Advertisement

A. Lorenzer: Der Versuch einer kritischen Perspektive auf die Vermittlung des Anderen

  • A. Lorenzer

Zusammenfassung

Jene Kränkung, von der Freud im Hinblick auf die Implikationen der psychoanalytischen Sichtweise für das Selbstverständnis des Menschen sprach, besteht in der Dezentrierung der Vorstellung eines souveränen und autonomen Subjekts. Diese Vorstellung ist gebunden an die Möglichkeit einer Selbstpräsenz des Individuums, daran, daß dieses über sich, seine Beweggründe, Vorlieben, Affekte und die Voraussetzungen seines Denkens Bescheid weiß und auf dieser Grundlage in der Lage ist, sein Verhältnis zur Welt zu ordnen. Die Psychoanalyse geht demgegenüber davon aus, daß eben diese Beweggründe und Affekte als Voraussetzungen des Denkens von diesem letztlich nicht einholbar sind: Was problematisch wird, ist die Möglichkeit, zwischen Rationalisierungen und Rationalität eindeutig einen Trennungsstrich zu ziehen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 197.
    Vgl. Marcuse 1957.Google Scholar
  2. 198.
    Vgl. die Freud-Interpretation in Habermas 1968.Google Scholar
  3. 199.
    Vgl. Lorenzer 1973, S. 143f.Google Scholar
  4. 200.
    Ebenda S. 171.Google Scholar
  5. 201.
    Es geht dabei nicht um eine Adäquanztheorie der Wahrheit, nach der sich Interpretation und objektive Wirklichkeit decken würden. Die ›Urszene‹ ist selbst nur eine erlebte; sie gewinnt ihre Bedeutung in der Vorstellung des Patienten und es geht darum, diese Vorstellung einzuholen.Google Scholar
  6. 202.
    Vgl. Lorenzer 1973, S. 31.Google Scholar
  7. 203.
    Lorenzer 1972, S. 17.Google Scholar
  8. 204.
    Vgl. Lorenzer 1973, S. 112.Google Scholar
  9. 205.
    Ebenda S. 113f. Die Unterscheidung von diskursiven und präsentativen Symbolen übernimmt Lorenzer von Susanne K. Langer (1965). Sie ist bedeutsam auch für das Konzept des Unbewußten in seiner sprachtheoretischen Fassung.Google Scholar
  10. 206.
    Ebenda S. 113.Google Scholar
  11. 207.
    Ebenda S. 115.Google Scholar
  12. 208.
    Ebenda S. 117.Google Scholar
  13. 209.
    Ebenda S. 119f.Google Scholar
  14. 210.
    Lorenzer 1972, S. 25.Google Scholar
  15. 211.
    Vgl. ebenda S. 41f.Google Scholar
  16. 212.
    Ebenda S. 32.Google Scholar
  17. 213.
    Ebenda S. 44f.Google Scholar
  18. 214.
    Ebenda S. 46.Google Scholar
  19. 215.
    Ebenda S. 64.Google Scholar
  20. 216.
    Ebenda S. 78.Google Scholar
  21. 217.
    Lorenzer faßt diese Vorgänge der Begriffsbildung in unterschiedlichen Schemata zusammen: vgl. ebenda S. 102ff.Google Scholar
  22. 218.
    Ebenda S. 81.Google Scholar
  23. 219.
    Vgl. ebenda S. 81f.Google Scholar
  24. 220.
    Ebenda S. 94.Google Scholar
  25. 221.
    Ebenda S. 119.Google Scholar
  26. 222.
    Ebenda S. 128.Google Scholar
  27. 223.
    Ebenda S. 133.Google Scholar
  28. 224.
    Ebenda S. 135.Google Scholar
  29. 225.
    Ebenda S. 51.Google Scholar
  30. 226.
    Lorenzer 1974, S. 220.Google Scholar
  31. 227.
    Vgl. ebenda S. 237. Dieser Gedanke der formellen Subsumtion unter das Kapital und damit auch der Eigenlogik der sozialisatorischen Produktion ist dann von Alfred Krovoza (1976) entfaltet worden.Google Scholar
  32. 228.
    Vgl. Lorenzer 1974, S. 219.Google Scholar
  33. 229.
    Ebenda S. 228.Google Scholar
  34. 230.
  35. 231.
    Ebenda S. 229.Google Scholar
  36. 232.
    Ebenda S. 254.Google Scholar
  37. 233.
    Ebenda S. 248.Google Scholar
  38. 234.
    Vgl. ebenda S. 253.Google Scholar
  39. 235.
    Ebenda S. 254.Google Scholar
  40. 236.
  41. 237.
    Ebenda S. 253.Google Scholar
  42. 238.
    Ebenda S. 259.Google Scholar
  43. 239.
    Vgl. ebenda S. 260.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • A. Lorenzer

There are no affiliations available

Personalised recommendations