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Gewinnbegriff und Vermögenserhaltung

  • Ekkehard Wenger
Chapter
Part of the Die Betriebswirtschaft in Forschung und Praxis book series (BFP)

Zusammenfassung

Im bisherigen Verlauf der Untersuchung wurde dargelegt, welche Interessen die einzelnen Koalitionsteilnehmer mit der Existenz des Unternehmens verbinden. Hieraus wurde abgeleitet, welche grundsätzliche Gestalt ein Erhaltungsmaßstab haben muß und welchen Zwecken er zu dienen vermag.

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Referenzen

  1. 1).
    Vgl. Schmalenbach (1925), S. 68 ff.Google Scholar
  2. 2).
    Der Kapitalgewinn schließt Fremdkapitalzinsen ein; bei der Ermittlung des pagatorischen Gewinns werden die Fremdkapitalzinsen abgesetzt; der kalkulatorische Gewinn umfaßt nur noch den Überschuß, der über eine angemessene Eigenkapitalverzinsung hinausgeht; vgl. hierzu Kirsch (1964), S. 52 ff.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. v. Schanz (1896), S. 1 ff.Google Scholar
  4. 2).
    Vgl. Fuisting (1902), S. 110.Google Scholar
  5. 3).
    Vgl. Schneider (1976), S. 731 ff.Google Scholar
  6. 4).
    Schmalenbach (1925), S. 149.Google Scholar
  7. 5).
    Schmidt (1929), S. 242 ff.Google Scholar
  8. 6).
    Osbahr (1923), S. 142.Google Scholar
  9. 7).
    Dasselbe gilt für den nicht unmittelbar mit dem Problem der Erfolgsspaltung zusammenhängenden “vergleichbaren” Gewinn; vgl. Schmalenbach (1925), S. 68 ff.; Hax (1926), S. 118.Google Scholar
  10. 1).
    Schneider (1973a), S. 761.Google Scholar
  11. 2).
    Vgl. Schneider (1973a), S. 761.Google Scholar
  12. 3).
    Schneider (1968), S. 6.Google Scholar
  13. 1).
    Vgl. Schneider (1968), S. 1 ff.Google Scholar
  14. 1).
    Vgl. z.B. die Literaturzusammenstellung bei Seicht (1970), S. 283 ff.Google Scholar
  15. 2).
    Vgl.S. 75 dieser Arbeit.Google Scholar
  16. 3).
    Vgl. S. 93 f. dieser Arbeit.Google Scholar
  17. 1).
    In dieselbe Richtung gehen die Überlegungen von Seicht (1970), S. 303 u. 305: “Bei Ermittlung des ‘ausschüttbaren’ Gewinnes liegt überhaupt keine Gewinnermittlung vor. ... Die Ermittlung jenes Teils des finanziellen Überschusses, der ... ausschüttbar ist, hat mit der bilanzmäßigen Ermittlung des Periodenerfolgs logisch nicht das geringste zu tun! Die Ermittlung des ‘ausschüttbaren Gewinnes’ setzt logisch voraus, daß man den bilanzmäßigen Periodenerfolg bereits ermittelt hat.”Google Scholar
  18. 2).
    Allenfalls in diesem eingeschränkten Sinne könnte man die weit verbreitete Auffassung billigen, der Hauptzweck der geltenden Rechnungslegungsvorschriften bestehe in der Ermittlung eines ausschüttungsfähigen Betrags. Zur Verbreitung dieser Ansicht vgl. die Literaturzusammenstellung bei Seicht (1970), S. 283 ff.Google Scholar
  19. 3).
    Genau diese Rolle wird ihr aber teilweise sogar explizit zugeschrieben. Dies gilt insbesondere für Schmidt (1929), S. 141: “ Die Ausschüttbarkeit des Gewinnes gehört zu den wichtigsten Merkmalen des echten Gewinnes.” Gleichartige Auffassungen finden sich u.a. bei Scheffler (1879), S.4; Rehm (1914), S. 1; Hax (1964), S.650; Schneider (1968),S.6.Google Scholar
  20. 4).
    Vgl. Heinen (1978), S.49 ff.Google Scholar
  21. 5).
    Ebenso Seicht (1970), S. 272 ff.Google Scholar
  22. 1).
    Vgl. Heinen (1978), S. 40 ff.Google Scholar
  23. 2).
