten weiblichen Jugendlichen. Bericht über die 3. Tagung über Psychopathenfürsorge. Berlin 1925, S. 40.Google Scholar
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  93. 78.
    Emmy Hopmann: Die Pflege der Religion in Fürsorgeerziehungsanstalten. In: ZkcE, 7. Jg. (1918) S. 28–33, hier S. 31.Google Scholar
  94. 79.
    ADW, EEA, 10, Protokoll der Mitgliederversammlung des EEA, 3. April 1918 in Hannover. Diskussion zur Helferinnen-Frage, Beitrag von Dr. Dietrich, Anstaltsleiter von Mittweida, Sachsen, S. 104.Google Scholar
  95. 80.
    Ebd., Beitrag von Dr. Dietrich, Anstaltsleiter Mittweida, Sachsen, S. 104, Diskussionsbeitrag Frl. Zöller, S. 113.Google Scholar
  96. 81.
    Kampffmeyer, S. 106: „Dieses ekle Gemisch von plärrender Gottseeligkeit und kieselharter Herzensrohheit, selbstgerechter Frömmelei und perverser Brutalität, Knute und Halleluja.“ Otto Rühle: Das proletarische Kind, S. 201f, speziell zu Mädchenanstalten S. 210 u. Tony Pfülf. in: Arbeiterwohlfahrt. 1. Jg. (1926) S. 14.Google Scholar
  97. 82.
    Es gab zwei Verfilmungen des Tagebuchromans von Margarete Böhme: 1918 unter Regie von Richard Oswald das ‚Tagebuch einer Toten’ mit Erna Morena in der Hauptrolle und 1929 das ‚Tagebuch einer Verlorenen’ von Georg Wilhelm Pabst mit Louise Brooks. (Wolfgang Jacobsen, Anton Kaes, Hans Helmut Prinzler [Hg.]: Geschichte des deutschen Films. Stuttgart, Weimar 1993, S. 58–60, S. 522, 527).Google Scholar
  98. 83.
    Mahood 1995, S. 73.Google Scholar
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    StAW, 141 N, 3760, Undatierter Brief an die Mutter. Akte Lisbeth Brehms (Name geändert). Lisbeths unverheiratete Eltern waren beide im Wilhelmstift aufgewachsen. Lisbeth war eingewiesen worden, weil ihr ein ‚krankhafter Trieb zum Vagabondieren’ attestiert wurde und sie ihrer Mutter wiederholt Geld gestohlen hatte. Auch der leibliche Vater, der sie zeitweise zu sich in seine neue Familie genommen hatte, um ihr das Wilhelmstift zu ersparen, hatte bald die Geduld mit ihr verloren.Google Scholar
  100. 85.
    Knaut (Dir. des Jugendfürsorgeamtes Berlin): Reformvorschläge auf dem Gebiete der Fürsorgeerziehung. In: ZfVJ, 12. Jg. (1920) S. 1–4, hier S. 1f; Karl Wilker: Der Lindenhof. Werden und Wollen. 2. Aufl. Kettwig 1924, S. 17. Zu Braunschweig: StAW, 141 N, 888, Vordruck der Polizeidirektion, auf dem Eltern aufgefordert werden, ihre Kinder zu einem bestimmten Termin in der Polizeiwache abzuliefern, damit sie von einem Wachtmeister in die Anstalt gebracht werden konnten. In Hamburg wurden Zöglinge nur dann von der Polizei überstellt, wenn die Eltern sich weigerten, ihre Kinder zur Anstalt zu bringen. (StAHH, EaO, C6, Oberlehrer Blunk an den Präses der Behörde für Zwangserziehung am 16. November 1891) .Google Scholar
  101. 86.
    Geschäftsanweisungen für die ehrenamtlichen Organe des Waisenhauskollegiums in der Stadt Hamburg. Hamburg 1907, S. 16.Google Scholar
  102. 87.
    Emmy Hopmann: Wie arbeiten wir in der Anstalt der Prostitution entgegen? In: Jugendwohl, 9. Jg. (1920) S. 34–38, hier S. 36.Google Scholar
  103. 88.
    Cale, S. 209; vgl. auch Fastnacht, S. 39.Google Scholar
  104. 89.
    Adelheid v. Berg: Winke für die Anstaltserziehung armer Mädchen. In: Charitas, 3. Jg. (1898) S. 177 u. Wilker 1924, S. 23.Google Scholar
  105. 90.
    StAHH, EaO, B4, Auszug aus dem Protokoll der Behörde für Zwangserziehung vom 11. Juni 1892, Bl. 6a u. StAW, 141 N, 436, Beschluss des Herzoglich braunschweigischlüneburgischen Staatsministeriums vom 30. März 1898.Google Scholar
  106. 91.
    Stelzner, in: Jf, 8. Jg. (1907) S. 424f u. Siefert 1912, S. 14f.Google Scholar
  107. 92.
    Johannes Petersen: Das Beobachtungshaus der Erziehungsanstalten. Langensalza 1909; Stelzner. In: Jf, 8. Jg. (1907) S. 424f;Google Scholar
  108. 92a.
    Isermeyer: Krankenstationen in den Fürsorgeerziehungs-Anstaiten unter Berücksichtigung der Geschlechtskranken. In: ZfVJ, 8. Jg. (1916/17) S. 68–71 u.Schober: Schlesische Sonderanstalten für geschlechtskranke weibliche Fürsorgezöglinge. Ebd., S. 146–148.Google Scholar
  109. 93.
    Preußische Fürsorgeerziehungsstatistik für 1912, S. 58.Google Scholar
  110. 94.
    Folgendes siehe Petersen 1909, S. 5–17.Google Scholar
  111. 95.
    Noch 1926 kamen in Preußen auf beinahe 200 Erziehungsanstalten für Jugendliche gerade einmal neun Beobachtungsstationen, obgleich solche Einrichtungen einhellig als fachlich geboten galten (Zahlen nach Ohland 1926). Zu den Debatten um die Beobachtungsstationen siehe Klumker: Beobachtungsstationen für gefährdete und verwahrloste Kinder. In: ZfVJ, 1. Jg. (1910) S. 229–231;Google Scholar
  112. 95a.
    Ohms: Die Notwendigkeit von Beobachtungsstationen für Fürsorgezöglinge in Sachsen. In: Jf, 12. Jg. (1911) S. 1–9 u.Google Scholar
  113. 95b.
    Georg Lindermayr: Jugendfürsorge und Bevölkerumgspolitik. Augsburg 1918, S. 70.Google Scholar
  114. 96.
    StAHH, Jb 1, 331, Führungs- und Erfassungsbogen der Erziehungsanstalt Ohlsdorf 18851908 und 1908–1923; Musterfragebogen. In: Rb, 21. Jg. (1900) S. 94f; Fragebogen zur Feststellung geistiger Minderwertigkeit bei dem Fürsorgezögling. In: Rb, 27. Jg. (1907) S. 190–194; Personalbogen für Mädchen. In: Preußische Fürsorgeerziehungsstatistik 1912, S. 35f; Schriftliche Individualitätenbilder und Erziehungsakten für Waisenkinder und Anstaltszöglinge. In: ZkcE, 5. Jg. (1916) S. 7–11; Der Erziehungsbogen für Waisenkinder und Anstaltszöglinge In: ZkcE, 7. Jg. (1918) S. 33–35; StAW, 141 N, 444, Fragebogen über den Zögling. (Braunschweig seit 1921) u. StAHH, Jb 1, 331, Merkblatt Gesichtspunkte für die Beobachtung der Zöglinge in der Anstalt (1923).Google Scholar
  115. 97.
