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Erweiterung des Begriffs der aromatischen Verbindungen. Entwickelung der Benzoltheorie seit 1890. Die Substitutionsregelmäßigkeiten beim Benzol. Die neueren Ansichten über die Natur der ungesättigten Verbindungen

  • Edv. Hjelt
Chapter

Zusammenfassung

Der nie scharf definierte Begriff „aromatische Verbindungen“ wurde als gleichbedeutend mit dem der Benzolderivate angesehen. Durch die Auffindung des Thiophens und seiner Abkömmlinge (S. 405) wurde gezeigt, daß das chemische Verhalten, welches den aromatischen Substanzen eigen ist, noch einer anderen Gruppe zukommt. Im Zusammenhang mit der Bearbeitung der Thiophengruppe hat V. Meyer (1887) hierauf hingewiesen und geltend gemacht, daß alle die Verbindungen, welche gewissen Reaktionen unterliegen, die man zunächst bei den Benzolderivaten kennen gelernt hat, den aromatischen Substanzen zuzuzählen sind. „Durch. Salpetersäure werden sie nitriert; durch Schwefelsäure sulfoniert; Brom führen sie in höchst beständige Substitutionsprodukte über; organische Säurechloride verwandeln sie in Ketone.“ Dies sind die Merkmale. Die aromatischen Verbindungen leiten sich demnach von verschiedenen „aromatischen Stammsubstanzen“ ab, von denen vorläufig Benzol und Thiophen bekannt waren. „Sprechen wir also“, sagt Meyer, „von der Benzolgruppe nicht mehr als »der« aromatischen. Wie sie, ist auch diejenige des Thiophens »eine« aromatische Gruppe, und es unterliegt keinem Zweifel daß es solche noch mehrere gibt.“ Die hydrierten Benzolderivate mußten aber wegen ihrer nichtbenzolischen Eigenschaften von den aromatischen Substanzen ausgeschlossen werden.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1916

Authors and Affiliations

  • Edv. Hjelt
    • 1
  1. 1.Universität HelsingforsHelsingforsFinland

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