    Vgl. S. 196 ff. dieser Arbeit. 3) Dies zeigt sich beispielsweise in der Auseinandersetzung zwischen Schweitzer und Schneider um den tautologischen Charakter dynamischer Bilanzauffassungen. Vgl. Schweitzer (1972), S. 69 ff.; Schneider (1973), S. 48; Schweitzer (1973), S. 689; Schneider (1973a), S. 768.Google Scholar
  24. 1).
    Zur statischen Bilanztheorie vgl. Heinen (1976), S. 40 ff.Google Scholar
  25. 2).
    Der Zweck dieser Formalisierung ist zunächst nicht sofort erkennbar (!), sie erlaubt jedoch eine scharfe Trennung zwischen den beiden Strukturmerkmalen des Gewinnbegriffs. Die Artverschiedenheit dieser Merkmale muß deshalb nachdrücklich klargestellt werden, weil sie in der Literatur regelmäßig in unzulässiger Weise vermischt werden. Hierauf geht eine Reihe von Systematisierungsfehlern zurück, die ihrerseits zu grundlegenden Mißverständnissen in der Unternehmenserhaltungsdiskussion geführt haben. Auf diese Problematik wird noch zurückzukommen sein; vgl. insbesondere S.183 ff. und S. 215 ff. dieser ArbeitGoogle Scholar
  26. 1).
    Vgl. S. 35 f. dieser Arbeit.Google Scholar
  27. 2).
    Schulden werden als “negative Vermögensgegenstände” aufgefaßt und bedürfen daher grundsätzlich keiner gesonderten Erfassung. Die mit ihnen verbundenen Zahlungsströme tragen lediglich umgekehrte Vorzeichen.Google Scholar
  28. 3).
    Im Rahmen dieses Abschnitts können die Begriffe Vermögensgegenstand und Wirtschaftsgut synonym verwendet werden. Zur Unterscheidung zwischen (handelsrechtlichem) Vermögensgegenstand und (steuerlichem) Wirtschaftsgut vgl. etwa May (1970).Google Scholar
  29. 4).
    Auf die Frage der Abschreibungsbemessung wird im folgenden nicht eingegangen, vgl. hierzu Dietz (1971) sowie S. 70 dieser Arbeit.Google Scholar
  30. 1).
    Auf die Verwendung der in diesem Zusammenhang üblichen Begriffe “Herstellungs”-bzw.”Wiederherstellungskosten” wird im Interesse der Sprachvereinfachung im folgenden verzichtet.Google Scholar
  31. 2).
    Bei bestimmten Schulden dient der (negative) “Veräußerungspreis” (= zur Beseitigung der Schuld erforderlicher Zahlungsmittelbetrag) gleichzeitig als Ersatzgröße für die (negativen) Anschaffungs- bzw. Wiederbeschaffungswerte. Dies gilt immer dann, wenn Schulden nicht durch den Empfang (=“negative Hingabe”) von Zahlungsmitteln begründet werden. Beispiele hierfür sind Warenverbindlichkeiten oder Schadensersatzpflichten; in diesen Fällen existieren keine “Anschaffungs-” bzw. “Wiederbeschaffungswerte”, die sich von den “Veräußerungspreisen” unterscheiden lassen.Google Scholar
  32. 1).
    Gegebenenfalls sind Einzahlungen der Eigentümer in das betreffende Unternehmen in Abzug zubringen. Zu den damit verbundenen Problemen vgl. S. 59 dieser Arbeit.Google Scholar
  33. 1).
    Bezugszeitpunkt aller Periodenangaben ist grundsätzlich das Periodenende. Bei Berücksichtigung des Geldwertes müssen Anschaffungswerte daher auf das Periodenende hochindiziert werden, wenn die Anschaffung schon früher erfolgt. Auf das Periodenende hochindizierte Anschaffungswerte werden mit einem Strich versehen.Google Scholar
  34. 2).
    Bei Kreditbeziehungen ist dktt+ als Rückzahlungsquote zu interpretieren; gegebenenfalis sind dabei Agiobeträge zu berücksichtigen, die auf die Kreditlaufzeit verteilt werden. Unter diesen Umständen kann dkzt negativ werden; ansonsten gilt 0 = ≦dkztGoogle Scholar
  35. 1).
    Das im folgenden verwendete Zeichen “+” steht symbolisch für einen nicht spezifizierbaren Index. Vgl. hierzu S.168.Google Scholar
  36. 2).
