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Bestandsaufnahme: Wechsel der Perspektive

  • Werner Durth
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Zusammenfassung

Wer die Zentren der großen Städte lange nicht sah, wird sich erstaunt die Augen reiben: Die Städte erscheinen in neuem Kostüm. Statt Betongrau wird Bunt getragen, statt Konfektionsware präsentiert man originelle Details. Von den Lichterketten der Kugellampen bis zum Dessous der kleingepflasterten Wegränder wird die Garderobe getauscht, eine künstliche Schicht von Behaglichkeit verkleidet das städtische Chaos. Zum Jahr des Denkmalschutzes erklärt, scheint das Jahr 1975 eine Trendwende zu markieren. Nach einem Jahrzehnt zerstörerischen Städtewachstums und damit wachsender Kritik an der „Unwirtlichkeit unserer Städte“ i stehen Stadtgestaltung und -erhaltung auf dem Programm von Bundes-, Landes- und Kommunalpolitikern. Privatinitiativen zur Farb- und Fassadengestaltung werden subventioniert, durch Wettbewerbe angeregt und flankiert von denkmalpflegerischen Maßnahmen, die sich nicht mehr nur auf historisch besonders wertvolle Einzelbauten richten, sondern auf umfassenderen Milieu- und Ensembleschutz.

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Literatur

  1. 1.
    A. Mitscherlich, Die Unwirtlichkeit unserer Städte, Frankfurt/Main 1965.Google Scholar
  2. 2.
    Städtebaubericht 1975 der Bundesregierung, Bonn-Bad Godesberg o. J., S. 10 f.Google Scholar
  3. 3.
    Raumordnungsbericht 1974 der Bundesregierung, Bonn-Bad Godesberg 1975, S. 10.Google Scholar
  4. 4.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. 1. 1975.Google Scholar
  5. 5.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. 1. 1977.Google Scholar
  6. 6.
    Aktion Gemeinsinn e. V. (Hg.), Unser Lebensraum braucht Schutz. Denkmalschutz, Bonn 1975, S. 32, S. 36.Google Scholar
  7. 7.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. 1. 1975.Google Scholar
  8. 8.
    Farbige Fassaden-Oasen in der Steinwüste, in: Format, Zeitschrift für verbale und visuelle Kommunikation, Heft 2/1974, S. 53.Google Scholar
  9. 9.
    Bericht über einen Fassadenwettbewerb des Siedlungsverbands Ruhrkohlenbezirk, in: Format, a.a.O.Google Scholar
  10. 10.
    Der Spiegel vom 23. 12. 1974, S. 39.Google Scholar
  11. 11.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. 1. 1977.Google Scholar
  12. 12.
    R. Arndt, Am Römerberg soll historisch gebaut werden, in: Presse-und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main (Hg.), Zur Diskussion: Was kommt zwischen Dom und Römer, Frankfurt/Main 1975.Google Scholar
  13. 13.
    Städtebaubericht 1975, a.a.O., S. 34: „Fußgängerbereiche können den Städten ein Stück urbaner Humanität zurückgeben und damit wesentlich zur Erhöhung des Freizeitwertes beitragen. Die engen Gassen älterer Stadtstraßen, in der Zeit des Fuhrwagenverkehrs entworfen, sind für das Kraftfahrzeug wenig geeignet. Dem Fußgänger zurückgegeben, werden sie wieder erlebbar. Die Einzelhandelsgeschäfte spüren dies an den steigenden Umsätzen; Cafés können sich in der warmen Jahreszeit auf die Straßen ausdehnen, und in der öffentlichen Meinung erhält die architektonische Gestaltung von Plätzen, Straßen und Gebäuden wieder an Gewicht. Insgesamt wird es wieder erstrebenswert, in der Innenstadt zu wohnen.“Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. A. Mitscherlich, Die Unwirtlichkeit unserer Städte, a.a.O., S. 129.Google Scholar
  15. 15.
    M. Trieb, Stadtgestaltung — Theorie und Praxis, Düsseldorf 1974, S. 22.Google Scholar
  16. 16.
    A. Mitscherlich, a.a.O., S. 29.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. J. Jacobs, Tod und Leben großer amerikanischer Städte, Gütersloh und Berlin 1963, sowie H. P. Bahrdt, Humaner Städtebau, Hamburg 1963, bes. S. 114 f.Google Scholar
  18. 18.