    Mönkemöller 1899, S. 59; vgl. auch Neisser 1907, S. 40 u. Julius Moses: Zum zehnjährigen Bestehen der Fürsorgeerziehungs-Gesetzgebung. In: ZfK, 14. Jg. (1909) S. 321–327, hier 326.Google Scholar
  116. 98.
    StAHH, EaO, B4, Gutachten über Henriette Bode vom 5. November 1894.Google Scholar
  117. 99.
    StAHH, EaO, B4, Auszug aus dem Protokoll der Behörde für Zwangserziehung vom 23. Oktober 1894 u. ebd., Brief Senator Hachmanns an die Behörde für Zwangserziehung vom 10. November 1894.Google Scholar
  118. 100.
    StAHH, Jb1, 5, Quartalsbericht der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge 3/1917, Bl. 114.Google Scholar
  119. 101.
    Heimann: Lebensläufe A1, 3, 7, 21, 24, 32, 33, 38, 84; B 1, 8, 12, 26, 36, 40, 53, 54; C1–10.Google Scholar
  120. 102.
    Bericht des Berliner Magistrats. In: Preußische Statistiken für das Jahr 1920, S. 49–55, hier S. 55.Google Scholar
  121. 103.
    Jahresbericht des Landesjugendamtes und Jugendamtes 1926. Hamburg 1927, S. 421 u. Villinger 1926, S. 24. Vgl. auch Ruth Baumann, Evelyn Glensk: „... etwas Lauerndes im Blick.“ Psychiatrische Begutachtung beim Hamburger Jugendamt seit 1926. In: Rothmaler, Glensk 1992, S. 120–139, hier S. 120–122. Villinger gehörte zu den wenigen Mitarbeitern des Hamburger Jugendamtes in gehobener Position, die nach 1933 nicht aus dem Amt geworfen wurden. Er hatte den Machtwechsel ausdrücklich begrüßt.Google Scholar
  122. 103a.
    (Werner Villinger: Die biologischen Grundlagen des Jugendalters. In: Handbuch der Jugendpflege. H. 1, Berlin 1933, S. 40, 42.) Auch nach 1945 änderte der Psychiater seine Meinung über die Sterilisation nicht. Noch 1961, als ein Ausschuss des Bundestages die Frage der Entschädigung der Zwangssterilisierten klären sollte, vertrat Villinger — als Experte geladen — unbeirrt den Standpunkt, das Sterilisationsgesetz von 1933 als rechtmäßig anzuerkennen, da eine sehr starke ‚Kontraselektion’ bestünde und eine drastische Verschlechterung der nachfolgenden Generationen zu befürchten stehe (Weingart, S. 598f).Google Scholar
  123. 104.
    StAW, 12 A Neu Justiz, 05, 3754, Reisebericht Eißfeldts an das Herzogliche Staatsministerium vom 8. Februar 1880.Google Scholar
  124. 105.
    Braunschweigisches Magazin, 2. Jg. (1896) H. 9, S. 66f. Die Anstalts-Kapelle im bevernschen Schloss ist vor einigen Jahren restauriert worden und kann heute wieder besichtigt werden.Google Scholar
  125. 106.
    Michel Foucault: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses. 10. Aufl. Frankfurt/M. 1992, S. 181–191,Google Scholar
  126. 106a.
    Michel Foucault: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses. 10. Aufl. Frankfurt/M. 1992, S. 223–229; siehe auch Döbler 1991, S. 272–281.Google Scholar
  127. 107.
    StAHH, Jb 1, 515, Geltende Bestimmungen der EaO; ebd., Oberin Rothe an die Behörde für öffentliche Jugendfürsorge am 20. Mai 1916 über den schädlichen Einfluss der Besuche; StAHH, EaO, B 11, Besuchsordnungen 1891–1901 u. 6. Verhandlung der DEAK am 3. /4. Oktober 1904 in Kaiserswerth. In: AK, 57. Jg. (1905) S. 40.Google Scholar
  128. 108.
    Beschluss des AFET auf der 1. Tagung 1904 in Berlin. In: Jf, 5. Jg. (1904) S. 591.Google Scholar
  129. 109.
    Anhorn 1992. S. 108–110.Google Scholar
  130. 110.
    Müller 1910, S. 12; Rhiel: Die Beziehung zu den Familien der Fürsorgezöglinge. Vortrag auf dem AFET in Dresden 1912. In: ZkcE, 1. Jg. (1912) S. 135–137 u.Google Scholar
  131. 110a.
    Pädagogischer Sprechsaal. Verkehr der Kinder mit ihren Angehörigen. In: ZkcE, 5. Jg. (1915) S. 75, 100–102.Google Scholar
  132. 111.
    Schuchard: Wie verhalten wir uns zu den Angehörigen unserer Zöglinge? In: Rb, 39. Jg. (1919) S. 97–106. Vgl. auch Polligkeits Forderungen nach mehr Transparenz der Anstalten und einer größeren Einbeziehung der Eltern in den erzieherischen Prozess (ADCV, SkF, E 05/04 a, Fa. 1 Protokoll der Sitzung des AFET in Kassel am 26. Februar 1919) .Google Scholar
  133. 112.
    Petersen 1911b, S. 75–77.Google Scholar
  134. 113.
    Ziehen 1913, S. 16f. 1917 wurde in Halle an der Saale tatsächlich ein Hort für psychopathische Kinder eingerichtet, allerdings nicht als Fürsorgeerziehungsmaßnahme, sondern als eine Alternative dazu (Jf Mitteilungsblätter, 12. Jg. [1917] H. 5, S. 6f).Google Scholar
  135. 114.
    Zum Westendheim vgl. Peukert 1986, S. 237 u. August Verleger, Ludwig Gerngroß: Unsere Arbeit im Westendheim. Frankfurt/M. 1924.Google Scholar
  136. 115.
    In der Mitte der zwanziger Jahre wurden in Hamburg und Düsseldorf Lehrlingsheime für Mädchen eingerichtet. (Martha Jahn, Leiterin des Lehrlingsheims: Etwas vom Martha-Helenen-Heim. In: Jugend- und Volkswohl, 3. Jg. [1927] S. 133–135 u. Kb, 5. Jg. (1926) H. 1, S. 13). Außerhalb des Fürsorgeerziehungs-Systems gab es für heranwachsende Mädchen allerdings schon lange eine relativ offene Form der Betreuung, die Zufluchtshäuser. Zufluchtshäuser hatten eine beinahe konträre Anstaltskonzeption zu den Fürsorgeerziehungs-Anstalten, sie lagen inmitten der Stadt, oft in der Nähe der Bahnhöfe, die Aufnahme der Mädchen und Frauen war freiwillig, es wurde nicht nach Alter differenziert, der Aufenthalt der Pfleglinge konnte zwischen ein paar Stunden und ein paar Monaten dauern. Leiter von Zufluchtsstätten warnten davor, dass die Fürsorgeerziehung diese Einrichtungen vollkommen verdrängen könnte. (Pastor Fricke: Die Einrichtung kleinerer Zufluchtsstätten, Vortrag auf dem 10. DEAK am 24.–26.April 1911 in München. In: AK, 63. Jg. [1911] S. 161–168).Google Scholar
  137. 116.
    Begriff nach Ernst Köhler: Arme und Irre. Die liberale Fürsorgepolitik des Bürgertums. Berlin 1977, S. 73.Google Scholar
  138. 117.
    Fastnacht, S. 34; vgl. auch Mahood 1990, S. 81f.Google Scholar
  139. 118.