    Zugrunde gelegt wird hierbei eine Wiederbeschaffung im gegebenen Abnutzungszustand. Beschränkt sich die Wiederbeschaffungsmöglichkeit auf nicht abgenutzte Wirtschaftsgüter, sind wie beim anschaffungswertorientierten Vermögensbegriff Abschreibungsfaktoren einzuführen.Google Scholar
  37. 3).
    Die angegebene Formel beruht auf der Annahme, daß vorhandene Zahlungsmittel für Reinvestitionszwecke verwendet werden.Google Scholar
  38. 1).
    Summiert wird zunächst über diejenigen Vermögensgegenstände, deren Index zur Indexmenge J zt gehört, die also in z erworben wurden und in t noch vorhanden sind; anschließend wird über alle Anschaffungsperioden z summiert, die vor dem Vermögenserfassungsstichtag liegen.Google Scholar
  39. 1).
    Vgl. Schweitzer (1972), S. 131 ff. Abweichungen ergeben sich allerdings insoweit, als die von Schweitzer vertretene Fassung des Realisationsprinzips dazu führt, daß Kundenforderungen nicht zu Anschaffungswerten, sondern zum — gegebenenfalls diskontierten — Nominalbetrag, d.h. zum “Veräußerungspreis” bewertet werden.Google Scholar
  40. 2).
    Für die Diskussion der Vermögensbegriffe genügt es vorläufig, p=d=t zu setzen; der differenzierte Zeitbezug der Indexgrößen ist erst für die Gewinndefinition von Bedeutung.Google Scholar
  41. 3).
    Allerdings vertritt auch Schmidt eine Fassung des Realisationsprinzips,nach der Kundenforderungen zu Veräußerungspreisen bewertet werden. Vgl. Schmidt (1929), S. 93.Google Scholar
  42. 4).
    Vgl. u.a. Reichsoberhandelsgericht vom 3.12.1873, Entscheidungssammlung Band XII, S. 18.Google Scholar
  43. 5).
    Die Formel beziffert den Ertragswert auch dann, wenn die Unternehmung zu einem bestimmten Zeitpunkt 1 liquidiert wird; in diesem Fall gilt ü zp = 0 für z> 1.Google Scholar
  44. 1).
    Vgl. z.B. §§ 154 AktG.Google Scholar
  45. 2).
    Vgl. Leffson (1976), S. 247 ff.Google Scholar
  46. 1).
    Der Einfachheit halber sei angenommen, daß sämtliche denkbaren Abschreibungsursachen über den Faktor dkzt erfaßt werden.Google Scholar
  47. 1).
    Schmalenbach (1925) , S. 232 ff .Google Scholar
  48. 1).
    Formelmäßig drückt sich dies dadurch aus, daß die Anschaffungswerte zunächst auf das jeweilige Ende der Anschaffungsperiode umgerechnet werden (gestrichene Größen); anschließend werden sie mit gGoogle Scholar
  49. 2).
    Schmalenbach (1925), S. 232 ff.; zur Größe Gtt+ führt auch die Vorgehensweise von Schildbach(1974S. 138 ff.Google Scholar
  50. 1).
    Beim Ansatz von Wiederbeschaffungswerten, Veräußerungspreisen und Ertragswerten stimmen Vermögenserfassungsstichtag und Wertbezugsstichtag überein; beim Ansatz von Anschaffungswerten gehen die Anschaffungswerte der am Vermögenserfassungsstich- tag vorhandenen Wirtschaftsgüter in die Gewinnberechnung ein.Google Scholar
  51. 1).
    Eine Umrechnung der Differenzgröße selbst ist allerdings dann erforderlich, wenn Gewinne verschiedener Rechnungsperioden miteinander verglichen werden sollen.Google Scholar
  52. 2).
    Heigl bezeichnet die Unternehmenserhaltung als “Nullpunkt” der Gewinnmessung; vgl. Heigl (1973), S. 389.Google Scholar
  53. 1).
    Vgl. z.B. Busse von Colbe (1960), Sp. 5311 ff.Google Scholar
  54. 2).
