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Parallelen: Entwicklungstendenzen der Raumgestaltung

  • Werner Durth
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Zusammenfassung

Historische Voraussetzung der die kapitalistischen Industriegesellschaften charakterisierenden Produktionsverhältnisse ist das Vorhandensein freier Lohnarbeit einerseits und die Monopolisierung von Produktionsmitteln in den Händen autonomer Privateigentümer andererseits.1 Besteht für die einen der ökonomische Zwang, ihre Arbeitskraft täglich zu verkaufen, so ist den anderen die Möglichkeit gegeben, diese Arbeitskraft auf dem Markt zu kaufen und zur Vermehrung ihres Eigentums nutzbar zu machen. Da sie durch den rechtmäßigen Ankauf der Ware Arbeitskraft berechtigt sind, diese im Prinzip zeitlich unbeschränkt zu ihren Zwecken einzusetzen, liegt der Gebrauchswert dieser besonderen Ware für den Besitzer sachlicher Produktionsmittel darin, daß sie während eines Produktionsprozesses von gegebener zeitlicher Ausdehnung mehr Wert schafft, als ihr Ankauf ebendenselben Produktionsmittelbesitzer gekostet hat — sonst wäre kein Geschäft damit zu machen.2

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. K. Marx, Das Kapital, Bd. 1, a.a.O., bes. S. 741 f.Google Scholar
  2. 2.
    Obgleich dabei gesellschaftlich nützliche Gebrauchsgüter geschaffen werden müssen, da sonst die Waren auf dem Markt nicht absetzbar wären, ist die Verwertung des jeweiligen Einzelkapitals — die Profitmaximierung durch Vergrößerung des Anteils unbezahlter Mehrarbeit — Grundprinzip der Produktion unter kapitalistischen Bedingungen. Der Prozeß der gesellschaftlichen Produktion ist also Arbeits-und Verwertungsprozeß zugleich, doch wird der Arbeitsprozeß zum Vehikel des Verwertungsprozesses, die produzierten Gebrauchswerte sind bloß Träger von Tauschwert. Vgl. dazu auch A. Sohn-Rethel, Geistige und körperliche Arbeit, Frankfurt/Main 1971, bes. S. 134 f.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. K. Marx, a.a.O., S. 192 f.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. K. Marx, a.a.O., S. 331 f.Google Scholar
  5. 5.
    H. Ford, Mein Leben und Werk, zitiert in: A. Behne, Der moderne Zweckbau, Neudruck, Berlin 1964, S. 26.Google Scholar
  6. 6.
    H. Ford, a.a.O., S. 27.Google Scholar
  7. 7.
    W. Gropius, Die Entwicklung moderner Industriebaukunst, in: Die Kunst in Industrie und Handel, Jahrbuch des Deutschen Werkbundes, Jena 1913, S. 20.Google Scholar
  8. 8.
    R. Dahrendorf, Industrie-und Betriebssoziologie, Berlin 1965, S. 28.Google Scholar
  9. 9.
    F. J. Roethlisberger und W. J. Dickson gaben den ausführlichsten Bericht über die von E. Mayo und Mitarbeitern durchgeführten Forschungen, in: Management and the Worker, Cambridge 1939.Google Scholar
  10. 10.
    Zur kritischen Einschätzung dieser Entwicklung vgl. L. v. Friedeburg, Soziologie des Betriebsklimas, Frankfurt/Main 1966, S. 8 f.Google Scholar
  11. 11.
    Einen Überblick über entsprechende Theorieansätze versucht K. Thomas, Analyse der Arbeit, Stuttgart 1969, zu geben.Google Scholar
  12. 12.
    F. J. Roethlisberger, Die Hawthorne-Experimente, in: F. Fürstenberg, Industriesoziologie I, Neuwied und Berlin 1959, S. 103.Google Scholar
  13. 13.
    W. Littek, Industriearbeit und Gesellschaftsstruktur, Frankfurt/Main 1973, S. 20 f.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. K.-H. Bräutigam, Arbeitspsychologie und Arbeitssoziologie, Hamburg 1974; ferner: G. Rühl, Untersuchungen zur Arbeitsstrukturierung, in: Industrial Engineering, Heft 3/1973, S. 147 f., bes. S. 181 f.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. SOFI, Materialien, a.a.O., S. 54 f.Google Scholar
  16. 16.
    L. Hack u. a., Klassenlage und Interessenorientierung, in: Zeitschrift für Soziologie, Heft 1/1972, S. 21 f.Google Scholar
  17. 17.
    So empfiehlt etwa G. Rühl, a.a.O., S. 182, daß Arbeitern als,Hygienefaktor` „eine individuelle Variationsmöglichkeit zur Arbeit gegeben werden soll“.Google Scholar
  18. 18.
    R. Prewo, J. Ritsert, E. Stracke, Systemtheoretische Ansätze in der Soziologie, Reinbek 1973, S. 200; vgl. auch: P. Großkurth, W. Volpert, Lohnarbeitspsychologic, Frankfurt/Main 1975.Google Scholar
  19. 19.
    Handelsblatt vom 21. 4. 1975, S. 15.Google Scholar
  20. 20.
