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Volkskunde

  • Heinrich L. Cox
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 3252)

Zusammenfassung

Innerhalb des Totenbrauches setzte seit der Aufklärung, verstärkt aber erst seit dem 19. Jahrhundert angesichts der Industrialisierung und Entfaltung der modernen bürgerlichen Gesellschaft, ein folgenreicher Mentalitätswandel ein, der letztendlich in unserer Zeit zu einer fast völligen Verdrängung des Todes aus dem Alltag führte. Aber gerade im Bereich des Todes läßt sich die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen bis in unser Jahrhundert nachweisen. In Deutschland vollzogen sich u. a. nach Ausweis der Sammlungen des Atlas der deutschen Volkskunde in den ersten drei Jahrzehnten nach 1900 in allen Schichten der Bevölkerung die augenfälligsten Umbrüche innerhalb der Bestattungs- und Trauerkultur; sie begannen in den Städten und fanden in den protestantischen Regionen stärkeren Niederschlag als in katholisch geprägten Räumen.

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Bibliographien

1. Tod und Sterben 1.1 Allgemeine Darstellungen

  1. 1.
    Aris, Philippe: Geschichte des Todes. 2. Auflage der deutschen Übersetzung aus dem Französischen. München/Wien 1980. Dazu: Aries, Philippe: Bilder zur Geschichte des Todes. München/Wien 1984. Grundlegende mentalitätsgeschichtlich ausgerichtete Synthese der Geschichte des Todes im Abendland (Schwerpunkt Frankreich).Google Scholar
  2. 2.
    Becker, Hansjacob/Einig, Bernhard/Ullrich, Peter-Otto (Hg.): Im Angesicht des Todes. Ein interdisziplinäres Kompendium. St. Ottilien 1987. Ein sehr breit gefächertes interdisziplinäres Werk aus unterschiedlichen Wissenschaftsrichtungen. Das zweibändige Buch ist in sieben Hauptkapitel eingeteilt, wobei der größte Teil theologischen Fachbereichen vorbehalten bleibt: V. Biblische Theologie, VI. Systematische Theologie und VII. Praktische Theologie. Ausgesprochen volkskundliche Beiträge sind nur durch den Beitrag von J. Baumgartner im Abschnitt II. Humanwissenschaften 1. Ethnologie/Volkskunde vertreten. Insgesamt bietet das Werk einen schlaglichtartigen und nicht repräsentativen Überblick über verschiedene Wissenschaftsdisziplinen zum Thema Sterben und Tod.Google Scholar
  3. 3.
    Boehlke, Hans-Kurt: Das Bestattungs- und Friedhofswesen in Europa. Wien 1977.Google Scholar
  4. 4.
    Braet, Herman/Verbeke, Werner: Death in the middleages. ML-Mediaevalia Lovaniensia, Series I/Studia IX, Leuven 1983, 19–77.Google Scholar
  5. 5.
    Brückner, Wolfgang: Das alte Thema Tod im Boom der neuen Literatur. In: Bayerische Blätter für Volkskunde, Jg. 11, 1984, 75–96.Google Scholar
  6. 6.
    Curare: Sterben und Tod. Eine kulturvergleichende Analyse. Verhandlungen der VII. Internationalen Fachkonferenz Ethnomedizin in Heidelberg, 5.- 8.4.1984, Hg. i.A. der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin von Sich, Dorothea/Figge, Horst H . /Hinderling, Paul. Sonderband 4/1985. Braunschweig/Wiesbaden 1986. Ein Sammelband mit Beiträgen von Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Disziplinen, wobei jedoch der Anteil der ethnologische Beiträge überwiegt. Die einzelnen Berichte reichen geographisch von Asien über Europa, Afrika bis zum amerikanischen Kontinent. Im Rahmen dieser Bibliographie wurde nur der volkskundliche Beitrag von Ebermuth Rudolph berücksichtigt. Am Ende des Werkes befindet sich eine ausführliche Bibliographie mit einer Literaturauswahl der beteiligten Fachrichtungen.Google Scholar
  7. 7.
    Fischer, Norbert: Vom Gottesacker zum Krematorium: Trauerkultur zwischen Tradition und bürgerlicher Rationalität. Eine sozialgeschichtliche Studie zum Umgang mit den Toten in Deutschland 1780–1930. Diss. Hamburg 1994.Google Scholar
  8. 8.
    Gundolf, Hubert: Totenkult und Jenseitsglaube. Mödling 1967.Google Scholar
  9. 9.
    Hugger, Paul: Die Darstellung soeben Verstorbener durch Lebende. Eine vergleichende volkskundliche Studie. In: Schweizer Archiv für Volkskunde 65 (1969), 180–207. Hugger gibt zunächst einen Überblick über unterschiedlichste Bräuche zur Behandlung unlängst Verstorbener, wobei mit historischen und ethnologischen Beispielen aus den verschiedensten Teilen Europas, aber auch Amerikas und Asiens, Raum und Zeit überbrückt. Seine zentrale Frage ist dabei, ob sich die verschiedenen Erscheinungen auf gemeinsame Wurzeln zurückführen lassen oder ob es sich um mehr oder weniger zufällige Analogien in der Erscheinungsform der Bräuche handelt. Hugger kommt schließlich zu dem Ergebnis, daß die deutliche Ähnlichkeit verschiedener Bräuche um den Verstorbenen aus der Notwendigkeit der Trauerbewältigung von einzelnen Individuen enstanden und durch Imitation schließlich in Form von Bräuchen Teil der Volkskultur wurden.Google Scholar
  10. 10.
    Illhardt, Franz Josef: Tod — Trauer — Transzendenz. Europäische Traditionen in Auseinandersetzung mit dem Tod. In: Curare. Sonderband: Sterben und Tod. Braunschweig 1986, 23–34. Der Autor geht von drei Prämissen für die Auseinandersetzung mit dem Tod aus. 1. Der Tod ist der finale Bestimmungsgrund des Lebens, 2. der Tod ist Faktor von Bilanz und Ganzheit des Lebens, und 3. der Tod dient als Aspekt der End-Gültigkeit aller Einzelentscheidungen. Diese drei Bedeutungslinien sind bedingt von dem Bewußtsein von Transzendenz. Der Autor erläutert diese Auffassung anhand von Beispielen aus der Trostliteratur, der Theorie und Praxis der Trauer und der Ars-moriendi-Literatur. Im letzten Abschnitt soll aufgezeigt werden, daß eine Wiederbelebung alter Bräuche in der Auseinandersetzung mit dem Tod nicht möglich ist, da der Traditionsbruch durch eine moderne, kritische Auseinandersetzung an Religion und Transzendenz bedingt ist.Google Scholar
  11. 11.
    Meuli, Karl: Drei Grundzüge des Totenglaubens. In: Meuli, Karl: Gesammelte Schriften Bd. 1, hrsg. von Thomas Gelzer. Basel/Stuttgart 1975, 303–331. Meulis Aufsatz über die drei Grundzüge des Totenglaubens gehört zu den wenigen wichtigen volkskundlichen Beiträgen, in denen aus wissenschaftlicher Sicht versucht wurde, sich auf theoretischer Ebene dem Untersuchungsfeld Totenglaube und -brauch zu nähern. Drei Grundzüge liegen nach Meuli den Totenvorstellungen zugrunde: 1. die Anschauung, daß der Tote weiterlebt, 2. die Überzeugung, daß er mächtig ist und 3. der Glaube, daß er gut und böse zugleich ist. Meuli greift die einzelnen Thesen auf und erläutert diese z.T. sehr ausführlich anhand von Beispielen. Als Quintessenz des Dargestellten ergibt sich, daß der Tote gut und böse zugleich ist und erst durch die Pflege und die Opfer im Rahmen des Totenkultus gnädig gestimmt wird und sich in ein dauerhaft gütiges Wesen verwandelt.Google Scholar
  12. 12.
    Ohler, Norbert: Sterben und Tod im Mittelalter. München 1993. Beschreibende Darstellung aufgrund historischer Quellen.Google Scholar
  13. 13.
    Schmidt, Leopold: Totenbrauchtum im Kulturwandel der Gegenwart. In: Anzeiger der phil . hist. Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Jg. 118, 1981, Nr. 6, 171–194 (=Mitteilungen des Instituts für Gegenwartsvolkskunde Nr. 10).Google Scholar
  14. 14.
    Schmied, Gerhard: Sterben und Trauern in der modernen Gesellschaft. Opladen 1985.Google Scholar
  15. 15.
    Stephenson, Gunther: Leben und Tod in den Religionen. Symbol und Wirklichkeit. Darmstadt 1980. Leben und Tod haben seit Jahrtausenden einen allgegenwärtigen Einfluß auf das Denken der Menschen. In diesem Buch wird die Thematik in 19 Aufsätzen von Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen erörtert. Zunächst werden generelle Themen behandelt. Die folgenden vier Kapitel sind nach regionalen Aspekten unterteilt: Europa, Afrika, Asien und Amerika. Es ist jedoch nicht nur die regionale Differenziertheit, die den internationalen und multidisziplinären Ansatz dieses Buches unterstreicht; die Einbindung von Themenbereichen wie Musik und Kunst und die Sichtweise der Ethnologen und Volkskundler unterstreichen den breitgefächerten Ansatz dieses Werkes.Google Scholar
  16. 16.
    Stüber, Karl: Commendatio animae. Sterben im Mittelalter. Bern/Frankfurt 1976.Google Scholar

1. Tod und Sterben 1.2 Überregionale Darstellungen

  1. 17.
    Becker, A.: Bestattungsbrauchtum vom Rhein zur Saar. In: Volk und Volkstum 2 (1937),76–84.Google Scholar
  2. 18.
    Döring, Alois: Der vergessene Tod. Ergebnisse einer Bestandsaufnahme alter Sterbe- und Totenbräuche im Rheinland. In: Katholisches Bildungswerk Bonn (Hg.): In Bonn katholisch sein. Ursprünge und Wandlungen in einer rheinischen Stadt. Bonn 1989, 159–168.Google Scholar
  3. 19.
    Der letzte Gang — De laatste gang: Totenbrauchtum — Gebruiken rond de Dood. Westmünsterland — OostNederland Kreis Borken. Enschede/Telgte/Vreden 1988. “Der letzte Gang — De laatste gang” ist ein Sammelwerk verschiedener Aufsätze deutscher und niederländischer Autoren zum Thema Sterben und Tod. Das Spektrum der Aufsätze reicht von Themen zum Brauchtum bei Sterben und Tod über Friedhofsgestaltung und -gebäude bis hin zu Denkmälern und Gedächtnistafeln für Verstorbene und Andenken aus dem Haar Verstorbener. Sämtliche Aufsätze sind in einer niederländischen und deutschen Fassung abgedruckt.Google Scholar
  4. 20.
    Hain, Mathilde: Tod und Begräbnis. Berichte. (Hessische Abteilung im Institut für Volkskunde, Universität Frankfurt), Frankfurt 1956.Google Scholar
  5. 21.
    Illi, Martin: Wohin die Toten gingen. Begräbnis und Kirchhof in der vorindustriellen Stadt. Zürich 1992. Das Werk beschäftigt sich mit dem Wandel der Begräbnisplätze von der Antike bis in die Gegenwart. In fünf Kapiteln werden die Leitlinien der Entwicklung dargestellt: Vom Gräberfeld zum Kirchhof, die Bestattungsplätze in der spätmittelalterlichen Stadt, Begräbniswesen und Bestattungsrituale, Begräbnis und Friedhof in der Reformationszeit, Zusammenfassung und Ausblick in die Moderne. Die aufgeführten Beispiele beziehen sich weitgehend auf die Schweiz. Ausführliche Literaturangaben.Google Scholar
  6. 22.
    Kolmer, L.: Sterben und Leben im späten Mittelalter. In: Wiedemann, F. (Hg.): Bilder aus der Heimat. Szenen und Begebenheiten aus der Geschichte Ostbayerns. Regensburg 1989, 90–104.Google Scholar
  7. 23.
    Kyll, Nikolaus: Tod, Grab, Begräbnisplatz, Totenfeier. Zur Geschichte ihres Brauchtums im Trierer Lande und in Luxemburg unter besonderer Berücksichtigung des Visitationshandbuches des Regino von Prüm (+ 915). Bonn 1972. Umfassende und profunde bis ins 20. Jh. reichende Darstellung aufgrund historischer, vor allem kirchlicher Quellen.Google Scholar
  8. 24.
    Lange, Erwin Rudolf: Sterben und Begräbnis im Volksglauben zwischen Weichsel und Memel. Würzburg 1955.Google Scholar
  9. 25.
    Löffler, Peter: Studien zum Totenbrauchtum in den Gilden, Bruderschaften und Nachbarschaften Westfalens vom Ende des 15. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts (= Forschungen zur Volkskunde 47) . Münster 1970. Gilden, Bruderschaften und Nachbarschaften nahmen eine besondere Stellung bei der Tradition von Bräuchen ein. Löfflers Arbeit versucht am Beispiel der Region Westfalen die besondere Stellung dieser Gemeinschaften anhand des Totenbrauchtums herauszustellen. Unter Auswertung archivalischer Quellen und Befragungsunterlagen aus den 30er und 50er Jahren wurden verschiedene Aspekte des Totenbrauchtums untersucht: Todansage, Totenwache, Leichenfolge, Leichenträger, Totengeläut, Totenlicht und Totenkerze, Bahrtuch, Totenmahl. Aufgrund der Stoffülle mußte aber auch auf einzelne Aspekte verzichtet werden. So wurde auf die Darstellung der liturgischen und volksreligiösen Aspekte des Totenbrauches verzichtet.Google Scholar
  10. 26.
    Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise — Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984. Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung im Münchner Stadtmuseum vom 4. Juli bis 9. September 1984. Die Beiträge sind in drei große Gruppen unterteilt: Memento mori, Die letzte Reise und In Memoriam. Insbesondere der zweite Abschnitt beinhaltet zwanzig Einzelbeiträge von den Bereichen “Sterben” über “Trauerkleidung” bis hin zu “Leichenschmaus” . Abschnitt drei “In Memoriam” setzt Schwerpunkte in der Volkskunst, der Grabgestaltung und der Gefallenenbestattung im Wandel der Jahrhunderte. Die einzelnen Beiträge beziehen sich weitgehend auf den bayerischen Raum.Google Scholar
  11. 27.
    Schmidt, Volker: Slawische Bestattungssitten auf dem Territorium des Bezirkes Neubrandenburg. In: Neubrandenburger Mosaik (1983), 5–12.Google Scholar
  12. 28.
    Staffler, Richard: Totenbräuche in Süddtirol. In: Der Schlern 30 (1956), 414–423.Google Scholar
  13. 29.
    Tod und Begräbnis. Berichte. Hg. von der Hessischen Abteilung im Institut für Volkskunde, Universität Frankfurt, 1956.Google Scholar
  14. 30.
    Zur Geschichte des Bestattungswesens in Wien. Im Dienste der Gemeinschaft 1907–1982. 75 Jahre städtische Bestattung. Hg. v.Wiener Stadtwerke/Städtische Bestattung. Wien 1982. Bildband: Totentransport, Aufbahrung, Kondukt, Erdbestattung, Feuerbestattung, Todesnachricht, Totengedenken, Friedhof) .Google Scholar

