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Steueraufklärung und -beratung

  • J. Daviter
  • J. Könke
  • O. Graf Schwerin
Chapter
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2040)

Zusammenfassung

Die französischen Steuerberater — jedenfalls soweit man darunter im engeren Sinne nur die »conseillers fiscaux« versteht — haben eine etwas eigentümliche Stellung. Einerseits sind sie aus der steuerlichen Praxis nicht wegzudenken, weil gerade die einkommenstarken Bevölkerungsschichten durchweg auf sie angewiesen sind; andererseits aber ist ihr Berufsstand in keiner Weise organisiert und juristisch fixiert. Von der Finanzverwaltung, der ihre Tätigkeit und ihr Einfluß natürlich keineswegs unbekannt sind, werden sie mehr oder weniger bewußt ignoriert. Diese Einstellung beruht auf dem Grundsatz, daß einzig und allein der Steuerpflichtige Verhandlungspartner oder Gegenpartei der Verwaltung ist, und kann bereits an Hand des Gesetzes beobachtet werden: Nur ein einziges Mal wird dem gesamten steuerlichen Gesetzesmaterial (CGI einschließlich Neben- und Ergänzungsgesetzen) die Funktion des Steuerberaters überhaupt erwähnt 889. Jedenfalls kann es unter diesen Umständen nicht wundernehmen, wenn ein Finanzbeamter auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen der Finanzverwaltung und dem Berufsstand der Steuerberater antwortet, diese Beziehungen seien »weder schlecht noch gut, sondern schlechthin nicht vorhanden«.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Köln und Opladen 1969

Authors and Affiliations

  • J. Daviter
    • 1
  • J. Könke
    • 1
  • O. Graf Schwerin
    • 1
  1. 1.Finanzwissenschaftliches ForschungsinstitutUniversität zu KölnDeutschland

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