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Die Ermittlung des voraussichtlichen Finanzbedarfs bzw. -überschusses (Die kurzfristige Finanzprognose)

  • Ludwig Orth
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Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBF, volume 13)

Zusammenfassung

Auf ihrer ersten Stufe hat die Finanzplanung die Aufgabe, den für die Planungsperiode zu erwartenden Geldbedarf bzw. Geldüberschuß zu ermitteln. Der Erfüllung dieser Aufgabe dient die Finanzprognose, für die im allgemeinen die Form einer systematischen Rechnung zweckmäßig sein dürfte.

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Literatur

  1. 227.
    Mit diesen Problemen hat sich vor allem v. Kortzfleisch intensiv auseinandergesetzt. Der gesamte zweite Teil seiner Arbeit (Die Grundlagen der Finanzplanung, a. a. O., S. 81–210) ist der Frage gewidmet, „ob und wie die in den Unternehmungen gesetzlich geforderten oder üblicherweise vorgenommenen Aufschreibungen und Rechnungen der Finanzplanung zugrunde gelegt werden können“ (S. 82).Google Scholar
  2. 228.
    Vgl. Hax, Stand und Aufgaben der Betriebswirtschaftslehre in der Gegenwart, a. a. O., S. 144 f. Siehe ferner Langen, Bemerkungen zum Liquiditätsbegriff, a. a. O., S. 93; Leitze, Liquiditätskontrolle als Mittel der Betriebsüberwachung, a. a. O., S. 23; Keller, Die Liquidität der industriellen Unternehmung, a. a. O., S. 35, S. 96 und S. 108 f.; Schweizer, Die Liquidität in Bank und Industrie, a. a. O., S.17 und S.112 f.; Zentner, Das Liquiditätsproblem der industriellen Unternehmung, a. a. O., S. 18; Ostersetzer, B., Zur Praxis von Liquiditätsuntersuchungen. In: ZfhF 33. Jg. (1939), S. 469–483 und 34. Jg. (1940), S. 80–93, bes. 33. Jg., S. 483; Walther, Alfred, Finanzielle Planung. In: Planung in der Unternehmung. Zürich 1947, S. 94–110, besonders S. 104 f.Google Scholar
  3. 229.
    Die finanzwirtschaftliche Interpretation der Bilanz geht auf Ernst Walb zurück. Dabei betont Walb, daß es sich um die Darstellung von „stattgehabten finanzwirtschaftlichen Vorgängen“ handelt, m. a. W. daß sich die finanzwirtschaftliche Bilanz auf die Vergangenheit bezieht. Vgl. Walb, Ernst, Finanzwirtschaftliche Bilanz. 2. Aufl., Duisburg 1948, S. 39. Die finanzwirt-schaftliche Bilanz kann also niemals eine Finanzprognose ersetzen, sondern nur ergänzende Hinweise bei der Ermittlung der Prognosezahlen liefern.Google Scholar
  4. 230.
    Bewegungsbilanzen vermitteln einen Eindruck von den Veränderungen der Bilanzpositionen während eines Zeitraums. Normalerweise beziehen sie sich auf die Vergangenheit und können dann auch nur die „Wirkung der Finanzgebarungen in der jeweils abgelaufenen Periode“ zeigen. Bauer, Walter, Die Bewegungsbilanz und ihre Anwendbarkeit, insbesondere als Konzernbilanz. In: ZfhF 20. Jg. (1926), S. 485–544, bes. S. 505 (im Orig. nicht hervorgehoben).Google Scholar
  5. 230a.
    In ihrer ursprünglichen Form ist die Bewegungsbilanz also keine Vorschaurechnung und kann deshalb für die Finanzprognose nur insofern von Nutzen sein, als sie gewisse Entwicklungstendenzen aufzeigt. Zur Bewegungsbilanz und ihrer finanzwirtschaftlichen Bedeutung vgl. ferner Nertinger, Josef, Das Finanzierungsbild des Betriebes. Stuttgart 1950, S. 18–20;Google Scholar
  6. 230b.
    Verhülsdonk, R., Die Darstellung der betrieblichen Finanzwirtschaft in der Bewegungsbilanz. In: DB 5. Jg. (1952), S.21–23;Google Scholar
  7. 230c.
    Rauchfleisch, Kurt, Der dynamische Status. Ein Beitrag zum Liquiditätsproblem der industriellen Unternehmung. In: ZfhF 27. Jg. (1933), S. 1–15, bes. S. 3; v. Kortzfleisch, Die Grundlagen der Finanzplanung, a. a. O., S. 152–157;Google Scholar
  8. 230d.
    Weber, Arnold E., Grundlagen laufender Finanzplanung im mittleren Industriebetrieb. In: ZfhF 7. Jg. N. F. (1955), S. 272–277, bes. S. 273–275.Google Scholar
  9. 231.
    Neuerdings haben sich einige Autoren mit der Aufstellung von Vorschau-Bewegungsbilanzen beschäftigt. Diese Vorschau-Bewegungsbilanzen zeigen, welche Veränderungen für die einzelnen Bilanzposten in der Planperiode zu erwarten sind. Allein aus den Veränderungen der Bilanzposten läßt sich aber der voraussichtliche Geldbedarf bzw. -überschuß nicht erkennen, so daß eine Vorschau-Bewegungsbilanz nicht an die Stelle der Finanzprognose treten kann. Normalerweise dürfte sogar die Aufstellung einer Vorschau-Bewegungsbilanz an die Voraussetzung gebunden sein, daß eine abgeschlossene Finanzplanung vorliegt. Zur Vorschau-Bewegungsbilanz vgl. Flohr, Gßßnter, Die finanzwirtschaftliche Vorschaurechnung auf Grund von zeitraumbezogenen internen Bilanzen. In: NB 10. Jg. (1957), S. 51–53;Google Scholar
  10. 231a.
    Gälweiler, A., Die Bewegungsbilanz in der Vorschaurechnung. In: ZfB 29. Jg. (1959), S. 269–280;Google Scholar
  11. 231b.
    Schönfeld, HannsMartin, Die Bewegungsbilanz in der Vorschaurechnung. In: ZfB 29. Jg. (1959), S. 569–571.Google Scholar
  12. 232.