    Städtebaubericht 1975, a.a.O., S. 17.Google Scholar
  19. 22.
    Farbige Fassaden-Oasen in der Steinwüste, a.a.O., S. 53.Google Scholar
  20. 23.
    H. Lefebvre, Das Alltagsleben in der modernen Welt, Frankfurt/Main 1972.Google Scholar
  21. 24.
    Der Spiegel, a.a.O., S. 42.Google Scholar
  22. 25.
    N. Pevsner bemerkte im Bereich der Einzelbauten bereits 1961 eine „Revolte aus Langeweile“ in der modernen Architektur und stellte „eine neue Tendenz” fest, die primär „auf die Gestaltung der Außenflächen“ abzielt: N. Pevsner, Moderne Architektur und der Historiker oder Die Wiederkehr des Historismus in: Deutsche Bauzeitung, Heft 10/1961, S. 757 f.Google Scholar
  23. 26.
    A. Lorenzer, Städtebau: Funktionalismus oder Sozialmontage?, in: H. Berndt u. a., Architektur als Ideologie, Frankfurt/Main 1968, S. 52.Google Scholar
  24. 27.
    Altstadt ist Erleben von Gemeinschaft, Bericht über Denkmalschutz und Stadtsanierung in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. 3. 1975, S. 46.Google Scholar
  25. 28.
    C. C. v. Pfuel, Eine Zukunft für unsere Vergangenheit. Über das Europäische Denkmalschutzjahr 1975, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, B. 3. 1975, S. 4.Google Scholar
  26. 29.
    Vgl. T. Sieverts, Die Stadt als Erlebnisgegenstand, in: W. Pehnt, (Hg.), Die Stadt in der BRD, Stuttgart 1974, S. 29 f.Google Scholar
  27. 30.
    W. F. Haug, Kritik der Warenästhetik, Frankfurt/Main 1971, S. 55.Google Scholar
  28. 31.
    Vgl. W. Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, Frankfurt/Main 1972, bes. S. 51, und: ders., Versuche über Brecht, Frankfurt/ Main 1971, S. 95 f.Google Scholar
  29. 32.
    Vgl. hierzu etwa die in Arch + ab Heft 20/1973 geführten Diskussionen.Google Scholar
  30. 33.
    H. Adrian, Die Gestalt der Stadt, in: M. Pfaff u. a. (Hg.), Informations-und Steuerungsinstrumente für eine höhere Lebensqualität in den Städten, Göttingen 1976, S. 731.Google Scholar
  31. 34.
    Form follows Psycho — Die „neue Unsachlichkeit“ oder: Der Deutsche Werkbund und die röhrenden Hirsche, Bericht über die Jahrestagung des Deutschen Werkbunds in Baden-Baden, in: Form 69, Zeitschrift für Gestaltung, zitiert in: Deutscher Werkbund (Hg.), Die neue Unsachlichkeit. Emanzipation der Gestalt?, Mannheim 1975, S. 57.Google Scholar
  32. 35.
    Schlagzeile der Stuttgarter Zeitung vom 19. 2. 1975.Google Scholar
  33. 36.
    R. Banham, Die Revolution der Architektur, Reinbek bei Hamburg 1964, S. 279.Google Scholar
  34. 37.
    Was aber die Menschen brauchen und woran sie trotz aller demonstrativen Nüchternheit festhalten, erfährt man an den Trivialitäten einer Subkultur, die — als Kitsch belächelt — nicht Ergebnis eines architektonischen Credos ist, sondern Ergebnis von Wünschen, Resultat eines Ausdrucksverlangens, das in der Seriosität des funktionalisierten Alltags keine Erfüllung findet.“ H. Klotz, Funktionalismus und Trivialarchitektur — Der Werkbund und die röhrenden Hirsche, in: Deutscher Werkbund ( Hg.), a.a.O., S. 13.Google Scholar
  35. 38.
    Vgl. hierzu die Beiträge in: Der Architekt, Heft 9/1975.Google Scholar
  36. 39.
    M. Schneider, Zur Theorie der Stadtgestalt. Stoff für Zweifel, in: Stadtbauwelt, Heft 48/1975, S. 241.Google Scholar
  37. 40.
    Aktion Gemeinsinn e. V. (Hg.), a.a.O., S. 16.Google Scholar
  38. 41.
    R. Banham, a.a.O., S. 278.Google Scholar
  39. 43.
