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Einleitung

  • Ludwig Orth
Chapter
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Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBF, volume 13)

Zusammenfassung

Gesamtwirtschaftlich gesehen besteht die Aufgabe der industriellen Unternehmungen darin, die Versorgung mit knappen Gütern oder Diensten zu verbessern und hierdurch zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse beizutragen. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben sind güter- oder leistungswirtschaftliche Tätigkeiten zu vollziehen: Werkstoffe, Betriebsmittel und Arbeitskräfte müssen beschafft werden, die beschafften Faktoren sind zur Erstellung von Leistungen im Produktionsprozeß zu kombinieren, und schließlich gilt es, die durch die Produktion gewonnenen Leistungen abzusetzen. Damit lassen sich im güterwirtschaftlichen Bereich Beschaffung, Produktion und Absatz als Grundfunktionen unterscheiden.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Hax, Karl, Finanzwirtschaft. Die langfristigen Finanzdispositionen. In: Handbuch der Wirtschaftswissenschaften, hrsg. von Karl Hax und Theodor Wessels, Bd. 1, Köln und Opladen 1958, S. 453–542, bes. S. 455,Google Scholar
  2. 1a.
    und Gutenberg Erich, Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. In: Die Wirtschaftswissenschaften, hrsg. von Erich Gutenberg, Wiesbaden 1958. S. 93.Google Scholar
  3. 2.
    Vgl. Kosiol, Erich, Finanzplanung und Liquidität. In: ZfhF 7. Jg. N. F. (1955), S. 251–272, bes. S. 265.Google Scholar
  4. 3.
    Der Unterscheidung von strukturellem und dispositivem Gleichgewicht im finanzwirtschaftlichen Sektor entsprechen etwa die in der Literatur gebrauchten Begriffe strukturelle und dispositive Liquidität. Während sich die strukturelle Liquidität auf die Finanzierungsvorgänge bei der Gründung bezieht, ergibt sich die dispositive Liquidität aus der laufenden Unternehmungstätigkeit und den damit verbundenen Zahlungsvorgängen. Vgl. hierzu: Schafer, Erich, Die Unternehmung. Einführung in die Betriebswirtschaftslehre. Bd. 1, 2. Aufl., Köln und Opladen 1954, S. 150;Google Scholar
  5. 3a.
    Mellerowicz, Konrad, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 3. Bd., 10. Aufl., Berlin 1959, S. 25;Google Scholar
  6. 3b.
    Strobel, Arno, Die Liquidität. Methoden ihrer Berechnung. 2. Aufl., Stuttgart 1953, S. 48 f. M. R. Lehmann verwendet im gleichen Sinne das Begriffspaar konstitutive und dispositive Liquidität. Vgl. Lehmann, M[ax] R[udolf], Liquidität und Liquiditätsbilanz. In: Annalen der Betriebswirtschaft, 1. Bd. (1927), S. 329–347 und 480–504, bes. S. 345;Google Scholar
  7. 3c.
    siehe auch Schweitzer, Robert, Liquidität. In: Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, hrsg. von H[einrich] Nicklisch, 2. Aufl., 2. Bd., Stuttgart 1939, Sp. 891–901, bes. Sp. 893.Google Scholar
  8. 4.
    Vgl. Hax, Karl, Planung und Organisation als Instrumente der Unternehmungsführung. In: ZfhF 11. Jg. N. F. (1959), S. 605–615, bes. S. 612. Die drei Phasen der Vorbereitung, Ausführung und Kontrolle sind nicht nur bei der Erfüllung finanzwirtschaftlicher Aufgaben zu erkennen. Sie gelten für alle unternehmerischen Tätigkeiten bzw. für das sinnvolle Handeln des Menschen überhaupt.Google Scholar
  9. 4a.
    Vgl. u. a. Kosiol, Erich, Grundlagen und Methoden der Organisationsforschung. Berlin 1959, S. 41;Google Scholar
  10. 4b.
    Virkkunen, Henrik, Das Rechnungswesen im Dienste der Leitung. Helsinki 1956, S. 50;Google Scholar
  11. 4c.
    Ulrich, Hans, Betriebswirtschaftliche Organisationslehre. Bern 1949, S. 111.Google Scholar
  12. 4d.