    Um dem „Verlangen der Gewerkschaften nach,interessanter Arbeit` zuvorzukommen“, empfahl auch das Handelsblatt (29. 1. 1974, S. 6) noch Arbeitsumstrukturierungen durch Aufgabenwechsel (Job Rotation), Arbeitserweiterung (Job Enlargement), Arbeitsbereicherung (Job Enrichment), Demokratie in der Industrie. Vgl. dazu: G. Rühl, a.a.O.Google Scholar
  21. 21.
    G. Rühl, a.a.O.Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. W. Volpert, Die,Humanisierung der Arbeit` und die Arbeitswissenschaft, Köln 1974.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. Humanisierung des Arbeitslebens, Symposium des RKW zu Möglichkeiten neuer Formen der Arbeitsorganisation, mit Beiträgen von W. Arendt u. a., Frankfurt/Main 1973; zur kritischen Einschätzung vgl. W. Volpert, a.a.O., und P. Großkurth, W. Volpert, a.a.O., bes. S. 57 f.Google Scholar
  24. 24.
    G. Rühl, a.a.O., S. 187.Google Scholar
  25. 25.
    Daß das Fließband „tot“ sei, bezeichnet G. Rühl als „modische Falschbehauptung”: „Trotz jahrzehntelanger, berechtigter und unberechtigter Kritik am Fließband wird es weiterbestehen, wenn auch in modifizierter Form,“ a.a.O., S. 148. Nachdem die Welle der Abschaffungseuphorie verebbt ist, kommentieren die VDI-Nachrichten, Nr. 35/1976, S. 28: „Arbeit ohne Fließband bleibt ein Wunsch.”Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. die Vielzahl ganz-und mehrseitiger Berichte in überregional verbreiteten Zeitungen und Zeitschriften wie: Der Stern: „Flucht vom Fließband“, 6. 6. 1974, S. 52 f.; Der Spiegel: „Spaß zurückgeben”, 10. 7. 1972, S. 74 f.; FAZ: „Die modernen Maschinenstiirmer“, 3. 4. 1974, S. 13; VDI-Nachrichten: „Fließband abgeschafft”, 14. 11. 1973, S. 30; ADAC-Motorwelt: „Abschied von der Monotonie“, 2. 3. 1974, S. 119 f. u. v. a. m.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Der Spiegel vom 10. 7. 1972, S. 74.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Der Spiegel vom 25. 12. 1972, S. 70.Google Scholar
  29. 29.
    Schlagzeile in der Frankfurter Rundschau vom 21. 2. 1972.Google Scholar
  30. 30.
    Gegen Pfusch“: Titel eines Spiegel-Berichtes zur Fließband-Modifikation. 4. 10. 1971, S. 134 f.Google Scholar
  31. 31.
    Das Handelsblatt bemerkt ernüchternd: „Zudem läßt sich das Problem,Humanisierung` grundsätzlich nur teilweise lösen, wahrscheinlich nur in der Bewältigung des Technischen. Was eigentlich als,unmenschlich` empfunden wird, der Zwang zum Arbeitenmüssen in einem bestimmten (oft nicht als sinnvoll empfundenen) Arbeitsrhythmus und in Einordnung in nicht akzeptierte hierarchische Stufen, ist ungleich schwerer zu verbessern.“ 21. 4. 1975, S. 15.Google Scholar
  32. 32.
    P. Gyllenhammar, VOLVO-Präsident, zitiert in: Der Spiegel vom 10. 7. 1972, S. 74.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. die einflußreiche Theorie zur Arbeitsmotivation von F. Herzberg, entwickelt in: The Motivation to Work, New York 1959, und: Work and the Nature of Man, Cleveland 1966.Google Scholar
  34. 34.
    Unter Hinweis auf F. Herzberg empfiehlt G. Rühl a.a.O., S. 182: „1. Klare Abgrenzung der zusammengehörigen, zusammenarbeitenden Gruppe gegenüber anderen Gruppen (Hygienefaktor) 2. Planung und Einteilung der Arbeit, so, daß sie möglichst in Kleingruppen bewältigt werden kann (…) (Hygienefaktor) 3. An einer solchen Gruppenstation soll mindestens ein geschlossenes Teilprodukt (Baugruppe) bis zum Ende gefertigt und kontrolliert werden, damit die Gruppe unmittelbar eine Rückmeldung über den Erfolg ihrer Tätigkeit erhält (Motivator) 4. Zwischen den Arbeitsplätzen muß genügend Pufferplatz bestehen, so daß individuelle Variationen (…) im Laufe des Arbeit stages möglich sind (Motivator) 5. Den Mitarbeitern soll eine individuelle Variationsmöglichkeit bei der Platzgestaltung gegeben werden (Hygienefaktor) 6. Die Gruppe soll eine gewisse Autonomie durch Selbstkontrolle und Selbststeuerung, sowie selbständige Verteilung der Arbeit auf die Mitarbeiter erhalten (Motivatoren) (…) 12. Das von einer Gruppe erzeugte Produkt sollte ein Gruppenkennzeichen erhalten.“ Vgl. auch P. Großkurth, W. Volpert, a.a.O., S. 197 f.Google Scholar
  35. 35.
    B. Akerlind, VOLVO-Vizepräsident, zitiert in: Der Spiegel, a.a.O.Google Scholar
  36. 36.
    Vgl. die Presseinformation Nr. 16/72 der VOLVO-Deutschland GmbH, Vertriebsgesellschaft, Dietzenbach.Google Scholar
  37. 37.
