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Die stereochemische Anschauungsweise. Pasteurs Untersuchungen über optische Aktivität. Van’t Hoffs u.Le Bels Theorie vom asymmetrischen Kohlenstoffatom. Opposition gegen dieselbe. Weiterentwickelung der Stereochemie bis Ende der achtziger Jahre. Betrachtungen von Baeyer und Wislicenus

  • Edv. Hjelt

Zusammenfassung

In dem ganzen Streben, die innere Zusammensetzung der chemischen und vor allem der organischen Verbindungen zu erforschen, in welches die Strukturtheorie mündete, lag natürlich die Voraussetzung, daß die Atome im Molekül sich in einer gewissen Stabilität befinden, daß sie im gewissen Grade einander gegenüber fixiert sind. Dumas erklärte die Substitutionserscheinungen, indem er das Molekül mit einem Gebäude verglich, in dem ein Stein durch einen anderen ersetzt werden kann „und dennoch seine Gestalt und seine allgemeinen Eigenschaften behält“. Als Butlerow den Begriff „chemische Struktur“ einführte, verstand er damit nur den Ausdruck für die chemische Zusammengehörigkeit der Atome im Molekül, welche in einen gewissen Gegensatz zu der mechanischen Struktur, „der mechanischen Lage der Atome im Inneren des Moleküls“, gestellt wurde. „Es scheint sehr natürlich,“ sagt er, „daß die Chemie, welche mit den Körpern nur im Zustande ihrer Verwandlungen zu tun hat, unmächtig ist, solange die physikalischen Untersuchungen nicht zu Hülfe gekommen sind, über diese mechanische Struktur Auskunft zu geben.“ „Aber es wird“, fügt er hinzu, „schwerlich jemand behaupten, daß es uns auch künftig unzugänglich bleiben sollte.“ In derselben Weise hatte sich auch Kekulé ausgesprochen und hervorgehoben, daß die „Lagerung der Atome“ in einer Verbindung nicht durch das Studium ihrer Metamorphosen ermittelt werden konnte.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1916

Authors and Affiliations

  • Edv. Hjelt
    • 1
  1. 1.Universität HelsingforsHelsingforsFinland

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