    Nordsieck, Fritz, Rationalisierung der Betriebsorganisation. 2. Aufl. (1. Auflage: Grundlagen der Organisationslehre), Stuttgart 1955, S. 37. Abweichend von Hax, der die Phase der Vorbereitung in Planung und Organisation unterteilt, umschreiben die letztgenannten Autoren die erste Stufe der Unternehmungstätigkeit vereinfachend mit den Termini Planung (Kosiol, Virkkunen) oder Leitung (Ulrich, Nordsieck). Albert Meier unterscheidet zwei „Urfunktionen“ jedes menschlichen Handelns: das Planen und das Ausführen.Google Scholar
  13. 4e.
    Meier, Albert, Rationelle Führung und Leitung in der Unternehmung. Stuttgart 1957, S. 16.Google Scholar
  14. 5.
    Es muß betont werden, daß keinesfalls eine notwendige Verbindung zwischen der finanzwirtschaftlichen Aufgabe und der Länge des Planungszeitraums besteht, daß vielmehr ein solcher Zusammenhang nur tendenziell festzustellen ist. So kann mitunter die finanzielle Planung einer Erweiterung kurzfristig erfolgen, während man sich zur Erhaltung des dispositiven Gleichgewichts ergänzend auch einer langfristigen Finanzplanung bedienen mag. Wesentlich ist, daß die Wahrung der Zahlungsbereitschaft eine laufend zu erfüllende Aufgabe darstellt. Damit erfordert diese zweite Aufgabe der unternehmerischen Finanzwirtschaft auch eine laufende Finanzplanung, wobei sowohl die Zahlungen aus dem laufenden Umsatzprozeß als auch aus den laufenden Investitionen und aus deren Finanzierung zu berücksichtigen sind. Im Gegensatz dazu genügt es für diejenige Finanzplanung, die sich auf die Kapitalbereitstellung bzw. auf das strukturelle Gleichgewicht des finanziellen Sektors bezieht, die mit den Vorgängen der Gründung, Erweiterung usw. zusammenhängenden Zahlungsvorgänge einzubeziehen. Vgl. hierzu Siebert, Kurt, Probleme der laufenden Finanzplanung im Großbetrieb. In ZfhF 7. Jg. N. F. (1955), S. 278–289, bes. S. 278.Google Scholar
  15. 6.
    Die Unterscheidung von zwei Arten der Finanzplanung, die aus den beiden Grundaufgaben der unternehmerischen Finanzwirtschaft abgeleitet wurde, findet in etwa ihren Ausdruck durch die Trennung der Finanzpläne in allgemeine und besondere. Während der allgemeine Finanzplan das gesamte Unternehmungsgeschehen in seiner Finanzwirksamkeit erfassen soll, berücksichtigt der besondere Finanzplan nur die Auswirkungen einzelner Maßnahmen. Vgl. hierzu vor allem Schmalenbach, E[ugen], Die Veranschlagung des Kapitalbedarfs und die Finanzpläne. In: ZfhF 25. Jg. (1931), S. 169–198, bes. S. 177; Kosiol, Erich, Finanzplanung im Betrieb. In: NB 2. Jg. (1949), S. 11–13, bes. S. 12;Google Scholar
  16. 6a.
    Düürrhammer, W., Finanzplan und Liquiditätsgestaltung. In: Wpg 2. Jg. (1949), S. 105–108, bes. S. 107; Strobel, Die Liquidität, a. a. O., S. 207 f.Google Scholar
  17. 7.
    Aus der Fülle der erschienenen Werke seien nur die wichtigsten deutschsprachigen Monographien erwähnt: Schmalenbach, E[ugen], Finanzierungen. 3. Aufl., Leipzig 1922; derselbe, Kapital, Kredit und Zins. 3. Aufl., Köln und Opladen 1951; aus den „Finanzierungen“ hervorgegangen: Die Aktiengesellschaft. 7. Aufl., Köln und Opladen 1950, und: Die Beteiligungsfinanzierung. 8. Aufl., bearbeitet von Richard Bauer, Köln und Opladen 1954; Polak, N.J., Grundzüge der Finanzierung mit Rücksicht auf die Kreditdauer. Berlin-Wien 1926;Google Scholar
  18. 7a.
    Leitner, Friedrich, Finanzierung der Unternehmung. Berlin 1927; Kalveram, [ilhelm], Finanzierung. In: Die Handelshochschule, hrsg. von F[ritz] Schmidt, Bd. 1, Berlin-Wien, o. J., S. 1257–1375; Sandig, Curt, Finanzierung mit Fremdkapital. Stuttgart 1930; Töndury, H[ans], und Gsell, E[mil], Finanzierungen. Das Kapital in der Betriebswirtschaft. Zürich 1948;Google Scholar
  19. 7b.
