Advertisement

Die Entwicklung der Staatslehre aus dem Begriff des Sittlichen Reiches

  • Dieter Grosser
Part of the Staat und Politik book series (STOPP, volume 3)

Zusammenfassung

Stahl entwickelt seine Staatslehre aus dem Begriff des sittlichen Reiches, den er als die »Grundlage und Bürgschaft politischer Ordnung und politischer Freiheit« bezeichnet. Der Begriff des sittlichen Reiches enthält nach Stahl »die Notwendigkeit einer über den Menschen schlechthin erhabenen Autorität, d. i. eines Anspruches auf Gehorsam und Ehrfurcht, welcher nicht bloß dem Gesetze, sondern einer realen Macht außer ihnen, der Obrigkeit (Staatsgewalt) zukommt (Prinzip der Legitimität im Gegensatz zur Volkssouveränität), und zugleich die Notwendigkeit eines sittlich verständigen Inhalts, welcher das unwandelbare Wollen, daher auch die Schranke dieser Autorität ist, d. i. die Notwendigkeit des Gesetzes des Staates, das durch die Geschichte überkommen über Fürst und Volk steht und nur nach seinen eigenen Bedingungen abgeändert werden kann (konstitutionelles Prinzip im wahrhaften Sinn), und endlich die Anerkennung der Nation (der Gehorchenden) als einer sittlichen Gemeinschaft, deshalb selbständig, frei gehorchend, dem Gesetze nur als Ausdruck und Forderung ihres eigenen sittlichen Wesens unterworfen..., aus dem es ursprünglich durch Sitte und Herkommen hervorgeht, und an dem es bei späterer Fortbildung mittelst der Zustimmung der Landesvertretung erprobt wird (Repräsentativprinzip im wahrhaften Sinne)«444.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1963

Authors and Affiliations

  • Dieter Grosser

There are no affiliations available

Personalised recommendations