    O. Negt, A. Kluge, Öffentlichkeit und Erfahrung, Frankfurt/Main 1972, S. 286 f.Google Scholar
  40. 44.
    A. Mitscherlich, a.a.O., S. 12.Google Scholar
  41. 49.
    H. Berndt, 1st der Funktionalismus eine funktionale Architektur?, in: H. Berndt u. a.: Architektur als Ideologie, Frankfurt/Main 1968, S. 19.Google Scholar
  42. 50.
    C. Norberg-Schulz, Logik der Baukunst, Berlin 1965, S. 19.Google Scholar
  43. 51.
    Der Spiegel vom 3. 2. 1969, Titelstory: Zukunft verbaut Wohnen in Deutschland, S. 49.Google Scholar
  44. 52.
    K. Horn, Zweckrationalität in der modernen Architektur. Zur Ideologiekritik des Funktionalismus, in: Architektur als Ideologie, Frankfurt/Main 1968, S. 120.Google Scholar
  45. 53.
    A. Lorenzer, Städtebau: Funktionalismus oder Sozialmontage?, in: Architektur als Ideologie, a.a.O.Google Scholar
  46. 54.
    So etwa H. P. Bahrdt, der schwärmerisch die in der Großstadt gegebenen Möglichkeiten der Individuation betont, in: Die moderne Großstadt, Hamburg 1969 (Erstauflage 1961 ).Google Scholar
  47. 55.
    H. Berndt, Der Verlust von Urbanität im Städtebau, in: Das Argument, Heft 4/1967, S. 263 f.Google Scholar
  48. 56.
    Vgl. H. Oswald, Die überschätzte Stadt, Olten 1966, S. 29 f. Sensible Illustrationen zur sozialpsychologischen Bedeutung der Ausbreitung der Geldwirtschaft gibt G. Simmel in: Die Großstädte und das Geistesleben, nachgedruckt in: C. Wright Mills (Hg.), Klassiker der Soziologie, Frankfurt/Main 1966, S. 381 f., und in seiner Philosophie des Geldes, Berlin 1958.Google Scholar
  49. 57.
    A. Mitscherlich, a.a.O., S. 29.Google Scholar
  50. 59.
    Vgl. die Serie zur,Berliner Stadtreparatur` in der Berliner Morgenpost, ab 18. 1. 1977.Google Scholar
  51. 60.
    H.Lefebvre, a.a.O., S. 110: „Die Stadt und das Städtische laufen auf diese Weise Gefahr, zum höchsten Reichtum der Privilegierten zu werden, zum höchsten Konsumgut, das diesem Konsum einen gewissen Sinn verleiht. Warum stürzen sich die,wohlhabenden` Leute auf die Antiquitäten, die Stilmöbel? Und warum die Massen in die italienischen, flämischen, spanischen, griechischen Städte? Der organisierte Tourismus als Modalität des Konsums und der Ausbeutung der Freizeit, der Hang zum Malerischen und zum,Qualitäts`produkt genügen nicht, alles zu erklären. Es gibt noch etwas anderes. Was? Die Sehnsüchte, den Bruch mit dem Alltäglichen, den Verzicht auf die Modernität und auf das Schauspiel, daß sie sich selbst von sich selbst gibt, die Zuflucht zur Vergangenheit.“Google Scholar
  52. 61.
    So wurde mit Blick auf die gerade aktuelle Stadt-Bau-Soziologie gefordert, man solle — gleichsam als sozialen Vormund der Architekten — den Soziologen zum „Leiter der Stadtplanung“ machen: Vgl. W. Siebet, Zur Zusammenarbeit zwischen Architekten und Soziologen, in: Das Argument Heft 4/1967, S. 298; vgl. auch H. Korte (Hg.), Soziologie der Stadt, München 1972.Google Scholar
  53. 62.
    Vgl. H. P. Bahrdt, Die moderne Großstadt, a.a.O., und ders.: Humaner Städtebau, a.a.O.Google Scholar
  54. 63.
    Vgl. E. Salin: Urbanität, in: Erneuerung unserer Städte. Vorträge, Aussprachen und Ergebnisse der 11. Hauptversammlung des Deutschen Städtetages, Stuttgart 1960.Google Scholar
  55. 65.
    W. Siebel, a.a.O., S. 294.Google Scholar
  56. 66.
    H. P. Bahrdt, Umwelterfahrung, München 1974, S. 23.Google Scholar
  57. 67.