    Das Verfahren der Kapitalbedarfsrechnung wurde vor allem von M. R. Lehmann, Rößle und Beckmann dargestellt. Vgl. Lehmann, M[ax] R[udolf], Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 3. Aufl., Wiesbaden 1956, S. 243–246; Rößßle, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, a. a. O., S. 101 bis 103; Beckmann, Die betriebswirtschaftliche Finanzierung, a. a. O., S. 17 f.; dieselbe, Kapitalbedarfsrechnung. In: HdB, 3. Aufl., hrsg. von Hans Seischab und Karl Schwantag, 2. Bd., Stuttgart 1958, Sp. 2966–2971. Ferner Rieger, Einführung in die Privatwirtschaftslehre, a. a. O., 5.162; Eggemann, Willy, Probleme der Kapitalbeclarfsrechnung. In: Wpg 1. Jg. (1948), Heft 8, S. 3–12; Strobel, Die Liquidität, a. a. O., S. 170–173;Google Scholar
  13. 232a.
    Kolbe, Kurt, Der Finanzbedarf. Planung, Steuerung, Überwachung. Düsseldorf 1956, S. 23–51;Google Scholar
  14. 232b.
    Schröder, Rudolf, Der Kapitalbedarf der Unternehmung. Dissertation, Detmold 1931, S. 13–73. In diesem Zusammenhang sei außerdem auf die von Hartmann entwickelte Kapitalbindungsrechnung hingewiesen.Google Scholar
  15. 232c.
    Vgl. Hartmann, Bernhard, Das Kapital in der Betriebswirtschaft. Meisenheim/Glan 1957, S. 85–128.Google Scholar
  16. 233.
    Vgl. Koch, Finanzplanung, a. a. O., Sp. 1913.Google Scholar
  17. 234.
    Vgl. hierzu Beckmann, Kapitalbedarfsrechnung, a. a. O., Sp. 2968 f.; Rößßle, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, a. a. O., S. 102; Kolbe, Der Finanzbedarf, a. a. O., S. 27. Lehmann will sogar den Kapitalbedarf im ganzen nach der Gleichung: Σ Umsätze Umsatzzeiten berechnen. Dabei sind für das Anlagevermögen die Umsätze gleich der Jahresabschreibung und die Umsatzzeiten gleich den Lebenszeiten der Anlagen. Vgl. Lehmann, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, a. a. O., S. 245.Google Scholar
  18. 235.
    Vgl. Beckmann, Kapitalbedarfsrechnung, a. a. O., Sp. 2971.Google Scholar
  19. 236.
    Vgl. Koch, Finanzplanung, a. a. O., Sp. 1914.Google Scholar
  20. 237.
    Koch hält allerdings die Methode der Kapitalbedarfsrechnung generell für bedenklich und fordert, daß eine „tragfähige Kapitalbedarfsprognose . . . einmal auf die tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben abstellen, zum anderen aber auch die Zeit nach dem Betriebsanlauf erfassen“ muß. Koch, Finanzplanung, a. a. O., Sp. 1914.Google Scholar
  21. 238.
    In der Literatur wird die Kapitalbedarfsrechnung im allgemeinen auch nur für Gründungen und Erweiterungen, d. h. für die besondere Finanzplanung, empfohlen, nicht dagegen für die Ermittlung des laufenden bzw. kurzfristigen Finanzbedarfs. Eine andere Ansicht könnte man allerdings der Bemerkung von Beckmann entnehmen, daß dem „Finanzplan der Gründung und Errichtung . . . die periodischen Pläne“ folgen, in denen „die Berechnung des Umlaufvermögens besonders wesentlich“ ist. Beckmann, Die betriebswirtschaftliche Finanzierung, a. a. O., S. 18.Google Scholar
  22. 239.
    Polak, Grundzüge der Finanzierung mit Rücksicht auf die Kreditdauer, a. a. O., S. 108 f. In Analogie zu den Überlegungen Polaks hat Zentner Formeln für die Errechnung des erforderlichen Betriebsvermögens aufgestellt. Siehe Zentner, Das Liquiditätsproblem in der industriellen Unternehmung, a. a. O., S. 25–37. Zur grundsätzlichen Problematik vgl. ferner Gianessi, Egidio, Die Finanzbedarfsgleichung im Produktionsbetrieb und die Möglichkeiten ihrer Darstellung. In: ZfhF 6. Jg. N. F. (1954), S. 461–484.Google Scholar
  23. 240.
    Polak, Grundzüge der Finanzierung mit Rücksicht auf die Kreditdauer, a. a. O., S. 109. Die gleiche Formel — allerdings mit anderen Symbolen — entwickelte Zentner, Das Liquiditätsproblem der industriellen Unternehmung, a. a. O.. S. 37.Google Scholar
  24. 241.
    Vgl. Schmalenbach, Die Aufstellung von Finanzplänen, a. a. O., S. 5, und die Ausführungen auf S. 40 dieser Arbeit.Google Scholar
  25. 242.
    Eine praktische Anwendung hatte Polak bei der Entwicklung seiner Formel wohl auch gar nicht im Sinn. Zu dieser Annahme berechtigt jedenfalls eine Bemerkung im Vorwort seines Buches. Vgl. Polak, Grundzüge der Finanzierung mit Rücksicht auf die Kreditdauer, a. a. O., S.7.Google Scholar
  26. 243.
    Goldschmidt, Financial Planning in Industry, a. a. O., bes. Chap. III, S. 54–99. Außerdem hat Goldschmidt die in seinem Buch entwickelten Gedanken in einem deutschsprachigen Aufsatz verkürzt wiedergegeben; s. Goldschmidt, Dynamische Programmplanung, a. a. O., S. 75–81.Google Scholar
  27. 244.
    Ohne eingehendere Diskussion sei hier auf einige besonders problematische Annahmen hingewiesen: Die Produktionsfunktion wird als eine homogene, lineare Funktion aufgefaßt (Goldschmidt, Financial Planning in Industry, a. a. O., S. 11). Einkaufs- und Lagerkosten sind der eingesetzten Rohstoffmenge proportional (S. 21). Das für den sehr vereinfachten Fall einer Einproduktunternehmung (Fabrikation von Strohhülsen) entwickelte mathematische Modell des Unternehmungsgeschehens soll im Prinzip für jede Art industrieller Unternehmung anwendbar sein (S. 43). Bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs für das abnutzbare Anlagevermögen legt Goldschmidt eine reine Nutzenbündelvorstellung zugrunde, vernachlässigt also den gebrauchsunabhängigen Verschleiß (S. 55–60). Für den Verlauf des Kapitalbedarfs sind generell die Zeitpunkte des Wertverzehrs, d. h. der Kostenentstehung, nicht aber die effektiven Ausgabentermine bestimmend (z. B. S. 60 f., 63 f.). Allein die letztgenannte Annahme läßt Goldschmidts Gleichungssystem als eine Methode zur Ermittlung des Finanzbedarfs ungeeignet erscheinen. Im übrigen bleibt zu prüfen, inwieweit die Vorstellung, daß das Unternehmungsgeschehen eine Kombination verschiedener Produktionsprozesse darstelle, überhaupt eine sinnvolle Grundlage für die Finanzprognose sein kann.Google Scholar
  28. 245.