    Gemeinhin wird das hierdurch bestimmte Substanzerhaltungskonzept als “reproduktive Substanzerhaltung” bezeichnet. Auf andere Formen der Substanzerhaltung wird hier nicht eingegangen, da es sich bei diesen um “Erhaltungskonzeptionen ohne Gewinnbezug” handelt. Im Zusammenhang mit der Definition des Gewinnbegriffes sind sie deshalb ohne Bedeutung, weil sie Ausbauprinzipien einschließen,denen zufolge die relative Stellung der Unternehmung in der Branche oder der Gesamtwirtschaft “erhalten” bleiben soll. Hierher gehören u.a. die von Hasenack und seien Schülern Schieb, Liebl und Eckardt vertretenen Formen der leistungsäquivalenten bzw. entwicklungsadäquaten Substanzerhaltung, die qualifizierte Substanzerhaltung nach Sommerfeld sowie die relative Substanzerhaltung von Schmidt. Vgl. Schieb (1949), S. 18; Liebl (1954), S. 37; Eckardt(1963), S. 28; Sommerfeld (1934), S. 13; Schmidt (1929), S. 139. Daß sich Ausbaupostulate mit dem Gewinnbegriff nicht vereinbaren lassen, haben Hasenack und sein Schülerkreis klar erkannt; die Substanzerhaltung wird von ihnen als Problem der Betriebspolitik gesehen, nicht als Problem der Gewinnermittlung. Sommerfeld will sein Ausbaupostulat zwar durch entsprechende Aufwandsverrechnung in die Gewinnermittlung einbeziehen; diese Vorgehensweise ist jedoch entschieden abzulehnen. Sommerfelds Forderungen lösen den Gewinnbegriff vollständig auf; Seischab spricht von “Demontage des Gewinnbegriffs”; Seischab (1952), S. 19 ff. Die relative Substanzerhaltung von Schmidt schließlich steht — entgegen seiner eigenen Ansicht — in keinem Zusammenhang mit dem von ihm vertretenen Gewinnermittlungsverfahren (vgl. S.180 dieser Arbeit); dieses ist ausschließlich reproduktiver Natur. Hierauf hat bereits Walb und in jüngerer Zeit Seicht in aller Schärfe hingewiesen: “Wie ... bei (Schmidts) Verrechnung eine andere als absolute (= reproduktive, A.d.V.) Substanzerhaltunq möglich sein soll, geht mir nicht ein.” Walb (1926), S. 338; noch schärfer formuliert Seicht (1970), S. 446ff. Seicht spricht von einem “logischen Widerspruch”. Unverständlich ist daher, daß selbst in jüngster Zeit noch ein Zusammenhang zwischen Schmidts Gewinnermittlungsverfahren und dem betriebspolitischen Ziel der relativen Substanzerhaltung behauptet wird; vgl. Mertens et al. (1977), S. 15 und 18. Busse von Colbe will “die Kontrolle der relativen Substanzerhaltung” sogar an einem Zahlenbeispiel erläutern, in dem nichts anders als die reproduktive Substanzerhaltung “kontrolliert” wird; vgl. Busse v. Colbe (1960), Sp. 5317.Google Scholar
  55. 1).
    Vgl. Schweitzer (1972), S. 69.Google Scholar
  56. 2).
    Allenfalls sind unsystematische Sonderformen denkbar; hierher gehört beispielsweise die Bewertung von Wirtschaftsgütern zu den Anschaffungswerten einer artgleichen Erstausrüstung, wie sie etwa beim LIFO-Verfahren oder der Eisernen-Bestands-Methode durchgeführt wird. Auch hier läßt sich jedoch der Wertbezugsstichtag grundsätzlich nicht vereinheitlichen; überdies verwandeln sich diese “Substanzgewinnermittlungsverfahren” rückwirkend in nominale Rechenmethoden, wenn die betreffende Güterart nicht mehr wiederbeschafft wird.Google Scholar
  57. 3).
    Vgl. Schmidt (1929), S. 244 ff.; Schmidt bezieht seine Gewinndefinition zwar auf den einzelnen Umsatzakt (Gewinn = Veräußerungspreis — Wiederbeschaffungspreis am Verkaufstag). Diese stromgrößenbezogene Definition stimmt jedoch mit der Definition der Größe G überein, solange Veräußerung und Wiederbeschaffung synchronisiert sind; andernfalls wird Schmidts Gewinndefinition logisch widersprüchlich; vgl. hierzu S. 198 sowie Abschnitt 5.4.2 dieser Arbeit.Google Scholar
  58. 1).