    G. Rühl, a.a.O., S. 186.Google Scholar
  38. 38.
    Der Generaldirektor von VOLVO fuhr fort, daß der Mitarbeiter das Gefühl haben müßte, daß er zu einer Gruppe gehört, mit der er in freier Verbindung steht, daß er sich mit dem Produkt identifizieren kann, und daß seine Arbeit voll anerkannt wird.“ Bericht in: Presseinformationen, a.a.O.Google Scholar
  39. 39.
    R. Gyllenhammar, a.a.O.Google Scholar
  40. 40.
    Auf die ökonomischen Hintergründe der,Humanisierungs`-Versuche in diesem Bereich wird auch zu Beginn der mit „Banken, Büros und Büromöbeln“ befaßten Ausgabe Nr. 8/73, S. 921, der Architekturzeitschrift,Werk` hingewiesen: „In einer Zeit des Mangels an guten Arbeitskräften wird auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes großer Wert gelegt. Da die administrativen Arbeitsplätze sprunghaft überhand nehmen, kommt dem Büroarbeitsplatz heute eine ganz besondere Bedeutung zu. Um qualifiziertes Personal anzuziehen, sind gute Arbeitsbedingungen erforderlich, und die angestrebten Leistungsziele werden vor allem bei einer Identifikationsmöglichkeit mit der Unternehmenspolitik erreicht. Solche Leitgedanken, das Credo fortschrittlicher Unternehmensleitungen, sind für die Konzeption neuer Verwaltungsbauten maßgebend.”Google Scholar
  41. 41.
    A. Brinkmann to Broxten, Großraumbüro und Büroorganisation, Betriebswirtschaftliche Studien, Heft 67, Berlin 1973, S. 27.Google Scholar
  42. 42.
    Begeistert sind lediglich Organisatoren, Büroraumplaner und Architekten, die Großraumbüros planen und gestalten. Die große Mehrzahl der Großraum-Benutzer toleriert den Büro-Großraum, ohne ihn zu lieben.“ A. Boje, Das Großraum-Büro, München 1968, S. 71.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. O. Gottschalk, Flexible Verwaltungsbauten, Quickborn 1968.Google Scholar
  44. 44.
    A. Boje, a.a.O., S. 70.Google Scholar
  45. 45.
    A. Boje, a.a.O., S. 70.Google Scholar
  46. 46.
    K. Alsleben, Die subjektiven Räume in der Bürolandschaft, in: Bürotechnik und Organisation, Heft 6/1964, S. 515.Google Scholar
  47. 47.
    A. Boje, a.a.O., S. 73.Google Scholar
  48. 48.
    K. Alsleben, a.a.O., S. 518.Google Scholar
  49. 49.
    So heißt es in W. Schnelle, Hierarchische Ordnungen im Büro, Quickborn o. J., S. 9: „In der Tat kann man das Büro mit einem Theater vergleichen, in dem jeder seine,Rolle` spielt, entweder geziert und geputzt vor dem Publikum, oder unscheinbar im Kittel hinter den Kulissen. Auch wir im Büro haben Akteure, Regisseure, Platzanweiserinnen, Kulissenschieber und Souffleure.“Google Scholar
  50. 50.
    A. Brinkmann to Broxten, a.a.O., S. 123 f.Google Scholar
  51. 51.
    A. Boje, a.a.O., S. 76.Google Scholar
  52. 52.
    A. Boje, a.a.O.; der Architekturkritiker E. Schulz spricht von „Versöhnungs-Innenarchitektur“, in: Ameisenwege in der Bürolandschaft, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 5. 2. 1975, S. 19.Google Scholar
  53. 53.
    Sogar „der blaue Anton ist bunt geworden — Arbeitsanzüge immer mehr im Freizeitlook“. Unter dieser Schlagzeile meldet das Handelsblatt vom 24.4. 1974: „Die Berufskleidung ist dabei, ihre früher scharfe Grenze zur Freizeit-Bekleidung zu verlieren. Interessanterweise kann man diese Feststellung zur gleichen Zeit machen, wo die Berufskleidung modischer, attraktiver und damit sympathischer wurde.” Entsprechend heißt es in der Architekturzeitschrift,Werk`, a.a.O.: „Im Großraum sollen starre Hierarchien abgebaut und soll das Teamwork gefördert werden — eine Arbeitsform, die wie man feststellt, nebenbei auch das Modebewußtsein fördert. Durch die Verkürzung der Mittagspause werden die Mahlzeiten in die Arbeitswelt integriert, und besonders Fortschrittliche gehen sogar so weit, auch die Freizeitgestaltung und die Weiterbildung für das Personal betriebsintern zu organisieren. Solche Dienstleistungen am Arbeitnehmer bedeuten bewußt oder unbewußt eine starke Beeinflussung des privaten Lebens.“Google Scholar
  54. 54.
    Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG (Hg.), Wo arbeiten Spaß macht, Veröffentlichung zur Eröffnung des Verwaltungs-Neubaus in Hamburg, City Nord, Hamburg 1975, S. 35.Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. dazu die Bauwelt, Heft 24/1973, S. 130 f. und Heft 30/1971, S. 1217 f.Google Scholar
  56. 56.
    Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG (Hg.), a.a.O., S. 24.Google Scholar
  57. 57.
    A.a.O., S. 23.Google Scholar
  58. 58.
