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Zusammenfassung

Verschiedene physiologische bzw. pharmakologische Untersuchungen haben Hinweise dafür erbracht, daß sich in der Skeletmuskulatur zwei Anteile der Durchblutung funktionell differenzieren lassen, die entsprechend ihrer Nutzbarkeit für den Substrataustausch zwischen Gefäßinhalt und Gewebe als „nutritiv“ bzw. „nicht-nutritiv“ bezeichnet wurden (Appelgren 1972; Ballard et al. 1964; Brakkee u.Vendrik 1971; Hyman et al. 1958; Schroeder 1966). Diese Ergebnisse stehen in Kontrast zu den Befunden morphologischer Studien, die wiederholt und einmütig das Fehlen von morphologisch faßbaren Kurzschlußgefäßen im Skeletmuskel, z.B. der sog. arterio-venösen Anastomosen, betonen (Eriksson u.Myrhage 1972; Eriksson et al. 1973; Grant 1964; Hammersen 1962, 1970; Stingl 1973), daneben aber auch keine anderen als Umgehungssysteme des Kapillarnetzwerks ansprechbaren Gefäße haben aufzeigen können. Die Diskrepanz zwischen physiologischen und pharmakologischen Maßergebnissen einerseits und fehlendem morphologischen Substrat andererseits hat zur Entwicklung von Konzepten geführt, in denen eine funktionelle Deutung der Dissoziation zwischen Durchblutungs-und Austausch-Regulation versucht wurde (Hirche u. Gaehtgens 1977). Diese Konzepte basieren teilweise auf der Angioarchitektonik der terminalen Strombahn (Grunewald u.Lübbers 1968; Grunewald 1973; Kessler 1974; Kessler et al. 1976; Zweifach 1939) teilweise auf dem von der Hämodynamik stark abhängigen Fließverhalten des strömenden Blutes (Schmid-Schönbein 1972).

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1977

Authors and Affiliations

  • Peter Gaehtgens
    • 1
  • Klaus-Ulrich Benner
    • 1
  • Sabine Schickendantz
    • 1
  1. 1.Institut für Normale und Pathologische PhysiologieUniversität zu KölnDeutschland

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