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Zusammenfassung

Kurventriebe in Verarbeitungsmaschinen haben bei gleichförmig umlaufendem Antriebsglied vielfach die Aufgabe, dem Abtriebsglied eine derartige Bewegung zu geben, daß dieses zunächst in Ruhe bleibt, d. h. sich in einer Rast befindet, dann um ein bestimmtes Stück h weitergeschaltet wird und dann wieder eine Rast hat. Hierbei ist h bei Schubbewegung im Abtrieb ein Weg, bei schwingender Drehbewegung im Abtrieb ein Winkel. Der Übergang im Weg-Zeit- bzw. Winkel-Zeitgesetz, d. h. die Übergangsfunktion, kann verschiedene Formen haben und ist häufig dargestellt worden. Für die Beurteilung der Brauchbarkeit eines bestimmten Übergangsgesetzes sind die Extrema von Geschwindigkeit, Beschleunigung und Ruck (der dritten Ableitung des Weges) maßgebend, aber auch die Art der Herstellung und die Übertragung der Bewegung bzw. der Kräfte von der Kurvenscheibe auf das Abtriebsglied. Für dynamische Betrachtungen ist aber nicht nur das Weggesetz und seine Ableitungen wichtig, sondern auch, vor allem im Hinblick auf Schwingungsuntersuchungen, die harmonische Analyse der Bewegungsgesetze, zumal die Formen der Fourierreihen, das Vorhandensein bestimmter Koeffizienten und ihre Abstufung charakteristisch für die Bewegungsgesetze sind.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1963

Authors and Affiliations

  • Walther Mayer zur Capellen
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für GetriebelehreRhein.-Westf. Technischen Hochschule AachenDeutschland

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