    Vgl. dazu: deutsche bauzeitung, Heft 10/1972, S.162 f.; die Sonderbeilage in der Süddeutschen Zeitung vom 13.6.1973: BMW-Verwaltungs-Hochhaus mit neuem Panorama-Museum; Werk, Heft 8/73, S. 9176 f.; Bauwelt, Heft 33/72, S.1260 f.Google Scholar
  59. 59.
    Bürohaus-Planung: An der Zukunft vorbeigebaut, Bericht im Manager-Magazin Nr. 1/1974, S. 70.Google Scholar
  60. 60.
    Manager-Magazin, a.a.0.Google Scholar
  61. 61.
  62. 62.
    Das Großraumbüro oder: Was ist das geeignetste Mittel, um dem Unternehmensziel zu dienen? Bericht in: deutsche bauzeitung, Heft 10/1972, 5.107 f.Google Scholar
  63. 63.
    Titel einer Werbebroschüre der Hengstler-Gleitzeit KG.Google Scholar
  64. 64.
    Handelsblatt vom 22. 10. 1973.Google Scholar
  65. 65.
    So schwärmt P.M. Bode im Spiegel, Nr. 10/1975, S.123 f.: „Das ist der Großraum in der dritten Dimension. Er ist Straße, Galerie, Passage und Hof. Er ist eine Stadt in der Stadt, wie im Brennglas: urban, intensiv. Es sind Häuser im Haus, eine Fortsetzung der eigenen Wohnung: Jeder kann sich seine eigene Atmosphäre schaffen mit Bildern, Lampen, Plakaten, Fischernetzen, Vogelkäfigen und Aquarien. (…) Jeder hat,seinen` Platz, seine Ecke. Von hier aus kann er am Leben des Hauses freiwillig teilnehmen oder sich zurückziehen. ‘Ober,Identifikation` muß man nicht reden, sie ist da.“ Vgl. dazu aus kritischer Sicht die Kommentare von I. Boskamp, in: Der Architekt, Heft 5/1975, S. 232 f.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. dazu das reiche Angebot an Freizeiteinrichtungen im Verwaltungsgebäude der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG: Schießstände, Sporthallen, Kegelbahnen, Fitness-Räume, Cafeteria etc.Google Scholar
  67. 67.
    Vgl. dazu die Bauwelt, Heft 24/1971, 5.1034 f. und deutsche bauzeitung, Heft 6/1971, S. 639 f.Google Scholar
  68. 68.
    W. Ruhnau, in: deutsche bauzeitung, a.a.O.Google Scholar
  69. 72.
  70. 73.
    A. Boje, a.a.O., S. 73 f.Google Scholar
  71. 74.
    Eine Trennung, die trotz konträrer Proklamationen und Konzepte sich in der Praxis meist doch durchsetzt oder gar so anschaulich wird wie im Treppen-Bau der ARAG in Düsseldorf, der im Manager-Magazin Nr. 1/1974, S. 70, als „Hierarchie in Beton“ kritisiert wird. Ähnlich beschreibt P. M. Bode das oben genannte Hamburger Versicherungsgebäude: „Unten breit und normal, oben klein, aber nobel. Der Architektur tut das gut, das Abbilden solcher Hierarchien.” In: Der Spiegel, Nr. 10/1975, S. 122.Google Scholar
  72. 75.
    A. Boje, a.a.O., S. 76.Google Scholar
  73. 76.
    K. Marx, Die entfremdete Arbeit, Ökonomisch-philosophische Manuskripte, MEW Ergänzungsband 1, Berlin 1968, S. 514.Google Scholar
  74. 77.
    O. Negt, A. Kluge, Öffentlichkeit und Erfahrung, a.a.O., S. 306.Google Scholar
  75. 78.
    K. Marx, a.a.O., S. 514.Google Scholar
  76. 79.
    Zu den Vorformen dieser Entwicklung vgl. S. Kracauer, Zwanglos mit Niveau, in: S. Kracauer, Die Angestellten, Frankfurt 1971, S. 73 f.Google Scholar
  77. 80.
    H. P. Bahrdt, Die moderne Großstadt, a.a.O., S. 118 f.; vgl. auch O. Negt, A. Kluge, a.a.O., S. 12 f.Google Scholar
  78. 81.
    H. P. Bahrdt, a.a.O., S. 118.Google Scholar
  79. 82.
    Vgl. dazu K. Marx, Das Kapital, a.a.O.; W. F. Haug, Kritik der Warenästhetik, Frankfurt/Main 1971, und A. Sohn-Rethel, Geistige und körperliche Arbeit, a.a.O., bes. S. 34 f.Google Scholar
  80. 83.
    F. Naumann, Werkbund und Handel, in: Werkbund-Jahrbuch 1913, a.a.O., S. 5.Google Scholar
  81. 84.
    F. Naumann, a.a.O., S. 8.Google Scholar
  82. 85.
  83. 86.
    F. Naumann, a.a.O., S. 14.Google Scholar
  84. 87.
    F. Naumann, a.a.O., S. 16.Google Scholar
  85. 88.
    A.a.O., S. 13.Google Scholar
  86. 89.
    K. E. Osthaus, Das Schaufenster, in: Jahrbuch des Deutschen Werkbundes, Jena 1913, S. 59.Google Scholar
  87. 90.
    A.a.O., S. 62 f.Google Scholar
  88. 91.
