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Zusammenfassung

Das Verhalten von Werkstoffen unter schwingenden Belastungen wird vor allem durch metallurgische, technologische und betriebliche Einflüsse, besonders der Art der Belastungskollektive und von Ruhepausen bestimmt Für den ersten Fall ist eines der Grundprobleme des Dauerfestigkeitsverhaltens die Frage nach der Wirkung von Legierungselementen an sich, etwa ob sie bei vorgegebener Wärmebehandlung zur Mischkristallbildung, zur Bildung neuer Phasen oder Überstrukturen führen, oder ob sie vorwiegend in Karbiden angereichert sind, d. h. zur Bildung von Mischkarbiden neigen. Von Wichtigkeit für diese Frage sind aber auch die Verarbeitungs-Verfahren zur Vermeidung von Einschluß- oder Karbidzeilen, die die mechanischen Kennwerte von Werkstoffen, besonders bei Schwingungsbeanspruchungen, beeinflussen. Die verschiedenen Verfahren und Maßnahmen bei der Stahlherstellung — wie z. B. die Größe und Bauart der Schmelzöfen (Thomas-, SM-, Elektro- und Vakuumöfen), das Ofenfutter (sauer, basisch, neutral), die Schmelzführung (Art und Grad der Desoxydation), die Schmelz- und Gießtemperatur, das Gießverfahren, die Kokillenform und -größe u. a. — gestatten dabei, die mechanischen Eigenschaften der Werkstoffe in weiten Grenzen zu verändern und den jeweiligen Verwendungszwecken optimal anzupassen.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Köln und Opladen 1965

Authors and Affiliations

  • Max Hempel
    • 1
  • Emil Hillnhagen
    • 1
  1. 1.Max-Planck-Institut für EisenforschungDüsseldorfDeutschland

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