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Zusammenfassung

Die Einzelerscheinungen der Mineralgänge in der Nordeifel sind überaus mannigfaltig. Dies hängt damit zusammen, daß ihre Herausbildung von einer Vielzahl von Umständen abhängig gewesen ist, unter denen vor allem zu nennen sind:
  1. 1.

    Die Hauptgesteinsart

    So enthalten beispielsweise Kalksteine im gleichen Gebiet stets mehr Mineralgänge als Sandsteine. Feldspatführende Sandsteine enthalten, wenn sie geschiefert sind, weniger Mineralgänge als solche mit quarzitischem Bindemittel.

     
  2. 2.

    Die im Gestein enthaltenen chemischen Beimengungen

    Ein Gehalt an Siderit, Ankerit oder Kalkspat im Bindemittel der Sandsteine und Grauwacken wirkt sich auch in der Füllung der Mineralgänge aus.

     
  3. 3.

    Die Dicke der einzelnen Gesteinsbänke, die den tonigen Gesteinsfolgen zwischengelagert sind.

     
  4. 4.

    Die Lage des bereits vor der Deformation bestehenden Kluftystems.

     
  5. 5.

    Art und Ausmaß der tektonischen Gesteinsdeformation.

     
  6. 6.

    Der Schnittwinkel zwischen der Schichtung der Sandstein- oder Kalksteinbänke und der Ebene der Schiefrigkeit.

     
  7. 7.

    Lokale, scherende Deformationsvorgänge, insbesondere Torsionen, wie sie z. B. im Auftreten der häufigen mit Kalzit ausgefüllten Fiederspalten im Kalkstein sich ausprägen.

     

Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1963

Authors and Affiliations

  • Hans Breddin
    • 1
  • Eberhard Hellermann
    • 1
  1. 1.Forschungsstelle für regionale und angewandte Geologie des Geologischen InstitutsRhein.-Westf. Techn. Hochschule AachenDeutschland

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