    Vgl. Goldschmidt, Financial Planning in Industry, a. a. O., S. V; derselbe, Dynamische Finanzplanung mit Hilfe der mathematischen Programmplanung, a. a. O., S. 80.Google Scholar
  29. 246.
    In Goldschmidts Buch erstreckt sich die verkürzte Darstellung seiner Formel für den totalen Kapitalbedarf über zwei Seiten. Die Gleichung enthält über 25 verschiedene Symbole. Vgl. Goldschmidt, Financial Planning in Industry, a. a. O., S. 79 f. Da außerdem diese Formel ohne umfangreiche Erklärungen unverständlich bleiben muß, sei hier von einer Wiedergabe Abstand genommen.Google Scholar
  30. 247.
    Wird die Finanzprognose als einzige oder als zeitlich erste Vorschau aufgestellt, so spricht man in der Literatur auch von einem „Primärplan“ im Gegensatz zu einem sich an andere Planungen anschließenden “Sekundärplan”. Vgl. z. B. Kosiol, Finanzplanung und Liquidität, a. a. O., S. 256; Strobel, Die Liquidität, a. a. O., S. 207; Lohmann, Der Wirtschaftsplan, a. a. O., S. 117 und S. 120.Google Scholar
  31. 248.
    Schmalenbach hat die im Wege isolierter Schätzung aufgestellten “Finanzpläne” als “selbständig” bezeichnet und sie den „unselbständigen“ Plänen, die sich an andere Vorschaurechnungen anschließen, gegenübergestellt. Schmalenbach, Die Aufstellung von Finanzplänen, a. a.O., S. 12 und S. 20.Google Scholar
  32. 249.
    Die Schätzung der Umsatzeinnahmen wurde hier nur in sehr groben Zügen dargestellt; eingehendere Erörterungen zu den dabei auftretenden Problemen finden sich u. a. bei folgenden Autoren: Schmalenbach, Die Aufstellung von Finanzplänen, a. a. O., S. 14 ff.; Siebert, Probleme der laufenden Finanzplanung im Großbetrieb, a. a. O., S. 281 f.; Ludwig, Heinz, Die Einnahmeseite des Finanzplans. In: BW 25. Jg. (1932), S. 33–36; Gubitz, Finanzpläne als Kontrollmittel für Bankkredite, a. a. O., S. 512 f.; Schmid, Karl, Zur Aufstellung von Finanzplänen. In: NB 2. Jg. (1949), S. 13–15, bes. S. 13 f.; Strobel, Die Liquidität, a. a. O., S. 215–222;Google Scholar
  33. 249a.
    Loeb, Paul, Le Budget de l’Entreprise. 2. Bd., Paris 1956, S. 521–526; Dauten, Business Finance, a. a. O., S. 261 f.; Welsch, Budgeting, a. a. O., S. 205 f.; Bartizal, Budget Principles and Procedure, a. a. O., S. 106 bis 110;Google Scholar
  34. 249b.
    Balders, Bernd, Die Probleme der laufenden Finanzplanung, dargestellt an einem praktischen Beispiel aus einem Industriebetrieb. In BFuP 11. Jg. (1959), S. 199–214, besonders S. 202 f.Google Scholar
  35. 250.
    Gedanklich ist die Finanzprognose also stets eine sekundäre Vorschau, und die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Finanzplänen (s. o. Fußnote 247) scheint deshalb nur so lange sinnvoll, als man lediglich die zeitliche Folge der papiermäßigen Aufstellung von Prognosen im Auge hat.Google Scholar
  36. 251.
    Die dezentrale Aufstellung der Finanzprognose kommt naturgemäß vor allem für Großunternehmungen und Konzerne in Frage. Vgl. Schmalenbach, Die Aufstellung von Finanzplänen, a. a. O., S. 21 f.; Koch, Finanzplanung, a. a. O., Sp. 1920; Scherg, Der Finanzplan, a. a. O., S. 124.Google Scholar
  37. 252.
    Vgl. hierzu auch Bauer, Finanzpläne in der Industrie, a. a. O., S. 84.Google Scholar
  38. 253.
    Vgl. hierzu das Prognoseschema (Abb. 1) auf S. 72. Zum Aufbau der kurzfristigen Finanzprognose sei im übrigen auf die Literatur verwiesen, wo bei den Erörterungen über die verfahrenstechnischen Möglichkeiten der Aufstellung von finanzwirtschaftlichen Vorschaurechnungen regelmäßig Prognoseschemata wiedergegeben werden. Siehe u. a. Schmalenbach, Die Aufstellung von Finanzplänen, a. a. O., S. 14 if.; Koch, Finanzplanung, a. a. O., Sp. 1921 f.; Scherg, Der Finanzplan, a. a. O., S. 121–123 und S. 131; Bauer, Finanzpläne in der Industrie, a. a. O., S. 109, 111, 113 f., 118 und 121; Hendrikson, Stehlik, Link, Finanzplanung im Betrieb, a. a. O., S. 222; Strobel, Die Liquidität, a. a. O., S. 239; Balders, Probleme der laufenden Finanzplanung, a. a. O., S. 210; Greif, Liquiditätsüberwachung durch Finanzpläne, a. a. O., S. 400; Lohmann, Der Wirtschaftsplan, a. a. O., S. 124 f.; Neumann, Der kurzfristige Finanzplan, a. a. O., S. 331; Dateten, Business Finance, a. a. O., S. 264; Wrelsch, Budgeting, a. a. O., S. 206–213; Bartizal, Budget Principles and Procedure, a. a. O., S. 123; McFadyen, Budgetary Control, a. a. O., S. 76; Bonneville and Dewey, Organizing and Financing Business, a. a. O., S. 265.Google Scholar
  39. 254.