    Die Sortierung nach Klasse und Schicht war bereits lange vor dem Fürsorgeerziehungsverfahren vorgenommen worden. Auffällige Kinder aus wohlhabenderen Familien gerieten in den seltensten Fällen in die Fürsorgeerziehung, sondern wurden ohne staatliche Intervention in Internaten, Mädchenpensionen oder Heilerziehungsanstalten untergebracht. Ein Weg, der für weniger privilegierte Eltern und die öffentlich finanzierte Jugendhilfe schon durch die hohen Pflegesätze in diesen Einrichtungen verstellt war, vgl. Kap. 4.1.Google Scholar
  140. 119.
    Riecken 1841, S. 74. Er sah wohl die Notwendigkeit getrennter Schlafräume, vermutete im gemeinsamen Unterricht und in gemeinsamer Arbeit indes eine Weckung der sittlichen Kräfte. Anders ließen sich die Rettungshausväter 1880 vernehmen. (Anstalten für beiderlei Geschlecht, Conferenz der Rettungshausväter Juli 1880 in Hamburg. In: Rb, 1. Jg. [1880] S. 8f).Google Scholar
  141. 120.
    StAHH, Eao, A1 Bd. 2, Protokoll der Behörde für Zwangserziehung vom 12. März 1892.Google Scholar
  142. 121.
    StAHH, EaO, A1 Bd. 6, Protokoll der Behörde für Zwangserziehung vom 15. Juni 1901; StAHH, EaO, Al7 Bd. 2, Denkschrift betr. die Einrichtung einer Besserungsanstalt für schulentlassene Zöglinge, Januar 1905 u. StAHH, EaO, A1 Bd. 7, Beschluss der Behörde für Zwangserziehung vom 2. April 1907.Google Scholar
  143. 122.
    StAW, 141 N, 92, Rundschreiben an die Angestellten, 27. November 1908; ebd., Verhinderung des Durchstreichens zwischen Knaben- und Mädchenabteilung u. StAW, 141 N, 96, Hausordnung für die Herzogliche Erziehungsanstalt Wilhelmstift zu Bevern, § 7.Google Scholar
  144. 123.
    Seiffert: Der Ausbau der Erziehung in den bestehenden Anstalten für schulentlassene weibliche und männliche Zöglinge. In: Jf, 5. Jg. (1904) S. 44–50,Google Scholar
  145. 123a.
    Seiffert: Der Ausbau der Erziehung in den bestehenden Anstalten für schulentlassene weibliche und männliche Zöglinge. In: Jf, 5. Jg. (1904) S. 107–114,Google Scholar
  146. 123b.
    Seiffert: Der Ausbau der Erziehung in den bestehenden Anstalten für schulentlassene weibliche und männliche Zöglinge. In: Jf, 5. Jg. (1904) S. 226–240,Google Scholar
  147. 123c.
    Seiffert: Der Ausbau der Erziehung in den bestehenden Anstalten für schulentlassene weibliche und männliche Zöglinge. In: Jf, 5. Jg. (1904) S. 289–297, hier S. 48f; Stade 1913, S. 29–32; Weber 1920, S. 162f; vgl. Alexander 1995, S. 72f.Google Scholar
  148. 124.
    Die Erziehungsanstalt für schulentlassene Mädchen in Alsterdorf. In: Jf, 13. Jg. (1912) S. 43–47. Siehe auch Grundriss der Anstalt im Anschluss an dieses Unterkapitel.Google Scholar
  149. 125.
    Zum Folgenden vgl. Petersen 1911b, S. 86f, Tafeln IV–X; StaHH, EaO, A17 Bd.3, Denkschrift betr. die Einrichtung einer Besserungsanstalt für schulentlassene Zöglinge, Januar 1905 u. ebd., Rekapitulation der Vorgeschichte der Pläne für die projektierten Besserungsanstalten in Farmsen und Alsterdorf, 1905.Google Scholar
  150. 126.
    Bereits nach wenigen Jahren war die säuberliche Verteilung der Mädchen auf die Stockwerke durch die ständige Überbelegung der Feuerbergstraße bedroht. Es musste umgeschichtet werden — die ‚unverdorbenen’ Mädchen sollten ins Waisenhaus kommen, und das Werk- und Armenhaus wurde verstärkt mit ‚schwer sexuell verdorbenen’ Fürsorgezöglingen belegt. StAHH, Jb 1, 470, Auszug aus dem Protokoll der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge vom 6. Dezember 1913 u. ebd., Vorschläge zur Überweisung ans Werk- und Armenhaus von der Erziehungsanstalt für Mädchen an die Behörde für öffentliche Jugendfürsorge vom 6. Februar 1914.Google Scholar
  151. 127.
    Eisenbarth: Das Wirken des Guten Hirten in der Anstalt zu Neresheim. In: Charitas, 1. Jg. (1896) S. 258–260;Google Scholar
  152. 127a.
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  153. 128.
    Foucault 1992, S. 183f.Google Scholar
  154. 129.
    C. Stern 1911, S. 192 u. Hatje, S. 41.Google Scholar
  155. 130.
    C. Stern 1911, S. 195f. Zum 1905 für ‚besonders verwahrloste ältere weibliche Fürsorgezöglinge’ gegründeten Notburga-Haus siehe auch Blum-Geenen 1997, S. 194–196.Google Scholar
  156. 131.
    Vgl. Seiffert: Der Ausbau der Erziehung in den bestehenden Anstalten für schulentlassene männliche und weibliche Zöglinge. In: Jf, 5. Jg. (1904) S. 47 u. Wilker 1924, S. 28.Google Scholar
  157. 132.
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  158. 133.
    StAHH, Jb 1, 478, Blunk an die Behörde für öffentliche Jugendfürsorge, 1912.Google Scholar
  159. 134.
    Vgl. ADCV, SkF, E 05/04 a, Sitzung des AFET-Ausschusses für die Arbeit an schulentlassenen Zöglingen, Oktober 1910 in Berlin u. Müller: Die wichtigsten Fehler unserer Fürsorgezöglinge und deren Heilung. In: Caritas, 17. Jg. (1912) S. 290–293, hier S. 292f.Google Scholar
  160. 135.
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  161. 136.
    Vgl. auch Peukert 1986, S. 235f.Google Scholar
  162. 137.
    Zur Freiwilligkeit in den Magdalenien siehe auch Kap. 2.3.Google Scholar
  163. 138.
    Johannes Schwerdtmann (Hg.): Das Henriettenstift und seine Arbeitsgebiete, Bd. 2. Festschrift zum fünfzigsten Jahresfeste des Stiftes. Hannover 1910, S. 325f u. Das Henriettenstift. Sein Werden und Wachsen 1860–1935. Hannover 1935 S. 64Google Scholar
  164. 139.
    Vgl. auch Dic kinson, S. 105f.Google Scholar
  165. 140.
    ADCV, SkF, E 05/08, Protokoll der Konferenz der Anstaltsvorstände beim westfälischen Landeshauptmann am 6. Dezember 1904, Vortrag des Landesrats Schulze-Steinen und Diskussion, S. 13; Vortrag und anschließende Diskussion des Vortrages von Pastor Fiedler, insbes. der Beitrag von Landesrat Schmidt, Düsseldorf, auf der 6. Konferenz der DEAK am 4. Oktober 1904 in Kaiserswerth. In: AK, 56. Jg. (1904) S. 253f; AK, 57. Jg. (1905) S. 51; 8. DEAK-Konferenz am 19.Google Scholar
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  167. 141.
