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Waagerechte Anteile von Festpunktverschiebungen

  • Oskar Niemczyk
  • Heinz Wesemann
Chapter
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 1189)

Zusammenfassung

Anlage 2 zeigt die aus Koordinatenunterschieden wiederholt vorgenommener Dreiecksmessungen sich ergebenden waagerechten Wanderungsbeträge von Festpunkten im Räume Gelsenkirchen, Herne, Essen und Bochum. Danach haben einige Punkte im Laufe von zwei Jahrzehnten Verschiebungen von insgesamt 1,50 m und mehr erfahren, während andere, z.T. benachbarte Punkte im gleichen Zeitraum nur um 0,30 oder 0,40 m verschoben wurden. Schon früher hat W. Rothkegel [53] über Verschiebungen trigonometrischer und polygono-metrischer Punkte im Ruhrbezirk berichtet. Nach eingehenden Untersuchungen stellte er in der Gemeinde Günnigfeld bei Wattenscheid Verschiebungen bis zu 2,38 m an mehreren Punkten des Dreiecksnetzes fest. Diese Angaben ergänzte A. Overhoff [54] im gleichen Jahre, wobei er sogar Punktwanderungen bis zu 3,75 m Ausmaß im Süden Bochums ermittelte. Vergleicht man diese Beträge mit den in Anlage 2 festgestellten Verschiebungswerten, so erscheinen die von Rothkegel und Overhoff gemachten Angaben zunächst außergewöhnlich hoch. Doch ist zu berücksichtigen, daß der Steinkohlenbergbau um die Jahrhundertwende noch in geringen Teufen umging. Bereits H. Keinhorst [28] wies auf eine gesetzmäßige Abnahme der Längenänderungsgrößen (bei Keinhorst noch als »Bodenspannungen« bezeichnet) mit zunehmender Teufe hin.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1963

Authors and Affiliations

  • Oskar Niemczyk
  • Heinz Wesemann

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