    Siehe hierzu die Ausführungen auf S. 76 f. und 88.Google Scholar
  40. 255.
    Vgl. v. Kortzfleisch, Die Grundlagen der Finanzplanung, a. a. O., S. 88. Mellerowicz- Jonas haben sogar in der Methode der Umsatzrichtzahlen ein Verfahren entwickelt, wonach man die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben allein aus dem geplanten Umsatz ableitet. Dabei werden die Einnahmen und Ausgaben als Prozentwerte des geplanten Umsatzes errechnet. Zu den Einzelheiten dieses allerdings nur zu sehr groben Ergebnissen führenden Verfahrens vgl. Mellerowicz-Jonas, Bestimmungsfaktoren der Kreditwürdigkeit, a. a. O., S. 237–241.Google Scholar
  41. 256.
    Vgl. hierzu das Schema der unternehmerischen Gesamtplanung bei Hax, Planung und Organisation als Instrumente der Unternehmungsführung, a. a. O., S. 606. Siehe ferner Lohmann, Martin, Budget und Betriebsvergleich als Mittel zur Bekämpfung der Elastizitätskrisen. In: ZfB 8. Jg. (1931), S. 720–728, bes. S. 723; Strobel, Die Liquidität, a. a. O., S. 210.Google Scholar
  42. 257.
    Vgl. dazu das Prognoseschema auf S. 72 sowie die Literaturhinweise in Fußnote 253 auf S. 70.Google Scholar
  43. 258.
    Ergänzend sei bemerkt, daß üblicherweise die Finanzvorschau in eine ordentliche und eine außerordentliche Rechnung aufgeteilt wird. Erstere bezieht sich auf „die im laufenden Rhythmus des Umsatzprozesses wiederkehrenden Zahlungsbewegungen“. Dagegen nimmt die außerordentliche Finanzprognose die „irregulären und stoßweise auftretenden Geldbewegungen“ auf. Kosiol, Finanzplanung und Liquidität, a. a. O., S. 257 f. Siehe ferner Siebert, Probleme der laufenden Finanzplanung im Großbetrieb, a. a. O., S. 281; Dürrhammer, Finanzplan und Liquiditätsgestaltung, a. a. O., S. 107; Leitze, Liquiditätskontrolle als Mittel der Betriebsüberwachung, a. a. O., S. 25; Strobel, Die Liquidität, a. a. O., S. 261.Google Scholar
  44. 259.
    Vgl. z. B. Dauten, Business Finance, a. a. O., S. 261; Heckert and Wilson, Business Budgeting and Control, a. a. O., S. 340; Matz, Adolph, Plankostenrechnung. Deutsche Übersetzung und Bearbeitung von Franz J. Bohr, Wiesbaden 1954, S. 55–58.Google Scholar
  45. 260.
    Schmalenbach, Die Aufstellung von Finanzplänen, a. a. O., S. 20 f. Vgl. auch Bauer, Finanzpläne in der Industrie, a. a. O., S. 88–90.Google Scholar
  46. 261.
    Vgl. Dauten, Business Finance, a. a. O., S. 264–266; Heckert and Wilson, Business Budgeting and Control, a. a. O., S. 335 f. Zur Technik des Verfahrens (Prognoseschema usw.) vgl. ferner Matz, Plankostenrechnung, a. a. O., S. 59; McFadyen, Budgetary Control, a. a. O., S. 77; Balzer, Das industrielle Budget, a. a. O., S. 41–45; Hendrikson, Steblik, Link, Finanzplanung im Betrieb, a. a. O., S. 224.Google Scholar
  47. 262.
    Auf S. 72 dieser Arbeit ist ein mögliches Prognoseschema wiedergegeben. Im Hinblick auf andere mehr oder weniger abweichende Vorschläge sei nochmals auf die Literaturstellen hingewiesen, die in den Fußnoten 253 und 261 angegeben wurden.Google Scholar
  48. 263.
    Zur graphischen Darstellung der Finanzprognose vgl. Leitze, Die dynamische Liquiditätskontrolle, a. a. O., S. 569; Pesch, Finanzplanung in Saisonindustrien, a. a. O., S. 120–131; Bauer, Finanzpläne in der Industrie, a. a. O., S. 183–185; Krähe, Waher, Finanzierungsaufgaben industrieller Verkaufsorganisationen. In: ZfhF I. Jg. N. F. (1949), S. 317–327, bes. S. 325.Google Scholar
  49. 266.
    Zu den Problemen der Risikozu- bzw. -abschläge s. unten S. 90–94.Google Scholar
  50. 267.
    Unter der Bezeichnung “liquide Mittel” werden hier Bargeld, täglich fällige Bankguthaben und Postscheckguthaben zusammengefaßt. In einem entsprechend erweiterten Sinn wird auch der Begriff der Kassenhaltung verwendet.Google Scholar
  51. 268.
    Im folgenden interessiert also nur die geplante Kassenhaltung; die effektiven Bestände an liquiden Mitteln, die sich u. a. auch aus Abweichungen von der geplanten Entwicklung ergeben, werden nicht erörtert. Zur Unterscheidung der ex-ante- und ex-post-Betrachtung bei den Fragen der Kassenhaltung vgl. Lutz, The Theory of Investment of the Firm, a. a. O., S. 206.Google Scholar
  52. 269.
    Rosenstein-Rodan, P. N., The Coordination of the General Theories of Money and Price. In: Economica N. S., Vol. 3 (1936), S. 257–280, bes. S. 270–272.Google Scholar
  53. 270.
    Rosenstein-Rodan, The Coordination of the General Theories of Money an d Price, a.a.O., S. 272. Auch Hicks und Patinkin nennen neben den Investitionskosten die Unsicherheit des zukünftigen Geschehens als alleinigen Grund der Kassenhaltung bzw. der Nachfrage nach Geld. Siehe Hicks, J. R., A Suggestion for Simplifying the Theory of Money. In: Economica N. S., Vol. 2 (1935), S. 1–19, bes. S. 7,Google Scholar
  54. 270a.
    und Patinkin, Don, Relative Prices, Say’s Law, and the Demand for Money. In: Econometrica, Vol. 16 (1948), S. 135–154, bes. S. 136.Google Scholar
  55. 271.
