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Meinungen und Ansichten von Laien und Experten zu sicherheitsbezogenen Normpassagen

  • Theo Wehner
  • Helmut Reuter
  • Zora Franko
Chapter
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Part of the Sozialverträgliche Technikgestaltung book series (STH)

Zusammenfassung

Auch wenn wir der subjektiven Bewertung gegenüber der Bedeutung von Sicherheit und Fehlern breiten Raum ließen und deren Erforschung für unabdingbar halten, steht in der institutionellen, berufsständischen, juristischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema der Versuch einer Entsubjektivierung und damit einer objektiven Bestimmung des Gegenstands im Vordergrund. Das Normungswesen, die Erarbeitung von Vorschriften und Richtlinien sowie die Gesetzgebung erheben diesen Anspruch und müssen dessen Erfüllung bzw. Realisierung auch bewerten oder bewerten lassen: Dies soll hier geschehen, wobei uns die prognostische Validität der Standardisierungsprodukte (Normen, Vorschriften etc.) interessiert und wir davon ausgehen, daß sie weniger durch den Erarbeitungsprozeß als durch den Umsetzungsprozeß gefährdet ist. Bei der Herstellung von Normen nämlich lassen sich subjektive Einflüsse leichter kontrollieren als bei deren Anwendung im Alltag. Zudem gilt, daß die Formulierung von Sicherheitsstandards das Ergebnis eines Abstraktionsprozesses und die Anwendung das Resultat einer Konkretisierung ist. Anwendung bedeutet dabei zwangsläufig auch die Anpassung an die betriebs- oder alltagsübliche Realität und kann daher nicht frei von Interpretationen und subjektiven Auslegungen sein. Selbstverständlich sind solche Interpretationsspielräume einkalkuliert und beabsichtigt; sie sollten jedoch evaluiert werden. Nicht, um den immensen Normungsaufwand zu legitimieren, sondern eben, um die prognostische Validität zu überprüfen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Theo Wehner
  • Helmut Reuter
  • Zora Franko

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