1. Tod und Sterben 1.3 Todesvorzeichen

  1. 31.
    Atlas der deutschen Volkskunde. Hg.v. Heinrich Harmjanz und Erich Röhr. Leipzig 1937–1940. Karten 107–109: Vögel, deren Ruf den Tod ankündet. Der Atlas der deutschen Volkskunde basiert auf Fragebogenmaterial, das zwischen 1930 und 1935 in ca. 20.000 Orten des deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 und in den deutschen Sprachinseln Südosteuropas erhoben wurde.Google Scholar
  2. 32.
    Grober-Glück, Gerda: Todesvorzeichen bei Tod und Begräbnis. In: Zender, Matthias (Hg.): Atlas der deutschen Volkskunde NF, Erläuterungen Bd. II, Marburg 1966–1982, 411–426, Karten Atlas der deutschen Volkskunde NF 70–72d. Der Atlas der deutschen Volkskunde basiert auf Fragebogenmaterial, das zwischen 1930 und 1935 in ca. 20.000 Orten des deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 und in den deutschen Sprachinseln Südosteuropas erhoben wurde.Google Scholar

2. Rechtliches

  1. 33.
    Meier, John: Ahnengrab und Rechtsstein. Untersuchungen zur deutschen Volkskunde und Rechtsgeschichte. Berlin 1950. Meiers Untersuchung liegt die These zugrunde, daß Ahnengrab und Rechtsstein ursprünglich identisch sind. Dabei sind die von Meier untersuchten Ahnengräber in erster Linie prähistorische Großsteingräber, die in späterer Zeit die Funktion von Thingplätzen oder anderen Rechtsplätzen erhielten.Google Scholar
  2. 34.
    Ranke, Kurt: Rosengarten. Recht und Totenkult. Hamburg 1951. Die noch häufig in Orts-, Flur- und Straßennamen auftauchende Bezeichnung des “Rosengartens” ist nach Ranke der Hinweis auf altgermanische Kultplätze. Dabei ist eine Funktion als Totenort, als Gerichtsstätte sowie als Hinrichtungsplatz denkbar.Google Scholar
  3. 35.
    Siuts, Hinrich: Bann und Acht und ihre Grundlagen im Totenglauben (=Schriften zur Volksforschung 1) . Berlin 1959.Google Scholar

2. Rechtliches 2.1 Todesstrafe

  1. 36.
    Barring, L.: Götterspruch und Henkerhand. Die Todesstrafen in der Geschichte der Menschheit. Bergisch Gladbach 1967. Barring versucht, die Entwicklung und die Bedeutung der Todesstrafe in der Menschheitsgeschichte aufzuzeigen. Er folgt dabei nicht unbedingt einer Chronologie der Todesstrafe als zeitliche Abfolge der Entwicklung der Tötungstechniken, sondern der Autor war um eine sachliche Gruppierung bemüht, die jedoch in einem geschichtlichen Rahmen steht. Die Hauptthemengruppen bilden somit drei große Kapitel — vom Autor als Bücher bezeichnet. Buch eins ist übertitelt mit “In der Hand der Götter” und beschäftigt sich mit den sogenannten Gottesurteilen. Buch zwei — “In der Hand des Henkers” — behandelt unterschiedliche Hinrichtungstechniken — Beil, Schwert, Galgen, Pfahl und Rad. Buch drei “Der Tod aus der Maschine” zeigt die Technisierung des staatlich sanktionierten Tötens auf. Im Anhang des Buches findet sich eine Zeittafel zur Geschichte der Hinrichtung.Google Scholar
  2. 37.
    Feucht, Dieter: Grube und Pfahl. Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Hinrichtungsbräuche. Diss. Tübingen 1967. Feuchts Dissertation beschäftigt sich mit einer Sonderform der Hinrichtung, dem “Lebendigbegraben” und dem “Pfählen”, die beide auch zusammen in unterschiedlichen Kombinationen auftreten konnten. Sein Hauptanliegen ist es, über historische Quellen die Herkunft und die Funktion dieser Strafform zu erklären und die Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte aufzuzeigen.Google Scholar
  3. 38.
    Ilg, Karl: Späte Nachweise des “Lebendigeingrabens” als Strafvollzug aus den Alpenländern. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 10 (1959), 232–237.Google Scholar
  4. 39.
    Leder, Karl Bruno: Die Todesstrafe. Ursprung, Geschichte, Opfer. München 1986.Google Scholar

2. Rechtliches 2.1 Todesstrafe 2.1.1 Leichenbestrafung

  1. 40.
    Brückner, Wolfgang: Leichenbestrafung. In: Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, 16. Lieferung 1978, Sp, 1810–1814. Die Bestrafung von vor der eigentlichen rechtskräftigen Hinrichtung Verstorbenen ist seit dem Mittelalter in vielen Fällen überliefert. Dazu zählt auch das Köpfen vor dem Rädern oder Vierteilen oder das Erdrosseln vor dem Verbrennen auf dem Scheiterhaufen. Brückner liefert eine Reihe von Beispielen aus verschiedenen Rechtsquellen über diese Form der Bestrafung.Google Scholar

2. Rechtliches 2.1 Todesstrafe 2.1.2 Scharfrichter, Henker

  1. 41.
    Irsigler, Franz/Lasotta, Arnold: Bettler und Gaukler, Dirnen und Henker. Außenseiter in einer mittelalterlichen Stadt. Köln 1984, München 1989.Google Scholar
  2. 42.
    Schattenhofer, Michael: Der Tod durch den Henker. In: Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise. Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984, 163–174.Google Scholar
  3. 43.
    Schuhmann, Helmut: Der Scharfrichter. Seine Gestalt, seine Funktion. Kempten 1964.Google Scholar
  4. 44.
    Dülmen, Richard van: Das Schauspiel des Todes. Hinrichtungsrituale in der frühen Neuzeit. In: Dülmen, Richard van/Schindler, Norbert (Hg.): Volkskultur. Frankfurt 1984, 203–245. Neben der Funktion der Hinrichtung in der Gesellschaft befaßt sich van Dülmen ausführlich mit der Entwicklung der einzelnen Formen der Hinrichtung vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Anhand von vielen Beispielen aus verschiedenen deutschen Regionen werden die unterschiedlichen Arten der Hinrichtung (Verbrennen, Hängen, Köpfen, Ertränken etc.) in Verbindung mit den Straftaten und unterschiedlichen Ständen dargelegt. Dabei wird die staatspolitische Bedeutung der Todesstrafe und ihre Wirkung auf das Volk ausgeführt.Google Scholar
  5. 45.
    Elsener, Ferdinand: Zur “Befreiung” des Scharfrichters. In: Schweizer Archiv für Volkskunde 44 (1947), 66–72. Der Beruf des Scharfrichters gehörte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zu den “unehrlichen” Berufen. Durch dieses Stigma durften Angehörige dieses Berufes keine “ehrlichen” Personen heiraten. Die einzige Möglichkeit für den Scharfrichter für sich und seine Familie, diesen Makel der Unehrlichkeit zu verlieren, bestand darin, nach der Berufsaufgabe den König um “Befreiuung” zu bitten. Elsener beschreibt einen solchen Fall aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.Google Scholar

2. Rechtliches 2.1 Todesstrafe 2.1.3 Richtstätte

  1. 46.
    Helfer, Christian: Positionsmerkmale des Galgenplatzes am unteren Mittelrhein. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 13/14, (1962/63), 39–59. Helfer beschreibt einzelne verschiedene Topographien für die Hinrichtungsstätte. Dabei ist sein Untersuchungsraum auf die Umgebung von Bonn und die benachbarten Gemeinden beschränkt. Als topographische Klassifizierung unterteilt Helfer die Hinrichtungsstätten in solche auf einem Hügel oder erhöhter Position, auf freiem Feld, aber auch auf besondere Merkmale wie Nordlage oder Wassernähe des Hinrichtungsplatzes. Als weitere Merkmale werden die Grenznähe zur Nachbarge meinde, Dingplatz und Marktplatz mit Beispielen aus dem mittelrheinischen Raum erläutert.Google Scholar

2. Rechtliches 2.2 Gewaltsamer Tod 2.2.1 Mord/Totschlag

  1. 47.
    Schmidt-Wiegand, Ruth: Mord und Totschlag in der älteren deutschen Rechtssprache. In: Forschungen zur Rechtsarchäologie und rechtlichen Volkskunde 10 (1988), 47–84.Google Scholar

2. Rechtliches 2.2 Gewaltsamer Tod 2.2.1 Mord/Totschlag 2.2.1.1 Kindestötung/Abtreibung

  1. 48.
    Pfeil, Sigurd Graf von: Das Kind als Objekt der Planung. Eine kulturhistorische Untersuchung über Abtreibung, Kindertötung und Aussetzung. Göttingen 1979.Google Scholar
  2. 49.
    Stukenbrock, Karin: Abtreibung im ländlichen Raum Schleswig-Holsteins im 18. Jahrhundert. Eine sozialgeschichtliche Untersuchung auf der Basis von Gerichtsakten (= Studien zur Volkskunde und Kulturgeschichte Schleswig-Holsteins Band 28) . Neumünster 1993. Stukenbrock betrachtet das Problemfeld Abtreibung im 18. Jahrhundert auf verschiedenen Ebenen: obrigkeitliche Verordnungen, rechtliche Bestimmungen, geistesgeschichtlicher Kontext, die herrschenden Vorstellungen über die soziale Wirklichkeit und die Lebenswelt des 18. Jahrhunderts.Google Scholar

2. Rechtliches 2.2 Gewaltsamer Tod 2.2.2 Suizid

  1. 50.
    Geiger, Paul: Die Behandlung der Selbstmörder im deutschen Brauch. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde 26, 1925, 145–170. Aus den antiken Quellen läßt sich nicht erkennen, daß der Selbstmord bei den Germanen als unehrenhaft galt und besondere Maßnahmen für Selbstmörder ergriffen wurden. Erst seit dem Mittelalter sind Rechtsbräuche zur Behandlung von Selbstmördern überliefert. Seit dem 12. Jahrhundert sind auch profane Strafen bekannt. Diese reichen von Verbrennen bis zu Wegschwemmen in Fässern. In der Schweiz beginnt sich die Behandlung von Selbstmördern seit dem 17. Jahrhundert zu wandeln. Es kommt zu ersten ehrlichen Begräbnissen für diesen Personenkreis.Google Scholar
  2. 51.
    Kühnel, Harry: “da erstach sich mit wilin selber ” : Zum Selbstmord im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Sprache und Recht, Berlin u. a. 1986, 474–489 Selbstmord konnte im Mittelalter selbst durch die drohende öffentliche Bestrafung nicht verhindert werden. Dem Selbstmörder drohte, nicht auf einem Kirchhof beerdigt zu werden und die Konfiskation seines Besitzes. Kühnel stellt anhand von Beispielen aus den Städten Frankfurt/Main und Nürnberg aus der Zeit vom 13. bis zum 16. Jahrhundert einerseits die Art der Selbsttötung (Erhängen, Ertränken, Sprung oder Erstechen), die jahreszeitlichen Schwankungen und die Häufigkeit der Selbstmorde nach Wochentagen dar. In einem weiteren Kapitel wendet er sich dem sozialen Status der Selbstmörder und deren Motiven — soweit dies aus den Quellen ersichtlich ist — zu.Google Scholar

3. Einstellung zu Sterben und Tod

  1. 52.
    Baum, Stella: Der verborgene Tod. Auskünfte über ein Tabu. Frankfurt/M. 1976.Google Scholar
  2. 53.
    Baum, Stella: Plötzlich und unerwartet. Todesanzeigen. Düsseldorf 1980. Stella Baum sammelte über einen Zeitraum von 20 Jahren (1960–1980) Todesanzeigen aus der Tagespresse. Das Buch stellt den Versuch dar, die Quellengattung “Todesanzeige” als Quelle für die mutmaßliche Einstellung zum Verstorbenen zu nutzen. Die angeführten Beispiele werden jedoch nicht analysiert, die einzelnen Kapitel haben einen weitgehend deskriptiven Charakter. Auf die Verwendung von Sekundärliteratur wurde verzichtet.Google Scholar
  3. 54.
    Freudenthal, Herbert: Volkskundliche Streiflichter auf das Zeitgeschehen X, Nr. 48: Gedanken über den Tod. In: Beiträge zur deutschen Volks- und Altertumskunde 12 (1968), 141–145. Grundlage für Freudenthals streiflichtartiger Betrachtung sind Umfragen des Allensbacher Instituts für Demoskopie zum Thema Tod. Anhand dieser Angaben versucht der Aufsatz aus volkskundlicher Sicht die Veränderung der Einstellung der Menschen zu Sterben und Tod in der Nachkriegszeit aufzuzeigen.Google Scholar
  4. 55.
    Helmers, Sabine: Tabu und Faszination. Über die Ambivalenz der Einstellung zu Toten. Berlin 1989.Google Scholar
  5. 56.
    Imhof, Arthur E.: Die gewonnenen Jahre. Von der Zunahme unserer Lebensspanne seit dreihundert Jahren, oder: von der Notwendigkeit einer neuen Einstellung zu Leben und Sterben. Ein historischer Essay. München 1981.Google Scholar
  6. 57.
    Imhof, Arthur E.: “Mitten im Leben sind wir vom Tod umgeben” : im 16. Jahrhundert ja — heute nein. Der radikale Wandel der Sterblichkeit in den letzten vier Jahrhunderten und seine Auswirkungen (= Jahrbuch des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Bd. 2, hg. v. Renate Wittern 1983). Sonderdruck Stuttgart 1985.Google Scholar
  7. 58.
    Jeggle, Utz: In stolzer Trauer. Umgangsformen mit dem Kriegstod während des 2. Weltkriegs. In: Tübinger Beiträge zur Volkskultur (1986), 242–262.Google Scholar
  8. 59.
    Kloke, Ines Elisabeth: Lebenslauf und Lebensende in Leichenpredigten des 16. bis 18. Jahrhunderts. In: Gerontologie und Sozialgeschichte (1983), 75–90. Anliegen des Aufsatzes Klokes ist es, den Quellenwert der Textgattung “Leichenpredigt” in bezug auf die Personalia in zeitlicher, räumlicher und schichtenspezifischer Begrenzung ihrer Aussagefähigkeit zu untersuchen. Zwar lassen sich geschlechts- und schichtenspezifische Unterschiede erkennen, werden aber von dem kirchlichen Bestrebungen überdeckt, die Gleichheit des Menschen vor dem Tode zu betonen. Das zweite Anliegen des Aufsatzes war es, “Alter” als eine unbestimmte Lebensphase vor dem Tod auf der Basis der Leichenpredigten zu problematisieren. Auch hier stellt sich heraus, daß die letzte Phase vor dem Tode einem normativen Charakter unterliegt: der wahre Christ ist der, der sich lange auf den Tod vorbereitet.Google Scholar
  9. 60.
    Latzel, Klaus: Vom Sterben im Krieg: Wandlungen in der Einstellung zum Soldatentod vom Siebenjährigen Krieg bis zum 2. Weltkrieg. Warendorf 1988.Google Scholar
  10. 61.
    Mohr, Rudolf: Der unverhoffte Tod. Theologie- und kulturgeschichtliche Untersuchungen zu außergewöhnlichen Todesfällen in Leichenpredigten. Marburg 1982.Google Scholar
  11. 62.
    Narr, Dieter: Zum Euphemismus in der Volkssprache. Redensarten und Wendungen um “tot”, “Tod” und “sterben” . In: Württembergisches Jahrbuch für Volkskunde 2 (1956), 112–119.Google Scholar
  12. 63.
    Vovelle, Michel: Die Einstellungen zum Tode. Methodenprobleme, Ansätze, unterschiedliche Interpretationen. In: Imhof, Arthur (Hg.): Biologie des Menschen in der Geschichte. Stuttgart 1978, 174–197.Google Scholar
  13. 64.
    Wiebel-Fanderl, Oliva: “Wenn ich dann meine letzte Reise antrete” Zur Präsenz des Todes und der Todesbewältigung in Autobiographien. In: Heller, Andreas/Weber, Therese/Wiebel-Fanderl, Oliva (Hg.): Religion und Alltag. Interdisziplinäre Beiträge zu einer Sozialgeschichte des Katholizismus in lebensgeschichtlichen Aufzeichnungen. Wien/Köln 1990, 217—249.Google Scholar
  14. 65.
    Windau, Rolf: Einstellungen zu Tod und Sterben in der europäischen Geschichte. In: Windau, Rolf/Rosemeier, Hans Peter (Hg.): Tod und Sterben. Berlin 1984, 15–26.Google Scholar