    Vgl. dazu die CIAM-Lehrsätze von 1933, in: U. Conrads, Programme und Manifeste zur Architektur des 20. Jahrhunderts, Berlin 1964.Google Scholar
  58. 68.
    Vgl. etwa H. P. Bahrdt, a.a.O.; dabei steht nicht mehr die materielle Produktion, sondern die Warenzirkulation im Mittelpunkt des Interesses. Besonders überzeichnet etwa bei P. Hammel, Unsere Zukunft: Die Stadt, Frankfurt/Main 1972, S. 21. Aus kritischer Sicht vgl.: R. Jakhel, Illusion und Realität der City, Aachen 1976.Google Scholar
  59. 69.
    E. Salin, Urbanität, a.a.O., S. 14.Google Scholar
  60. 70.
    H. P. Bahrdt, Die moderne Großstadt, a.a.O., S. 13, S. 16.Google Scholar
  61. 71.
    H. Adrian, a.a.O., S. 737.Google Scholar
  62. 72.
    P. Hammel, a.a.O., S. 20, S. 21.Google Scholar
  63. 73.
    U. Conrads, Umwelt Stadt. Argumente und Lehrbeispiele für eine humane Architektur, Reinbek bei Hamburg 1974, S. 130.Google Scholar
  64. 74.
    H. P. Bahrdt, a.a.O., S. 58 f.Google Scholar
  65. 75.
    P. Hammel, a.a.O., S. 29.Google Scholar
  66. 76.
    Dabei läßt sich eine durchgängige Argumentationslinie von G. Simmel über L. Wirth zu H. P. Bahrdt und anderen nachzeichnen.Google Scholar
  67. 77.
    P. Hammel, a.a.O., S. 32.Google Scholar
  68. 78.
    Vgl. die CIAM-Lehrsätze, a.a.O.; auch: H. Berndt, Das Gesellschaftsbild bei Stadtplanern, Stuttgart 1968.Google Scholar
  69. 79.
    P. C. Dienel im,Geleitwort` zur deutschen Ausgabe von: E. Goffman, Verhalten in sozialen Situationen. Strukturen und Regeln der Interaktion im öffentlichen Raum, Gütersloh 1971, S. 10 f.Google Scholar
  70. 81.
    H. P. Bahrdt, Umwelterfahrung, a.a.O., S. 39.Google Scholar
  71. 82.
    P. L. Berger, Einladung zur Soziologie. Eine humanistische Perspektive, München 1971, S. 52.Google Scholar
  72. 83.
    T. W. Adorno, Ohne Leitbild. Parva Aesthetika, Frankfurt/Main 1967, S. 111.Google Scholar
  73. 84.
    H. P. Bahrdt, Umwelterfahrung, a.a.O., S. 39 f.Google Scholar
  74. 88.
    P. D. Spreiregen, Urban Design. The Architecture of Cities and Towns, New York 1965, Zitiert in: R. Goodman, Stadtplanung als Geschäft oder die Handlanger am Reißbrett, Reinbek 1973, S. 86.Google Scholar
  75. 89.
    Vgl. hierzu die Versuche von M. Trieb, in: Stadtgestaltung, a.a.O., S. 17 f., wo ihm Stadtgestaltung „zum Prediger der Menschlichkeit im Sinne urbaner Individualität“ gerät.Google Scholar
  76. 92.
    Als breite Darstellung methodischer Ansätze vgl. K.-J. Krause, Verhaltensbezogene städtebauliche Gestaltung, Hannover 1976; vgl. auch M. Trieb, Stadtbild in der Planungspraxis, Stuttgart 1976.Google Scholar
  77. 93.
    M. Trieb, Stadtgestaltung, a.a.O., S. 15.Google Scholar
  78. 94.
    Vgl. hierzu Kapitel 4 dieses Buches.Google Scholar
  79. 96.
    Vgl. A. Carlini, B. Schneider, (Hg.), Architektur als Zeichensystem, Tübingen 1971; dazu auch: M. Kiemle, Ästhetische Probleme der Architektur, Quickborn 1967.Google Scholar
  80. 97.
    Vgl. U. Eco, Semiotik der Architektur, in: ders., Einführung in die Semiotik, München 1972; R. de Fusco, Architektur als Massenmedium, Gütersloh 1972.Google Scholar
  81. 98.