    Zur Bedeutung der Passagen besonders in der Baugeschichte Frankreichs und Italiens vgl. J. F. Geist, Passagen, Ein Bautyp des 19. Jahrhunderts, München 1969.Google Scholar
  89. 92.
    A. Wiener, Das Warenhaus, in: Werkbund-Jahrbuch 1913, a.a.O., S. 44.Google Scholar
  90. 93.
    A. Wiener, a.a.O., S. 49.Google Scholar
  91. 94.
    A. Wiener, a.a.O., S. 45.Google Scholar
  92. 95.
    J. C. Kirschenmann, Stadtzentrum-Fußgängerbereiche, in: Architekturwettbewerbe, Heft 75/1973, S. IV.Google Scholar
  93. 96.
    M. Schneider, Die richtige Mischung, in: Bauwelt, Heft 17/1970.Google Scholar
  94. 97.
    W. F. Haug, a.a.O.; zur Diskussion der Haugschen Thesen vgl. T. Rexroth, Warenästhetik — Produkte und Produzenten, Kronberg 1974, und W. F. Haug (Hg.), Warenästhetik. Beiträge zur Diskussion, Weiterentwicklung und Vermittlung ihrer Kritik. Frankfurt/Main 1975.Google Scholar
  95. 98.
    J. C. Kirschenmann, a.a.O., S. III.Google Scholar
  96. 99.
    Negt, A. Kluge, a.a.0., S. 286.Google Scholar
  97. 100.
    Vgl. W. F. Haug, a.a.0., S. 70 f.Google Scholar
  98. 101.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. 4. 1977, S. 16.Google Scholar
  99. 102.
    H. P. Bahrdt, Humaner Städtebau, a.a.0., S. 14.Google Scholar
  100. 103.
    H. P. Bahrdt, Die moderne Großstadt, a.a.O., S. 68.Google Scholar
  101. 104.
    A.a.O., S. 67.Google Scholar
  102. 105.
    Vgl. J. Jacobs, a.a.0.Google Scholar
  103. 106.
    E. Thomas u. a., Einzelhandel im Städtebau — Shopping Centers in den USA/Europäische Konsequenzen, Frankfurt/Main 1964, S. 67 f.Google Scholar
  104. 107.
    E. Thomas u. a., a.a.O., S. 81.Google Scholar
  105. 108.
  106. 109.
    E. Thomas u. a., a.a.O.Google Scholar
  107. 110.
    So heißt es auf S. 79 des Berichtes: „Unter dem Eindruck der amerikanischen Entwicklung läßt sich nicht bestreiten, daß die Shopping Centers für die Suburbs eine strukturverbessernde, fördernde Wirkung gehabt haben. Zumindest die Regional Shopping Centers schufen Mittelpunkte nicht nur des Konsums, sondern auch des gemeindlichen und kulturellen Lebens, ohne die weite Siedlungsgebiete der Suburbs eine ungeformte Masse geblieben wären.“Google Scholar
  108. 111.
    A.a.O., S. 47.Google Scholar
  109. 112.
    A.a.O., S. 78.Google Scholar
  110. 113.
    A.a.O., S. 82.Google Scholar
  111. 114.
    A.a.O., S. 77.Google Scholar
  112. 115.
  113. 116.
    A.a.O., S. 38; vgl. zu diesem Konzept: P. E. Smith, Shopping Centers — Planning and Management, New York 1958; V. Gruen, L. Smith, Shopping Towns USA, New York 1960.Google Scholar
  114. 117.
    Vgl. die große Farb-Reportage,Flanieren wie Anno dazumal’ in: Der Stern, Nr. 8, 1974, S. 132 f.Google Scholar
  115. 118.
    Vgl. die ausführlichen Angaben in der Untersuchung des Deutschen Industrie-und Handelstages,Für Fußgänger — Erfahrungen mit autofreien Geschäftsstraßen’, Deutscher Industrie-und Handelstag (Hg.), Schriftenreihe Heft 136, Bonn 1973. So gab z. B. die Stadt München 16,54 Mio DM, Essen 6 Mio DM, Wuppertal 5,5 Mio DM allein für Einrichtung und Umgestaltung der Fußgängerbereiche aus (vgl. die DIHT-Studie, a.a.O., S. 20 ).Google Scholar
  116. 119.
    A.a.O., S. 7.Google Scholar
  117. 120.
  118. 121.
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  119. 128.
    W. Ehrlich,,Urbanieren` um jeden Preis?, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. 7. 1973.Google Scholar
  120. 129.
    W. Ehrlich, Reklame ohne Rücksicht auf das Stadtbild, in: Frankfurter Allgemeine Zeitschrift vom 12. 1. 1974.Google Scholar
  121. 130.
    Darmstädter Echo vom 2. 5. 1973.Google Scholar
  122. 131.
  123. 132.
    M. Trieb, Ziele der Stadtgestaltung, in: Stadtbauwelt Heft 35/1972, S. 198.Google Scholar
  124. 133.
    H. Adrian, Von den Schwierigkeiten, eine alte Stadtmitte neu zu beleben, in: Bauwelt, Heft 32/1973, S. 1397.Google Scholar
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    E. Thomas, Der Wandel im Einzelhandel und die bau-und planmaßrechtlichen Rahmenbedingungen, in: Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung (Hg.), Informationen zur Raumentwicklung, Heft 9/1976, S. 449.Google Scholar
  126. 135.