3. Einstellung zu Sterben und Tod. 3.1 Memento Mori/Ars moriendi

  1. 66.
    Harvolk, Edgar: In morte sumus. Ein Beitrag zur Ikonographie des Todes. In: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 1982, 27–37. Die ikonographische Darstellung des Todes ist seit der Zeit der frühen Neuzeit bis ins späte 19. Jahrhundert permanenten Veränderungen unterworfen. Dies betrifft nicht nur die Darstellung des baumfällenden Todes sondern auch andere Memento-mori-Bilder des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Diese Veränderung gipfelt in dem Ersetzen des personifizierten Todes durch Chronos oder durch den sanften Todesengel bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Harvolk bewertet dies als einen “beginnenden Verzicht auf die Verbildlichung des Todes”.Google Scholar
  2. 67.
    Imhof, Arthur E.: Normen gegen die Angst des Sterbens. In: Lenz, Rudolf (Hg.): Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften Bd. 3, Marburg 1984, 271–285.Google Scholar
  3. 68.
    Imhof, Arthur E.: Die Lebenszeit. Vom aufgeschobenen Tod und von der Kunst des Lebens. München 1988.Google Scholar
  4. 69.
    Imhof, Arthur E.: Ars moriendi. Die Kunst des Sterbens einst und heute. Wien/Köln 1991.Google Scholar
  5. 70.
    Rudolf, Rainer: Ars moriendi. Von der Kunst des heilsamen Lebens und Sterbens (=Forschungen zur Volkskunde 39) . Köln, Graz 1957. Das Werk ist in zwei große Blöcke geteilt. In Teil I, “ Die Kunst des heilsamen Lebens”, werden die die Betrachtung über den Tod, die Verachtung der Welt, die Gedichte über den Tod, das Vado mori und der Totentanz, in Teil II, “ Die Kunst des heilsamen Sterbens”, wird die Entwicklungsgeschichte der Ars moriendi anhand der bis zu Erscheinungsjahr des Bandes veröffentlichten Literatur und des Handschriftenbefundes nachgezeichnet.Google Scholar

4. Totenbrauch

  1. 71.
    Patricia Steines, Jüdisches Brauchtum um Sterben, Tod und Trauer. In: Becker, Hansjakob/Einig, Bernhard/Ullrich, Peter-Otto (Hg.): Im Angesicht des Todes. Ein interdisziplinäres Kompendium, Bd. 1 St. Ottilien 1987, 135–154.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.1 Sterbebegleitung

  1. 72.
    Senger, Basilius: Die kirchliche Totenfeier. Eine Handreichung für die Trauergemeinde nach dem neuen Begräbnisritus. Kevelaer 1972.Google Scholar
  2. 73.
    Zulehner, P.M.: Heirat, Geburt, Tod. Eine Pastorale zu den Lebenswenden. Wien 1981/3.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.1 Sterbebegleitung 4.1.1 Sakramente/Versehgang/Totenfeier

  1. 74.
    Baumgartner, Jakob: Christliches Brauchtum im Umkreis von Sterben und Tod. In: Becker, Hansjacob/Einig, Bernhard/Ulrich, Peter Otto (Hg.): Im Angesicht des Todes. Ein interdisziplinäres Kompendium. St. Ottilien 1987, 97–133.Google Scholar
  2. 75.
    Berger, Placidus: Religiöses Brauchtum im Umkreis der Sterbeliturgie in Deutschland (=Forschungen zur Volkskunde, Heft 41) . Münster 1966. Basis dieser Arbeit bildet neben allgemeinen volkskundlichen Quellen die gründliche Auswertung liturgischer Urkunden sowie zahlreicher ungedruckter und gedruckter Diözesan- und Klosterritualien aus der Zeit des 12. bis 19. Jahrhunderts. Die Untersuchung beschränkt sich dabei auf das unmittelbare Umfeld des Sterbens, das Sterbebrauchtum von der Vorbereitung auf den Tod über den Eintritt des Todes bis hin zum Beerdigungsbrauchtum. Dementsprechend gliedert sich das Werk in drei große Teile: Darstellung der Grundanschauung, die Vorbereitung zum Sterben und Brauchtum nach dem Eintritt des Todes.Google Scholar
  3. 76.
    Grass, Franz: Sakralkultur und Kirchenrecht. Zur Rechtsgeschichte der Prozessionen, Versehgänge sowie des Bruderschaftswesens in den österreichischen Alpenländern, besonders in Tirol. In: Österreichisches Archiv für Kirchenrecht 16 (1965), 263–275. Grass zeichnet in seinem Aufsatz die Entwicklung der Prozessionen und der Versehgänge seit dem 14. bis zum 16. Jahrhundert nach. Dabei steht weniger der volkskundliche Aspekt des Ablaufes eines Versehganges im Vordergrund, sondern mehr die Entwicklung von Bruderschaften oder ähnlichen Vereinigungen zur Begleitung und zum Schutz der Geistlichen und des Sakramentes vor Angriffen durch Protestanten.Google Scholar
  4. 77.
    Grass, Franz: Studien zur Sakralkultur und Kirchlichen Rechtshistorie Österreichs. Innsbruck 1967.Google Scholar
  5. 78.
    Grün, Hugo: Die kirchliche Beerdigung im 16. Jahrhundert. In: Theologische Studien und Kritiken 105/2 (1933), 138–209. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich ein breitgefächertes Spektrum verschiedener christlicher Bräuche um den Umkreis von Sterben und Tod entwickelt. Der Autor möchte den Wandel aufzeigen, den ausgewählte Bräuche aus diesem Bereich besonders in den letzten Jahrzehnten durchliefen. Dabei steht vor allen Dingen der Einfluß kirchlich-liturgischer Handlungen auf Bräuche im Vordergrund. Der erste Teil des Beitrags beschäftigt sich mit der Vorbereitung auf den Tod — das Sterben. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Bräuchen nach Eintritt des Todes. Er ist weiter untergliedert in Bräuche unmittelbar nach dem Eintritt des Todes (Todansagen u.ä.), Bräuche zwischen der Aufbahrung und der Beerdigung (Totenwache), Bräuche bei der Bestattung (Zug zum Grab, Leichenfolge, Leichenmahl) und schließlich das Gedenken nach dem Tod.Teil drei beschreibt den Wandel der Einstellung einhergehend mit der Aufgabe alter Bräuche. Die einzelnen Unterpunkte beleuchten den Wandel der Lebensund Sterbebedingungen, die Verdrängung des Todes, den Schwund des Sterbebrauchtums in unserer Zeit sowie Relikte älteren Totenbrauchtums in unserer Zeit.Google Scholar
  6. 79.
    Heckel, Georg: Das evangelische Begräbnis. In: Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise — Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984, 145–148. Heckel zeigt zunächst im Überblick die Geschichte des evangelischen Begräbnisses im Kirchenkreis München-Oberbayern auf, wobei jedoch die erste offizielle evangelische Beerdigung erst 1801 auf dem südlichen Friedhof in München stattfand. Schlaglichtartig werden kirchliche Betreuung der Sterbenden, das evangelische Begräbnis mit den Varianten Erdbestattung und Feuerbestattung sowie die Entwicklung des evangelischen Friedhofs erläutert.Google Scholar
  7. 80.
    Niedermeier, Hans: Der Versehgang. In: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 1976/77 (1978), 157–172.Google Scholar
  8. 81.
    Schauerte, Heinrich: Volkskundliches zur heiligen Ölung und zum Versehgang. In: Theologie und Glaube 48 (1958), 121–128.Google Scholar
  9. 82.
    Schauerte, Heinrich: Totbeten und Totenmessen für Lebende. In: Theologie und Glaube 49 (1959), 141–144.Google Scholar
  10. 83.
    Schauerte, Heinrich: Die Totentaufe. In: Theologie und Glaube 50 (1960), 210–214.Google Scholar
  11. 84.
    Schreiber, Georg: Totendienst am Montag. Zur Rechtsgeschichte, Liturgiegeschichte, Volkskunde der Wochentage. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 5, 1958, 28–47.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.1 Sterbebegleitung 4.1.2 Nachbarschaftshilfe beim Todesfall

  1. 85.
    Baruzzi-Leicher, Renate: Nachbarschaftshilfe beim Tod (unter Mitarbeit von Frauenknecht, Gertrud) . In: Zender, Matthias (Hg.): ADV NF Erläuterungen II, Marburg 1966–1982, 303–312. Der Atlas der deutschen Volkskunde basiert auf Fragebogenmaterial, das zwischen 1930 und 1935 in ca. 20. 000 Orten des deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 und in den deutschen Sprachinseln Südosteuropas erhoben wurde. Die Auswertungen dieser Antworten sind im Hauptatlaswerk (ADV-NF) auf der Karte 47 b im Maßstab 1:4.000.000 festgehalten. Sonderformen, die nicht auf dieser Karte erfaßt werden konnten, sind auf weiteren Karten im Text dargestellt und im Text erläutert. Hauptanliegen ist es, die räumliche Verbreitung der Aufgaben und Pflichten der Nachbarschaft beim Todesfall aufzuzeigen und die Sonderformen zu beschreiben. Es findet keine interpretative Auseinandersetzung mit den Karteninhalten statt.Google Scholar
  2. 86.
    Löffler, Peter: Studien zum Totenbrauchtum in den Gilden, Bruderschaften und Nachbarschaften Westfalens vom Ende des 15. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts (=Forschungen zur Volkskunde 47) . Münster 1970.Google Scholar
  3. 87.
    Zender, Matthias: Gestalt und Wandel der Nachbarschaft im Rheinland. In: Aus Geschichte und Landeskunde. Forschungen und Darstellungen Franz Steinbach zum 65. Geburtstage. Bonn 1960, 502–534. Behandelt werden: Grabmachen und Läuten der Nachbarn, Waschen und Kleiden des Toten, Tragen des Sarges sowie die Totenwache.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.1 Sterbebegleitung 4.1.3 Fußfallbeten

  1. 88.
    Zender, Matthias: Spätmittelalterliche Frömmigkeit und Volksbrauch. Das Beten der sieben Fußfälle im Rheinland. In: Festschrift Josef Quint anläßlich seines 65. Geburtstages. Bonn 1964, 291–303.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.2 Tod ansagen 4.2.1 Todesanzeige

  1. 89.
    Baum, Stella: Plötzlich und unerwartet. Todesanzeigen. Düsseldorf 1980. Stella Baum sammelte über einen Zeitraum von 20 Jahren (1960–1980) Todesanzeigen aus der Tagespresse. Das Buch stellt den Versuch dar, die Quellengattung “Todesanzeige” als Quelle für die mutmaßliche Einstellung zum Verstorbenen zu nutzen. Die angeführten Beispiele werden jedoch nicht analysiert, die einzelnen Kapitel haben einen weitgehend deskriptiven Charakter. Auf die Verwendung von Sekundärliteratur wurde verzichtet.Google Scholar
  2. 90.
    Grümer, Karl-Wilhelm/Helmrich, Robert: Die Todesanzeige. Viel gelesen, jedoch wenig bekannt. Deskription eines wenig erschlossenen Forschungsmaterials. In: Historische Sozialforschung 19 (1984), 60–108.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.2 Tod ansagen 4.2.2 Totenwache

  1. 91.
    Kyll, Nikolaus: Tod, Grab, Begräbnisplatz, Totenfeier. Zur Geschichte ihres Brauchtums im Trierer Lande und in Luxemburg unter besonderer Berücksichtigung des Visitationshandbuches des Regino von Prüm (+ 915) . Bonn 1972. Umfassende und profunde bis ins 20. Jh. reichende Darstellung aufgrund historischer, vor allem kirchlicher Quellen. Totenwache: S. 30–44; Entwicklung der Totenwache und ihre Reglementierung, Trinken und Spielen bei der Totenwache.Google Scholar
  2. 92.
    Zender Matthias: Das Volksleben in den Rheinlanden seit 1815. In: Rheinische Geschichte. Hg. v.Franz Petri und Georg Droege. Bd. 3, Düsseldorf 1979, 759–875. Darin u.a. S.774 ff: Totenwache und ihre Reglementierung in Verbreitung und Entwicklung, Trinken und Spielen bei der Totenwache.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.2 Tod ansagen 4.2.3 Totenklage

  1. 93.
    Cramer, Maria: Trauergewand und Totenklage in Nordwesteuropa und ihre Parallelen im Orient. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 1956, 1–20. Der zweite Teil des Aufsatzes beschäftigt sich mit der Totenklage, wobei Cramer den Urtypus der Totenklage in der Klage von Isis und Nephthys sieht. Auch hier zieht Cramer Parallelen von der orientalischen Totenklage hin zur Totenklage im nordeuropäischen Raum. Trotz dieser Ähnlichkeiten bemerkt Cramer abschließend, daß “die Ähnlichkeiten im Totenkult bei Völkern verschiedenartigster Kulturen [...] keineswegs auf Beziehungen zueinander beruhen [müssen]” (S. 19) . Sie sieht diese mehr als einen dem Menschen ureigenen “Kräftestrom”.Google Scholar
  2. 94.
    Leicher, Richard: Die Totenklagen in der deutschen Epik. Breslau 1926.Google Scholar
  3. 95.
    Neumann, M.: Die Totenklage. Diss. Münster 1936.Google Scholar
  4. 96.
    Suppan, Wolfgang: Über die Totenklage im deutschen Sprachraum. In: Journal of the International Folk Music Council 15 (1963), 18–24.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.3 Versorgung des Toten 4.3.1 Waschen des Toten