    Beckmann, Liesel, Die betriebswirtschaftliche Finanzierung. 2. Aufl., Stuttgart 1956.Google Scholar
  20. 8.
    So erörtert z. B. Schmalenbach in seinen „Finanzierungen“ neben der Gesamtbewertung der Unternehmung hauptsächlich die Fragen der Gründung, Erweiterung, Fusion, Kapitalrückzahlung, Sanierung, Liquidation und Emission.Google Scholar
  21. 9.
    Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Probleme der betriebswirtschaftlichen Planung in Deutschland und hauptsächlich in den Vereinigten Staaten von Amerika sehr rege diskutiert. Dies gilt in erster Linie für einige Teilbereiche, z. B. für die Planungsrechnung (Operations Research), zu der Aufsätze in fast unübersehbarer Fülle und eine Vielzahl von Büchern veröffentlicht wurden. Dagegen gibt es nur relativ wenig Monographien zum Gesamtgebiet der betriebswirtschaftlichen Planung. Für den deutschen Sprachbereich sind hierzu — wie vor 20 Jahren — vor allem zu nennen: Lohmann, Martin, Der Wirtschaftsplan der Unternehmung. Die kaufmännische Budgetrechnung. 2. Aufl., Berlin-Leipzig-Wien 1930;Google Scholar
  22. 9a.
    Ludwig, Heinz, Budgetkontrolle in industriellen Unternehmungen. Berlin-Leipzig-Wien 1930;Google Scholar
  23. 9b.
    Henzel, Fritz, Marktanalyse und Budgetierung. Berlin-Wien 1933. Henzel hat seine in „Marktanalyse und Budgetierung“ geäußerte Auffassung in einer späteren Publikation vertieft.Google Scholar
  24. 9c.
    Vgl. Henzel, Fritz, Betriebsplanung. Wiesbaden o. J. [1950].Google Scholar
  25. 10.
    Da die zur Finanzplanung erschienenen Artikel an den entsprechenden Stellen unserer Arbeit zitiert werden sollen, mag hier auf eine Angabe der recht zahlreichen Titel verzichtet bzw. auf das Literaturverzeichnis verwiesen werden. Es sei jedoch erwähnt, daß man selbst aus der Gesamtheit der Aufsätze kaum ein abgerundetes Bild vom Ablauf der Finanzplanung zu gewinnen vermag. Während nämlich einzelne Probleme, wie etwa die Methoden der Aufstellung des Finanzplans vielfach erörtert wurden, findet man zu anderen Fragen, z. B. hinsichtlich der finanzwirtschaftlichen Alternativplanung, allenfalls gelegentliche Andeutungen.Google Scholar
  26. 11.
    Schmalenbach, E[ugen], Die Aufstellung von Finanzplänen. Leipzig 1931 (3. Aufl., Leipzig 1939).Google Scholar
  27. 12.
    Vorgreifend auf spätere Ausführungen sei bemerkt, daß sich nach der hier vertretenen Auffassung das Wesen der Finanzplanung nicht in der Aufstellung einer Vorschaurechnung, d. h. des Finanzplans erschöpft. Vielmehr stellt die Finanzplanung, wie jede Planung, einen Prozeß dar, den man global in Prognose, Alternativplanung und Entscheidung gliedern kann. Vgl. auch Hax, Karl, Planung und Organisation als Instrumente der Unternehmungsführung, a. a. O., S. 607 f.; ferner S. 21 f. dieser Arbeit.Google Scholar
  28. 13.
    Sellien, Helmut, Finanzplanung. Wiesbaden o. J. [1953]. Zwar könnte man auf Grund des Titels vermuten, daß die Ausführungen über eine Darstellung der Finanzpläne und deren Aufstellung hinausgehe. Das trifft aber nicht zu.Google Scholar
  29. 14.
    Kortzfleisch, Gert v., Die Grundlagen der Finanzplanung. Berlin 1957.Google Scholar
  30. 15.
    Goldschmidt, H. O. , Financial Planning in Industry. Leiden 1956. Goldschmidt hat außerdem seine Gedanken in einem deutschsprachigen Aufsatz in komprimierter Form dargestellt.Google Scholar
  31. 15a.
    Vgl. Goldschmidt, H. O., Dynamische Finanzplanung mit Hilfe der mathematischen Programmplanung. In: Dynamische Betriebsführung, hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Betriebswirtschaft. Berlin 1959, S. 68–89.Google Scholar
  32. 16.
    Dies trifft auch zu für die Dissertation von Jüürgen Anderegg, Das Problem der optimalen Kapitalausstattung. Frankfurt a. M. 1956.Google Scholar
  33. 17.