    Vgl . auch Alexander, S. 80, 88.Google Scholar
  168. 142.
    Verhandlung der DEAK, 2.–4. Mai 1906 in Dresden. In: AK, 58. Jg. (1906) S. 144.Google Scholar
  169. 143.
    StAW, 141 N, 2234; 3658; 1507; 1969; 3870; 3965; 2832; 592; 2209; 3173; 1500; 1037; 1854; 1285; 1861; 4501; 814; 4048; 920; 1566; 747 u. 2061.Google Scholar
  170. 144.
    Müller (Direktor der Knaben- u. Burschenanstalt in Marienhausen): Ist es zweckmäßig, für unsere schwererziehbaren Fürsorgezöglinge Zwischenanstalten zu bauen? In: ZkcE, 1. Jg. (1912) S. 49–54.Google Scholar
  171. 145.
    ADCV, SkF, E 05/04 q, Vertraulicher Bericht über die Sitzung der Kommission für die Arbeit an schulentlassenen Fürsorgezöglingen (AFET), Dresden-Palmengarten, 22. September 1911. Für das Mischsystem sprachen sich Gekay und Rhiel aus, Anstaltsvorsteher von Jungenanstalten.Google Scholar
  172. 146.
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  173. 147.
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  174. 147a.
    Müller: Zwischenanstalten für anormale oder für geistig normale Schwererziehbare. In: ZkcE, 1. Jg. (1912) S. 67–71, hier S. 70;Google Scholar
  175. 147b.
    Pröbsting: Die Erziehung der Schwererziehbaren in der katholischen Anstalt Heidhof. In: Caritas, 24. Jg. (1919) S. 190–193. Zu den Erziehungskonzepten in solchen Jungenabteilungen siehe auchGoogle Scholar
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  178. 149.
    Als vorbildlich galten Trüpers heilpädagogische Anstalt ‚Sophienhöhe’ für schwierige Kinder in Jena und Prof. Zimmers Heilerziehungsheim ‚Heimathaus’ in Berlin- Zehlendorf für über 14-jährige Mädchen. Allerdings waren die Pflegesätze hier auch um ein Drei- bis Sechsfaches höher als in den Fürsorgeerziehungsanstalten — in Zehlendorf lag der Pensionspreis 1904 bei 1.500 M im Jahr, die meisten Pflegesätze für Mädchen in der Fürsorgeerziehung lagen deutlich unter 480 M im Jahr. (Zum ‚Heimathaus’ siehe Jf, 5. Jg. [1904] S. 586–610 u. Jf, 7. Jg. [1906] S. 685. Zu den Pflegesätzen in der Fürsorgeerziehung siehe Tab. 21. Zur Sophienhöhe siehe auch Klein: Wie lassen sich die Bestrebungen der neueren Heilpädagogik in unseren Anstalten praktisch nutzbar machen? In: Rb, 35. Jg. [1914] S. 9–17, 36–43, hier S. 37; Kluge 1905b, S. 14–18; Isfort: Psychisch abnorme Zöglinge und ihre Behandlung. In: Caritas, 15. Jg. [1910] S. 288–292,Google Scholar
  179. 149a.
    Isfort: Psychisch abnorme Zöglinge und ihre Behandlung. In: Caritas, 15. Jg. [1910] S. 330–334, hier S. 286f u. Redepenning 1911, S. 522–524, 528).Google Scholar
  180. 150.
    ADCV, SkF, E 05/08, Protokoll der Konferenz der Anstaltsvorstände beim westfälischen Landeshauptmann, 9. Mai 1906, S. 6–10.Google Scholar
  181. 151.
    Resolution ‚Die psychopathisch Minderwertigen und die Schwererziehbaren’, 8. DEAK vom 19.–21. Mai in Frankfurt. In: AK, 60. Jg. (1908) S. 126f. Gegründet wurden das Haus Eben Ezer in Kaiserswerth und zwei weitere Spezialanstalten für Mädchen in Frankfurt am Main und Bernburg. Mitteilung. In: AK, 61. Jg. (1909) S. 271.Google Scholar
  182. 152.
    ADW, EEA, 8, Transskript des stenographischen Protokolls der Mitgliederversammlung vom 14. September 1916 in Leipzig, S. 16.Google Scholar
  183. 153.
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  184. 154.
    Vgl. Kapitel 4.4.1.Google Scholar
  185. 155.
    Zur Bedeutung der Zeit siehe auch Foucault 1992, S. 192–200.Google Scholar
  186. 156.
    StAHH, Jb 1, 515, Geltende Bestimmungen über die Erziehungsanstalt Ohlsdorf, 1889.Google Scholar
  187. 157.
    StAW, 141 N, 15, Einige Bemerkungen über die herzogliche Erziehungsanstalt des Wilhelmstiftes zu Bevern. Der Sommer-Tagesplan, 1885.Google Scholar
  188. 158.
    ADW, CA, 532, Hausordnung in dem Fürsorge-Erziehungshause ‚Bethesda’ zu Boppard am Rhein.Google Scholar
  189. 159.
    Vgl. auch Erziehungsanstalt für Mädchen in Gesell (Preußen). In: AK, 5. Jg. (1854) S. 21f; StAHH, Jb 1, 515, Haus- und Tagesordnung der Erziehungsanstalt Ohlsdorf von 1889; Tagesplan Emilienstift und Kastanienhof, bei Jenner 1986, S. 58, 68; ADW, REM, 20, Pastor Fritz zur AFET-Rundfrage 1930 u. Mahood 1990, S. 79f.Google Scholar
  190. 160.
    Kinderschutzgesetz §§ 1, 2, zitiert nach Agahd 1907, S. 101f u. §§ 135, 136 der Gewerbeordnung, zitiert nach Ernst Neukamp: Die Gewerbeordnung für das Deutsche Reich nebst Ausführungsvorschriften und das Gesetz betr. die Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. 8. Aufl. Tübingen 1910, S. 340f.Google Scholar
  191. 161.
    Kinderschutzgesetz § 3, zitiert nach Agahd 1907, S. 103 u. Louis Plaß: Praktische Erziehungsarbeit im Fürsorgeheim ‚Am Urban’. Ein Beitrag zur sozialen Erziehungsreform. Berlin 1910, S. 8.Google Scholar
  192. 162.
    Rühle 1911, S. 222.Google Scholar
  193. 163.
    Jahresbericht des Magdalenen-Asyls vor Hannover 1898, S. 7 u. Bericht über die Tätigkeit des Magdaleniums vor Hannover in den Jahren 1912 und 1913, S. 20.Google Scholar
  194. 164.
    Vgl. auch Joachim Fenner: Durch Arbeit zur Arbeit erzogen. Berufsausbildung in der preußischen Zwangs- und Fürsorgeerziehung 1878–1932. Kassel 1991, S. 90–101 u. Blum-Geenen 1997, S. 264f.Google Scholar
  195. 165.