  1. 97.
    Wolf-Knuts, Ulrika: Die Totenwaschung als ein Weg zum Gleichgewicht. In: Ethnologia Scandinavica (1988), 142–145.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.3 Versorgung des Toten 4.3.2 Totenkleid/Sterbehemd

  1. 98.
    Schade, Heidemarie: Das letzte Hemd. Sterbekleider aus Papier. In: Volkskunst 8/4 (1985), 36–40. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es in Deutschland besonders bei ärmeren Bevölkerungsschichten üblich, anstelle der besten Kleidung oder bereits zu Lebzeiten angeschaffter Sterbehemden spezielle Totenkleider zu benutzen. Eine besondere Form dieser speziellen Totenkleidung — besonders in Kriegs- und Krisenzeiten — waren solche aus Papier oder billigem Stoff, von denen sich nur wenige Exemplare in Archiven und Sammlungen erhalten haben. Sterbehemden und Sargaccessoirs aus Papier konnten jedoch nur in Kriegszeiten bestehen. Nach dem Krieg wurden sie wieder durch aufwendigere Produkte abgelöst. Sterbehemden aus Papier wurden bis in die 60er Jahre hergestellt und besonders von ärmeren Leuten verlangt.Google Scholar
  2. 99.
    Zender, Matthias, Grabbeigaben. In: Atlas der deutschen Volkskunde NF. Hg. v. Matthias Zender, Erläuterungen, Bd.1, Marburg 1959–1964, 233–380. Darin u.a. S.349–366: Beigaben und Bekleidung der toten Wöchnerin, Hochzeitsanzug/Brautkleid als Totenkleid, Schuhe und Pantoffel als Bestandteil der TotenkleidungGoogle Scholar

4. Totenbrauch 4.3 Versorgung des Toten 4.3.3 Aufbahrung

  1. 100.
    Kip, Georg: Das Totenlaken. Der Gebrauch des schwarzen Leichentuchs, mit 4 Abb. In: Rheinisch-westfäliche Zeitschrift für Volkskunde 3, 1956, 224–226.Google Scholar
  2. 101.
    Steilen, Dietrich: Totenheck und Totenlaken. In: Heimat und Volkstum 1956, 32–35.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.3 Versorgung des Toten 4.3.3 Aufbahrung 4.3.3.1 Totenbrett (zur Aufbahrung, Beerdigung; als Denkmal; als Todesanzeige)

  1. 102.
    Alteneder, Wilhelm: Totenbretter, Pfingstritt und Drachenstich. In: Bayernland 1965, 240–245. Totenbrett zur Aufbahrung, Beerdigung, als Denkmal.Google Scholar
  2. 103.
    Hartinger, Walter: Das Totenbrett. Überlegungen zur Nomenklatur und Genese des Brauchs. In: Jahrbuch für Volkskunde 5 (1982),127–148. Totenbrett zur Aufbahrung, Beerdigung, als Denkmal.Google Scholar
  3. 104.
    Huber, Josef, Das Brauchtum der Totenbretter. o.O. 1956. Lediglich der deskriptive Teil der Arbeit (Verbreitung der Totenbretter) ist brauchbar. Totenbrett zur Aufbahrung, Beerdigung, als Denkmal.Google Scholar
  4. 105.
    Lang, Josef: Die Totenbretter. In: Die Oberpfalz 1964, 248–250.Google Scholar
  5. 106.
    Plötz, Robert: Das Totenbrett im Totenbrauchtum des Niederrheins. Viersen o.J. (1983) (= Informationsblatt des niederrheinischen Freilichtmuseums Grefrath Nr. 1.) . Die niederrheinischen Totenbretter (nicht zu verwechseln mit den bayerischen Totenbrettern) gehörten der Kirche und wurden im Falle eines Todes vor dem Sterbehaus aufgestellt, wo sie ausschließlich dazu dienten, den Todesfall anzuzeigen. 107. Werner, Paul/Werner, Richilde: Totenbrett und Gedenkbrett. In: Jahrbuch der Bayerischen Denkmalpflege 35 (1981), 200–234. Totenbretter zur Aufbahrung, Beerdigung, als Denkmal.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.3 Versorgung des Toten 4.3.3 Aufbahrung 4.3.3.2 Totenbahre

  1. 108.
    Cox, H.L.: Die Bezeichnungen des Sarges im Kontinental-Westgermanischen. Eine wortgeographisch-volkskundliche Untersuchung (=ADV NF Beiheft 2). Marburg 1967. Dort: S.50–55: Bahre/Abbildungen.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.3 Versorgung des Toten 4.3.3 Aufbahrung 4.3.3.3 Sarg/Urne

  1. 109.
    Cox, H.L.: Die Bezeichnungen des Sarges im Kontinental-Westgermanischen. Eine wortgeographisch-volkskundliche Untersuchung (=ADV NF Beiheft 2). Marburg 1967. Die Arbeit beschreibt die bezeichnungsgeschichtliche Entwicklung der mundartlichen und hochsprachlichen Bezeichnungen des Sarges.Google Scholar
  2. 110.
    Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur (Hg.): Vom Totenbaum zum Designersarg. Zur Kulturgeschichte des Sarges von der Antike bis zur Gegenwart. Ausstellungskatalog Kassel (Museum für Sepulkralkultur) 1993.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.4 Bruderschaften/Gilden

  1. 111.
    Grass, Franz: Sakralkultur und Kirchenrecht. Zur Rechtsgeschichte der Prozessionen, Versehgänge sowie des Bruderschaftswesens in den österreichischen Alpenländern, besonders in Tirol. In: österreichisches Archiv für Kirchenrecht 16 (1965), 263–275. Grass zeichnet in seinem Aufsatz die Entwicklung der Prozessionen und der Versehgänge seit dem 14. bis zum 16. Jahrhundert nach. Dabei steht weniger der volkskundliche Aspekt des Ablaufes eines Versehganges im Vordergrund, sondern mehr die Entwicklung von Bruderschaften oder ähnlichen Vereinigungen zur Begleitung und zum Schutz der Geistlichen und des Sakramentes vor Angriffen durch Protestanten.Google Scholar
  2. 112.
    Löffler, Peter: Studien zum Totenbrauchtum in den Gilden, Bruderschaften und Nachbarschaften Westfalens vom Ende des 15. bis. zum Ende des 19. Jahrhunderts (=Forschungen zur Volkskunde 47). Münster 1970.Google Scholar
  3. 113.
    Mann, Harald Johannes: Die barocken Totenbruderschaften. Entstehung, Entwicklung, Aufgabe, Struktur, Verwaltung und Frömmigkeitspraxis. Eine kultur-, gesellschafts- und frömmigkeitsgeschichtliche Untersuchung. In: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte 39 (1976), 127–151. Die Ursprünge der Totenkonfraternitäten sind bis in die Antike nachzuvollziehen. Bis in die Neuzeit nahmen diese Bruderschaften eine wichtige Stellung im Totenbrauchtum ein, wurden aber mit zunehmender Säkularisierung seit dem 19. Jahrhundert recht schnell zurückgedrängt. Am ehesten in den Alpenländern haben sich solche Fraternitäten gehalten und besitzen auch heute noch eine wichtige Stellung im rezenten Totenbrauch.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.4 Bruderschaften/Gilden 4.4.1 Bestattungsunternehmen

  1. 114.
    Becker, Kurt/Ludwig Daniel: Moderne Gestaltungs- und Präsentationsformen im Bestattungsgewerbe. Diplomarbeit Offenbach (Hochschule für Gestaltung) 1988/89 (Teilveröffentlichung durch das Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. Bonnn o. J.).Google Scholar
  2. 115.
    Koch, Günter-Michael: Bestattungswagen im Wandel der Zeit. Von der Kutsche zum Fahrzeug der achtziger Jahre. Berlin 1987.Google Scholar
  3. 116.
    Schiller, Gisela: Der organisierte Tod. Beobachtungen zum modernen Bestattungswesen. Diss. Freiburg, Düsseldorf o.J. [1991]. Der Titel dieser Freiburger Dissertation verspricht mehr als die Arbeit tatsächlich hält. Die Verfasserin beschreibt unkritisch ihre über einige Wochen bei einem Freiburger Bestatter gemachten Beobachtungen.Google Scholar
  4. 117.
    Kaufmann, Ursula: Der Leichenhausdekorateur. In: Schweizer Volkskunde 69 (1979), 69–70.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.5 Totenfeier 4.5.1 Totenkrone, -kranz

  1. 118.
    Segschneider, Ernst Helmut: Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis nach einer Dokumentation des Atlas der deutschen Volkskunde (=Werken und Wohnen 10). Köln 1976. Der Brauch der Totenkrone bzw. des Totenkranzes bestand bis ca. 1870 noch in allen Teilen des deutschen Sprachgebietes. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzt der Prozeß des Abbaus ein. Segschneider vermag auf Grund der Frage 164 des ADV ein für die Zeit um 1930 im großen und ganzen sachlich, räumlich und zeitlich gegliedertes Bild zu schildern. 33 Abbildungen und umfassende Literaturangaben.Google Scholar
  2. 119.
    Metken, Sigrid: Hochzeitskranz und Totenkrone. Der Rosmarin im Volksbrauch In: Volkskunst 11/1 (1988), 10–17. Die Verwendung des Rosmarin als Accessoire von Hochzeitkranz und Totenkranz bzw. -krone steht im Vordergrund dieses Aufsatzes. Im Vergleich mit anderen Gelegenheiten wird deutlich, daß der Rosmarin in erster Linie bei Hochzeiten und Trauerfeiern von besonderer Bedeutung war und bei anderen Gelegenheiten nur selten Verwendung fand.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.6 Begräbnis 4.6.1 Ledigenbegräbnis

  1. 120.
    Segschneider, Ernst Helmut: Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis nach einer Dokumentation des ADV (=Werken und Wohnen 10) . Köln 1976. Der Brauch der Totenkrone bzw. des Totenkranzes bestand bis ca. 1870 noch in allen Teilen des deutschen Sprachgebietes. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzt der Prozeß des Abbaus ein. Segschneider vermag auf Grund der Frage 164 des ADV ein für die Zeit um 1930 im großen und ganzen sachlich, räumlich und zeitlich gegliedertes Bild zu schildern. 33 Abbildungen und umfassende Literaturangaben.Google Scholar
  2. 121.
    Zender Matthias: Das Volksleben in den Rheinlanden seit 1815. In: Rheinische Geschichte. Hg. v. Franz Petri und Georg Droege. Bd. 3, Düsseldorf 1979, 759–875. Hierin: S.782 ff: Bräuche beim Begräbnis der Ledigen.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.7 Grabmachen/Totengräber

  1. 122.
    Scheibmayr, Erich: Totengräber. In: Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise. Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984, 218–221.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.7 Grabmachen/Totengräber 4.7.1 Feuerbestattung

  1. 123.
    Thalmann, Rolf: Urne oder Sarg. Auseinandersetzungen um die Einführung der Feuerbestattung im 19. Jahrhundert (=Europäische Hochschulschriften, Reihe 19, Volkskunde, Ethnologie; Abt. A, Volkskunde Bd. 14). Bern/Frankfurt/Las Vegas 1978. Der Verfasser beschreibt und Interpretiert den Innovationsverlauf der Feuerbestattung seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Untersuchungsraum umfaßt dabei die Schweiz, Deutschland und Italien, wobei der Verfasser eine in die Tausende zählende Menge von “Propagandaschriften” als Quelle heranzieht. Im dritten Kapitel befaßt sich T. mit den technischen Problemen der Feuerbestattung. Im letzten Kapitel rücken die Träger und der Ablauf derselben in den Blickpunkt der Erörterungen.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.8 Grab

  1. 124.
    Meier, John: Ahnengrab und Rechtsstein. Untersuchungen zur deutschen Volkskunde und Rechtsgeschichte. Berlin 1950. Meiers Untersuchung liegt die These zugrunde, daß Ahnengrab und Rechtsstein ursprünglich identisch sind. Dabei sind die von Meier untersuchten Ahnengräber in erster Linie prähistorische Großsteingräber, die in späterer Zeit die Funktion von Thingplätzen oder anderen Rechtsplätzen erhielten.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.8 Grab 4.8.1 Grabschmuck

  1. 125.
    Bringemeier, Martha: Blumen im Beerdigungsbrauchtum. Von der Angleichung des Dorfes an die Stadt. In: Rheinische-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 22, 1976, 86–90.Google Scholar
  2. 126.
    Segschneider, Ernst Helmut: Totenkranz und Totenkrone im Ledigenbegräbnis nach einer Dokumentation des ADV (=Werken und Wohnen 10). Köln 1976. Der Brauch der Totenkrone bzw. des Totenkranzes auf dem Grabe oder auf dem Sarg bestand bis ca. 1870 noch in einigen Teilen des deutschen Sprachgebietes. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzt der Prozeß des Abbaus ein. Segschneider vermag auf Grund der Frage 164 des ADV ein für die Zeit um 1930 im großen und ganzen sachlich, räumlich und zeitlich gegliedertes Bild zu schildern. 33 Abbildungen und umfassende Literaturangaben.Google Scholar
  3. 127.
    Zischka, Ulrike: Blechblumenschmuck und Perlkränze. In: Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise — Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984, 339–342. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts verdrängen Blechblumenschuck und Perlkränze den bis dahin vorherrschenden Grabschmuck aus echten Blumen. In kleinen Bereichen hat sich ein eigener industrieller Zweig entwickelt, der sich auf die Herstellung dieser Schmuckstücke spezialisiert hat.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.8 Grab 4.8.2 Grabbeigaben

  1. 128.
    Schwebe, Joachim: Spuren wendischer Nachzehrer-Vorstellungen im östlichen Niedersachsen. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 10l (1959), 238–252. Nachzehrer sind Tote, die durch ihre Aktivität aus dem Grabe Angehörige oder andere Dorfbewohner nachholen (töten). Hier: u.a. Grabbeigaben zum Schutz gegen das Nachholen.Google Scholar
  2. 129.
    Zender, Matthias: Die Grabbeigaben im heutigen deutschen Volksbrauch. In: Zeitschrift für Volkskunde 55, 1959, 32–51. M. Zender versucht den Nachweis zu erbringen, daß die Totenmünze als Grabbeigabe im mitteldeutschen Raum das Ergebnis zweier Kulturströmungen (einerseits über Griechenland, Italien und die Romania, anderseits über Griechenland und den Balkan) darstellt.Google Scholar
  3. 130.
    Zender, Matthias: Grabbeigaben. In: Zender, Matthias (Hg.): Atlas der deutschen Volkskunde NF, Erläuterungen Bd I, Marburg 1963, 233–380. Das gesamte deutsche Sprachgebiet umfassende Arbeit auf Grund der Fragebogen des Atlas der deutschen Volkskunde. Dazu Karten ADV NF 13–20b: Geldbeigaben, Brauchtum bei Geldbeigaben; Nahrungsmittel und zugehörige Gegenstände; Genußmittel und zugehörige Gegenstände; Waschzeug, Kamm, Bürste; Obst, insbesondere Zitrone; Blumen und Pflanzen; Gegenstände religiöser Art; andere Beigaben; Beigaben der toten Wöchnerin; Verbot von Beigaben) .Google Scholar