    Vgl. O. F. Bollnow, Mensch und Raum, Stuttgart 1963; dazu auch E. Ströker, Philosophische Untersuchungen zum Raum, Frankfurt/Main 1965.Google Scholar
  82. 99.
    Vgl. O. F. Bollnow, Probleme des erlebten Raumes, Schriftenreihe der Nordwestdeutschen Universitätsgesellschaft, Heft 34/1962.Google Scholar
  83. 100.
    Vgl. L. Kruse, Räumliche Umwelt, Berlin 1974, S. 77 f.Google Scholar
  84. 102.
    Vgl. H. Becker, K. D. Keim, Wahrnehmung in der städtischen Umwelt — möglicher Impuls für kollektives Handeln, Berlin 1973.Google Scholar
  85. 103.
    Richtungweisend auch für die architektbezogene Aktualisierung der Dimensionen des,gelebten` Raumes sind Studien in der Tradition lebensphilosophischen, phänomenologischen und existential-ontologischen Denkens. In diesem Zusammenhang besonders wirksam wurden die Lebenswelt-Analysen E. Husserls, an die neuere Studien zur phänomenologischen Psychologie einerseits und zur Soziologie andererseits anknüpfen. Vgl. dazu auch: M. Merleau-Ponty, Phänomenologie der Wahrnehmung, Berlin 1966.Google Scholar
  86. 104.
    B. Weinges, Zur sozialen Wirkung gebauter räumlicher Umwelt, Diss. Hannover 1973, S. 31 f.Google Scholar
  87. 105.
    Vgl. A. Rapaport u. a., Komplexität und Ambivalenz in der Umweltgestaltung, Stadtbauwelt 26/1970, S. 115.Google Scholar
  88. 106.
    Vgl. A. E. Pan, Über die Konsequenzen der Monotonie. Ein psychologischer Exkurs, in: Stadtbauwelt 20/1966, S. 571 f.Google Scholar
  89. 107.
    Andernfalls bietet sich zur Darstellung der bisher für Stadtbild-Analysen entwickelten Methoden eine Zuordnung zu verschiedenen Planungsebenen an, wie dies auch K.-J. Krause, Stadtgestaltung und Stadterneuerung, Bonn 1974, S. 14 f. darstellt und illustriert:Google Scholar
  90. Site-Analysis` als eine Vorstufe zur Flächennutzungsplanung, auf der großräumig die Verschränkung von Stadt und Landschaft untersucht wirdGoogle Scholar
  91. Raum-Gestalt-Analyse` als eine Zwischenstufe von Flächennutzungsplan und verbindlichem Bebauungsplan zur Untersuchung der stadträumlichen GliederungGoogle Scholar
  92. Townscape-Analysis` als Untersuchung städtebaulicher Einzelsituationen im Rahmen städtebaulicher EntwurfskonzeptionenGoogle Scholar
  93. Stadtgestalt-Analyse mit Schwerpunkt auf gestalterischen Entwurfskonzeptionen auf der Ebene des BebauungsplansGoogle Scholar
  94. Sequenz-Analysen` mit Schwerpunkt auf der bewegungsqualitativen Gestaltung von Wegen, Netzen und Knoten.Google Scholar
  95. 108.
    Am bekanntesten dürfte hier sein: G. Cullen, Townscape, London 1961.Google Scholar
  96. 109.
    Zur Untersuchung unterschiedlicher Erlebnis-und Verarbeitungsweisen vgl. S. Herlyn, Die bauliche Umwelt im Bewußtsein der Bevölkerung, Diss. Berlin 1973.Google Scholar
  97. 110.
    Vgl. dazu: P. Thiel, A Sequence-Experience Notation for Architectural and Urban Space, Town Planning Review, N. 32, 1961, S. 33 f.; G. Nitschke, P. Thiel, Entwicklung einer modernen Darstellungsmethode bewegungs-, zeit-und stimmungsstrukturierten Umwelterlebnisses, in: Bauen + Wohnen, H. 12, 1968, S. XII 1 f.; D. Appleyard, R. Myer, K. Lynch, The View from the Road, Cambridge 1964; J. Holzschneider, Rhythmus und visuelle Sequenz, in: Baumeister, Heft 4/1969.Google Scholar
  98. 111.
    M. Trieb, Stadtgestaltung, a.a.O., S. 215; vgl. auch die folgenden Seiten.Google Scholar
  99. 112.
