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Rechtliche Entwicklung der Zwangs- und Fürsorgeerziehung

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Part of the Sozialwissenschaftliche Studien book series (SWS, volume 38)

Zusammenfassung

Die privat organisierte Praxis der Rettungshäuser und Magdalenien war der Gesetzgebung zur Ersatzerziehung ein weites Stück vorangegangen. Zwar gab es etwa in Württemberg auch eine gesetzliche Ermächtigung zur Einweisung von Kindern aus ‚Vagabunden- und Verbrecherfamilien’1 — betrachtet man aber das ganze spätere Deutsche Reich, so spielte das gesetzliche Instrumentarium im Vergleich zu den vielfältigen privaten Rettungsanstalten eine deutlich untergeordnete Rolle. Gesetzliche Vorgaben scheiterten in der Praxis schnell an der Crux der Kostenübernahme: Das Allgemeine Preußische Landrecht oder das Sächsische Bürgerliche Gesetzbuch verlangten von den Eltern, für die Unterbringung ihrer misshandelten oder devianten Kinder selbst aufzukommen. Für viele Familien, zumal aus einfacheren Verhältnissen, war dies nicht bezahlbar.2 Allein bei Straftaten von Kindern und Jugendlichen griff der Staat zuverlässig ein, hielt aber auch dann nur in den o.g. Ausnahmefällen Strafeinrichtungen vor, die extra auf Minderjährige zugeschnitten waren. Mit der Einführung der Zwangserziehung im Kaiserreich ab 1876 begann sich dies zu ändern. In mehr und mehr Staaten flankierten neue Gesetze und öffentliche Finanzierung das private Engagement. Der Staat entwickelt. sich zum Förderer, aber auch zum Konkurrenten und Kontrolleur der bisherigen Träger der Fürsorge, das brachte eine neue Dynamik in die weitere Entwicklung.

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Referenzen

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