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Die biochemische Richtung in der organischen Chemie. Weitere Forschungen über die Konstitution der organischen Naturprodukte. Untersuchungen über Chlorophyll und Blutfarbstoff. Auffindung neuer Produkte im Pflanzen- und Tierreich. Enzymwirkungen. Alkoholgärung. Photochemische Untersuchungen

  • Edv. Hjelt

Zusammenfassung

Die ursprüngliche Aufgabe der organischen Chemie war, die organische Natur chemisch zu erforschen. Sie blieb aber bei ihrem Aufblühen und ihrer weiteren Entwickelung dieser Aufgabe nicht treu, sondern schlug andere Wege ein. „An die Stelle der vegetabilischen und animalischen Stoffe setzte sie viele Kunstprodukte, wie die Kohlenwasserstoffe, die Cyanverbindungen, den Holz- und Steinkohlenteer, den Holzgeist usw., und indem sie die synthetischen Methoden der Mineralchemie in ihren Dienst zwang, bemächtigte sie sich zugleich der Fundamentalprobleme unserer Wissenschaft.“ Die organische Chemie übernahm seit den dreißiger Jahren die führende Rolle in der Ausbildung chemischer Theorien. Diese Rolle hat sie seit dem neuen Aufschwung der allgemeinen Chemie nicht mehr. Sie hat keineswegs die theoretischen Fragen aus ihrem Programm ausgemustert — solche gibt es noch viele, deren Lösung vor allem ihr gehört — aber sie hat sich ihrem Ausgangspunkt, der organischen Natur, mehr genähert. Die neue biochemische Richtung bedeutet eine Rückkehr der organischen Chemie zu ihren ursprünglichen Aufgaben, zu den chemischen Problemen der Biologie. Aber der lange Umweg, den die organische Chemie gemacht, war ein notwendiger, denn nur auf demselben konnte sie ein reiches Erkenntnismaterial ernten und eine Methodik schaffen, ohne welche eine Lösung dieser Probleme unmöglich gewesen wäre. Das Interesse für die Naturkörper war immer wach, wenn es auch nicht in den Vordergrund trat. Jetzt steht die Sache anders.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1916

Authors and Affiliations

  • Edv. Hjelt
    • 1
  1. 1.Universität HelsingforsHelsingforsFinland

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