    Mit seiner Landwirtschaft und den Werkstätten erwirtschaftete das Wilhelmstift zwischen 1897 und 1918 10,7 % seines Gesamtetats. Der Rest des Etats setzte sich zum größten Teil aus Zuwendungen aus der Herzoglichen Kasse und den Unterhaltszahlungen der Gemeinden zusammen. Die Hamburger Haushaltspläne der Erziehungsanstalt Ohlsdorf sind nicht ganz so auskunftsfreudig. Die Landwirtschaft deckte in den Jahren 1885–1905 ca. 9% der Gesamtausgaben, hinzu kamen noch einmal 10 % ‚diverse Einnahmen’, bei denen nicht deutlich wird, ob sie aus den Werkstätten der Anstalt, aus Geländeverkäufen, Spenden oder sonstigen nicht staatlichen Zuwendungen stammten. (Die Zahlen errechnen sich aus den Etats des Wilhelmstifts von 1879–1896, 1902–1918. Die Etats von 18971901 sind nicht überliefert. StAW, 126 Neu, 4852 Bl. 4–7; 4853, Bl. 11–15; 4854, Bl. 16–19; 4855, Bl . 31–34; 4856, Bl . 24–28; 4857, Bl . 7–11; 4858, Bl . 16–21; 4859, Bl . 23–28; 4860, Bl . 7–14; 4861, Bl . 11–21; 4862, Bl . 16–30; 4863, Bl . 34–50; StAW, 12 Neu 3 e, 8172; StAW, 12 Neu 13 g, 11890, und aus den Etats der Erziehungsanstalt Ohlsdorf in fünf Jahresschritten, jeweils in den Jahresberichten der Behörde für Zwangserziehung, für die Jahre 1885, S. 55f; 1890, S. 5f; 1895, S. 3f; 1900, S. 3f; 1905, S. 3f.Google Scholar
  196. 166.
    StAW, 12 A Neu Justiz, 05, 3754, Reisebericht Pastor Eißfeldts an das Herzogliche Staatsministerium vom 8. Februar 1880.Google Scholar
  197. 167.
    StAW, 141 N, 15, Einige Bemerkungen über die herzogliche Erziehungsanstalt zu Bevern, 1885.Google Scholar
  198. 168.
    StAHH, Jb 1, 515, Charakter der Anstalt und Oberaufsicht; zu der anstaltsinternen Arbeitserziehung für Jungen siehe auch Blum-Geenen 1997, S. 258–266.Google Scholar
  199. 169.
    Plaß 1910 S 10Google Scholar
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    Konferenz der DEAK, 9. Oktober 1899 in Dortmund. In: AK, 51. Jg. (1899) S. 226 u. H. Rosenkranz: Das Mädchenerziehungsheim Pniel bei Loschwitz. Zugleich ein Blick in die Geschichte der Rettungsarbeit an der weiblichen Jugend. Dresden 1909, S. 11.Google Scholar
  201. 171.
    ADW, EREW, 237, Tagung der Mitteldeutschen Asylskonferenz in Berlin, 28. Februar 1923.Google Scholar
  202. 172.
    Weber 1920, S. 115.Google Scholar
  203. 173.
    Plaß 1910, S. 2–11.Google Scholar
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    Verhandlung der DEAK am 3./4. Oktober 1904 in Kaiserswerth. In: AK, Jg. 57 (1905) S. 39; ADC, SkF, E 05/08, Protokoll der Konferenz der Anstaltsvorstände beim Landeshauptmann von Westfalen am 9. Mai 1906, S. 3f u. Rühle: Die Behandlung des Arbeitsverdienstes in unseren Rettungshäusern. In: Rb, 36. Jg. (1916) S. 226f.Google Scholar
  205. 175.
    ADW, REM, 20, Pastor Fritz (Teltow) auf dem AFET am 22. Oktober 1930, S. 42.Google Scholar
  206. 176.
    1886 bekamen die schulentlassenen Mädchen folgende Ausstattung bei der Entlassung aus der Erziehungsanstalt Ohlsdorf mit: ein Konfirmationskleid samt Schürze, ein Arbeitskleid, zwei Unterröcke, drei Hosen, drei Hemden, drei Paar Strümpfe, zwei Taschentücher, Bibel und Gesangbuch, eine Holzkiste mit Schloss, einen Kragen, Nähkasten, eine Weste, ein Kopftuch, zwei Kämme, zwei Paar Schuhe, zwei Paar Holzpantoffeln, eine Schleife. StAHH, EaO, C4. Liste der Bekleidungs- und Wäschegegenstände vom 21. Dezember 1886.Google Scholar
  207. 177.
    Vgl. auch Fenner 1991, S. 109f.Google Scholar
  208. 178.
    Hinze, o.J., S. 67.Google Scholar
  209. 179.
    Weber 1920, S. 115.Google Scholar
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    Metzler: Wie bereiten wir die Mädchen für ihre spätere Stellung in der Häuslichkeit vor. In: Rb, 34. Jg. (1914) S. 100–105,Google Scholar
  211. 180a.
    Metzler: Wie bereiten wir die Mädchen für ihre spätere Stellung in der Häuslichkeit vor. In: Rb, 34. Jg. (1914) S. 123–128.Google Scholar
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    StAHH, Jb 1, 515, Charakter der Anstalt und Oberaufsicht.Google Scholar
  240. 205.
    Vgl. Adelheid von Berg: Einige Vorschläge zur Fürsorgeerziehung. In: Jf, 6. Jg. (1905) S. 266–271, hier S. 266 u. Diskussionsbeitrag Moll zum Thema, Mehr Freude in der Anstalt’ auf dem I. Bayerischen Jugendfürsorge- und Zwangserziehungstag, 1911, S. 78.Google Scholar
  241. 206.
    Plaß 1910, S. 41–49.Google Scholar
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    Dr. Emanuela Mayer in der Diskussion zu ‚Mehr Freude in der Anstalt’ auf dem I. Bayerischen Jugendfürsorge- und Zwangserziehungstag 1911, S. 80f; Hennemann, ebd., S. 80; Emmy Hopmann: Das Theaterspiel in unseren Anstalten. In: ZkcE, 2. Jg. (1913) S. 132–135, hier S. 132 u.Google Scholar
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    Friedrich Wilhelm Foerster: Sexualethik und Sexualpädagogik. Eine neue Begründung alter Wahrheiten. Kempten, München 1923, S. 187–200, 221f.Google Scholar
  244. 208.
    Plaß 1910, S. 62f.Google Scholar
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    Buschmann: Grundtatsachen des Seelenlebens der weiblichen Jugend. In: ZbfV, 7. Jg. (1916) S. 265–271, hier S. 271. Hervorhebungen im Original.Google Scholar
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    Frl Franz: Die Not unserer großen Mädchen in der Erziehungsanstalt. In: Rb, 40. Jg. (1920) S. 64–66; Gertrud Förster: Die Not unserer Mädchen in der Erziehungsanstalt. Ebd., S. 78f u. Käthe Bernstein: Zu Frl. Franz. Ebd., S. 79f. Kritisch mit der ‚Selbstverwaltung’ war auchGoogle Scholar
  247. 210a.
    Emmy Hopmann: Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. In: ZkcE, 3. Jg. (1914) S. 67–70, hier S. 67.Google Scholar
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    Wilker 1924, S. 52, 61, 72 u. Peukert, S. 199–206.Google Scholar
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    Jahresbericht des Jugendamtes 1927, S. 435; Cornils 1927, S. 119–124; Harvey 1992, S. 108 u. Heike Schmidt: „... vom ganzen Elend einer trüben allzufrüh entfachten Sinnlichkeit“ — Hamburger Anstaltserziehung für ‚verwahrloste’ Mädchen, 1887–1932. In: Christina Benninghaus, Kerstin Kohtz (Hg.): „Sag mir, wo die Mädchen sind ...“. Beiträge zur Geschlechtergeschichte der Jugend. Köln, Weimar, Wien 1999, S. 193–212, hier S. 204.Google Scholar
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    Wilker 1924, S. 12–20. Generell zu den reformpädagogischen Anstalten in der Weimarer Republik siehe, Peukert 1986, S. 197–206; Gräser 1995, S. 60–63; Dickinson, S. 108111; Wolffersdorf, S. 107f. Zum Immenhof, einer reformpädagogischen Anstalt für Mädchen der AWO, siehe Harvey 1993, S. 239f, 249.Google Scholar
  251. 214.