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  128. 137.
    T. Rexroth, Warenästhetik — Produkte und Produzenten, Kronberg 1974, S. 101.Google Scholar
  129. 138.
    Vgl. die breite Diskussion um die Proteste der von der Frankfurter Zeil-Sperrung am stärksten betroffenen Bewohner der Bleichstraße und die damit verbundenen Polizeieinsätze (z. B. Frankfurter Rundschau und Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 2. 7. 1973 ). Die Kommentatoren freilich machten es sich leicht: „Um wenigstens menschliche Bereiche in der Stadt zu haben, wird Frankfurt nicht umhin kommen, auch,unmenschliche Bereiche zu akzeptieren. Sie sind die Voraussetzung für die Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität der Innenstadt. “ (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. 6. 1973 ).Google Scholar
  130. 139.
    Artikelüberschrift in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28. 6. 1973.Google Scholar
  131. 140.
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  132. 141.
    A.a.O., S. 75 f. und S. 81 f.; zum folgenden vgl. a.a.O., Anlage 3, Bericht und Interpretation über zwei Kurzumfragen zur Sperrung der Zeil.Google Scholar
  133. 142.
    A.a.O., S. 13; bezüglich der Verkehrsprobleme heißt es auf S. 13: „Was bleibt ist - • aufgrund eines nicht gelösten Konfliktes eine erhöhte Bereitschaft, negative Folgen von Planungen wahrzunehmen.“Google Scholar
  134. 143.
    R. Monheim, Fußgängerbereiche: Von,kraftverkehrsfreien Kaufstraßen` zur sozialen Mitte, a.a.O.Google Scholar
  135. 144.
    A.a.O., Anlage 3, S. 14.Google Scholar
  136. 145.
    A.a.O., S. 72.Google Scholar
  137. 146.
    Auf (noch) unverwirklichte Möglichkeiten verweisen Schlagzeilen wie: „Frankfurter nahmen am Samstag totalen Besitz von der Fußgänger-Zeil“ in der Frankfurter Rundschau vom 14. 5. 1973. Zur Nutzung der Fußgängerbereiche als Freizeitzonen außerhalb der Geschäftszeiten vgl. auch die Untersuchung von R. Monheim, Freizeitaktivitäten beleben Fußgängerbereiche, in: Baumeister, Heft 10/1974, S.1092 f.Google Scholar
  138. 147.
    R. Monheim, Fußgängerbereiche: Von,kraftverkehrsfreien Kaufstraßen’ zur sozialen Mitte, a.a.O., S. 150.Google Scholar
  139. 148.
    A.a.O., S. 134.Google Scholar
  140. 149.
    A.a.O., S. 142, heißt es: „Bei der räumlichen und gestalterischen Konzeption von Fußgängerbereichen dominierten, abgesehen von technischen und finanziellen Zwängen, bisher meist die Erfordernisse des Handels und der Ästhetik. Typisch für die kommerzielle Orientierung: die Beschränkungen auf,sich lohnende’ Straßen und die Möblierung mit Schauvitrinen und Verkaufsständen. Der vordergründige Ästhetizismus wird z. B. mit dem kritischen Schlagwort vom,Pflasterwettbewerb` angedeutet.“Google Scholar
  141. 150.
    A.a.O., S. 136.Google Scholar
  142. 151.
    Mit der beschleunigten technologischen Entwicklung und der historischen Veränderung des Arbeitsethos geht jedoch eine Funktionsverlagerung auf außerfamiliale Sozialisationsinstanzen einher. Vgl. u. a. W. Gottschalch u. a., Sozialisationsforschung, Frankfurt/Main 1971.Google Scholar
  143. 152.
    So berichtete bereits Friedrich Engels von Wohnsiedlungen für Industriearbeiter in Manchester, die auf den ersten Blick „nett und reinlich“ aussehen — „die Türen und Fenster sind neu und frisch angestrichen, die inneren Räume rein geweißt” -, wobei bei genauerem Hinsehen aber zu erkennen ist, „daß dieses nette Aussehen doch nur Schein ist. Schein, der nach zehn Jahren schon verschwunden ist“. Solche Häuser sehen eben nur „anfangs nett und solide aus, die massiven Ziegelmauern bestechen das Auge. Aber wenn man näher zusieht, so findet man, daß die Mauern der Cottages so dünn sind, wie es nur möglich ist, sie zu machen”. F. Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England, a. a. O., S. 289.Google Scholar
  144. 153.
    W. H. Riehl, Die Naturgeschichte des Volkes als Grundlage einer deutschen Social-Politik, Bd. 3, Stuttgart und Augsburg 1855, S. 185.Google Scholar
  145. 154.