4. Totenbrauch 4.9 Bestattungsorte

  1. 131.
    Gaedke, Jürgen: Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts. 6. Auflage, Köln 1992. Mit ausführlicher Quellensammlung des geltenden staatlichen und kirchlichen Rechts. Stand 1. Januar 1992.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.9 Bestattungsorte 4.9.1 Kirche

  1. 132.
    Polley, Rainer: Das Verhältnis der josephinischen Bestattungsreformen zu den französichen unter dem Ancien Regime und Napoleon I. In: Boehlke, Hans-Kurt (Hg.): Vom Kirchhof zum Friedhof: Wandlungsprozesse zwischen 1750 und 1850. Kasseler Studien zur Sepulkralkultur 2, Kassel 1984, 109–124. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Wandlung der Sepulkralkultur unter Einfluß der josephinischen Reformen und den Erlässen unter dem Ancien Regime. Hier wird vor allen Dingen die Wandlung vom Begräbnis in der Kirche oder auf dem Kirchhof zu außerhalb liegenden Friedhöfen aufgezeigt. In einer Übersicht werden die wichtigsten Erlässe in den verschiedenen Regionen Deutschlands zum Verbot des Begräbnisses innerhalb der Kirche aufgeführt.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.9 Bestattungsorte 4.9.2 Kirchhof/Friedhof/Friedhofsordnungen/Bepflanzung

  1. 133.
    Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. (Hg.): Umgang mit historischen Friedhöfen (=Kasseler Studien zur Sepulkralkultur 3) . Kassel 1984.Google Scholar
  2. 134.
    Boehlke, Hans-Kurt (Hg.): Wie die Alten den Tod gebildet. Wandlungen der Sepulkralkultur 1750–1850 (=Kasseler Studien zur Sepulkralkultur 1; Katalog der Ausstellung im Wissenschaftszentrum Bonn-Bad Godesberg 1979) . Mainz 1979.Google Scholar
  3. 135.
    Boehlke, Hans-Kurt: Kirchhof — Gottesacker — Friedhof. Wandlungen der Gesellschaft — Wandlungen der Pietät. In: Im Angesicht des Todes. Liturgie als Sterbe- und Trauerhilfe. Ein interdisziplinäres Kompendium. Bd. 1, Mainz 1979, 163–180.Google Scholar
  4. 136.
    Boehlke, Hans-Kurt (Hg.): Umgang mit historischen Friedhöfen (=Kasseler Studien zur Sepulkralkultur 3). Tagung der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V., Bielefeld 1983. Kassel 1984. Der Autor gibt zunächst einen Überblick über die neuere Literatur zur Entwicklung des Friedhofes. Im zweiten Teil beschäftigt sich Boehlke mit den Wandlungsprozessen des Begräbnisplatzes in dem Zeitraum von 1750 und 1850. Er geht zunächst auf die Vorstufen von der Spätantike bis zum Mittelalter ein und wendet sich in einem weiteren Teil den Wandlungsprozessen bis in die Zeit der Aufklärung zu.Google Scholar
  5. 137.
    Boehlke, Hans-Kurt (Hg.): Vom Kirchhof zum Friedhof: Wandlungsprozesse zwischen 1750 und 1850. Kassel 1984e. Sammelband mit Beiträgen des Symposions zum Forschungsvorhaben “Erfassung und Dokumentation der Sepulkralkultur des Klassizismus, der Romantik und des Biedermeiers” vom 11. bis 13. Mai 1981 in Mülheim/Ruhr.Google Scholar
  6. 138.
    Dautermann, Christoph: Kirchhöfe und Kirchhofsspeicher in Nordwestdeutschland. Zur Stellung von Kleinbauten im dörflich-städtischen Bereich seit dem ausgehenden Mittelalter. In: Beiträge zum städtischen Bauen und Wohnen in Nordwestdeutschland. Münster 1988, 283–306.Google Scholar
  7. 139.
    Derwein, Herbert: Geschichte des christlichen Friedhofs in Deutschland. Frankfurt a.M. 1931.Google Scholar
  8. 140.
    Grün, Hugo: Der deutsche Friedhof im 16. Jahrhundert. In: Hessische Blätter 24 (1925), 64–97. Grün versucht einen kurzen Abriß über die Geschichte des Friedhofs bzw. des Begräbnisplatzes allgemein aufzuzeigen. Dabei führt er auch die Gründe an, die zur Verlagerung der einzelnen Typen von Begräbnisstätten führten.Google Scholar
  9. 141.
    Happe, Barbara: Gottesäcker gegen Mitnacht und freyer Durchzug der Winde. Hygiene auf dem Friedhof des 18. Jahrhunderts. In: Jahrbuch des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung 7 (1990), 205–231.Google Scholar
  10. 142.
    Happe, Barbara: Die Entwicklung der deutschen Friedhöfe von der Reformation bis 1870. Tübingen 1991.Google Scholar
  11. 143.
    Kok, H.L.: Entstehung und Entwicklung der Friedhöfe in den östlichen Niederlanden. In: Der letzte Gang — De laatste gang: Totenbrauchtum Gebruiken rond de dood. Westmünsterland — Oost-Nederland — Kreis Borken. Enschede/Telgte/Vreden 1988, 159–245.Google Scholar
  12. 144.
    Melchert, Herbert: Die Entwicklung der deutschen Friedhofsordnungen. Diss. Dessau 1929.Google Scholar
  13. 145.
    Peiter, K.: Der evangelische Friedhof — Von der Reformation bis zur Romantik. Diss. Berlin 1968.Google Scholar
  14. 146.
    Polley, Rainer: Das Verhältnis der josephinischen Bestattungsreformen zu den französichen unter dem Ancien Regime und Napoleon I. In: Boehlke, Hans-Kurt (Hg.): Vom Kirchhof zum Friedhof: Wandlungsprozesse zwischen 1750 und 1850. Kasseler Studien zur Sepulkralkultur 2, Kassel 1984, 109–124. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Wandlung der Sepulkralkultur unter Einfluß der josephinischen Reformen und den Erlässen unter dem Ancien Regime. Hier wird vor allen Dingen die Wandlung vom Begräbnis in der Kirche oder auf dem Kirchhof zu außerhalb liegenden Friedhöfen aufgezeigt. In einer Übersicht werden die wichtigsten Erlasse in den verschiedenen Regionen Deutschlands zum Verbot des Begräbnisses innerhalb der Kirche aufgeführt.Google Scholar
  15. 147.
    Richter, Gerhard: Die Wandlung des friedhofsarchitektonischen Erscheinungsbildes für die Zeit von 1750 bis 1850. In: Boehlke, Hans-Kurt (Hg.): Vom Kirchhof zum Friedhof: Wandlungsprozesse zwischen 1750 und 1850. Kasseler Studien zur Sepulkralkultur 2, Kassel 1984, 137–143. Der Beitrag zeigt die einzelnen Faktoren und gestalterischen Einflüsse auf, die ausschlaggebend für das Erscheinungsbild der Friedhöfe seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland wurden.Google Scholar
  16. 148.
    Rietschel, Christian: Das Bild des Friedhofes in der Romantik. In: Boehlke, Hans-Kurt (Hg.): Vom Kirchhof zum Friedhof: Wandlungsprozesse zwischen 1750 und 1850. Kasseler Studien zur Sepulkralkultur 2, Kassel 1984, 145–158.Google Scholar
  17. 149.
    Richter, Gerhard: Zur historischen Pflanzenverwendung auf Friedhöfen. In: Schuchard, J ./Claussen, H. (Hg.): Vergänglichkeit und Denkmal. Beiträge zur Sepulkralkultur. Bonn 1985, 33–41. Der Beitrag stellt die historische Entwicklung der Verwendung verschiedener Pflanzen von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit hinein vor. Ein Wandel ist besonders bei der metaphorischen Verwendung von Pflanzen zu beobachten, wobei der heutige Friedhof vom gepflegten “Kunstobjekt” bis hin zur ökologischen Grünzone reichen kann. Das Thema “Das Bild des Friedhofes in der Romantik” wird in diesem Beitrag in erster Linie am Werk C.D. Friedrichs und seinem Freundeskreis aufgezeigt. Im Vordergrund steht der geistig-seelische Hintergrund der Künstler in ihrer Zeit, die das Bild des Friedhofes und des Todes zu einem Leitgedanken ihres Schaffens erhoben. Daneben wird aber auch der dokumentarische Wert der Bilder als Zeitdokumente analysiert.Google Scholar
  18. 150.
    Roth, Ernst: Zur Halachah des jüdischen Friedhofs. in: UDIM . Zeitschrift der Rabbinerkonferenz in der Bundesrepublik Deutschland 4 (1974), 97121 und 5 (1975), 89–124.Google Scholar
  19. 151.
    Schmitt, Bernhard: Vom Kirchhof zum Friedhof. Worte und Bilder zur Neugestaltung unserer Friedhöfe (Sonderdruck aus Friedhof und Denkmal 1967)Google Scholar
  20. 152.
    Sörries, Reiner: Zum Umgang mit Grabkammern und anonymen Bestattungen. In: Der Friedhofsgärtner. Brauschweig 1993, 95–103.Google Scholar
  21. 153.
    Walzer, Albert: Zur Wehrfriedhof-Forschung. In: Deutsche Gaue 48 (1956), 84–88.Google Scholar
  22. 154.
    Schweizer, Johannes: Kirchhof und Friedhof. Eine Darstellung der beiden Haupttypen europäischer Begräbnisstätten. Linz 1956. Das Werk setzt sich mit dem Themenbereich der christlichen Begräbnisstätten auseinander. In drei Kapiteln werden der katholische Kirchhof, derprotestantische Kirchhof und der Friedhof behandelt. Dabei versucht der Autor für jede dieser Gattungen ein breites Spektrum von der geschichtlichen Entwicklung bis hin zu neuen Trends (1956) der Gestaltung aufzuzeigen. Abgerundet wird das Werk durch einen Bildteil, ein Sachregister und ausführliche Literaturangaben.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.9 Bestattungsorte 4.9.2 Kirchhof/Friedhof/Friedhofsordnungen/Bepflanzung 4.9.2.1 Beinhaus/Karner

  1. 155.
    Burgstaller, Ernst: Schädelbeschriftung und -bemalung in den österreichischen Alpenländern. In: Volkskunde im Ostalpenraum, Graz 1961, 71–84. In Österreich, besonders im Bereich des Salzkammerguts, haben sich Reste des Brauches erhalten, die Toten nach einer gewissen Ruhezeit zu exhumieren und die Schädel zu beschriften und/oder zu bemalen. Burgstaller zeigt die Entwicklung dieses Brauches seit dem ausgehenden Mittelalter auf und bringt Beispiele verschiedener Formen der Schädelbehandlung bzw. -gestaltung. Mit dem beginnenden 20. Jahrhundert wurden in zunehmendem Maße die Ossuarien oder Karner aufgelöst und die dort aufgestellten Schädel wieder begraben. Die beigefügte Karte, die aufgrund der Befragungen des Atlas der österreichischen Volkskunde enstand, zeigt die Verbreitung des Brauches der Schädelbeschriftung zu Beginn der 50er Jahre (1952).Google Scholar
  2. 156.
    Kyll, Nikolaus: Tod, Grab, Begräbnisplatz, Totenfeier. Zur Geschichte ihres Brauchtums im Trierer Lande und in Luxemburg unter besonderer Berücksichtigung des Visitationshandbuches des Regino von Prüm (1915). Bonn 1972. Umfassende und profunde bis ins 20. Jahrhundert reichende Darstellung aufgrund historischer, vor allem kirchlicher Quellen. Beinhaus: S. 114120.Google Scholar
  3. 157.
    Metken, Sigrid: Seelkerker, Schädel und Totengebein. In: Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise — Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984, 330–332. Das Exhumieren und Aufstellen der ausgewählter Knochen Verstorbener besonders des Schädels — und deren Bemalung war besonders im süddeutschen und im Alpenraum weit verbreitet. Metken gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklung dieses Brauches in Oberbayern.Google Scholar
  4. 158.
    Hula, Franz: Mittelalterliche Kultmale. Die Totenleuchten Europas, Karner, Schalensteine und Friedhofsoculus. Wien 1970.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.9 Bestattungsorte 4.9.2 Kirchhof/Friedhof/Friedhofsordnungen/Bepflanzung 4.9.2.2 Totenleuchte

  1. 159.
    Hula, Franz: Mittelalterliche Kultmale. Die Totenleuchten Europas, Karner, Schalensteine und Friedhofsoculus. Wien 1970.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.10 Leichenmahl

  1. 160.
    Frauenknecht, Gertrud/Prinz, Jutta/Wiegelmann, Günter: Das Totenmahl (Karte NF 21–29) . In: Zender, Matthias (Hg.): Atlas der deutschen Volkskunde, NF, Erläuterungen Bd. I. Marburg 1959–1964, 393–624. Hier: Speisen, Gebäcke, Getränke; Wandel und soziale Unterschiede; Ort, Teilnehmer; Bezeichnungen, Redensarten. Der Atlas der deutschen Volkskunde basiert auf Fragebogenmaterial, das zwischen 1930 und 1935 in ca. 20. 000 Orten des deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 und in den deutschen Sprachinseln Südosteuropas erhoben wurde.Google Scholar
  2. 161.
    Heizmann, Berthold: Ländliche Festspeisen im nördlichen Rheinland. Das Totenmahl zwischen 1870 und 1910 als Beispiel. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 29 (1984), 147–161 Das Totenmahl war noch im 19. Jahrhundert ein wichtiger Bestandteil des Begräbnisses. Verschiedene archivalische Quellen deuten darauf hin, daß die ausgedehnten Gelage im Anschluß an die Beerdigung z.T. Anlaß zu Klagen boten. Heizmann zeigt anhand eines Hausbuches einer Gastwirtschaft die Entwicklung der Speisen zum Totenmahl in dem Zeitraum von 1870 bis 1909 auf. Durch Einbeziehung des Fragebogenmaterials des Atlas der deutschen Volkskunde wird deutlich, daß das Totenmahl in der Zeit von 1870 bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts allmählich “zum Kaffee mit Imbiß verkümmert” (159).Google Scholar
  3. 162.
    Oexle, Otto Gerhard: Mahl und Spende im mittelalterlichen Totenkult. In: Frühmittelalterliche Studien 18 (1984), 117–133.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.11 Trauer

