Advertisement

Die Wahr-Sager

Wirklichkeiten des Nachrichtenjournalismus im Fernsehen
  • Siegfried Weischenberg
  • Armin Scholl
Chapter
  • 177 Downloads

Zusammenfassung

Bei einer Medientagung der Hamburger Hochschule für Musik und Theater gab es vor einigen Jahren erhebliche Irritationen. Da war ein Kommunikationswissenschaftler aufgetreten und hatte den versammelten Chefredakteuren öffentlich-rechtlicher und privater Fernsehsender ein wenig über die Wirklichkeiten ihres Berufs erzählt. Selbstverständlichkeiten eigentlich für jeden, der professionell nicht borniert und erkenntnistheoretisch nicht naiv mit Weltbildern umgeht, die TV-Macher konstruieren und die TV-Zuschauer rezipieren. Dennoch waren die Fernsehjournalisten, ranghoch und entsprechend selbstgewiß, zunächst nicht bereit, sich mit den Thesen des Wissenschaftlers in einer geplanten Podiumsdiskussion auseinanderzusetzen. Man fühlte sich gekränkt und grollte.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Born hat inzwischen angedroht, eine Fälschungskomödie à la Schtonk herauszubringen, deren negativer Held — bisher nicht dementiert — Jauch sein soll: „erfolgs- und quotenbesessen, setzt sich gern in Szene; im Umgang mit Kollegen unsicher, wird in der Redaktion nicht ernst genommen, hinter seinem Rücken kursieren Witze über ihn. Schwiegersohn-Typ, intrigant und geldgierig.“ (Interview mit Michael Born, in: SZ Magazin, 52/1997: 38)Google Scholar
  2. 2.
    Die Daten stammen aus der Studie „Journalismus in Deutschland“, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft fmanziert wurde. Befragt wurden dabei — auf der Basis einer repräsentativen Zufallsstichprobe — 1.498 Journalistinnen und Journalisten in West- und Ostdeutschland, davon 188 Fernsehjournalisten. Wir präsentieren hier nur einige wenige Befunde, die direkt zum Thema gehören; vgl. dazu ausführlich Scholl/Weischenberg 1998; Weischenberg 1995; Weischenberg/Löffelholz/Scholl 1993, 1994.Google Scholar
  3. 3.
    In den letzten Jahren scheint allerdings — parallel zu dem Verlust an Zuschreibung von Objektivität — auch dieser Vertrauensvorschub für das Fernsehen zu bröckeln. Da die Glaubwürdigkeit der Tageszeitung zunimmt, kann man diesen Befund als steigende Medienkompetenz der Rezipienten deuten; vgl. Berg/Kiefer, 1996: 251 ff.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Siegfried Weischenberg
  • Armin Scholl

There are no affiliations available

Personalised recommendations