    Vgl. z. B. Hart, Albert G[ailord], Assets, Liquidity, and Investment. In: AER, Vol. 39 (1949), Papers and Proceedings, S. 171–181, bes. S. 180;Google Scholar
  56. 271a.
    Goodwin, Richard M., Liquidity and Uncertainty. In: AER, Vol. 39 (1949), Papers and Proceedings, S. 199–201, bes. S. 200.Google Scholar
  57. 272.
    Vgl. Lachmann, L. M., Uncertainty and Liquidity-Preference. In: Economica N. S., Vol. 4 (1937), S. 295–308, bes. S. 298.Google Scholar
  58. 273.
    Keynes, John Maynard, The General Theory of Employment Interest and Money. London 1936 (Wiederabdruck 1956), S. 168–170 und 195–197;Google Scholar
  59. 273a.
    Keynes, John Maynard, Allgemeine Theorie der Beselhätigung, des Zinses und des Geldes. In Deutsche übersetzt von Fritz Waeger, Berlin 1952, S. 142 f. und 164 f.Google Scholar
  60. 274.
    Vgl. hierzu Keynes, The General Theory of Employment Interest and Money, a. a. O., S. 195 f. (Keynes bezeichnet das Transaktionsmotiv, soweit es sich auf die Unternehmungen bezieht, auch als “business-motive” und unterscheidet davon das „income-motive“, welches die privaten Haushalte zur Kassenhaltung veranlaßt). Zum Transaktionsmotiv siehe ferner Schneider, Erich, Einführung in die Wirtschaftstheorie. 3. Teil: Geld, Kredit, Volkseinkommen und Beschäftigung. 5. Aufl., Tübingen 1959, S. 78 f.; Lutz, The Theory of Investment of the Firm, a. a. O., S. 207 f.;Google Scholar
  61. 274a.
    Lutz, Friedrich A., Corporate Cash Balances 1914–43. New York 1945, S. 37 f.; Gilbert, The Demand for Money, a. a. O., S. 147; Joseph, Das Liquiditätsproblem des Produktionsbetriebes, a. a. O., S. 92.Google Scholar
  62. 275.
    Zum Vorsichtsmotiv vgl. Keynes, The General Theory of Employment Interest and Money, a. a. O., S. 196; Schneider, Einführung in die Wirtschaftstheorie, 3. Teil, a. a. O., S. 79 f.; Lutz, The Theory of Investment of the Firm, a. a. O., S. 209; Hart, Anticipations, Uncertainty, and Dynamic Planning, a. a. O., S. 69; Niehans, Jüßrg, Zur Preisbildung bei ungewissen Erwartungen. In: Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik, 84. Jg. (1948), S. 433–456, bes. S. 439; Strecker, Das Liquiditätsproblem, a. a. O., S. 9; Langen, Bemerkungen zum Liquiditätsbegriff, a. a. O., S. 93.Google Scholar
  63. 276.
    Zum Spekulationsmotiv vgl. Keynes, The General Theory of Employment Interest and Money, a. a.O., S.196 f.; Schneider, Einführung in die Wirtschaftstheorie, 3. Teil, a. a. O., S.207 f.; Lutz, Corporate Cash Balances, a. a. O., S. 39; Gilbert, The Demand for Money, a. a. O., S. 147; Joseph, Das Liquiditätsproblem des Produktionsbetriebes, a. a. O., S. 92.Google Scholar
  64. 277.
    Lutz, The Theory of Investment of the Firm, a. a. O., S. 208. Die Autoren erläutern ihre Auffassung am Beispiel einer Unternehmung mit saisonalen Absatzschwankungen. Hierbei sei man durchaus nicht gezwungen, einen Produktionsverlauf zu wählen, der eine gleichmäßige Verteilung der Ausgaben zur Folge habe. Die Tatsache, daß man die Produktion trotzdem nicht dem Absatz anpasse, zeige lediglich, daß der mit einem gleichmäßigen Ausgabenanfall verbundene Produktionsplan gewinngünstiger sei als die Synchronisation von Absatz und Produktion bzw. von Einnahmen und Ausgaben. In einem derartigen Fall beruhe also die Ansammlung liquider Mittel auf dem gleichen Grund wie eine Kassenhaltung aus Spekulationszwecken. Abgesehen davon, daß selbstverständlich jede geplante Kassenhaltung letztlich aus der Gewinnerzielungsabsicht zu verstehen ist, vernachlässigen die Autoren bei ihrer Argumentation, daß zumindest kurzfristig der Ausgabenverlauf nicht beliebig gestaltet werden kann, sondern sich im wesentlichen aus den Verhältnissen des Produktionssektors ergibt. Vor allem aber verliert der vorgebrachte Einwand dann an Bedeutung, wenn man, wie wir es getan haben (vgl. oben S. 30), Absatz- und Produktionsplanung als Daten der finanzwirtschaftlichen Planung ansieht.Google Scholar
  65. 278.
    Abweichungen sind zum Teil nur terminologischer Art. So unterscheiden MakowerMarschak neben der spekulativen Kassenhaltung „lucrative stocks“, die den Transaktionsmitteln bei Keynes entsprechen, und Bestände, die aus Gründen der “safety and saleability”, m. a. W. auf Grund des Vorsichtsmotivs, gehalten werden. Makowver, H[elen], and Marschak, J[acob], Assets, Prices and Monetary Theory. In: Economica N. S., Vol. 5 (1938), S.261–288, bes. S. 282 f. Teilweise faßt man in der Literatur auch Vorsichts- und Spekulationskassen zusammen. Danach werden liquide Mittel entweder als Zahlungsmittel, d. h. zu Transaktionszwecken, angesammelt, oder sie stellen “a form of holding assets” dar.Google Scholar
  66. 278a.
    Modigliani, Franco, Liquidity Preference and the Theory of Interest and Money. In: Econometrica, Vol. 12 (1944), S. 45–88, bes. S. 48.Google Scholar
  67. 278b.
    Vgl. ferner Hansen, Alvin H., Monetary Theory and Fiscal Policy. New York-Toronto-London 1949, S. 67;Google Scholar
  68. 278c.
    Brechling, Frank P. R., A Note on Bond-Holding and the Liquidity Preference Theory of Interest. In: The Review of Economic Studies, Vol. 24 (1956/57), S. 190–197, bes. S. 195;Google Scholar
  69. 278b.