    Für die laufende Finanzplanung haben auch heute noch Schmalenbachs Worte aus dem Jahre 1947 Gültigkeit, als er zur betrieblichen Finanzwirtschaft sagte: „Unter dem Gesichtspunkt von Forschung und Lehre darf man wohl sagen, daß dieser Gegenstand im allgemeinen weit genug vorangetrieben wurde, um den Bedürfnissen zu genügen. Das bedeutet aber nicht, daßß nicht noch Wünsche übrigbleiben.“ Schmalenbach, Eugen, Neue Aufgaben der Betriebswirtschaftslehre. In: Betriebswirtschaftliche Beiträge, hrsg. von Eugen Schmalenbach, [Heft 1,1947] S. 3–9, bes. 8.Google Scholar
  34. 18.
    Vgl. hierzu S. 3 (bes. Fußnote 5,) dieser Arbeit.Google Scholar
  35. 19.
    Zum Begriff der industriellen Unternehmung vgl. Hax, Karl, Industriebetrieb. In: Handwörterbuch der Sozialwissenschaften, 7. Lieferung, Stuttgart-Tübingen-Göttingen 1954, S. 243 bis 257, bes. S. 243.Google Scholar
  36. 20.
    Was die Bedeutung der Unternehmungsgröße betrifft, so scheint uns die Meinung von Weston zutreffend: „If principles and theories of business finance are stressed, they will in most respects be as applicable to the small firm as to the large firm. The basic ideas are fundamentally the same even though there will be different emphases on the principles and different factual environments in their application to large firms compared with small firms.“ Weston, J. Fred, The Finance Function. In: The Journal of Finance, Vol. 9 (1954), S. 265–282, bes. S. 279.CrossRefGoogle Scholar
  37. 21.
    Die einer Berücksichtigung der Unsicherheit vorangehende Frage, ob die Unvollkommenheit des Wissens um das zukünftige Geschehen überhaupt ein wesentliches Moment betrieblicher Planung sei, wird in der modernen Literatur durchweg bejaht bzw. sogar besonders hervorgehoben. Vgl. u. a. Hart, Albert Gailord, Anticipation, Uncertainty, and Dynamic Planning. New York 1951 [Neue Ausgabe], S. 51;Google Scholar
  38. 21a.
    Hicks, J. R., Value and Capital. Second Edition, Oxford 1946, S. 124–126;Google Scholar
  39. 21b.
    Lutz, Friedrich and Vera, The Theory of Investment of the Firm; Princeton 1951, S.179. Im deutschen Schrifttum hat sich W. Wittmann besonders intensiv mit der Bedeutung der Ungewißheit für die unternehmerische Planung auseinandergesetzt. Vgl. Wittmann, W[aldemar], Ungewißheit und Planung. In: ZfhF 10. Jg. N. F. (1958), S. 499–510; derselbe, Unternehmung und unvollkommene Information. Köln und Opladen 1959, S. 148–213. Vgl. ferner Gutenberg, Erich, Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre. 2. Bd. Der Absatz, 2. Aufl., BerlinGöttingen-Heidelberg 1956, S. 59–64.Google Scholar
  40. 22.
    Nach Seidenfus handelt es sich bei der Erwartungsbildung „um die geistige Vorwegnahme eines zukünftigen Ereignisses.“ Seidenfus, H. St., Zur Theorie der Erwartungen. In: John Maynard Keynes als „Psychologe“. Von Schmölders, G., Schröder, R., und Seidenfus, H. St., Berlin 1956, S. 97–158, bes. S. 126 und S. 131. Zum Begriff der Erwartung vgl. ferner: Shackle, G. L. S., Expectation in Economics. 2. Aufl., Cambridge 1952, S. 1; Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 31–34;Google Scholar
  41. 22a.
    Albach, Horst, Wirtschaftlichkeitsrechnung bei unsicheren Erwartungen. Köln und Opladen 1959, S. 1–3;Google Scholar
  42. 22b.
