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Zusammenfassung

Die Auswertung der Literatur zeigt, daß die alkalische Hydrolyse bisher nahezu ausschließlich an verstreckten Polyesterfäden ohne weitere Fixierung bei Behandlungstemperaturen bis 100 °C untersucht worden ist. Unter diesen Bedingungen kommt es zu einem Abschälen der Faseroberfläche, der Restfaden wird nicht geschädigt. Die Untersuchung der alkalischen Hydrolyse in Abhängigkeit von der Temperatur ergab zwischen 60 °C und 100 °C die Gültigkeit der Arrheniusschen Gleichung, die Aktivierungsenergie wird mit 6,49 und 125,6 kJ/mol (15,5 und 3o,O kcal/mol) allerdings sehr unterschiedlich angegeben. Unklar bleiben der Zusammenhang zwischen der Laugenkonzentration und dem Faserabbau sowie die Zeitabhängigkeit des Gewichtsverlustes der Faser, auch wenn die Mehrzahl der Autoren eine Exponential-Funktion annimmt. Offen ist weiterhin, ob die bei Behandlungstemperaturen bis zu 100 °C für die alkalische Hydrolyse erhaltenen Angaben auch bei höheren Hydrolysetemperaturen zutreffen, da mit einer erhöhten Zugänglichkeit der Faser gerechnet werden muß.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1977

Authors and Affiliations

  • Giselher Valk
    • 1
  • Gerd Stein
    • 1
  1. 1.Deutsches Textilforschungszentrum Nord-West e. V.Textilforschungsanstalt KrefeldDeutschland

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