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Textbeschreibung

  • Ulrich Schmitz
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Zusammenfassung

Wir halten massenmedialen Sprachgebrauch für die typisch moderne Form menschlichen Kommunizierens, neben der und unter deren Einfluß traditionelle Sprech-, Schreib-, Hör- und Leseweisen natürlich fortbestehen.1 Im vielfältigen Spektrum massenmedialer Zeichendistribution stellen Fernsehnachrichten einen ebenso kleinen wie einflußreichen Teil derjenigen Erzeugnisse dar, welche die nicht-fiktive Wirklichkeit darzustellen beanspruchen.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Schmitz (1987b:821 et passim). Hjelmslev (1974b:73f) deutet politisch-moralische Gründe für die semantische Untersuchung massenmedialen Sprachgebrauchs an.Google Scholar
  2. 2.
    Einführend Launer 1979, Kühler 1979. Diskussion unter verschiedenen Gesichtspunkten bei Ballstaedt/Hinkelbein 1976, Friedrich (Hg.) 1974, 1977, Hickethier 1973. - Von 1973 bis 1974 durfte ich beim Hessischen Rundfunk an der Produktion von Fernsehnachrichten mitwirken.Google Scholar
  3. 3.
    Nachrichten “dürfen nicht einseitig sein, sondern sollen möglichst genau die Wirklichkeit, soweit sie zu erfahren ist, einschließlich unterschiedlicher Darstellungen wiedergeben. Objektivität kann also nur Bemühen um Objektivität sein” (Abend 1974:173). Demgegenüber sieht Meng (1972:142) im “Mitteilen von Fakten” und “Bewerten der Fakten” die beiden nicht streng voneinander zu trennenden Hauptfunktionen der Nachricht. Vgl. die ‘kommunikativen Maximen’ für Fernsehnachrichtensendungen bei Straßner 1982:49–96 (Verständlichkeit, Informativität, Relevanz, Wahrheit, Aktualität). Zur publizistischen Objektivität Dencker 1975, Heun 1975, Saxer 1974, Schumann 1975.Google Scholar
  4. 4.
    Sie gilt als das “Flaggschiff’ (Brodmann 1988) des Ersten Deutschen Fernsehens.Google Scholar
  5. 5.
    Im Durchschnitt des Jahres 1978, aus dem unser Text stammt, erreichte die Hauptausgabe der “Tagesschau” 30% aller bundesdeutschen Haushalte (Darschin/Frank 1980:475).Google Scholar
  6. 6.
    Nicht also, weil die Sprache der “Tagesschau” ohne weiteres als besonders typisch für die deutsche Gegenwartssprache gelten könnte. Burger (1984:27 et passimGoogle Scholar
  7. 7.
    vgl. Behaghel 1927:27, Ruoff 1973:42, Gesprochene Sprache 1973, 1974 ).Google Scholar
  8. 8.
    Dazu Schmitz 1987a. Die “Tagesschau” widersteht bisher der von Kloepfer (1986)Google Scholar
  9. 10.
    Zur Produktion: Abend 1974, Bräutigam 1982:16–46, Straßner 1975, 1982:1–48; älter AndraeGoogle Scholar
  10. 11.
    van Dijk (1985b:74) klagt in seinem Überblick über die Nachrichtenforschung: “Little work has been done on the details of news texts themselves, and still less about the exact relationships between text and context of the news.” Das zweite Desideratum wird man nur über die Einlösung des ersten erfüllen können.Google Scholar
  11. 12.
    Zu geheimen Parallelen zwischen Text und Bild vgl. Schmitz 1985. - Aus der Sicht des Kameramanns: Schäfer 1975.Google Scholar
  12. 14.
    Zum Verhältnis von Wort und Bild: Ballstaedt/Esche 1976a, Bentele/Hess-Lüttich (Hg.) 1985, Straßner 1982:245–311, Wember 1976:43–66, Winterhoff-Spurk 1985:166–169; vgl. auch Ballstaedt 1977a, b, c; allgemein psychosemiotisch Engelkamp (Hg.) 1981; zur Klassifikation der Bildfunktionen Huth 1985; Analyse einer langen BBC-Meldung bei Hartley/Montgomery 1985: 248–256.Google Scholar
  13. 15.
    Zur Dramaturgie: Jüngst 1979:64–113, 1981, Mohler 1978.Google Scholar
  14. 31.
    Redundanz 1,3% (berechnet entsprechend Beutel u.a. 1978:214f).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1990

Authors and Affiliations

  • Ulrich Schmitz

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