  1. 163.
    Stubbe, Hannes: Formen der Trauer. Eine kulturanthropologische Untersuchung. Berlin 1984. In “Formen der Trauer” wird ein breitgefächertes Spektrum der verschiedenen Aspekte zu Trauer und Trauern beleuchtet. Dabei wird dieser Themenkomplex in erster Linie aus ethnologischer Sicht analysiert. Einzelne Exkurse bzw. Kapitel behandeln Trauerpraktiken der südamerikanischen Indianer und afro-brasilianische Trauerriten. Kapitel 1.3 betrachtet die Trauer in der europäischen Kulturgeschichte, wobei der Bogen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert gespannt wird. Ausführliche Literaturangaben.Google Scholar
  2. 164.
    Stubbe, Hannes: Prolegomena zu einer kulturanthropologischen Theorie der Trauer. In: Curare/Sonderband, Sterben und Tod. Braunschweig 1986, 237–255. Trauer ist ein Objekt der kulturanthropologischen Forschung. Zunächst werden Grundbegriffe wie “Trauer” und “Kulturanthropologie” geklärt und das heute bekannte Wissen nach ethnographischen, kulturhistorischen, soziologischen, psychologischen und biologischen Methoden geordnet. Vor diesem Hintergrund werden die Kulturelemente der Trauer herausgestellt, die sich in allen Kulturregionen finden lassen. Abschließend wird der Trauerprozeß in seinen Phasen beleuchtet.Google Scholar
  3. 165.
    Staib, H. “Arm und Reich im Tode gleich”? Zur Kultur des Trauerns und Gedenkens. In: Baden und Württemberg im Zeitalter Napoleons. Ausstellung des Landes Baden-Württemberg, Bd. 1.2, Katalog, Stuttgart 1987, 1252–1254.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.11 Trauer 4.11.1 Trauerzeit/Trauerkleidung/Trauerschmuck/Trauerfarbe

  1. 166.
    Brückner, Wolfgang: Roß und Reiter im Leichenzeremoniell. Deutungsversuch eines historischen Rechtsbrauches. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 15/16, (1964/65), 144–209. Brückner beschreibt Pferd und Reiter als Elemente des höfischen Leichenzeremoniells in Europa seit dem 14. Jahrhundert am Beispiel von Frankreich, England und Deutschland. Quellenkritisch widerlegt er ältere mythologische Deutungen des Pferdes im Begräbniszug als Relikt des kultischen Pferdeopfers bei den Germanen. Auf der Basis der historischen Entwicklung des höfischen Bestattungszeremoniells interpretiert Brückner das Trauerpferd im Gesamtzusammenhang des Rituals als nur eine Kategorie von Prunkrossen neben anderen (z.B. den ‘Freudenrossen’) . Dabei geht es weniger um eine Repräsentanz des Verstorbenen selbst als vielmehr um die Symbolisierung seines Standesdaseins und seiner Ämterfunktionen. Seit dem 17. Jahrhundert finden sich Pferd und Reiter nurmehr im militärischen Bereich, nämlich im Begräbniszeremoniell für herausragende Kriegshelden, und in der jüngsten Vergangenheit nur noch bei den Bestattungen von Königen und Staatspräsidenten als Oberbefehlshaber der jeweiligen nationalen Armee.Google Scholar
  2. 167.
    Cramer, Maria: Trauergewand und Totenklage in Nordwesteuropa und ihre Parallelen im Orient. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 1956, 1–20. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ist die “Hoike” — ein langes, bis zur Hüfte reichendes Kopftuch — ein Bestandteil der Trauertracht in weiten Teilen Deutschlands. Cramer sieht Parallelen zur orientalischen Trauertracht, wobei sie besonders ikonographische Darstellung aus Ägypten heranzieht. Der zweite Teil des Aufsatzes beschäftigt sich mit der Totenklage, wobei Cramer den Urtypus der Totenklage in der Klage von Isis und Nephthys sieht. Auch hier zieht Cramer Parallelen von der orientalischen Totenklage hin zur Totenklage im nordeuropäischen Raum. Trotz dieser Ähnlichkeiten bemerkt Cramer abschließend, daß “die Ähnlichkeiten im Totenkult bei Völkern verschiedenartigster Kulturen [...] keines wegs auf Beziehungen zueinander beruhen [müssen].” (S. 19). Sie sieht diese mehr als einen dem Menschen ureigenen “Kräftestrom”.Google Scholar
  3. 168.
    Fick, Anton: Die weiße Trauerfarbe. Duderstadt 1958.Google Scholar
  4. 169.
    Heller-Winter, Elisabeth: Trauerkleidung. In: Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise — Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984, 186193. In weiten Teilen Europas gilt Schwarz als die klassische Trauerfarbe. Heller-Winter beschreibt die Entwicklung der Trauerkleidung seit dem 16. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit, wobei sie insbesondere ikonographische und schriftliche Quellen mit einbezieht. Neben der Beschreibung einzelner Attribute der Trauertracht geht die Autorin auch auf die Dauer der Trauerpflicht, also den Zeitraum, über den hinweg Trauerkleidung zumindest in Form bestimmter Trachtattribute getragen werden mußte, ein.Google Scholar
  5. 170.
    Reelfs, Hella: Trauerschmuck als Mode. Ein wenig bekanntes Sammelgebiet aus der Zeit der Empfindsamkeit. In: Kunst und Antiquitäten V/78 (1978), 61–68.Google Scholar
  6. 171.
    Schmidt, Jutta: Trauerzeiten in Westfalen (nach einer ADV-Befragung). In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 21, 1974, 28–55 mit 4 Karten.Google Scholar
  7. 172.
    Wagner, Eckhard: Von Totenroß und Trauerrittern. Gedanken zu rituellen Phänomenen im abendländischen Begräbniskult und ihre Bedeutung als Rechtsträger. In: Jahrbuch des Emsländischen Heimatvereins 22 (1976), 141–155.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.11 Trauer 4.11.2 Gedächtnisfeiern/Allerseelen/Totensonntag

  1. 173.
    Burgstaller, Ernst: Allerseelengebäcke, Umrittsbrauchtum, Burschenschaften. In: Atlas von Oberösterreich, 1. Lieferung, Blatt 18 (4 Karten), Erläuterungsband zur 1. Lieferung, Linz 1958, 131–147.Google Scholar
  2. 174.
    Burgstaller, Ernst: Das Allerseelenbrot. Linz 1970. Basis der Arbeit bilden drei volkskundliche Enqueten aus 1935, 1950 und 1956. Das Untersuchungsgebiet ist auf Österreich beschränkt. Burgstaller verbleibt nicht bei der Beschreibung dieser besonderen Gebildebrotform, sondern beschreibt durch historisch abgesichertes Material die Entwicklung des Allerseelenfestes seit seiner Formierung um die Jahrtausendwende.Google Scholar
  3. 175.
    Hanika, Josef: Heimatverlust und Totenehrung. Auf Grund der Sammlung A. Kasarek. In: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 1955, 129–140.Google Scholar
  4. 176.
    Prinz, Jutta: Das Totenfest. Gebäcke zu Allerseelen. In: Zender, Matthias (Hg): Atlas der deutschen Volkskunde NF, Karte 20c und Erläuterungen Bd. 1, Marburg 1959–1964, 381–392.Google Scholar
  5. 177.
    Ranke, Kurt: Allerheiligen und Allerseelen in der Sagenüberlieferung. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 9 (1958), 28–53. Das Christentum begegnet den heidnischen Totenfesten erst relativ spät mit einem institutionalisierten Seelenfest. Dieses ursprünglich im Anschluß an die Ernte gefeierte Fest dauert in einigen Regionen Deutschlands unterschiedlich lang. An diesen Termin knüpfen sich eine Vielzahl von Sagen und Sagenmotiven. Diese sind aber nicht für dieses Datum eigen” ich, sondern die einzelnen Motive finden sich auch zu anderen Terminen im Jahreslauf. Ranke gelangt zu dem Schluß, daß die neue christliche Sinngebung der alten keltisch-germanischen Herbsttotenfeste es nicht vollbracht hat, eigene Brauchtums- und Sagenbereiche zu entwickeln.Google Scholar

4. Totenbrauch 4.11 Trauer 4.11.3 Leichenpredigt/Leichenrede

  1. 178.
    Assion, Peter: Sterben nach tradierten Mustern. Leichenpredigten als Quelle volkskundlicher Brauchforschung. In: Lenz, Rudolf (Hg.): Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften Bd. 3, Marburg 1984, 227–248.Google Scholar
  2. 179.
    Bog, Ingomar: Leichenpredigt und Demographie. In: Lenz, Rudolf (Hg.): Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften, Bd. 2, Marburg 1979, 45–58.Google Scholar
  3. 180.
    Höck, Alfred: Begräbnisbrauchtum und Leichenpredigten. In: Lenz, Rudolf (Hg.): Leichenpredigten als Quelle Historischer Wissenschaften. Köln/Wien 1975, 295–311.Google Scholar
  4. 181.
    Hoof, Romana van: Bezeichnungen für das Sterben und Todesmetaphorik in Leichenpredigten. In: Lenz, Rudolf (Hg.) : Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften Bd. 3, Marburg 1984, 249–270.Google Scholar
  5. 182.
    Imhof, Arthur E.: Leichenpredigten als historisch-demographische Quelle. In: Lenz, Rudolf (Hg.): Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften, Bd. 2, Marburg 1979, 74–94.Google Scholar
  6. 183.
    Kazmaier, Martin: Die deutsche Grabrede im 19. Jahrhundert. Aspekte ihrer Funktion innerhalb der bürgerlichen Bestattungsfeierlichkeiten. Stuttgart 1977. Die 1974 als Dissertation eingereichte Arbeit gliedert sich in sechs große Kapitel, die sich mit der Leichenrede auseinandersetzen. Zunächst betrachtet der Autor die Formgeschichte der Leichenrede. Im zweiten Teil betrachtet Kazmaier die “Bestattung als bürgerliche Feierlichkeit” . Im dritten Teil stehen die Rede und die Feierlichkeit im Vordergrund, wobei der “Rede” der weitaus größte Teil eingeräumt wird. Teil vier zeigt die Funktion der Grabrede zum Erstellen eines Bildes des Verstorbenen und dessen literarischen Verklärung. Im letzten Teil wird die Funktion der Grabrede als Andenken, als familiäres Erinnerungsstück dargestellt. Ausführliche Literaturangaben.Google Scholar
  7. 184.
    Lenz, Rudolf: Leichenpredigten. Eine bislang vernachlässigte Quellengattung. Geschichte, Forschungsstand, methodische Probleme, Bibliographie. In: Archiv für Kulturgeschichte 56 (1974), 296–312.Google Scholar
  8. 185.
    Lenz, Rudolf (Hg.): Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften. Köln/Wien 1975. Das Hauptanliegen dieses Sammelbandes, der die Vorträge eines Personalschriftensymposions (14.–18. 10. 1974) beinhaltet, ist es, die Quellengruppe der gedruckten Leichenpredigten aus der Zeit des 16. bis 18. Jahrhunderts aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zu beleuchten und ihre disziplinimmanente Bedeutung aufzuzeigen. So bietet der Band Beiträge zum allgemeinen Forschungsstand aus Sicht der evangelischen und katholischen Theologie, der Sozial-, Stadt- und Kulturgeschichte, der Volkskunde, der Genealogie und Biographik, der Sprachund Literaturwissenschaft, der Kunst- und Musikgeschichte sowie der Medizin- und Pharmaziegeschichte. Die einzelnen Beiträge sind mit fachspezifischen bibliographischen Hinweisen versehen.Google Scholar
  9. 186.
    Lenz, Rudolf (Hg.): Leichenpredigten als Quelle historischer Wissenschaften, Bd. 2, Marburg 1979. In Band zwei wurden die Beiträge der Tagung zum Thema Leichenpredigt g vom 10.–15.10.1977 in Marburg zusammengestellt. Er umfaßt die Themenschwerpunkte Rhetorik, Lexikographie, Geschichte des Buchwesens und Buchdruckes, EDV in den Geschichtswissenschaften, Bestandsaufnahme (NL), Arbeitsberichte/Generaldiskussion sowie Trauermusik des Barocks/Thanatomachia.Google Scholar
  10. 187.
    Mohr, Rudolf: Der unverhoffte Tod. Theologie- und kulturgeschichtliche Untersuchungen zu außergewöhnlichen Todesfällen in Leichenpredigten. Marburg 1982.Google Scholar
  11. 188.
    Pieske, Christa: Trauerreden und Nachrufe im Zeitalter des Barock. In: Der Wagen 1966, 71–76.Google Scholar
  12. 189.
    Rusterholz, Sibylle: Leichenreden. Ergebnisse, Probleme, Perspektiven ihrer interdisziplinären Erfoschung. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 4, 1979, 179–196.Google Scholar

5. Objekte des Totengedenkens 5.1 Grabmal/Grabkreuz

  1. 190.
    Baumann, Cornelia: Grabdenkmäler als Geschichtsquelle: Maßnahmen zu ihrer Erfassung und Sicherung. In: Schönere Heimat 76 (1987), 209–214.Google Scholar
  2. 191.
    Ritz, LM.: Vom Kindergrabmal. In: der Zwiebelturm 3 (1948), 224–227.Google Scholar
  3. 192.
    Jacobeit, Wolfgang: Grabmale aus Holz. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 2 (1955), 127–128.Google Scholar
  4. 193.
    Hüppi, Adolf: Kunst und Kult der Grabstätten. Olten 1968.Google Scholar
  5. 194.
    Kok, H.L.: Totenhäuschen, ein Erbe der Jahrhunderte. In: Der letzte Gang — De laatste gang — Totenbrauchtum — Westmünsterland — Oost-Nederland — Kreis Borken. Enschede/Telgte/Vreden 1988, 273–287.Google Scholar
  6. 195.
    Kolks, Zeno/Verhagen, Jorie: Denkmäler und Gedächtnistafeln für Verstorbene beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze 1600–1800. In: Der letzte Gang — De laatste gang. Westmünsterland — Oost-Nederland — Kreis Borken. Enschede/Telgte/Vreden 1988, 289–323.Google Scholar
  7. 196.
    Kunz, Hannelore: Die Entstehung des schmiedeisernen Grabkreuzes. In: Geschmiedete Grabzeichen. Katalog München 1982, 19.Google Scholar
  8. 197.
    Lörcher, Alfred: Das Grabkreuz aus Stein. Stuttgart 1929.Google Scholar
  9. 198.
    Lörcher, Alfred: Das Grabzeichen aus Holz. Stuttgart 1941.Google Scholar

5. Objekte des Totengedenkens 5.2 Epitaphien

  1. 199.
    Narr, Dieter: Memento Mori in barocken Grabinschriften. In: Barock in Baden-Württemberg. Ausstellung des Badischen Landesmuseums in Schloß Bruchsal 1981. Bd. II, Bruchsal 1981, 201–211.Google Scholar
  2. 200.
    Röhrich, Lutz: Komische Grabpoesie. In: Schuchard, Jutta/Claussen, Horst (Hg.): VergänglichkeitVer än lichkeit und Denkmal. Beiträge zur Sepuikralkultur. Bonn 1985, 93–110. Röhrich stellt an zahlreichen Beispielen Grabinschriften mit z.T. komischen oder zumindest skurilem Inhalt vor. Die Inschriften kontrastieren stark mit dem Pathos der Heldenfriedhöfe. Sie stellen Dokumente einer ehrlichen Auffassung dar, die im Gegensatz zur bürgerlichen Welt steht.Google Scholar

