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Die Entwickelung der Stereochemie seit 1887. Spaltungen inaktiver Körper. Asymmetrische Synthese. Isomerie bei Trithiomethylenverbindungen. Stereochemie des Stickstoffs. Andere Elementaratome als Zentra der Asymmetrie. Optische Aktivität als Folge allgemeiner molekularer Asymmetrie. Walden sche Umkehrung. Racemie. Guyes Asymmetrieprodukt. Anwendung der stereochemischen Betrachtungsweise auf Vorgänge verschiedener Art

  • Edv. Hjelt

Zusammenfassung

Wir sind in einem früheren Kapitel der Entwickelung der Stereochemie bis Ende der achtziger Jahre gefolgt. Durch die weiteren Untersuchungen auf diesem Gebiete wurde die Lehre vom asymmetrischen Kohlenstoffatom immer stärker befestigt. So konnte Guye bei 43 Derivaten des aktiven Amylalkohols die Zirkularpolarisation nachweisen, während bei den Abkömmlingen, welche kein asymmetrisches Kohlenstoffatom mehr enthielten, auch keine Aktivität nachweisbar war. Die Spaltungsversuche an den Körpern, die als racemisch angesehen werden müßten, verliefen in ast allen Fällen günstig, wenn nur die richtigen Mittel aufgefunden wurden. Von großem Interesse war die von Ladenburg (1886) durchgeführte Spaltung des synthetischen inaktiven Coniins in seine aktiven Komponenten, von denen die eine, das d—Coniin, sich mit dem natürlichen Alkaloid als identisch zeigte. Unter den zahlreichen anderen diesbezüglichen Einzelfällen wollen wir nur an die Purdie und Walker geglückte vollständige Spaltung der Gärungsmilchsäure durch Strychnin (1892) erinnern, weil diese Säure ja von Anfang an eine wichtige Rolle in der Geschichte der Stereochemie gespielt hat.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1916

Authors and Affiliations

  • Edv. Hjelt
    • 1
  1. 1.Universität HelsingforsHelsingforsFinland

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