    Wilhelm Hertz, seit 1923 Leiter der Hamburger Jugendfürsorge, stand selbst der Jugendbewegung nahe. Es war sein erklärtes Ziel, sie in die Hamburger Jugendfürsorge mit einzubinden. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten als politisch unzuverlässig entlassen (Harvey 1992, S. 102, 112). Cornils blieb bis Ende der 50er Jahre Leiterin der Feuerbergstraße.Google Scholar
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    StAW, 141 N, 92, Circular vom 28. Mai 1891; StAW, 141 N, 96, Allgemeine Dienstanweisungen für alle Angestellten der Anstalt, § 16; ebd., Hausordnung für die Herzogliche Erziehungsanstalt Wilhelmstift zu Bevern vom 28. Dezember 1895, § 14 u. StAHH, Jb 1, 515, Geltende Bestimmungen über die Organisation der Erziehungsanstalt Ohlsdorf, 1889.Google Scholar
  253. 216.
    Cale 1993, S. 210.Google Scholar
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    StAHH, Jb 1, 479, Brief der Oberin Rothe auf Anfrage der BföJ am S. Januar 1920, B1. 61; ebd., Auszug aus dem Sitzungsprotokoll der Behörde für öffentliche Jugenderziehung vom 2. Februar 1921, B1. 62; ebd., Die Bürgerschaftsabgeordnete Adele Reiche kritisierte, dass nach ihren Informationen sogar während der Freistunden Schweigegebot für die Zöglinge herrschte. Ebd., Bl. 61, 63; vgl. auch ADW, CA, Stat. Slg. VII, 3.5, Hausordnung Bethesda. Hier durften dreieinhalb Stunden täglich gesprochen werden. Vgl. auch Krafft 1996, S. 226.Google Scholar
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    Das wichtigste Kapitel: Von der Zucht. In: Rb, 30. Jg. (1910) S. 234–237, hier S. 236.Google Scholar
  256. 219.
    Weber 1920, S. 81. Zum Folgenden vgl. Cale 1993, S. 215 u. Mahood 1990, S. 82.Google Scholar
  257. 220.
    StAHH, EaO, A1 Bd. 5, Sitzungsprotokoll der Behörde für Zwangserziehung vom 24. September 1898; ebd., Bd. 6, Sitzungsprotokoll der Behörde für Zwangserziehung vom 21. Dezember 1901; StAHH, Jb 1, 493, Tages- und Strafordnung der Erziehungsanstalt Feuerbergstraße, 1928, Bl. 42. Ehemalige Zöglinge schottischer Einrichtungen der 1930er bis 1950er Jahre berichteten Linda Mahood, dass schwere Schläge auf Geheiß der Erzieher und Erzieherinnen von anderen Zöglingen ausgeführt wurden. (Mahood 1995, S. 96f).Google Scholar
  258. 221.
    Rademacher: Die Erziehungsmethoden der Klöster zum Guten Hirten. In: ZkcE, 1. Jg. (1912) S. 180–186, hier S. 183 u. Weber 1920, S. 77.Google Scholar
  259. 222.
    Rademacher in: ZkcE, 1. Jg. (1912) S. 183.Google Scholar
  260. 223.
    DEAK am 21.–23. Juni 1910 in Braunschweig. In: AK, 62. Jg. (1910) S. 276.Google Scholar
  261. 224.
    Heimann 1922, Lebensläufe, A 10, 12, 15, 20, 37, 42, 48, 50, 54, 70, 72; B 10, 35, 42, 50, C4.Google Scholar
  262. 225.
    StAHH, Jb 1, 465 Bd. 1, Bericht des zweiten Direktors des Landesjugendamtes, Hellmann, an den ersten Direktor‚Hertz vom 28. Januar 1924.Google Scholar
  263. 226.
    Wilhelm Hammer o.J. [um 1907], S. 59f. u. Ders.: Gefahren der Erziehungshaft für heiratsfähige Frauen. In: Jf, 8. Jg. (1907) S. 259–273.Google Scholar
  264. 227.
    Stelzner, in: Jf, 8. Jg. (1907) S. 421–428. Vgl. auch Buschmann. ebd.. S. 413–416.Google Scholar
  265. 228.
    „Die größte Gefahr aber der kasernierten Massenerziehung, wie sie heute noch gehandhabt wird, liegt in der Vergiftung des Sexuallebens der Zöglinge. [...] Unschuldige Mädchen, die nur weil sie keine Eltern haben, die für ihre Erziehung sorgen können, in eine Anstalt kommen, werden mit Mädchen zusammengesperrt, die vielleicht schon einmal im Bordell gelebt haben, ganz bestimmt aber vertraut sind mit dem geschäftlichen Teil des Liebeslebens. Von diesen Geschöpfen werden sie sehr schnell in die Geheimnisse der lesbischen Liebe eingeweiht, der sie nachts im Schlafsaal huldigen können. Bei uns liegt genügend Material zum Beweis, dass sich gesunde Mädchen zuerst dagegen aufbäumen, allerdings vergeblich. Der Naturtrieb ist da, die Natur fordert ihre Rechte. Und so greifen auch sie zu diesem Notventil.“ Zwangserziehung und perverse Erotik. Mitteilung des Vereins ehemaliger Zöglinge. In: Der Pranger, 1920, Nr. 25, S. 2.Google Scholar
  266. 229.
    Alexander, S. 96.Google Scholar
  267. 230.
    Heimann 1922, Lebensläufe, Rosa Fiori A10, Elisabeth Karlsen B35, Herta König B50.Google Scholar
  268. 231.
    StAW, 141 N, 4144; 1400; 1714; 1292; 4456; 2969 u. 926.Google Scholar
  269. 232.
    StAW, 141 N, 339 u. 342, Einträge über Mathilde Wahrendorf.Google Scholar
  270. 233.
    StAW, 141 N, 76, Entwurf Instructionen für die Aufseher jugendlicher Corrigenden, 1840. Genehmigt v. Landesdirektorium Holzminden am 14. März 1840.Google Scholar
  271. 234.
    StAW, 141 N, 92, Bestimmungen über die Verhängung der Strafen und Führung der Strafliste vom 27. Januar 1884.Google Scholar
  272. 235.
    StAW, 141 N, 96, Bestimmungen für die Angestellten vom 6. Juni 1898, Pkt. 20, 23.Google Scholar
  273. 236.
    StAHH, EaO, C12, Strafordnung vom 20. Januar 1901.Google Scholar
  274. 237.
    StAHH, Jb 1, 479, Strafordnung der Erziehungsanstalt für Mädchen 1911, Bl . 5.Google Scholar
  275. 238.
    StAHH, Jb 1, 479, Protokoll der Sitzung der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge vom 5. April 1913, Bl. 12. u. ebd., Schreiben an die Oberin Rothe, undatiert, Bl. 13.Google Scholar
  276. 239.
    Hector 1927, S. 179. Die Klöster scheinen diesen Grundsatz sehr ernst genommen zu haben. (Baumberger: Das Liebeswerk der Korrigendinnen zum Guten Hirten, Vortrag auf dem Charitastag 1904. In: Charitas, 10. Jg. (1905) S. 107–110,Google Scholar
  277. 239a.