    Vgl. z.B. Bierich (1973), S. 521 ff.; Forster (1970), S. 203 ff.; Niehus (1974), S. 649 ff.; Lauffer (1975), S. 723 ff.; Sieben (1971), S. 61 ff., sowie Art. 30 der ersten Entwürfe einer 4. EG-Richtlinie zur Vereinheitlichung der Rechnungslegungsbestimmungen in der EG (Bundestags-Drucksache VI/2875); in jüngster Zeit schwenkt auch der angelsächsische Sprachraum in diese Richtung ein; in Großbritannien wird in diesem Zusammenhang die Bezeichnung “Current Cost Accounting”, in den USA die Bezeichnung “Replacement Cost Accounting” verwendet; vgl. hierzu den Bericht des “Sandilands-Committee” (1975), die Accounting Series Release 190 (1976) und den ausführlichen Überblick bei Niehus (1977), S. 257 ff., sowie Gadomski (1977), S. 266 ff.Google Scholar
  59. 2).
    Edwards/Bell (1961), S. 130; ebenso Sprouse/Moonitz (1962).Google Scholar
  60. 3).
    Nach Edwards/Bell besteht der (Real) Business Profit aus dem “operating profit” und “realizable cost savings” bzw. “holding gains”. Die beiden letztgenannten Begriffe entsprechen der Wiederbeschaffungswertänderung, die bei Schmidt erfolgsrechnerisch neutralisiert wird. Für Edwards/Bell besteht dagegen kein Zweifel an ihrem Erfolgscharakter. Ähnliches gilt für Kovero, der ebenfalls eine Bewertung zu Wiederbeschaffungswerten vertritt; allerdings will Kovero den unrealisierten Teil der Wiederbeschaffungswertänderung gesondert erfassen; nach der Realisation besteht auch für ihn kein Zweifel am Erfolgscharakter von Wiederbeschaffungswertänderungen; vgl. Kovero (1912), S. 162 ff.Google Scholar
  61. 1).
    Tendenzen in diese Richtung sind festzustellen bei Ciompa (1910), S. 140 ff. Ciompa formuliert im Grundsatz eine Gewinndefinition des Typs GVN. Er läßt jedoch erkennen, daß er im Bedarfsfall einer Geldwertkorrektur nicht ablehnend gegenübersteht.Google Scholar
  62. 2).
    Vgl. Schneider (1976), S. 734 ff.Google Scholar
  63. 3).
    Vgl. Fisher (1906), S. 227 ff.; Hansen (1962), S. 13 ff.; Schneider (1963), S. 437 ff.Google Scholar
  64. 4).
    vgl. u.a. Heigl (1973), S. 389; Wagner (1976a), S. 236.Google Scholar
  65. 1).
    Vgl. Havermann (1974), S. 429.Google Scholar
  66. 2).
    Einen ähnlichen Standpunkt wie hier vertreten derzeit lediglich Gynther (1970), S. 720 f., sowie Wagner (1978), S. 124.Google Scholar
  67. 1).
    Vgl. z.B. Coenenberg (1975), S. 115.Google Scholar
  68. 2).
    Vgl. auch Froese (1977), S. 103; Eisenführ (1966), S. 77.Google Scholar
  69. 3).
    Wohlgemuth (1975), S. 298. Ebenso werden Anschaffungsund Nominalwertprinzip verwechselt bei Schneider (1971), S. 571 und Mitschke (1976), S. 112.Google Scholar
  70. 4).
    Kosiol (1976), S. 586 (im Original zum Teil hervorgehoben).Google Scholar
  71. 5).
    An anderer Stelle spricht Kosiol von “nominaler Erfolgsrechnung in Indexwährung”; Kosiol (1976), S. 577.Google Scholar
  72. 1).
    Kosiol verwendet an dieser Stelle das Wort “Realerfolg”; auchhieraus erwächst die Gefahr einer Fehlinterpretation des BFH-Urteils: der BFH verwendet die Begriffe “nominal” und “real” im üblichen Sinne; Kosiols Nominalismus begriff umfaßt dagegen sowohl das Nominal- als auch das Realwertprinzip im herkömmlichen Sinne, während “real” mit substantiell gleichgesetzt wird.Google Scholar
  73. 2).
    Kosiol (1976), S. 586; Hervorhebungen des Originals hier weggelassen.Google Scholar
  74. 1).