    Tobin, J[ames], Liquidity Preference as Behavior towards Risk. In: The Review of Economic Studies, Vol. 25 (1957/58), S. 65–86, bes. S. 65.Google Scholar
  70. 279.
    Schneider, Einführung in die Wirtschaftstheorie, 3.Teil, a. a. O., S. 78 f.Google Scholar
  71. 280.
    Vgl. z. B. Sagan, John, Toward a Theory of Working Capital Management. In: The Journal of Finance, Vol. 10 (1955), S. 121–129, bes. S. 125; Lutz, Corporate Cash Balances, a. a. O., S. 37;CrossRefGoogle Scholar
  72. 280a.
    Dauten, Carl A., The Necessary Ingredients of a Theory of Business Finance. In: The Journal of Finance, Vol. 10 (1955), S. 107–120, bes. S. 119,Google Scholar
  73. 280b.
    Husband, William H., and Dockeray, James C., Modern Corporation Finance. 4. Aufl., Homewood 1957, S. 512.Google Scholar
  74. 281.
    Vgl. z. B. Modigliani, Liquidity Preference and the Theory of Interest and Money, a. a. O., S. 54; Schneider, Einführung in die Wirtschaftstheorie, 3. Teil, a. a. O., S. 79; Kisselgoff, Avram, Liquidity Preference of Large Manufacturing Corporations (1921–39). In: Econometrica, Vol. 13 (1945), S. 334–344, bes. S. 334.Google Scholar
  75. 282.
    So schlägt Goldschmidt zur Überbrückung zeitweiliger Ungleichgewichte zwischen einund ausgehenden Zahlungsströmen vor, eine “regulative cash reserve” zu planen, wobei „a certain proportional relationship between its volume and the firm’s need for capital arising from its current expenses on stocks, labour, and direct and indirect costs“ bestehen soll. Da Goldschmidt diese Reserve auch als Sicherheitsventil („safety-valve“) bezeichnet, ist allerdings nicht genau ersichtlich, ob der Mindestbestand als Transaktions- oder als Vorsichtskasse gedacht ist. Goldschmidt, Financial Planning in Industry, a. a. O., S. 76.Google Scholar
  76. 283.
    Zu diesem Problem vgl. vor allem Baumol, WiIliam J., The Transactions Demand for Cash: An Inventory Theoretic Approach. In: The Quarterly Journal of Economics, Vol. 66 (1952), S. 545–556.Google Scholar
  77. 284.
    Vgl. auch Gutenberg, Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, a. a. O., S. 111.Google Scholar
  78. 285.
    Die Gewichtung kann vorgenommen werden, indem man die Ertragsziffern mit der Wahrscheinlichkeit ihrer Realisation multipliziert. Das Produkt aus einer Zahl und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens wird als mathematische Erwartung bezeichnet. Vgl. Czuber, Emanuel, Wahrscheinlichkeitsrechnung und ihre Anwendung auf Fehlerausgleichung, Statistik und Lebensversicherung. 1. Bd., 4. Aufl., Leipzig-Berlin 1924, S. 226. Sofern eine Ertragsziffer mit ihrer Wahrscheinlichkeit gewichtet wird, kann man also von einer „mathematischen Ertragserwartung“ sprechen. Vgl. hierzu auch Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 49 f.Google Scholar
  79. 286.
    Man könnte gegen die oben angestellte Betrachtung einwenden, daß der Vergleich einer Grenzkostenkurve mit einer Grenzertragserwartungskurve unzulässig sei; man müsse letzterer doch wohl auch eine Grenzkostenerwartungskurve gegenüberstellen. Dieser Einwand ist insofern nicht allzu schwerwiegend, als davon ausgegangen werden kann, daß Grenzkostenkurve und Grenzkostenerwartungskurve im Hinblick auf den Sicherheitsbestand weitgehend übereinstimmen. Während sich nämlich die Wahrscheinlichkeit der Ertragsrealisation mit zunehmender Höhe des Sicherheitsbestandes vermindert, steht die Eintrittswahrscheinlichkeit der Kosten in keinem erkennbaren Zusammenhang mit der Größe des Sicherheitsbestandes. Damit scheint die Annahme gerechtfertigt, daß die Realisation der Kosten verschieden großer Vorsichtskassen für gleich wahrscheinlich erachtet werden kann. Hieraus folgt dann, daß die Kostenerwartungskurve, d. h. die durch eine Gewichtung mit der Eintrittswahrscheinlichkeit entwickelte Kostenkurve, gegenüber dem ursprünglichen Kostenverlauf nur eine parallele Verschiebung aufweist. Das Steigungsmaß ändert sich jedoch durch die Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten nicht, so daß Grenzkostenkurve und Grenzkostenerwartungskurve zusammenfallen.Google Scholar
  80. 288.
    Marschak, J[acob], Money and the Theory of Assets. In: Econometrica, Vol. 6 (1938), S. 311–325, bes. S. 313.Google Scholar
  81. 289.
    Da es sich bei der Kassenhaltung um Fragen der Bestandsbildung und der Beschaffung (von liquiden Mitteln) handelt, liegt es nahe, zwischen Beschaffungs- und Lagerhaltungstheorie einerseits und einer Theorie der Kassenhaltung andererseits Verbindungen herzustellen. Hierauf hat, unseres Wissens als erster, Baumol hingewiesen, als er den Versuch unternahm, die Nachfrage nach Transaktionsmitteln mit Hilfe der Formel für die optimale Bestellmenge zu lösen. Vgl. Baumol, The Transactions Demand for Cash: An Inventory Theoretic Approach, a. a. O., S. 545. Auch speziell im Hinblick auf die Bestimmung der Vorsichtskasse ergeben sich Analogien zur Festlegung des “eisernen Bestandes” in der Lagerhaltungstheorie. Vgl. hierzu Whithin, T[honson] M., Inventory Control in Theory and Practice. In: The Quarterly Journal of Economics, Vol. 66 (1952), S. 502–521, bes. S. 505–508; derselbe, The Theory of Inventory Management. Princeton 1953, S. 42–56; Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 194–197. Allerdings wird von beiden Autoren kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme des Sicherheitsbestandes und der Ertragsbewertung hergestellt.Google Scholar
  82. 290.
    Vgl. hierzu Husband and Dockery, Modern Corporation Finance, a. a. O., S. 512; Sagan, Toward a Theory of Working Capital Management, a. a. O., S. 125; Valther, Einführung in die Wirtschaftslehre der Unternehmung, 2. Bd., a. a. O., S. 189.Google Scholar
  83. 291.