    Sowohl im Gefüge der Quartiersstrukturen als auch in der internen Wohnungsorganisation läßt sich historisch die fortschreitende Ausgliederung produktiver Tätigkeiten und damit die Trennung von Lebensbereichen feststellen, die in agrarischen und handwerklichen Produktionsweisen vorkapitalistischer Epochen noch ununterscheidbar durchdrungen waren. So waren hier,Betrieb` und,Haushalt` noch ungetrennt; das ganze Haus war zugleich Produktions-wie Konsumtionsort, an dem durch vielfältige verwandtschaftliche (Sippe) und gewerbliche (Gesellen, Gesinde) Bindungen komplexe Sozialbeziehungen bestanden, die trotz bestehender Hierarchien und Abhängigkeiten neben dem gemeinschaftlichen Konsum der gemeinsam erzeugten Güter auch eine gemeinsame Nutzung der Räume des ganzen Hauses erlaubten. Mit der Auflösung und Versachlichung der persönlich vermittelten Arbeits-und Abhängigkeitsverhältnisse folgten den sozialen Abgrenzungen auch die räumlichen: Die innerhalb der herrschaftlichen Häuser Bediensteten wurden zunehmend aus dem Lebenszusammenhang der,Herrschaften` ausgeschlossen und in deutlich abgesetzte Nebengemächer eingewiesen; die als Lohnarbeiter,freigesetzten` Arbeitskräfte dagegen hatten nun für ihre Unterkunft selbst zu sorgen und mußten im Zuge der einsetzenden Industrialisierung der Verlagerung und Konzentration der Produktionsstätten in die großen Städte folgen. Vgl. O. Brunner, Das,Ganze Haus’ und die alteuropäische,Ökonomik`, in: O. Brunner, Neue Wege der Verfassungs-und Sozialgeschichte, Göttingen 1968; N. Elias, Über den Prozeß der Zivilisation, 2 Bde., Frankfurt/Main 1976, bes. Bd. 1, S. 222 f.Google Scholar
  146. 155.
    Aus der militärischen Disziplin der Soldaten wurde durch die Industrielle Revolution die kapitalistische Disziplin durch die Bedingungen der Lohnarbeit.“ (J. C. Kirschenmann) Auch in der räumlichen Organisation der großen Mietwohnungsbauten wurde ein Höchstmaß an Standardisierung erstrebt, dem eine zunehmende Normierung von Wohn-und Verhaltensweisen entspricht: Eine Disziplinierung durch Wohn-und Lebensbedingungen, die bis heute das Wort von der,Mietskaserne populär bleiben ließ. Denn damit sind neben der Charakterisierung räumlicher Erscheinungsformen — „solche Straßen schauen sich langweilig an, wie in Parade aufmarschierte Militärkolonnen” (W. H. Riehl) — auch Erscheinungen einer sozialen Verhaltensnormierung erfaßt, die weit in die vermeintlich geschützte Intimsphäre hineinreicht.Google Scholar
  147. 156.
    A. Schwab, Das Buch vom Bauen, a.a.O., S. 64.Google Scholar
  148. 157.
    A.a.O., S. 65.Google Scholar
  149. 158.
    A.a.O., S. 126.Google Scholar
  150. 159.
    A.a.O., S. 86.Google Scholar
  151. 160.
  152. 161.
    Vgl. L. Sève, Marxismus und Theorie der Persönlichkeit, Frankfurt/Main 1972.Google Scholar
  153. 162.
    K. Marx, Die entfremdete Arbeit, in: Ökonomisch-philosophische Manuskripte, a.a.O., S. 514.Google Scholar
  154. 163.
    So stellt Bundespräsident W. Scheel in seiner Fernseh-Weihnachtsansprache 1976 fest: „Die Deutschen leben wie in Burgen, deren Zugbrücken hochgezogen sind, damit niemand eindringen kann.“Google Scholar
  155. 164.
    H. P. Bahrdt, Die moderne Großstadt, a.a.O., S. 76.Google Scholar
  156. 165.
    In,Die Unwirtlichkeit unserer Städte’, a.a.O., S. 129 f. gibt A. Mitscherlich eine Definition des Wohn-Fetischismus: „Es sind all die Fälle, in denen anstelle geglückter Beziehungen von Person zu Person Dinge getreten sind.“ Vgl. auch M. Tränkle, Wohnkultur und Wohnweisen, Diss. Tübingen 1972.Google Scholar
  157. 166.
    P. R. Gleichmann, Wandel der Wohnverhältnisse, Verhäuslichung der Vitalfunktionen, Verstädterung und siedlungsräumliche Gestaltungsmacht, in: Zeitschrift für Soziologie, Heft 4/1976, S. 321.Google Scholar
  158. 167.
    R. Weeber, Eine neue Wohnumwelt, Stuttgart 1971, S. 137.Google Scholar
  159. 168.
    J. Habermas, Soziologische Notizen zum Verhältnis von Arbeit und Freizeit, in: Arbeit, Erkenntnis, Fortschritt. Gesammelte Aufsätze, Amsterdam 1970, S. 63; vgl. dort auch die Unterscheidung zwischen „suspensiven“ und „kompensatorischen” Komplementärfunktionen der Freizeit.Google Scholar
  160. 169.
