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Wortbildung pp 239-284 | Cite as

Lexikalische Konzeptbildung

  • Mechthild Rickheit
Part of the Psycholinguistische Studien book series (PLS)

Zusammenfassung

Wortbedeutungen entstehen relativ zu zwei Bereichen, deren Eigengesetzlichkeiten ihre Repräsentation beeinflußt. Zum einen orientieren sie sich an einem aktuellen phrasalen Zusammenhang; dann sie sind hochgradig kontextdeterminiert, prinzipiell eindeutig und, sofern man ihr Zustandekommen rekonstruiert, als Referenzkonzepte identifizierbar (Abschnitt 3.1). Zum anderen stellen Wortbedeutungen die semantische Struktur von Einheiten des Lexikons dar. Als solche unterliegen sie nicht phrasalen, sondern lexikologischen Bedingungen. Da mit einem Lexem im allgemeinen nicht eine individuelle, sondern im Gegenteil mehrere potentielle Bedeutungen assoziiert werden, liegt es nahe, Beziehungen zwischen Lexemen nicht als Relationen aufzufassen, welche vollständige lexematische Repräsentationen voraussetzen, sondern als Relationen zwischen bestimmten Ausschnitten daraus (Gust, Ludewig & Rickheit 1988). Im vorigen Kapitel werden derartige Teilstrukturen als Wortkonzepte eingeführt, deren sortale Indices Aspekte des zum Wortverstehen relevanten Weltwissens markieren und damit potentielle Wortbedeutungen begründen (Abschnitt 3.2).

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Mechthild Rickheit
    • 1
  1. 1.MelleDeutschland

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