    Hector 1927, S. 179. Die Klöster scheinen diesen Grundsatz sehr ernst genommen zu haben. (Baumberger: Das Liebeswerk der Korrigendinnen zum Guten Hirten, Vortrag auf dem Charitastag 1904. In: Charitas, 10. Jg. (1905) S. 136–140; C. Stern 1911, S. 190; Rademacher, in: ZkcE, 1. Jg. (1912) S. 183f; ADCV, SkF, E 05/04 g, Handschriftliche Selbstdarstellung des Klosters zum Guten Hirten in Köln-Melaten, ca. 1913 u. Hundert Jahre Fürsorge 1929, S. 146.Google Scholar
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    Disselhoff auf dem 6. DEAK, 3./4. Oktober 1904 in Kaiserswerth. In: AK, 57. Jg. (1905) S. 46; Isermeyer auf dem 1. DEAK, November 1898 in Hamburg-Eppendorf. In: AK, 51. Jg. (1899) S. 22 u. Erfuhrt, in: Rb, 30. Jg. (1910) S. 236.Google Scholar
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    Dr. Kiefer, Stuttgart: Die Unentbehrlichkeit der körperlichen Züchtigung in der Erziehung. In: Rb, 27. Jg. (1907) S. 186–190, Zitat S. 190. Die schwedische Lehrerin und Schriftstellerin Ellen Key, deren bekanntestes Werk ‚Das Jahrhundert des Kindes’ 1902 in deutscher Übersetzung erschien und als Auftakt der pädagogischen Reformbewegung gilt, scheint von der Anstaltspädagogik des Kaiserreiches kaum rezipiert worden zu sein. Sie wurde allenfalls als Sinnbild für besonders realitätsferne Zumutungen an die Anstaltpädagogik gehandelt. Zu Key siehe auch Scheibe, S. 52f u. Dir.Google Scholar
  280. 241a.
    Roth: Lehren des Krieges für die Jugenderziehung. In: Rb, 37. Jg. (1917) S. 123–130, hier S. 126–128.Google Scholar
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    Müller 1910, S. 15; Strafen und Belohnen. In: Rb, 31. Jg. (1911) S. 152–154; Stade 1913, S. 58f u. Mönkemöller: Die Strafe in der Fürsorgeerziehung. In: ZfK, 19. Jg. (1914) S. 24–27,Google Scholar
  283. 243a.
    Müller 1910, S. 15; Strafen und Belohnen. In: Rb, 31. Jg. (1911) S. 152–154; Stade 1913, S. 58f u. Mönkemöller: Die Strafe in der Fürsorgeerziehung. In: ZfK, 19. Jg. (1914) S. 85–93,Google Scholar
  284. 243b.
    Müller 1910, S. 15; Strafen und Belohnen. In: Rb, 31. Jg. (1911) S. 152–154; Stade 1913, S. 58f u. Mönkemöller: Die Strafe in der Fürsorgeerziehung. In: ZfK, 19. Jg. (1914) S. 148–155,Google Scholar
  285. 243c.
    Müller 1910, S. 15; Strafen und Belohnen. In: Rb, 31. Jg. (1911) S. 152–154; Stade 1913, S. 58f u. Mönkemöller: Die Strafe in der Fürsorgeerziehung. In: ZfK, 19. Jg. (1914) S. 209–215,Google Scholar
  286. 243d.
    Müller 1910, S. 15; Strafen und Belohnen. In: Rb, 31. Jg. (1911) S. 152–154; Stade 1913, S. 58f u. Mönkemöller: Die Strafe in der Fürsorgeerziehung. In: ZfK, 19. Jg. (1914) S. 282–288, hier S. 87f.Google Scholar
  287. 244.
    Karl Wilker: Weiteres zur Frage der Fürsorgeerziehung. In: ZfK, 17. Jg. (1912) S. 63, 68.Google Scholar
  288. 245.
    StAHH, EaO, A15. Protokoll zur Untersuchung vor Ort durch den Präses der Behörde für Zwangserziehung vom 16. Juli 1893 u. StAHH, EaO, A1 Bd. 2, Protokoll der Behörde für Zwangserziehung vom 9. September 1893.Google Scholar
  289. 246.
    StAHH, Jb 1, 515, Pressebericht aus dem Neuen Blatt 1914, Nr. 31, Bl. 55a u. ebd., Urteilsbegründung, Bl. 58.Google Scholar
  290. 247.
    StAHH, Jb 1, 465 Bd. 1, Brief von Manchot an Heskel am 18. Februar 1915, Bl . 73.Google Scholar
  291. 248.
    StAHH, Jb 1, 470, Besprechung in der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge zwischen dem Behördenleiter Heskel, dem Leiter des Werk- und Armenhauses Hartmann, Oberarzt Manchot, Dr. med. Leistikow, Direktor Oerter, Oberin Rothe (Feuerbergstraße), Direktor Schallehn (Erziehungsanstalt Ohlsdorf) und Oberlehrer Burmeister vom 6. April 1915, Bl. 75–80.Google Scholar
  292. 249.
    StAHH, Jb 1, 470, Auszug aus dem Protokoll der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge vom 10. April 1915, Bl. 86.Google Scholar
  293. 250.
    StAHH, Jb 1, 479, Bericht der Oberin Rothe an die Behörde für öffentliche Jugendfürsorge, November 1916, Bl. 39f; StAHH, Jb 1, 470, Auszug aus dem Protokoll der Behörde für öffentliche Jugendfürsorge vom 2. Dezember 1916.Google Scholar
  294. 251.
    ADCV, SkF, E 05/08, Protokoll der Konferenz der Anstaltsvorsteher beim westfälischen Landeshauptmann am 9. Mai 1906.Google Scholar
  295. 252.
    Osius, in: ZbfV, 2. Jg. (1910) S. 53.Google Scholar
  296. 253.
    I. Bayerischer Jugendfürsorge- und Zwangserziehungstag 1911, S. 81f.Google Scholar
  297. 254.
    Osius, in: ZbfV, 2. Jg. (1910), S. 53 u. ADW, EREV, 100, Erlass des Preußischen Ministers für Volkswohlfahrt, Hirtsiefer, vom 10. Februar 1923.Google Scholar
  298. 255.
    DEAK vom 24. bis 26. April 1911, Leitsätze Disselhoff. In: AK, 63. Jg. (1911) S. 173–175.Google Scholar
  299. 256.
    ADW, EREV, 100, Rundschreiben an die Landes- und Provinzialverbände des EREV vom 14. April 1923.Google Scholar
  300. 257.
    Kuhlmann, S. 39 u. Peukert 1986, S. 240–248.Google Scholar
  301. 258.
    Tab. 28. In den Lebensläufen von Heimann finden sich nur bei 29 Mädchen Angaben zur Aufenthaltsdauer, da die Fürsorgeerziehung der Explorandinnen in den meisten Fällen noch nicht abgeschlossen war. Die wenigen übermittelten Zahlen liegen zwischen neun Monaten bis zu zweieinhalb Jahren. Im Schnitt waren diese 29 Mädchen ein Jahr und acht Monate in der Anstalt. Für die Hamburger Mädchen muss allerdings noch berücksichtigt werden, dass für zwei Drittel von ihnen die Feuerbergstraße nicht die einzige Einrichtung war, die sie durchlaufen hatten. Heimann 1922, Lebensläufe u. Tab. 29.Google Scholar
  302. 259.
    StAW, 141 N, 486, Brief Mathilde Hasenklever vom Oktober 1880.Google Scholar
  303. 260.
    StAW, 141 N, 1987, Zöglingsakte.Google Scholar
  304. 261.
