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Zwischen Attraktivität und Verständlichkeit

Balanceakt der Informationsvermittlung
  • Lutz Goertz
  • Klaus Schönbach
Chapter

Zusammenfassung

Hauptnachrichtensendungen im Fernsehen gehören sicherlich zu den „Archetypen“ des Informationsfernsehens. Läßt man die drei publizistischen Inhaltskategorien für Massenmedien nach Hendricus J. Prakke (1968: 99) Revue passieren, so dominiert bei Fernsehnachrichten eindeutig das Ziel, den Zuschauer zu informieren und weniger, ihn zu unterhalten oder Sachverhalte zu kommentieren.

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Literatur

  1. 1.
    Der Sender Tele 5 — und mit ihm die Sendung Fazit — wurde inzwischen eingestellt. Tele 5 wurde zum Spartenkanal DSF .Google Scholar
  2. 2.
    In jeder Stadt waren jeweils 30 Personen aus drei Altersgruppen nach dem Quotenverfahren ausgewählt worden: zwischen 18 und 29 Jahren, zwischen 30 und 59 Jahren sowie 60 Jahre und älter. Von den je 90 Personen sollten 45 mindestens Abitur haben. Mit diesen Auswahlvorschriften stellten wir sicher, daß die Sendungen jedes Senders von insgesamt zwischen 53 und 56 Versuchspersonen gesehen wurden, die als Gruppe nach Alter und Schulbildung jeweils gleich strukturiert waren.Google Scholar
  3. 3.
    Nur ein Sender meldete an einem Tag nichts zu diesem Thema: die ARD am 25. Februar.Google Scholar
  4. 4.
    Bei diesem Verfahren handelt es sich um eine Spielart der Varianzanalyse, bei der der Effekt jeder Variable auf eine abhängige Variable als Abweichung vom generellen Mittelwert angesehen wird — unter Konstanthaltung der anderen Variablen.Google Scholar
  5. 5.
    Informationselemente können natürlich auch mehrfach unterstützt worden sein. Nicht formal unterstützt sind dann alle Informationselemente in den Nacherzählungen der Versuchspersonen, die in den Nachrichten lediglich vorgelesen oder erzählt worden waren.Google Scholar
  6. 6.
    Das dazu verwendete statistische Verfahren (die multiple Klassifikationsanalyse) sorgt außerdem dafür, daß die jeweils anderen Merkmale für diesen Anstieg oder diese Reduktion berücksichtigt werden: Es könnte ja z. B. sein, daß das aufmerksame Sehen der Nachrichten im Fernsehen seinerseits mit der Schulbildung zusammenhängt. Die Werte der Tabelle sind jedoch „bereinigte“ Werte — d. h. dieser Zusammenhang wurde berücksichtigt, so daß wir jetzt nur noch den „reinen“ Effekt, z. B. der Schulbildung bzw. der Aufmerksamkeit gegenüber Fernsehnachrichten usw., vor uns haben.Google Scholar
  7. 7.
    Es ist natürlich auch nicht auszuschließen, daß der Prozeß genau umgekehrt verläuft: Vielleicht unterstützen Nachrichtensendungen in ihrem Themenüberblick genau die Elemente, die ohnehin leichter behalten werden.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Lutz Goertz
  • Klaus Schönbach

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