    Vgl. z.B. Busse v. Colbe (1960), Sp. 5314; Coenenberg (1976), S. 500 ff.; Mertens et al. (1977), S. 13.Google Scholar
  75. 2).
    Die nominale und reale Kapitalerhaltung werden dabei meist unter der Bezeichnung Geldkapitalerhaltung zusammengefaßt;vgl. die in Fußnote 1) genannten Autoren.Google Scholar
  76. 3).
    Vgl.Heigl (1973), S. 389.Google Scholar
  77. 1).
    Vgl. S.170 dieser Arbeit.Google Scholar
  78. 2).
    Denkbar ist darüberhinaus eine Verwendung unterschiedlicher Bewertungsverfahren bei der Ermittlung von Anfangs- und Endvermögen; die hierdurch zustandekommenden Vermögensdifferenzen sind jedoch systemwidrig und ohne Aussagewert. Sie bleiben daher aus der weiteren Analyse ausgeschlossen.Google Scholar
  79. 1).
    Vgl. S. 167 ff. dieser Arbeit.Google Scholar
  80. 1).
    Vgl. Schmalenbach (1925), S. 211 ff.Google Scholar
  81. 2).
    Vgl. u.a. Walb (1923), S. 440 f.; Mahlberg (1925), S.14.Google Scholar
  82. 3).
    Vgl. u.a. Littleton (1929), S. 101 ff.; Sweeney(1936), und zuletzt Accounting Principles Board (1969), sowie Institute of Chartered Accountants (1974). Noch 1974 schreibt Kirman: “It was hoped by many accountants, that general price-level accounting would have been introduced in the USA in the 1960s, but this did not be the case, and it now seems possible that the UK may lead the way in worldwide price-level accounting developments in the 1970s.” Kirkman (1974), S. 245. Inzwischen hat sich die Lage grundsätzlich gewandelt; zumindest die offiziellen Verlautbarungen tendieren jetzt eindeutig in Richtung “replacement cost accounting”; vgl. hierzu Fußnote 1 auf S. 181 dieser Arbeit.Google Scholar
  83. 1).
    Vgl. Mertens et al. (1977), S. 16.Google Scholar
  84. 2).
    Vgl. Feuerbaum (1966), S. 104 ff.Google Scholar
  85. 3).
    Vgl. Hax (1957), S. 40.Google Scholar
  86. 1).
    Hax erkennt seinem Minimum-Prinzip jedoch nur vorläufigen Charakter zu; sobald die Unternehmung ihre Kapazität einschränkt oder liquidiert wird, will er (rückwirkend) zur reinen Nominalrechnung übergehen. Im Falle einer Liquidationwären also sämtliche Substanzerhaltungsrücklagen erfolgswirksam aufzulösen; vgl. Hax (1957), S. 224 f.Google Scholar
  87. 2).
    Vgl. Schneider (1974a) S. 256.Google Scholar
  88. 1).
    Differenzmischungsverfahren, die auf die Beschaffenheit der einzelnen Wirtschaftsgüter abstellen, aber mit einer einheitlichen Differenzbildungsmethode verbunden sind, lassen sich in vermögensinduzierte Mischvorschriften mit wirtschaftsgutspezifischer Wahl des Bewertungsverfahrens überführen. Das Problem ist nur von formaler Bedeutung und braucht daher nicht weiter verfolgt zu werden.Google Scholar
  89. 2).
    Die zugehörige Kreditposition ist dabei einzubeziehen.Google Scholar
  90. 1).
    Vgl. Schmidt (1929), S. 242 und 248 ff. Es deutet einiges darauf hin, daß Schmidt die Fremdkapitalfinanzierung von Sachgütern generell als Spekulationsgeschäft betrachtet. Hierfür spricht eine Reihe seiner Äußerungen zur Behandlung von Spekulationsgewinnen; vgl. Schmidt (1929), S. 247 und 319.Google Scholar
  91. 2).
    Schmidt will jedoch Wertsteigerungsgewinne in den Gruppen 1 und 2 bis zur Veräußerung der betreffenden Sachgegenstände auf einem spekulativen Wertänderungskonto verbuchen, um die Ausschüttung unrealisierter Gewinne zu verhindern. (In Gruppe 3 ist dies nicht erforderlich, da die Wertsteigerungen ohnehin erfolgsrechnerisch neutralisiert werden.)Google Scholar
  92. 3).
