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‚Haltlose Mädchen’ und ‚halbstarke Burschen’ Jugend, Jugendfürsorge und Geschlecht

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Part of the Sozialwissenschaftliche Studien book series (SWS, volume 38)

Zusammenfassung

Otto Eißfeldt, Direktor der Erziehungsanstalt Wilhelmstift, hatte zwischen 1910 und 1918 in einem Album all die Fotos zusammengetragen, die ihm von seinen ehemaligen Zöglingen zugeschickt worden waren.1 Über 150 Porträts finden sich in dieser Sammlung, oftmals mit kurzem Gruß versehen, und sie alle bemühen sich, ein gelungenes Erwachsenwerden zu dokumentieren. Wir sehen Soldaten vor ihren Kasernen oder im Feld, wir sehen gut gekleidete junge Herren mit Uhrkette, Krawatte und Siegelring sowie Bäcker, Zimmerleute und Maler in ihrer Berufstracht, sogar einen frisch promovierten Doktor, einen jungen Mann vor seinem neuen Fahrrad, einen Häuslebauer vor dem Rohbau seines Hauses. Wir sehen die ehemaligen Zöglinge als Verlobte, Ehemänner und Familienväter. Unter den Fotos finden sich auch einige Bilder von Frauen, die einmal im Wilhelmstift erzogen worden waren: Sie präsentieren sich in ihrem guten Kleid, eine mit einem Buch in der Hand, eine andere in Schwesterntracht und eine mit den Kindern ihrer Dienstherrschaft. Es sind Bilder von kleinbürgerlichen, ordentlichen jungen Frauen — nur eine balanciert einen etwas zu groß geratenen Hut auf dem Kopf, der ein wenig über den Stand hinausweisen will. Insgesamt stammen von den gut 150 Porträts nur 12 von weiblichen Ehemaligen.

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Referenzen

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