    Vgl. E. Bookhagen u. a., Kommune 2, Versuch der Revolutionierung des bürgerlichen Individuums, Berlin 1969; Autorenkollektiv TU Berlin, Kommunehäuser für Jugendliche, Berlin 1970; G. Meyer-Ehlers u. a., Kollektive Wohnformen, Wiesbaden und Berlin 1973; N. Schmidt-Relenberg u. a., Gemeinschaftsorientiertes Wohnen, Stuttgart 1973; J. Janssen u. a., Stadtplaner und Reformgeister, Berlin 1970, S. 29 f.Google Scholar
  161. 170.
    nische und künstlerisch journalistische Fachrichtungen.) Heute übt die Ehefrau ihren Beruf nicht mehr aus. Von der Vorbildung her gehören beide den,gebildeten` Schichten an: Er hat Hochschulabschluß, sie einen Mittel-oder Realschulabschluß. Das Nettoeinkommen der,Normalfamilie` beträgt mindestens DM 3000,— im Monat. Die Familie hat 2 Kinder und will auch keine weiteren Kinder mehr. Die Kinder sind zwischen 6 und 10 Jahre alt. Von der Vorbildung her gehören beide den,gebildeten` Schichten an: Er hat Hochschulabschluß, sie einen Mittel-oder Realschulabschluß. Das Nettoeinkommen der,Normalfamilie` beträgt mindestens DM 3000,— im Monat. Die Familie hat 2 Kinder und will auch keine weiteren Kinder mehr. Die Kinder sind zwischen 6 und 10 Jahre alt.“ Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (Hg.), Bürgerinitiative bei der Planung von Wohnung, Wohnumwelt und Stadt, Schriftenreihe ‚Städtebauliche Forschung’ 03.039, Bonn-Bad Godesberg 1975.Google Scholar
  162. 171.
    Vgl. R. Spille, Mieter planen mit, Reinbek 1975, und den Bericht „16 Monate danach“ in: Bauwelt, Heft 44/1974, S. 1443 f. im Hinblick auf schichtspezifische Realisierungsmöglichkeiten von entsprechenden Privatinitiativen, vgl. I. Boskamp, Urbanes Wohnen — Die kollektive Lösung? in: Bauwelt, Heft 1/2 1972, S. 21 f.Google Scholar
  163. 172.
    R. Spille, a.a.O., S. 89.Google Scholar
  164. 173.
    A.a.O., S. 38.Google Scholar
  165. 174.
    Im Zusammenhang aktueller Dezentralisierungs-und Ökologie-Diskussionen gewinnen allerdings „durch Experimente mit kollektiven Reproduktions-und Verkehrsformen und womöglich Zirkulations-und Produktionsweisen“ jene Formen kommunitärer Praxis an (auch politischer) Bedeutung, die den Aufbau verbindlicher Arbeits-und Lebenszusammenhänge ernst nehmen. Vgl. B. Leineweber u. a., Die Revolution ist vorbei — wir haben gesiegt, Berlin 1975.Google Scholar
  166. 175.
    H. F’aßbinder, zitiert in: Autorengruppe MVZ, Stadtteilzeitung. Dokumente und Analysen zur Stadtteilarbeit, S. 45, Reinbek 1974.Google Scholar
  167. 176.
    A. Mitscherlich, a.a.O., S. 12.Google Scholar
  168. 177.
    Hier läßt sich seit mehr als einem Jahrhundert nur ein immer verwirrenderes Kauderwelsch unterschiedlicher Formensprachen feststellen — von den Bemerkungen W. H. Riehls: „Der eine Baumeister probiert’s mit der Gothik, der andere mit der Renaissance, ein dritter mit dem griechisch-römischen Zopf. Es gibt aber immer nur neu zusammengesetzte Häuserdekorationen, keine wirklich neuen Häuser“, 1855 bis zur Beschreibung der „röhrenden Hirsche in der Architektur” von H. Klotz, 1976.Google Scholar
  169. 178.
    Selbst dort, wo ein soziales Experiment umfassende Neubaumaßnahmen erfordert, wie beim Wohnmodell Steilshoop, verlieren angesichts der neuartigen organisatorischen und ökonomischen Probleme gestalterische Fragestellungen zunächst so weit an Bedeutung, daß sie in anti-ästhetischem Affekt ärgerlich sogar als irrelevant abgetan werden: „Von seiten der Architekten gibt es nicht nur jene ästhetisch-architektonische Kritik, die da meint, es hätte auch bei,Urbanem Wohnen’ rauf und runter gehen müssen, gebogen und terrassiert, wie es heutzutage modern ist. Es gibt auch eine quasi moralische Kritik, die eine mangelnde Übereinstimmung zwischen Inhalt und Form konstatieren zu müssen glaubt und den Autoren dieses Projektes wie einst ihr Deutschlehrer für Ausdruck eine Fünf verpaßt.“ R. Spille, a.a.O., S. 88. Freilich, auffällig gebogen und terrassiert wird etwa dort, wo knapp zugeschnittene Eigentumswohnungen unter wachsendem Konkurrenzdruck zum Verkauf angeboten werden und zumindest ästhetisch noch Wettbewerbsvorteile erzielen sollen; bis hin zum Mobiliar sind selbst futuristisch anmutende Formen kaum mehr als modische Verkleidung konventioneller Nutzungsangebote. Dort dagegen, wo inhaltlich selbst noch in Entwicklung begriffen ist, was architektonisch zum Ausdruck kommen soll — neue Formen des Zusammenlebens und der Gebäudenutzung —, ist dieser geforderte,Ausdruck` ebenfalls erst schrittweise zu finden: zunächst in der Gestaltung der gemeinsam erschlossenen und belebten Räume, in den Spuren gemeinsamer Entdeckung, Nutzung und Veränderung. Insofern ist der nüchterne Zweckbau in Steilshoop geradezu Programm, solange eine weitergehende Gestaltung noch von Arbeitsteiligkeit und Geschmacksdifferenz zwischen Planern und Bewohnern kündenGoogle Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1977

Authors and Affiliations

  • Werner Durth

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