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Der technisch bedingte und der wirtschaftliche Wärmeschutz

  • Wolfgang Triebel
  • Dirk Gerdes
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 1464)

Zusammenfassung

Der Wärmeschutz, den Wände und Decken von bewohnten Räumen ausüben sollen, ist in DIN 4108 angegeben. Die Erfüllung dieser Forderungen ist Voraussetzung für die Baugenehmigung. Hier ist der Wärmeschutz aber nur so bemessen, daß ein tragbares Innenklima und ein ausreichender Bestand der Bauten gewährleistet sind. Bei unzulänglichem Wärmeschutz wären Schäden zu erwarten, auch wenn geheizt wird: Niederschlag des Dampfes aus der Luftfeuchtigkeit als Kondenswasser an den Außenwänden, Durchfeuchtung dieser Bauteile, die sogenannte »Kältestrahlung« und sogar Wand- und Deckenrisse aus den Raumveränderungen, die bestimmte Bauteile bei starken Temperaturunterschieden durchmachen. Diesen Wirkungen soll der vorgeschriebene Wärmeschutz vorbeugen. Das geschieht aber nur, wenn die Räume geheizt und gelüftet werden. Bei längerer Kälte würden Wände und Decken an ungeheizten Räumen auch dann unter die kritische Grenze abkühlen, wenn ihr Wärmedämmvermögen größer wäre als das vorgeschriebene.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1966

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Triebel
    • 1
  • Dirk Gerdes
    • 1
  1. 1.Institut für Bauforschung e. VHannoverDeutschland

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