    Vgl. Sieben/Schildbach (1973),S. 577 ff.; Jacobs (1976), S.235 ff., sowie die Übersicht über das Verhalten von Großunternehmenbei Mertens et al. (1977), S. 117.Google Scholar
  93. 1).
    Der Begriff “Sachgüter” wird hier als Gegensatz zum Begriff “Nominalgüter” aufgefaßt. Zu den letzteren gehören Zahlungsmittel, festverzinsliche Wertpapiere u.ä.Google Scholar
  94. 2).
    Es bleibt offen, ob diese Einteilung nur darauf zurückzuführen ist, daß das Problem der Spekulationsgüter bisher meist vernachlässigt wurde. Soweit es explizit behandelt wird, ist regelmäßig die Absicht erkennbar, Spekulationsgewinne gesondert zu erfassen. Vgl. Schildbach (1974), S. 53 ff.; Feuerbaum (1974), S. 452. — Feuerbaum ist allerdings ein Gegner der Nettosubstanzrechnung. Er befürwortet die Anwendung der Substanzrechnung auch bei fremdkapitalfinanzierten Sachgütern; bei Spekulationsgeschäften will er jedoch — “wenn überhaupt” — nur die Geldwertänderung berücksichtigen.Google Scholar
  95. 3).
    Da das Fremdkapital nicht auf bestimmte Wirtschaftsgüter zugerechnet werden kann, läßt sich im allgemeinen nicht willkürfrei feststellen, welche Wirtschaftsgüter welchen Gruppen zuzuordnen sind. Generell ist jedoch davon auszugehen, daß das Fremdkapital zunächst den Nominalgütern zugeordnet wird. Die weitere Zuordnung wird zum Teil nach der Fristigkeit des Sachvermögens vorgenommen; gelegentlich wird auch jedes einzelne Sachgut entsprechend der Kapitalstruktur, die nach Aufrechnung aktiver Nominalwerte gegen Fremdkapital verbleibt, gedanklich in einen kreditfinanzierten und einen eigenfinanzierten Anteil zerlegt.Google Scholar
  96. 4).
    Ebenso wie bei Schmidt werden unrealisierte Wiederbeschaffungswertsteigerungen der Gruppe 1 bis zur Realisation auf einem gesonderten Konto zurückgehalten.Google Scholar
  97. 5).
    Vgl. Sieben/Schildbach (1973), S. 585.Google Scholar
  98. 1).
    Jacobs (1976), S. 243.Google Scholar
  99. 2).
    In diesem Fall dürfte bei Anwendung der obigen Formel nur derjenige Teil des Fremdkapitals in Gruppe 1 eingeordnet werden, der zur Finanzierung von Sachgütern dient.Google Scholar
  100. 1).
    Der Zeitpunkt des Zuganges bzw. Abganges bestimmt sich nach dem Abfluß bzw. Zufluß von Zahlungsströmen.Google Scholar
  101. 2).
    Bei den drei Einzelbewertungsverfahren sind zwischen Anschaffung und Abgang durchgeführte Transformationsprozesse wie gesonderte Anschaffungsvorgänge zu behandeln; die “Veräußerung” der hierbei “erworbenen Wirtschaftsgüter” (Wertverbesserungen) wird im Rahmen der Veräußerung des transformierten Wirtschaftsgutes erfaßt.Google Scholar
  102. 1).
    Bei durchgängiger Anschaffungspreisbewertung sind solche Wertänderungen definitionsgemäß ausgeschlossen; erfolgswirksam werden hier nur die im Abgangszeitpunkt zu erfassenden Differenzen zwischen Veräußerungspreis und — gegebenenfalls geldwertkorrigierten — Anschaffungspreisen.Google Scholar
  103. 1).
    Vgl. zu diesem fundamentalen Widerspruch von Substanzgewinnrechnungen die ausführliche Diskussion in Abschnitt 5.4.2.Google Scholar
  104. 1).
    Vgl. z.B. Havermann (1974), S. 449, und insbesondere den vom HFA des IdW vorgelegten Entwurf einer Verlautbarung “Zur Berücksichtigung der Substanzerhaltung bei der Rechnungslegung” (1974), S. 666 f.; der HFA-Entwurf stellt seinem Wesen nach eine Nettosubstanzerhaltungskonzeption dar.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1981

Authors and Affiliations

  • Ekkehard Wenger

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