    Zur Frage der Liquiditätsreserven vgl. Gutenberg, Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, a. a. O., S. 111; Walther, Einführung in die Wirtschaftslehre der Unternehmung, 2. Bd., a. a. O., S. 189–191; Hagenmüller, Gedanken zur finanziellen Führung der Betriebe, a. a. O., S. 182; Joseph, Das Liquiditätsproblem des Produktionsbetriebes, a. a. O., S. 56 f. und 80.Google Scholar
  84. 292.
    Inn ähnlichem Sinne schlägt Leitze vor, die Ausgaben- und Einnahmenlinien um Sicherheitszu- bzw. -abschläge zu korrigieren. Allerdings stehen diese Sicherheitsmargen in keiner erkennbaren Verbindung zu der Frage der Mindest- bzw. Sicherheitsbestände an liquiden Mitteln. Vgl. Leitze, Die dynamische Liquiditätskontrolle, a. a. O., S. 569.Google Scholar
  85. 293.
    Vgl. hierzu im einzelnen Krelle, Wilhelm, Unsicherheit und Risiko in der Preisbildung. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, 113. Bd. (1957), S. 632–677;Google Scholar
  86. 293a.
    Shackle, G. L. S., Uncertainty in Economics and other Reflections. Cambridge 1955, S. 17 f. Siehe auch S. 24 dieser Arbeit.Google Scholar
  87. 294.
    Eucken bezeichnet die „Distanz von Plandaten und faktischen Daten“ als Risiko. Eucken, Falter, Die Grundlagen der Nationalökonomie. 4. Aufl., Godesberg 1947, S. 170. Vgl. auch Lehmann, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, a. a. O., S. 152.Google Scholar
  88. 295.
    Vgl. Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 28. Niehans, Zur Preisbildung bei ungewissen Erwartungen, a. a. O., S. 433.Google Scholar
  89. 296.
    Neben der bereits erwähnten Definition von Eucken (s. Fußnote 294) wird in der Literatur das Risiko vor allem als die Gefahr des Mißlingens einer Leistung oder — sinnverwandt — als Verlustgefahr interpretiert. Vgl. Oberparleiter, Karl, Funktionen und Risiken des Warenhandels. 2. Aufl., Wien 1955, S. 99; Hax, Die Betriebsunterbrechungsversicherung, a. a. O., S. 15;CrossRefGoogle Scholar
  90. 296a.
    Stadler, Max, Studien aus der Theorie des Risikos. Wien 1932, S. 24;Google Scholar
  91. 296b.
    Sandig, Curt, Risiko. In: HdB., hrsg. von H[einrich] Nicklisch, 2. Aufl., 2. Bd. Stuttgart 1939, Sp. 1464–1471, bes. Sp. 1465;Google Scholar
  92. 296c.
    Jenni, Oskar, Die Frage des Risikos in der Betriebswirtschaftslehre. Dissertation, Bern 1952, S.19;Google Scholar
  93. 296d.
    Leitner, Friedrich, Die Unternehmungsrisiken. Berlin 1915, S. 7;Google Scholar
  94. 296e.
    Bussmann, Karl F., Das betriebswirtschaftliche Risiko. Meisenheim 1955, S. 19. Davon abweichend spricht Knight, dessen Begriffsbildung hauptsächlich in der angelsächsischen Literatur Anklang gefunden hat, von Risiken nur, sofern „meßbare“ Unsicherheiten vorliegen. Im Gegensatz zu den meßbaren oder konsolidierbaren Unsicherheiten entzieht sich die “true uncertainty” jeder rechnerischen Erfassung. Knight, Risk, Uncertainty, and Profit, a. a. O., S. 19 f. und S. 232 f.Google Scholar
  95. 296f.
    Ferner Boulding, Kenneth E., A Reconstruction of Economics. New York und London 1950, S. 133;Google Scholar
  96. 296h.
    Arrow, Kenneth J., Alternative Approaches to the Theory of Choice in Risk-Taking Situations. In: Econometrica,Vol.19 (1951), S. 404–437, bes. S. 416 f.;Google Scholar
  97. 296g.
    Baumol, William J., Economic Dynamics. New York 1951, S. 86;Google Scholar
  98. 296i.
    Hart, Albert, Gailord, Risk, Uncertainty and the Unprofitability of Compounding Probabilities. In: Studies in Mathematical Economics and Econometrics. Gedächtnisband für Henry Schultz, hrsg. von Oscar Lange, Francis McIntyre, Theodore O. Yntema, Chicago 1942, S. 110 bis 118, bes. S. 110. Vgl. auch die Diskussion zum Risikobegriff bei Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 35 f. und S. 51 f.Google Scholar
  99. 297.
    Schmalenbach, Die Aufstellung von Finanzplänen, a. a. O., Vorwort. Vgl. auch v.Kortzfleisch, Die Grundlagen der Finanzplanung, a. a. O., S. 78 f.Google Scholar
  100. 298.
    Vgl. hierzu Bauer, Finanzpläne in der Industrie, a. a. O., S. 25.Google Scholar
  101. 299.
    Eine entsprechende Anwendung von Risikozu- oder -abschlägen ist vor allem aus der Investitionsrechnung bekannt, wo man die Ungenauigkeit der Schätzungen bei der Bestimmung des Kalkulationszinsfußes oder beim Ansatz der Nutzungsdauer oder auch bei der Aufstellung der Einnahmen- und Ausgabenreihen durch die Einrechnung von Sicherheitsspannen berücksichtigt. Vgl. z. B. Schneider, Erich, Wirtschaftlichkeitsrechnung. Theorie der Investition. 2. Aufl., Tübingen 1957, S. 128, Fußnote 2; Schmalenbach, Kapital, Kredit und Zins, a. a. O., S. 100;Google Scholar
  102. 300a.
    300a Gutenberg, Erich, Zur neueren Entwicklung der Wirtschaftlichkeitsrechnung. In: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, 108. Bd. (1952), S. 630–645, bes. S. 637.Google Scholar
  103. 300.
    Vgl. z. B. Koch, Zur Diskussion in der Ungewißheitstheorie, a. a. O., S. 57.Google Scholar
  104. 301.