5. Objekte des Totengedenkens 5.3 Totenzettel/Sterbebildchen

  1. 201.
    Aka, Christine: Tot und vergessen? Sterbebilder als Zeugnis katholischen Totengedenkens (= Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold — Landesmuseum für Volkskunde — Band 10) . Detmold 1993. In der Arbeit wird die spezifisch katholische Art des Totengedenkens auf Totenzetteln ausgewertet. Dabei sind vor allen Dingen Kontinuität und Wandel, aber auch die Wirkung zentraldirigistischer Instanzen auf den Glauben des Volkes Gegenstand dieser Untersuchung. Es kristallisieren sich drei Phasen der Entwicklung heraus: Eine frühe Phase von 1850 bis 1900, die Zeit der Jahrhundertwende bis in die 60er Jahre und ein Phase des Wandels in der Religiösität seit den 70er Jahren. Ausführliche Literaturangaben.Google Scholar
  2. 202.
    Brückner, Wolfgang: Bild und Gebet. Vom Soldatenvotiv zum Kriegerdenkmal. In: Volkskunst 7, 1984, Heft 1, 15–23. Soldatenbilder sind aus den druckgraphischen Massenquellen des 19. und 20. Jahrhunderts zu Tausenden bekannt. Die zentrale Frage des Aufsatzes ist, wie und wo das Bild des individuellen Soldatens vor dem Zeitalter der Fotografie in Erscheinung tritt. Brückner zieht einzelne z.T. unveröffentlichte bzw. nicht zugängliche Beispiele des frühen 19. Jahrhunderts aus Privatsammlungen heran, die im einzelnen ikonographisch analysiert werden. Nach 1870/71 treten zu den Sterbebildern auch verstärkt Gedenkmonumente für die Gefallenen der Kriege hinzu. Spätestens seit dem Ersten und besonders im Zweiten Weltkrieg haben Sterbebildchen mit Fotographien des Gefallenen die Funktion der gemalten Gedächtnistafeln übernommen.Google Scholar
  3. 203.
    Brunold-Bigler, Ursula: Das Totenbildchen. Entstehung und Wandel eines religiösen Brauches. In: Baumgartner, Jakob (Hg.): Wiederentdeckung der Volksreligiosität. Regensburg 1979, 291–301. Der Beitrag basiert auf der Auswertung von 7.000 Sterbebildchen aus der deutschen und rätoromanischen Schweiz aus der Zeit von 1815 bis 1977. Brunold-Bigler zeigt zunächst die Entstehung des Sterbebildes seit dem 18. Jh. auf. In Kapitel 2 und 3 beschreibt sie Drucklegung, Verteilung und Aufbewahrungsorte sowie die Funktion des Sterbebildes. Ein Schwerpunkt liegt in Kapitel 4 mit der Auswertung der Ikonographie der Sterbebild chen, wobei sie einzelne Motiv herausgreift und näher beschreibt. Abschließend erfolgt eine kurze Betrachtung der Bildtexte.Google Scholar
  4. 204.
    Daxelmüller, Christoph: Verdrängte Erinnerung. Sensationsfälle und ihre Verharmlosung auf Totenbildern und Totenandenken des späten 19. und 20. Jahrhunderts. In: Bönisch-Brednich, Brigitte u.a. (Hg.): Erinnern und vergessen. Vorträge des 27. Deutschen Volkskundekongresses Göttingen 1989 (= Beiträge zur Volkskultur in Niedersachsen 5). Göttingen 1991, 243–262. Daxelmüller benutzt als Aufhänger seiner Betrachtung über das Erinnern und Vergessen, oder — wie er es formuliert — das Ver-Innern, den Fall des Studenten Alfrod Bunth, der im Winter 1881 auf dem Weg von Stockholm nach Malmö ums Leben kam. Hierbei werden die Aufschriften des Totenbildes, Zeitungsausschnitte und die polizeilichen Protokolle der Augenzeugen gegenübergestellt und ihr Inhalt aus verschiedenen Interpretationsebenen beleuchtet. Daxelmüller kommt zu dem Schluß, daß folkloristisches Traditionsmaterial — hier das Totenbild des Alfrod Bunth — nur bedingt als einzige Quelle für die Volkskunde tauglich ist. Mit solchen g Quellen läßt sich der Alltag nur schwer erfassen und darstellen.Google Scholar
  5. 205.
    Scharfe, Martin: Evangelische Andachtsbilder. Studien zur Intention und Funktion des Bildes in der Frömmigkeitsgeschichte vornehmlich des schwäbischen Raumes. Stuttgart 1968.Google Scholar
  6. 206.
    Schleicher, Herbert M.: 80.000 Totenzettel aus rheinischen Sammlungen. In: Veröffentlichungen der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde NF 37 (1987)Google Scholar
  7. 207.
    Wolf, Herbert: Andachtsbildchen im Totenbrauch. In: Jahrbuch für Volkskunde 11 (1988), 236–239.Google Scholar

5. Objekte des Totengedenkens 5.4 Memorialschmuck

  1. 208.
    Hempel, Gudrun: Schmuck aus Haaren. Katalog zur Ausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde, Wien 1981.Google Scholar
  2. 209.
    Schmitz, Gerda: Totenherzchen und Totengedichte. In: Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde 17, 1970, 91–100.Google Scholar
  3. 210.
    Schwering, Burkhard: In Memoriam. Verstorbenenandenken aus menschlichem Haar. In: Der letzte Gang — De laatste gang: Totenbrauchtum — Gebruiken rond de Dood. Westmünsterland — Oost-Nederland — Kreis Borken. Enschede/Telgte/Vreden 1988, 325–351. Schmuck und Zierbilder aus Haaren bilden eine besondere GruppePPe von Erinnerungsstücken an Verstorbene. In der Vergangenheit wenig beachtet rücken diese zunehmend in das Blickfeld von Sammlern und volkskundlicher Betrachtungen. Schwering gibt zunächst eine knappe Einführung in die Bedeutung des Haares im Brauch. Im zweiten Teil seines Aufsatzes greift er vier Beispiele von Haarbildern auf, die besonders auf ihren ikonographischen Inhalt hin analysiert werden.Google Scholar
  4. 211.
    Stille, Eva: Bilder und Schmuck aus menschlichem Haar. In: Volkskunst 1 (1978), 225–233.Google Scholar
  5. 212.
    Zick, Gisela: Gedenke mein. Freundschafts- und Memorialschmuck4.3.1. 1770–1870. Dortmund 1980.Google Scholar

5. Objekte des Totengedenkens 5.5 Erinnerungszeichen an Todestellen

  1. 213.
    Atlas der deutschen Volkskunde NF. Hg. v. Matthias Zender. Marburg 1958–1984. Karte 72d: Zeichen an der Todeststelle und christliche Erinnerungszeichen. Dazu: Erläuterungen ADV NF Bd.III, 45–51 und 54–59. Karte NF 76c: Bezeichnung der Todesstelle. Dazu: Erläuterungen ADV NF Bd.III, 52–54. Belege aus ca. 20 000 Orten des deutschen Reichens in den Grenzen von 1937 und den deutschen Sprachinseln in Südosteuropa.Google Scholar
  2. 214.
    Roth, Hans: Zeugnisse des Totengedenkens in der Landschaft. Sühnekreuz — Bildstock und Marterl — Totenbrett. In: Metken, Sigrid (Hg.) : Die letzte Reise — Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984, 257–263.Google Scholar
  3. 215.
    Lurz, Meinhold: Kriegerdenkmäler in Deutschland, 1–6. Heidelberg 1985–1987. Das Gesamtwerk ist auf sechs Einzelbände ausgelegt, wobei jeder Band eine eigene Zeit behandelt: 1. Die Befreiungskriege, 2. Einigungskriege 1864–1866–1870/71, 3. I. Weltkrieg, 4. Weimarer Republik, 5. Drittes Reich und 6. Bundesrepublik Deutschland. Während jeder Band durch in die Zeit einführende Kapitel eingeleitet wird, sind die nachfolgenden Kapitel in allen sechs Bänden gleich übertitelt und erlauben somit einen synoptischen Vergleich: Gesetze und Kompetenzverteilung, Formen, Aufstellungsorte, Inschriften, Beiträge zu einer Sozialgeschichte der Kriegerdenkmäler. Der Beitrag beschäftigt sich mit Kleindenkmälern, die besonders im süddeutschen und alpinen Raum größere Verbreitung besitzen. In einzelnen Abschnitten betrachtet L. die Denkmalgattungen Sühnekreuz, Bildstock/Marterl und die Totenbretter.Google Scholar
  4. 216.
    Roth, Hans: Marterlsprüch. München 1973. Marterin sind kleine Erinnerungsmale an der Stelle von Unfällen und Unglücken. Neben einer knappen Einführung zum Thema der Marterl und Marterlsprüche gibt Roth eine unkommentierte Auswahl von Sprüchen wieder.Google Scholar
  5. 217.
    Schott, Lothar: Totschlagsühne und Steinkreuzerrichtung. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Pädagogischen Hochschule Potsdam, Gesellschaftswissenschaftlich- Sprachliche Reihe 3 (1957), 41–53.Google Scholar
  6. 218.
    Werner, Paul: Flurdenkmale. Freilassing 1982.Google Scholar
  7. 219.
    Werner, Paul/Werner, Richilde: Totenbrett und Gedenkbrett. In: Jahrbuch der Bayerischen Denkmalpflege 35, 1981, (1983), 200–234.Google Scholar
  8. 220.
    Worschech, Reinhard: Bildstöcke. Wahrzeichen der Landschaft. Rosenheim 1981.Google Scholar
  9. 221.
    Zöpfl, Friedrich: Bildstock. In: Reallexikon zur deutschen Kunstgeschichte, Bd. 2, Stuttgart 1948, Sp. 695–707.Google Scholar

6. Totenglaube 6.1 Lebender Leichnam/nachholende Tote/Nachzehrer

  1. 222.
    Schwebe, Joachim: Spuren wendischer Nachzehrer-Vorstellungen im östlichen Niedersachsen. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 10 (1959), 238–252. (Nachzehrer sind Tote, die durch ihre Aktivität aus dem Grabe Angehörige oder andere Dorfbewohner nachholen).Google Scholar
  2. 223.
    Schürmann, Thomas: Nachzehrerglauben in Mitteleuropa. Marburg 1990. Eine knappe Darstellung der verschiedenen Vorstellungen vom Nachholen durch Tote im ehemaligen deutschen Reich in den Grenzen von 1937 mit einigen Ausblicken in den slawischen Bereich. Analysiert werden: Mittelalterliche schriftliche Quellen und archäologische Zeugnisse; frühneuzeitliche Nachzehrervorstellungen und ihr Zusammenhag mit der Pest; jüngere Nachzehrer- vorstellungen in regionaler Gliederung; Wesenszüge von Nachzehrer und Vampir.Google Scholar
  3. 224.
    Grober-Glück, Gerda: Der Verstorbene als Nachzehrer. In: Zender, Matthias (Hg.): Atlas der deutschen Volkskunde, NF, Erläuterungen Bd. II, Marburg 1966–1982, 427–456, Karte NF 73–76a/b. Der Atlas basiert auf Fragebogenmaterial, das zwischen 1930 und 1935 in ca. 20.000 Orten des deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 und in den deutschen Sprachinseln Südosteuropas erhoben wurde.Google Scholar
  4. 225.
    Wiegelmann, Günter: Der lebende Leichnam im Volksbrauch. In: Zeitschrift für Volkskunde 1966, 161–183.Google Scholar

6. Totenglaube 6.1 Lebender Leichnam/nachholende Tote/Nachzehrer 6.1.1 Wiedergänger

  1. 226.
    Lecouteux, Claude/Röhrich, Lutz: Geschichte der Gespenster und Wiedergänger im Mittelalter. Köln u. a. 1987.Google Scholar

6. Totenglaube 6.2 Armerseelenkult/Fegefeuer

  1. 227.
    Wiebel-Fanderl, Oliva: Der Fegfeuer- und Armeseelenkult. Ein Beitrag zur Entstehung, Entwicklung und Phänomenologie volksfrommen Verhaltens. In: Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise — Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984, 243–249.Google Scholar
  2. 228.
    Hain, Mathilde: Arme Seelen und helfende Tote. Eine Studie zum Bedeutungswandel der Legende. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 9 (1958), 54–64. Erzählungen vom Gottesdienst der Toten finden sich besonders häufig in den Sagensammlungen des 19. und 20. Jahrhundert. Eine Vermischung mit anderen Motiven aus dem Totenglauben bewirkt zwar ein hohes Variationsspektrum, Quintessenz bleibt jedoch in allen Fällen, daß die Begegnung mit diesen Toten für grundsätzlich gefährlich gehalten wird.Google Scholar
  3. 229.
    Hartfinger, Walter: Arme-Seelen-Darstellungen in der Volkskunst (Bayern — Böhmen -(Österreich) Ausstellung in der Universität Passau. Passau 1980.Google Scholar
  4. 230.
    Kretzenbacher, Leopold: Legendenbilder aus dem Feuerjenseits. Zum Motiv des “Losbetens” zwischen Kirchenlehre und erzählendem Volksglauben. Wien 1980.Google Scholar
  5. 231.
    Moser-Rath, Elfriede: Arme Seele. In: Handwörterbuch der Sage, 3. Lieferung, Göttingen 1963, Sp. 628–641.Google Scholar
  6. 232.
    Koren, Harns: Die Spende. Eine volkskundliche Studie über die Beziehung “Arme Seelen — arme Leute” . Graz/Wien/Köln 1954. Spende im hier verstandenen Sinne bezeichnet die Ausschüttung eines bestimmten, durch Verordnungen festgesetzten Betrages an die Armen nach den Gedächtnisfeiern des Sterbe- oder Todestages des Stifters. Auch wenn die Arbeit sich weitgehend auf den Einflußbereich des Salzburger Erzbischofs beschränkt, ist dieser Brauch im gesamten deutschsprachigen Gebiet seit dem 10. Jahrhundert belegt.Google Scholar
  7. 233.
    Leibbrand, Jürgen: Armeseelenkult und Andachtsgraphik im 19. und 20. Jahrhundert. In: Forschungen und Berichte zur Volkskunde in Baden-Württemberg 1 (1973), 21–41.Google Scholar
  8. 234.
    Ranke, Kurt: Allerheiligen und Allerseelen in der Sagenüberlieferung. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 9 (1958), 28–53. Das Christentum begegnet den heidnischen Totenfesten erst relativ spät mit einem institutionalisierten Seelenfest. Dieses ursprünglich im Anschluß an die Ernte gefeierte Fest dauert in einigen Regionen Deutschlands unterschiedlich lang. An diesen Termin knüpfen sich eine Vielzahl von Sagen und Sagenmotiven. Diese sind aber nicht für dieses Datum eigentümlich, sondern die einzelnen Motive finden sich auch zu anderen Terminen im Jahreslauf. Ranke gelangt zu dem Schluß, daß die neue christliche Sinngebung der alten keltisch-germanischen Herbsttotenfeste es nicht vollbracht hat, eigene Brauchtums- und Sagenbereiche zu entwickeln.Google Scholar