    Vgl. L. Grund u. a., Modellfilmsimulation für die Kommunale Planungspraxis. Am Beispiel Fußgängerzone Neu-Isenburg, in: Stadtbauwelt Heft 51/1976; A. Markelin, Erfahrungen bei der Anwendung sensorischer Simulation im Städtebau, in: Bauwelt, Heft 25/1977.Google Scholar
  100. 113.
    K. Lynch, a.a.O., S. 19.Google Scholar
  101. 114.
    Vgl. C. Sitte, Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen, Wien 1889.Google Scholar
  102. 115.
    Auch wenn dabei den bestimmenden nicht-sinnlichen Determinanten der Wahrnehmung, den intervenierenden sozialen und psychologischen Variablen nicht Rechnung getragen wird und das vorgegebene Notationssystem (Brennpunkte, Ränder, Linien etc.) enge Grenzen setzt, gründen sich auch die meisten der neueren Stadtbild-Analysen noch auf diesen Ansatz. Dabei wurde der Ansatz Lynchs in zwei Richtungen weiterentwickelt: in,objektive Stadtbild-Analysen mit differenzierterem Notationssystem und in die Untersuchung,subjektiver` Stadt-Vorstellungen mit differenzierten,Erlebnisprofilen`. Hierzu vgl. T. Sieverts, Stadt-Vorstellungen, in: Stadtbauwelt, Heft 9/1966.Google Scholar
  103. 116.
    Umfangreiche Literaturangaben dazu in: W. Preiser (Hg.), Fourth International EDRA Conference, Stroudsburg 1973, Volume I, S. 240 f., Volume II, S.182 f.Google Scholar
  104. 117.
    Vgl. dazu auch H. Berndt, Ist der Funktionalismus eine funktionale Architektur?, a.a.O., S. 39 f.Google Scholar
  105. 118.
    Vgl. A. Waterhouse, Die Reaktion der Bewohner auf die äußere Veränderung der Städte, Berlin/New York 1972.Google Scholar
  106. 119.
    Hier sei nur an die breite sozialwissenschaftliche Methodenkritik an Wohnzufriedenheits-Untersuchungen erinnert, die auf psychologische Mechanismen aufmerksam macht, welche häufig zur zwanghaften Identifikation mit den gegebenen Lebensbedingungen führen.Google Scholar
  107. 120.
    J. Franke, Ansätze einer psychologischen Grundlagenforschung zur Stadtgestaltung, in: Mitteilungen der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, München 1972, S. 80.Google Scholar
  108. 121.
    Zu empirischen Untersuchungen vgl.: J. Franke, Zum Erleben der Wohnumgebung, Stadtbauwelt 1969, H. 51/52, S. 292 f.; J. Franke und J. Bortz, Beiträge zur Anwendung der Psychologie auf den Städtebau, in: Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie, Band XIX, 1972, S. 76 f. und S. 226 f.; J. Franke u. a., Die Erlebniswirkung von Wohnumgebungen, in: G. Kaminski, Umweltpsychologie, Stuttgart 1976.Google Scholar
  109. 122.
    Vgl. Institut für angewandte Sozialwissenschaften (Hg.), Eine vergleichende Studie über die Attraktivität von Großstädten, Bonn-Bad Godesberg 1972.Google Scholar
  110. 123.
    M. Trieb, a.a.O., S. 18.Google Scholar
  111. 125.
    J. Pahl, Gestaltorientierte Stadtplanung, in: H. Glaser (Hg.), Urbanistik, München 1974, S. 67.Google Scholar
  112. 130.
    J. Posener, Ist Stadtbaukunst noch zeitgemäß?, in: Stadtbauwelt, Heft 35/1972, S. 184 f.Google Scholar
  113. 131.
    Vgl. dazu A. Evers, Agglomerationsprozeß und Staatsfunktionen, in: R.-R. Grauhan, Lokale Politikforschung, Bd. 1, Frankfurt/Main 1975.Google Scholar
  114. 132.
    F. Engels, Die Lage der arbeitenden Klasse in England, in: MEW Bd. 2, Berlin 1972, S. 276 f.Google Scholar
  115. 134.
    K. Marx, Das Kapital, Bd. I, Berlin 1971, S.687; vgl. dazu: Das Kapital, Bd. 3, Berlin 1971, S. 627 f.Google Scholar
  116. 135.
    T. Sieverts, in: M. Trieb, Stadtgestaltung, a.a.O. S. 10.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1977

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  • Werner Durth

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