    Die ersten Ansätze zur Entwicklung von Gewißheitsäquivalenten gehen auf Böhm-Bawerk und Keynes zurück: Böhm-Bamerk, Capital and Capitalzins. II. Abtlg., Positive Theorie des Capitales, a. a. O., S. 260; Keynes, The General Theory of Employment Interest and Money, a. a. O., S. 24, Fußnote 3. Zur eingehenden Darstellung vgl. vor allem Lange, Oscar, Price Flexibility and Employment. Bloomington 1944 (Wiederabdruck 1952), S. 29–32; Boulding, A Reconstruction of Economics, a. a. O., S. 118; Reder, Studies in the Theory of Welfare Economics, a. a. O., S. 77–79; Jöhr, Walter Adolf, Die Konjunkturschwankungen. Tübingen-Zürich 1952, S. 394–396; Baumol, Economic Dynamics, a. a. O., S. 87–89; Hicks, Value and Capital, a. a. O., S. 125 f.; Lutz, The Theory of Investment of the Firm, a. a. O., S. 189 f, und insbesondere Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 56–62.Google Scholar
  105. 302.
    Lange, Price Flexibility and Employment, a. a. O., S. 31; Baumol, Economic Dynamics, a. a. O., S. 87.Google Scholar
  106. 303.
    Hicks, Value and Capital, a. a. O., S. 126.Google Scholar
  107. 304.
    Es muß vor allem eingewendet werden, daß die Verwendung von Gewißheitsäquivalenten zu Ergebnissen führt, die mit den Verhältnissen der Wirklichkeit nicht mehr vereinbar sind. Durch einen rechnerischen Vorgang läßt sich eine bestehende ungewisse Situation nicht in eine gleichwertige gewisse Lage verwandeln. Wäre dies möglich, so ergäben sich aus der Ungewißheit weder für das wirtschaftliche Geschehen noch für das menschliche Leben überhaupt schwerwiegende Probleme. Da jedoch die Erfahrung lehrt, daß mit zukünftigen Ereignissen das Moment der Ungewißheit unlösbar verbunden ist, bleibt die Gewißheitsäquivalente eine in höchstem Maße wirklichkeitsfremde, gedankliche Konstruktion. Im übrigen weist Niehans darauf hin, daß die Argumentation mit Gewißheitsäquivalenten auch logisch nicht einwandfrei sei, da den Überlegungen ein Zirkelschluß zugrunde liege: man wolle eine Entscheidung unter Ungewißheit erklären und arbeite dabei mit einer eindeutigen Erwartung, die als jene definiert werde, „die zu den gleichen Entschlüssen führt, wie die Vielzahl der tatsächlich empfundenen Erwartungen“. Niehans, Zur Preisbildung bei ungewissen Erwartungen, a. a. O., S. 434. Zur Kritik an der Konstruktion von Gewißheitsäquivalenten vgl. ferner Friedman, Milton, Lange on Price Flexibility and Employment: A Methodological Criticism. In: AER, Vol. 36 (1946), S. 613–631;Google Scholar
  108. 304a.
    Friedman, Milton, Liquidity and Uncertainty. In: AER, Vol. 39 (1949), Papers and Proceedings, S. 196–199, bes. S. 196; Hart, Assets, Liquidity, and Investment, a. a. O., S. 180; Albach, Wirtschaftlichkeitsrechnung bei unsicheren Erwartungen, a. a. O., S. 92.Google Scholar
  109. 305.
    Vgl. hierzu die Ausführungen auf S. 94 if.Google Scholar
  110. 306.
    Vgl. z. B. Koch, Finanzplanung, a. a. O., Sp. 1920 und in dem Prognoseschema in Sp. 1921 f.Google Scholar
  111. 307.
    Vgl. hierzu auch Hicks, Value and Capital, a. a. O., S. 126, und Lutz, The Theory of Investment of the Firm, a. a. O., S. 181.Google Scholar
  112. 308.
    Im Gegensatz dazu empfehlen Mellerowicz- Jonas bei der Festlegung der Einnahmen und Ausgaben nach dem „Prinzip der Vorsicht“ zu verfahren und außßerdem eine Sicherheitsmarge einzukalkulieren. Mellerowicz-Jonas, Bestimmungsfaktoren der Kreditwürdigkeit, a. a. O., S. 224. Ähnlich äußert sich Pesch, Finanzplanung in Saisonindustrien, a. a. O., S. 89 f.Google Scholar
  113. 309.
    In ähnlichem Sinne spricht Wittmann von einer „flexiblen Gestaltung der Planstruktur“. Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 188.Google Scholar
  114. 310.
    Vgl. dazu auch Hart, Anticipations, Uncertainty, and Dynamic Planning, a. a. O., S. 52 f.Google Scholar
  115. 311.
    Da die vorteilhaften Auswirkungen gerade auf der Mehrwertigkeit des Ergebnisses beruhen, braucht hier nicht betrachtet zu werden, wie man aus der flexiblen Finanzprognose (z. B. über den Mittelwert oder die mathematische Erwartung) ein eindeutiges Bild vom zukünftigen Finanzbedarf bzw. -überschuß erhalten kann.Google Scholar
  116. 312.
    Hart, Anticipations, Uncertainty, and Dynamic Planning, a. a. O., S. 82. Vgl. auch Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 176.Google Scholar
  117. 313.
    Da nach unserer Begriffsbestimmung (vgl. oben S. 22) die Vorgabe von Einnahmen und Ausgaben sowie die sich anschließende Finanzkontrolle nicht in den engeren Problemkreis dieser Arbeit gehören, sollen die Einzelfragen der Vorgabe und Kontrolle nicht behandelt werden. Hierzu sei vor allem auf die eingehende Darstellung bei v. Kortzfleisch (Grundlagen der Finanzplanung, a. a. O., S. 49–64) sowie auf die dort angegebene Literatur verwiesen.Google Scholar
  118. 314.
    Vgl. hierzu im einzelnen Newman and Logan, Business Policies and Management, a. a. O., S. 766.Google Scholar
  119. 315.
    Vgl. z. B. Kosiol, Finanzplanung und Liquidität, a. a. O., S. 260, und Walther, Finanzielle Planung, a. a. O., S. 105.Google Scholar
  120. 316.
    In diesem Sinne äußert sich auch Koch, Finanzplanung, a. a. O., Sp. 1920.Google Scholar
  121. 317.
    Siehe oben S. 59 f.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1961

Authors and Affiliations

  • Ludwig Orth

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