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Zusammenfassung

In der Vergangenheit hat man dem fortlaufenden Zerfall des Festpunktnetzes in Bergbaugebieten dadurch zu begegnen versucht, daß man in unregelmäßigen Zeitabschnitten umfassende Wiederherstellungs- oder Ergänzungstriangulationen vornahm. So berichtet O. Niemczyk [50] von Wiederherstellungstriangulationen im oberschlesischen Steinkohlenbezirk aus den Jahren 1901 und 1926 sowie über die vielfachen trigonometrischen Neu- und Ergänzungsmessungen im niederschlesischen Steinkohlengebiet und im Saarrevier. Aus dem Aachener Steinkohlengebiet ist bekannt, daß im Jahre 1955 eine Netzwiederherstellung in der II. und III. Ordnung im Raume Kohlscheid stattfand, die ebenfalls auf bergbaulich verursachte Bodenbewegungen zurückzuführen war. Als ein besonders gutes Beispiel für fortlaufend erforderliche Triangulierungsarbeiten gilt das rheinischwestfälische Steinkohlenrevier. Hier sind seit Schaffung des Landesdreiecksnetzes fünf trigonometrische Neubestimmungen durchgeführt worden:
  1. 1.

    Triangulation I.–IV. Ordnung der Preußischen Landesaufnahme im Dortmunder Kohlengebiet 1876/77.

     
  2. 2.

    Dreieckskette I. Ordnung einschließlich Verdichtungstriangulation II.–IV. Ordnung durch die Preußische Landesaufnahme im Zuge der rheinisch-hessischen Dreieckskette 1889–1904.

     
  3. 3.

    Neutriangulation II.–IV. Ordnung der Preußischen Landesaufnahme im Ruhrgebiet 1919/20.

     
  4. 4.

    Neutriangulation II. Ordnung des Reichsamtes für Landesaufnahme im westlichen Ruhrgebiet 1931.

     
  5. 5.

    Neutriangulationen II.–IV. Ordnung des Landesvermessungsamtes von Nordrhein-Westfalen im Ruhrgebiet 1949–1960.

     

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Literatur

  1. 1.
    Herrn Oberregierungs- und Vermessungsrat Dipl.-Ing. Vahlensieck, Leiter der trigonometrischen Abteilung des Landesvermessungsamtes NW, sei an dieser Stelle für die Gewährung der Einsichtnahme in die entsprechenden Berechnungsbücher und für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der obigen Zahlenangaben sowie für die Bereitstellung der in den Anlagen 1 und 2 benutzten Unterlagen gedankt.Google Scholar
  2. Wie Herr Markscheider Dipl.-Ing. J. Scholz von der Westfälischen Berggewerkschaftskasse in Bochum hierzu mitteilte, hat er diese Tatsache bereits’ mehrfach unter Beweis stellen können. Bei den alljährlich im Raume Bochum durchgeführten Schülerübungen (Rückwärtseinschnitte) im Rahmen der Vermessungssteigerausbildung ist immer wieder festzustellen, daß unmittelbar nach einer Neutriangulation zunächst die mittleren Richtungsfehler aus der Ausgleichung kleiner ausfallen als die mittleren Beobachtungsfehler. Mit zunehmendem Abstand der Messungen vom Zeitpunkt der Neutriangulation ändert sich jedoch das Bild in der Weise, daß die mittleren Richtungsfehler aus der Ausgleichung größer werden als die mittleren Beobachtungsfehler.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1963

Authors and Affiliations

  • Oskar Niemczyk
  • Heinz Wesemann

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