    StAW, 141 N, 486, Eingabe Eißfeldts an den Kreisdirektor Culemann vom 16. Februar 1880. Seine Eingabe wurde zunächst abschlägig behandelt, nach wiederholter dringlicher Bitte stimmte der Kreisdirektor am 27. Juli 1880 schließlich zu. (StAW, 141 N, 287, Eingaben Eißfeldts vom 16. Oktober 1884 und 31. März 1885.) Eißfeldt forderte hier eine spätere Entlassung. Umgesetzt in den §§ 2 u. 3 des Gesetzes betr. die Zwangserziehung der in der Erziehungsanstalt Wilhelmstift untergebrachten Kinder und jugendlichen Personen, vom 30. März 1890. In: Gesetz- und Verordnungssammlung für die Herzoglich Braunschweigischen Lande. 1890, S. 57.Google Scholar
  305. 262.
    In den 1890er Jahren tauchen Vordrucke für die ‚Miethkontrakte’ auf, die vorher handschriftlich ausgestellt wurden, siehe z.B. StAW, 141 N, 2748.Google Scholar
  306. 263.
    Buschmann: Bilder aus der Arbeit des Fürsorgers für schulentlassene Mädchen. In: Bewahren und Retten. Aus der Arbeit des evangelischen Erziehungsamtes der Inneren Mission, Jahrbücher o.O. 1917, S. 58–60, hier S. 59f.Google Scholar
  307. 264.
    § 11, ZEG Hamburg vom 6. April 1887. In: Hamburgische Gesetzessammlung 1887, 1. Abt, S. 70f; § 30 Landesherrliche Verordnung zum FEG Baden, 4. Dezember 1886. In: Gesetzes- und Verordnungsblatt für das Großherzogtum Baden, S. 82. Preußen sah in seinen Ausführungsbestimmungen lediglich eine Kann-Regelung vor (Ausführungsbestimmung zum FEG vom 18. Dezember 1900. In: Grotefend 1901, S. 32). Bayern ließ vorläufig Entlassene lt. Ausführungsbestimmung nach § 45 halbjährlich vom Gemeindewaisenrat überprüfen (Reeb 1903, S. 87). § 19 FEG Sachsen vom 1. Februar 1909. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen, 3. Stück vom Jahre 1909, S. 68 u. StAHH, Erziehungsanstalt Ohlsdorf, C2, Inspektionsberichte über vorläufig entlassene Zöglinge.Google Scholar
  308. 265.
    Ergebnis einer Rundfrage bei 63 dem DEAK angeschlossenen Anstalten (7. DEAK vom 2.–4. Mai 1906 in Dresden. In: AK, 58. Jg. [1906] S. 127–130). Auf dem bayerischen Jugendfürsorge- und Zwangserziehungstag wurde beklagt, dass bayerische Anstaltsleiter zu solchen Kontrollen ihrer ehemaligen Zöglinge im Gegensatz zu ihren preußischen Kollegen kein Recht hätten. (I. Bayerischer Jugendfürsorge- u. Zwangserziehungstag 1911, S. 75f; siehe auch Hühne [Rettungshaus Wiesbaden]: Die Fürsorgetätigkeit unserer Anstalten an den aus ihnen entlassenen Zöglingen. Referat auf der 9. Hauptversammlung der Rettungshausverbände Hessens. In: Rb, 29. Jg. (1909) S. 151–155 u. ADCV, SkF, E 05/04 g, Fortbildungskursus im Kloster zum Guten Hirten, Marxheim am Taunus, JuniJuli 1913).Google Scholar
  309. 266.
    Köster, S. 195f; Gräser, S. 129–131 u. Blum-Geenen 1997, S. 271f.Google Scholar
  310. 267.
    Braunschweigisches Magazin, 2. Jg. (1896) S. 67 u. Blätter für hamburgische Waisenpflege, 1. Jg. (1902) S. 4; ebd., 3. Jg. (1904) S. 20; siehe auch ADCV, Skf, III 5a und b, Fa.1, Protokoll der zweiten Generalversammlung des Katholischen Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder, 1907 in Düsseldorf u. Osius: Berufswahl und Berufsausbildung der Fürsorgezöglinge. In: Jf, 11. Jg. (1910) S. 591–598, hier S. 592; vgl. auch Mahood 1995, S. 132.Google Scholar
  311. 268.
    ADCV, SkF, E 05/01, Fa. 1, Protokoll der Konferenz der Vorsteher der Erziehungsanstalten und Fürsorgeerziehungsheime beim westfälischen Landeshauptmann am 24. November 1910 u. Osius, in: Jf, 11. Jg. (1910) S. 592.Google Scholar
  312. 269.
    64,6 % waren im Handwerk ausgebildet worden, 26,8 % in der Landwirtschaft, 4,7 % in einfachen Kontorberufen, 2,0 % als Fischer, Ewerführer und Seeleute, 1,1 % als Künstler, Lehrer, Schreiber und Zeichner, 0,6 % kamen in häusliche Dienste. (Petersen 1911b, S. 91–93; vgl. Gräser, S. 122–129) .Google Scholar
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    Blochwitz: Die Erziehungserfolge an schulentlassenen weiblichen Fürsorgezöglingen. In: ZfVJ, 5. Jg. (1913) S. 184f, hier S. 185.Google Scholar
  315. 272.
    Z.B. Kluge: Wie haben wir die geistigen defekten und psychopathischen Fürsorgezöglinge zu behandeln und zu erziehen? In: Jf, 12. Jg. (1911) S. 385–412, hier S. 400. In Preußen war diese Beschäftigung für Fürsorgezöglinge untersagt, siehe dazu Osius, in: Jf, 11. Jg. (1910) S. 597. Aufgeschlossener für die Fabri’karbeit zeigten sich Anstaltsleiter und der westfälische Landeshauptmann. (ADCV, SkF, E 05/01, Fa.1, Protokoll der Vorsteher der Erziehungsanstalten und Fürsorgeerziehungsheime beim westfälischen Landeshauptmann am 16. Juli 1912, S. 24–26. Vgl. auch Perrot, S. 141. Zu den Fabrik-Anstalten in Gummersbach und Niederseßmar siehe Blum-Geenen 1997, S. 270).Google Scholar
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    Agnes Neuhaus entsetzte sich über die Arbeit von Mädchen und Frauen und insbesondere von weiblichen Zöglingen in den Munitionsfabriken: „Wenn der Krieg das fordert, so muß ja die Sittlichkeit dieser Mädchen geopfert werden, aber das muß man sich klar machen, daß sie geopfert werden. Man könnte ja sagen, daß der Mann auch sein Leben opfern muß. Aber die Parallele würde vollkommen falsch sein; denn der Heldentod des Mannes ist etwas sittlich Erhebendes, aber wenn die Sittlichkeit von Frauen geopfert wird, so ist das ein Gedanke, den ich nicht ausdenken kann, ohne mir zu sagen; das ist fürchterlich.“ (ADC, SkF, E 05/01, Fa.1, Brief von Agnes Neuhaus an den Ortsvorsitzenden in Münster am 16. Juli 1917; siehe auch: Forderungen der Gegenwart für die sittliche Pflege der weiblichen Jugend. In: AK, 69. Jg. [1917] S. 125–131. Pudor: Mutternot! In: KfV, 22. Jg. [1917] S. 113–121, 193–202, hier vor allem 113f. Vgl. auch Kapitel 4.3.3).Google Scholar
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    StAW, 141 N, 832, Schreiben Annas an die Oberin vom 12. Juli 1921 Visitationsbericht vom 17. August 1921 (Name geändert) .Google Scholar
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