6. Totenglaube 6.2 Armerseelenkult/Fegefeuer 6.2.1 Letztes Gericht/Höllenstrafe

  1. 235.
    Kretzenbacher, Leopold: Die Seelenwaage. Zur religiösen Idee vom Jenseitsgericht auf der Schicksalswaage in Hochreligion, Bildkunst und Volksglaube. Klagenfurt 1958 (=Buchreihe des Landesmuseums für Kärnten 4).Google Scholar
  2. 236.
    Kretzenbacher, Leopold: Legende und Spiel vom Traumgesicht des Sünders auf der Jenseitswaage. Zu Fortleben und Gehaltswandel einer frühchristlichen Legende um einen “sozialen” Heiligen. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 7 (1956), 145–172.Google Scholar
  3. 237.
    Kretzenbacher, Leopold: St. Michael, der Seelenwäger. Graz 1952.Google Scholar
  4. 238.
    Kretzenbacher, Leopold: Eschatologisches Erzählgut in Bildkunst und . Dichtung Erscheinungsformensformen und ExemplumFunktion eines apokryphen Höllenstrafe-Motives. In: Volksüberlieferung. Festschrift für Kurt Ranke. Göttingen 1968, 133–150.Google Scholar

6. Totenglaube 6.2 Armerseelenkult/Fegefeuer 6.2.2 Aussehen/Form der scheidenden Seele

  1. 239.
    Grober-Glück, Gerda: Volksglaubensvorstellungen über die scheidende Seele. Erscheinungen in Deutschland und Österreich um 1930. In: Jahrbuch für Volkskunde NF 6, 1983, 149–181. Die Grundlage für diesen Aufsatz bildet das Material des Atlas der deutschen Volkskunde (ADV). Bearbeitet wurde die Frage 159, die nach den Volksbräuchen beim Eintritt des Todes fragt. Grober-Glück bearbeitete ebenfalls die Unterfragen 159c nach der Gestalt der entweichenden Seele (Schatten, Wölkchen, Tier) und 159d nach dem Weg, den die scheidende Seele nimmt. Ergebnisse sind auf neuen Karten dargestellt und geben einen Einblick über die regionale Differenzierung von Glaubensvorstellungen im deutschsprachigen Raum.Google Scholar

7. Tod in der Volkskunst/Bildquellen

  1. 240.
    Brückner, Wolfgang: Totenbild, Toter. In: Lexikon für christliche Ikonographie IV, 1972, Sp. 340–343. Gemäß der Gesamtkonzeption des LCI gibt Brückner Definitionen der Begriffe Totenbild bzw. Toter und deren Abgrenzung aus der Sicht der Ikonographie. Dabei werden in diesem ersten Abschnitt eine Fülle von Querverweisen zu anderen Schlagworten angeführt. Der zweite Teil befaßt sich mit der eigentlichen Ikonographie wie den “hinweisenden Zeichen auf den Tod” auf Bildern, “zwei Körper des Verstorbenen” mit Darstellung des verwesenden Leichnams und der lebenden Person mit all ihren weltlichen Attributen, dem “Portrait individueller Toter” und den “Erinnerungsdarstellungen Verstorbener” . Im Rahmen der in diesem Lexikon gebotenen Kürze können die einzelnen Themen nur punktuell angesprochen und mit Sekundärliteratur versehen werden.Google Scholar
  2. 241.
    Brückner, Wolfgang: Barocke Bestattungsrequisiten. Zum Wirklichkeitsgehalt satirischer Bildquellen in der Aufklärungszeit. In: Volkskunst 8/4 (1985), 41–44. Historische Bildquellen müssen, wollen sie als Quelle für weitere volkskundliche Forschungen Bestand haben, immer wieder auf ihren Wirklichkeitsgehalt überprüft werden. Brückner kann anhand von zwei Begräbnisutensilien — eine Madonnenfigur und ein geschnitztes Buch aus Mattersburg/NÖ, die wohl auf den Sarg beim Leichenzug gestellt wurden — in Verbindung mit historischen Kupferstichen sowohl den Wahrheitsgehalt der satirischen Stiche als auch den Gebrauch der heute noch erhaltenen Objekte klären.Google Scholar
  3. 242.
    Kretzenbacher, Leopold: Eschatologisches Erzählgut in Bildkunst und Dichtung. Erscheinungsformen und Exemplum-Funktion eines apokryphen Höllenstrafe-Motives. In: Volksüberlieferung. Festschrift für Kurt Ranke. Göttingen 1968, 133–150.Google Scholar
  4. 243.
    Metken, Sigrid (Hg.): Die letzte Reise — Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern. München 1984. Ausstellungskatalog zur gleichnamigen Ausstellung im Münchner Stadtmuseum vom 4. Juli bis 9. September 1984. Abschnitt drei “In Memoriam” setzt Schwerpunkte in der Volkskunst, der Grabgestaltung und der Gefallenenbestattung im Wandel der Jahrhunderte. Die einzelnen Beiträge beziehen sich weitgehend auf den bayerischen Raum.Google Scholar
  5. 244.
    Spamer, Adolf: Krankheit und Tod als Metapher. Zur Geschichte und Sinndeutung eines volkstümlichen Scherz- und Kampfbildes I und II. In: Niederdeutsche Zeitschrift für Volkskunde 17, 131–162.Google Scholar

7. Tod in der Volkskunst/Bildquellen 7.1 Totentanz

  1. 245.
    Cosacchi, S.: Makabertanz. Der Totentanz in Kunst, Poesi und Brauchtum des Mittelalters. Meisenheim a. Glan 1965.Google Scholar
  2. 246.
    Hühns, Erik: Der Berliner Totentanz. In: Deutsches Jahrbuch für Volkskunde 14 (1968), 235–246.Google Scholar
  3. 247.
    Kaiser, Gert (Hg.): Der tanzende Tod. Mittelalterliche Totentänze. Frankfurt 1983.Google Scholar
  4. 248.
    Krüger, Annette: Heilsgeschichtliche Bezüge in spätmittelalterlichen Totentänzen. Unter besonderer Berücksichtigung von Des dodes dantz, Lübeck 1489. In: Niederdeutsches Jahrbuch. Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung 117 (1994), 109–129.Google Scholar
  5. 249.
    Rosenfeld, Hellmut: Der mittelalterliche Totentanz. Entstehung, Entwicklung und Bedeutung (=Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte 3) . Köln-Graz 1968. Rosenfeld stellt in einer Fülle von Einzelabschnitten die Genese der ikonographischen Entwicklung des Themas “Tod” dar. Er benutzt dazu memento mori, vade mori-Geschichten, ars moriendi-Bücher, Bilderbogen, Mahnverse, Fresken und Tafelbilder, Tanz mit dem Tode, Tanz der Toten zusammen mit den lateinischen und volkssprachlichen Spruchbandtiteln und Totentanzdialogen. Die wichtigsten von Rosenfeld verwandten Quellentexte zum Totentanz sind beigegeben. Ausführliche Literaturangaben.Google Scholar
  6. 250.
    Stammler, Wolfgang: Der Totentanz. Entstehung und Deutung. München 1948.Google Scholar
  7. 251.
    Bilder und Tänze des Todes. Gestalten des Todes in der europäischen Kunst seit dem Mittelalter. Ausstellung Unna, evangelische Stadtkirche 1982, Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn 1982.Google Scholar

8. Tod in der Erzähltradition

  1. 252.
    Hain, Mathilde: Arme Seelen und helfende Tote. Eine Studie zum Bedeutungswandel der Legende. In: Rheinisches Jahrbuch für Volkskunde 9 (1958), 54–64. Erzählungen vom Gottesdienst der Toten finden sich besonders häufig in den Sagensammlungen des 19. und 20. Jahrhundert, so daß Hain auf ein allgemein hohes Alter dieses Erzählstoffes schließt. Eine Vermischung mit anderen Motiven aus dem Totenglauben bewirkt zwar ein hohes Variationsspektrum. Quintessenz bleibt jedoch in allen Fällen, daß die Begegnung mit diesen Toten für grundsätzlich gefährlich gehalten wird.Google Scholar
  2. 253.
    Kvideland, Reimund: Kindergeschichten über den Tod. In: Jahrbuch für Volkskunde und Kulturgeschichte 23/8 (1980), 132–135.Google Scholar
  3. 254.
    Müller, Ingeborg/Röhrich, Lutz: Deutscher Sagenkatalog X. der Tod und die Toten. In: Deutsches Jahrbuch für Volkskunde 13 (1967), 346.Google Scholar
  4. 255.
    Petzoldt, Leander: Der Tote als Gast. Volkssage und Exempel (= FFC 200). Helsinki 1968.Google Scholar
  5. 256.
    Petzoldt, Leander: Volksballade, Sage und Exempel. Zur Stoff- und Überlieferungsgeschichte der Volkserzählung vom “beleidigten Totenschädel” . In: Jahrbuch für Volksliedforschung 12 (1967), 103–140.Google Scholar
  6. 257.
    Rosenfeld, Hellmut: Sagentradition, Kulttradition und Völkerschichtung. Betrachtungen zu Gräbersagen und Dreifrauenkult. In: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde 1957, 144 – 150. Zu Beginn werden einzelne Beispiele aus Nordostdeutschland angeführt, bei denen Sagentradition mit archäologischen Befunden von Gräbern übereinstimmt. Angeführt wurden nur solche Sagen, deren Aufzeichnungsdatum vor dem archäologischen Fund lag und somit keine Nachdichtungen darstellten. Dabei ist auffällig, daß sich die Sageninhalte über Jahrtausende hinweg gehalten haben. Einzelne Schritte der Beweisführung hrung sind zum Teil problematisch.Google Scholar
  7. 258.
    Rudolph, Ebermut: Wenn der Spiegel zerbricht und die Uhr nicht mehr tickt. Volkskundliche Motive aus dem Grenzbereich: Sterben — Tod — “Zwischenreich” . In: Curare, Sonderband, Sterben und Tod. Braunschweig 1986, 85–94. Im rezenten städtischen und ländlichen Erz” gut finden sich eine Reihe von Berichten merkwürdigerrdiger Ereignisse, die in Zusammenhang mit Verstorbenen und künftig Sterbenden gesehen werden. Der Beitrag zeigt Einzelbeispiele aus dem als Anmeldungen, Kündungen, Vorzeichen u. ä. bezeichneten Phänomene auf und versucht eine Interpretation derselben. Abschließend räumt der Autor ein, daß eine wissenschaftliche Klärung der Phänomene zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich ist.Google Scholar

8. Tod in der Erzähltradition 8.1 Tod in Sage, Märchen und Legende

  1. 259.
    Kretzenbacher, Leopold: Die Legende vom mitleidigen Todesengel. Motivbestand und Funktion in der Volksdichtung. In: Beiträge zur Südosteuropa-Forschung, anläßlich des I. internationalen Balkanologenkongresses in Sofia, 26.8.–1.9.1966. München 1966, 194–210.Google Scholar
  2. 260.
    Kretzenbacher, Leopold: Eschatologisches Erzählgut in Bildkunst und Dichtung. Erscheinungsformen und Exemplum-Funktion eines apokryphen Höllenstrafe-Motives. In: Volksüberlieferung. Festschrift für Kurt Ranke. Göttingen 1968, 133–150.Google Scholar
  3. 261.
    Moser-Rath, Elfriede: Arme Seele. In: Handwörterbuch der Sage, 3. Lieferung, Göttingen 1963, Sp. 628–641.Google Scholar
  4. 262.
    Röhrich, Lutz: Das Todesproblem im Spiegel der Sage. In: Blätter für Pfälzische Kirchengeschichte und religiöse Volkskunde 17 (1950), 90–99.Google Scholar
  5. 263.
    Röhrich, Lutz: Das Verzeichnis der deutschen Totensagen. In: Fabula 9, 1967, 270–284.Google Scholar
  6. 264.
    Röhrich, Lutz: Der Tod in Sage und Märchen. In: Stephenson, G. (Hg.): Leben und Tod in den Religionen. Darmstadt 1980, 165–183.Google Scholar
  7. 265.
    Röhrich, Lutz: Dankbarer Toter. In: Enzyclopädie des Märchens 3, 1981, Sp. 306–322. Der Märchentyp vom “Dankbaren Toten” handelt von einem Held, der auf seiner Wanderschaft einem umherwandelnden Toten begegnet, dem wegen seiner Schulden ein ordentliches Begräbnis verweigert wurde. Der Held bezahlt dessen Schulden und verschafft ihm so ein angemessenes Begräbnis. In der Folge erweist sich der Tote in — je nach Märchen — unterschiedlichen Situationen als dankbar. Röhrichs Beitrag beleuchtet die Forschungsgeschichte, Inhalt und Motivstruktur der Märchentypen und geht besonders in Abschnitt 5 und 6 auf die kulturgeschicht- lichen Hintergründe im Totenkult bzw. die mittelalterlich-christliche Totenfürsorge und die Arme Seelen-Hilfe ein.Google Scholar
  8. 266.
    Röhrich, Lutz: Das Verhalten zum Tod und zu den Toten in der Volksdichtung. In: Boehlke, Hans-Kurt (Hg.): Vom Kirchhof zum Friedhof: Wandlungsprozesse zwischen 1750 und 1850. Kassel 1984, 89–107. Sagen über Tote bilden die größte Gruppe der Volkssagen. Der Beitrag beleuchtet das Auftreten von Tod und Toten in Märchen und Sage. Die unterschiedliche Stellung des Todes in Sage und Märchen wird analysiert.Google Scholar
  9. 267.
    Schwebe, Joachim: “Den Toten zu Gast laden” als Brauch und Erzählmotiv. In: Internationaler Kongreß der Volkserzählungsforscher. Berlin 1961, 391–397.Google Scholar
  10. 268.
    Zender, Matthias: Kobold, Totengeist und Wilder Jäger. In: Zender, Matthias: Gestalt und Wandel. Aufsätze zur rheinisch-westfälischen Volkskunde und Kulturraumforschung, Hg. von Cox, H.L. und Wiegelmann, Günter, Bonn 1977, 389–400.Google Scholar

9. Tod im Liedgut

  1. 269.
    Husenbeth, Helmut: Toten-, Begräbnis- und Armeseelenlied (Lieder aus dem Bereich des Totenbrauchtums) . In: Handbuch des Volksliedes 1, München 1973, 463–481.Google Scholar
  2. 270.
    Kohlschmidt, Werner: Selbstgefühl und Todesschicksal im Liede des deutschen Soldaten. Untersuchungen zur Geschichte des deutschen Soldatenliedes und seiner Bestimmung des “sentimentalen” Volksliedes. Frankfurt 1940.Google Scholar

9. Tod im Liedgut 9.1 Trauermusik/Trauerlieder

  1. 271.
    Hark, Ann: Trauer-Lieder. In: American-German Review. Publ. bimonathly by the Carl Schurz Memorial Foundation 27 (1960), Nr. 1, 27–30.Google Scholar

10. Verschiedenes

  1. 272.
    Dieck, Alfred: Vom volkstümlichen Glauben an die Wiederbelebung Verstorbener im 19. und 20. Jahrhundert. In: Curare 3 (1980), 74–78.Google Scholar
  2. 273.
    Kamper, Dietmar/Wulf, Christoph (Hg.): Die Wiederkehr des Körpers. Frankfurt 1982.Google Scholar
  3. 274.
    Stoessel, Ingrid: Scheintod und Todesangst: Äußerungsformen der Angst in ihren geschichtlichen Wandlungen (17.–20. Jahrhundert) (=Kölner medizinhistorische Beiträge 30). Köln 1983.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Heinrich L. Cox

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