    Fürst, Hildegard, Zur Problematik von Erwartungsbefragungen. In: IFO-Studien, 2. Jg. (1956), S. 239–258, bes. S. 242. Einwertige (eindeutige) Erwartungen werden auch als sichere, mehrwertige (mehrdeutige) als unsichere Erwartungen bezeichnet. Vgl. Albach, Wirtschaftlichkeitsrechnung bei unsicheren Erwartungen, a. a. O., S. 3 f. Mitunter wird darauf hingewiesen, daß der Begriff der mehrwertigen oder unsicheren Erwartung insofern problematisch sei, als sich mit dem Wort „Erwartung“ im allgemeinen Sprachgebrauch eine zwar ungewisse, aber doch eindeutige Vorstellung verbinde. Vgl. Wittmann, Unternehmung und unvollkommene Information, a. a. O., S. 33 f. und Koch, Helmut, Zur Diskussion in der Ungewißheitstheorie. In: ZfhF 12. Jg. N. F. (1960), S. 49–75, bes. Fußnote 6, S. 53 f. Im Gegensatz zu Koch sind wir der Auffassung, daß dieser Einwand nicht ausreicht, eine weitere Verwendung dieser für die ökonomische Theorie sehr zweckmäßigen Bezeichnung abzulehnen.Google Scholar
  43. 23.
    In ähnlichem Sinne sagt Gutenberg: „Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen ist es dabei unmaßgeblich, ob es sich bei der Analyse um ein betrieblich bedeutsames oder wenig bedeutsames Problem handelt.“ Gutenberg, Erich, Zum „Methodenstreit“. In: ZfhF 5. Jg. N. F. (1953), S.327–355, bes. S. 340.Google Scholar
  44. 24.
    Gutenberg, Zum „Methodenstreit“, a. a. O., S. 340. Vgl. auch: Seyffert, Rudolf, Übber Begriff, Aufgaben und Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre. 4. Aufl., Stuttgart 1957, S. 13.Google Scholar
  45. 25.
    Zwar zwingt die mangelnde Uberschaubarkeit der Realität häufig zur Abstraktion, jedoch darf ein hoher Abstraktionsgrad nicht mit einer geringen Praxisnähe der wissenschaftlichen Untersuchung gleichgesetzt werden. Vgl. Gutenberg, Zum „Methodenstreit“, a. a. O., S. 339.Google Scholar
  46. 26.
    Die Konzeption von der Betriebswirtschaftslehre als einer angewandten Wissenschaft hat mit besonderer Deutlichkeit Schmalenbach in seinem Aufsatz “Die Privatwirtschaftslehre als Kunstlehre” entwickelt und vertreten. Nach seiner Ansicht hat die Privatwirtschaftslehre (Betriebswirtschaftslehre) die Aufgabe, Rezepte für die Unternehmungsführung im Wege einer eingehenden Analyse des betrieblichen Geschehens zu erarbeiten. Aus diesem Grunde ist sie eine „Kunstlehre“ oder, wie man dem Sinn der Schmalenbachschen Ausführungen entsprechend heute sagen würde, eine angewandte Wissenschaft. Im Gegensatz dazu steht die ‚reine Wissenschaft’, die eben keine Verfahrensregeln entwickelt, sondern „philosophisch“ ausgerichtet ist. Schmalenbach, Efugen], Privatwirtschaftslehre als Kunstlehre. In: ZfhF 6. Jg. (1911/12), S. 304–316, bes. S. 306. Zur eingehenden Kennzeichnung der Betriebswirtschaftslehre als angewandter Wissenschaft siehe: Moxter, Adolf, Methodologische Grundfragen der Betriebswirtschaftslehre. Köln und Opladen 1957, insbesondere S. 35–54,Google Scholar
  47. 26a.
    und Wröhe, Güünter, Methodologische Grundprobleme der Betriebswirtschaftslehre. Meisenheim am Glan 1959, insbesondere S. 185–221.Google Scholar
  48. Wie Moxter nachweist (Methodologische Grundfragen der Betriebswirtschaftslehre, a. a. O., S. 42 f. und Fußnote 186), stellt Schmalenbachs Auffassung von der Betriebswirtschaftslehre als einer angewandten Wissenschaft heute die herrschende Anschauung unter den betriebswirtschaftlichen Hochschullehrern des deutschen Sprachraums dar. Da aber einerseits auch andere Meinungen vertreten werden, andererseits die grundsätzliche Einstellung zur Aufgabe der Betriebswirtschaftslehre das entscheidende Kriterium für die Beurteilung der Arbeitsergebnisse ist, scheint eine diesbezügliche Stellungnahme auch für Spezialuntersuchungen wünschenswert. Als vorbildliche Beispiele sind in dieser Hinsicht zu nennen: Virkkunen, Das Rechnungswesen im Dienste der Leitung, a. a. O., S. 30–34, und Lafßmann, Gert, Die Produktionsfunktion und ihre Bedeutung für die betriebswirtschaftliche Kostentheorie. Köln und Opladen 1958, S. 5–8.CrossRefGoogle Scholar

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  • Ludwig Orth

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