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Das Funktionieren von Kommunikation

  • Niko Mohr
Chapter
Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 217)

Zusammenfassung

Nach Merten lassen sich die ersten belegten Vorstellungen über das Funktionieren von Kommunikationsprozessen schon bei Aristoteles (384 – 322 v. Chr.) nachweisen. Nach den von ihm entwickelten Grundsätzen der Rethorik muß eine verbale Kommunikation dann eine vorhersagbare, vom Kommunikator intendierte Wirkung haben, wenn bestimmte Bedingungen beim inhaltlichen Aufbau und bei der formalen Präsentation gewahrt werden. Zudem klassifiziert er den Kommunikationsprozeß im Sinne eines Wortmodells in drei voneinander unterscheidbare Elemente, nämlich den Kommunikator (Redner), die Kommunikation (Rede) und den Rezipienten (Zuhörer). (vgl. Merten, 1977, S. 14 f.)

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Literatur

  1. 33.
    An dieser Stelle wird die Diskussion nicht mehr weiter vertieft. Schulz von Thun beschreibt in seinem Buch außerdem noch acht Kommunikationsstile. Dabei handelt es sich um bestimmte Arten und Weisen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, zu sprechen und die Beziehung zu gestalten. Nach seiner Meinung schließen sich diese Stile nicht gegenseitig aus. Vielmehr wird sich jeder Leser in jedem Stil wiederfinden, denn sie verbinden bestimmte innere Verfassungen. Einige der von Schulz von Thun vorgestellten Kommunikationsstile sind in ihrem aktuellen Aspekt mit einigen Ich-Zuständen der Transaktionalen Analyse vergleichbar, die in Gliederungspunkt 2.2.4 noch kurz beschrieben wird. Dem interessierten Leser sei zur Vertiefung das entsprechende Buch von Schulz von Thun empfohlen. (vgl. Schulz von Thun, 1991)Google Scholar
  2. 34.
    “Spricht der Vorgesetzte A z.B. vom Eltern-Ich aus B’s Kindheits-Ich an (“Was haben Sie denn wieder angerichtet?”), und antwortet der Mitarbeiter B z.B. vom Kindheits-Ich aus an das Eltern-Ich von A (“Ihnen paßt ja nie etwas!”), so liegt eine sog. Parallel-Transaktion oder Komplementär-Transaktion vor. [...] Antwortet der Mitarbeiter B in diesem Fall aber vom Erwachsenen-Ich aus (“Ich möchte nicht, daß Sie in so einem Ton mit mir reden. Können wir das in Ruhe besprechen?”) an das Erwachsenen-Ich seines Vorgesetzten A, so liegt eine sog. Überkreuz-Transaktion vor.” (Frech. 1993. S. 76)Google Scholar
  3. 35.
    Diese Ausführungen zur Transaktionsanalyse sollen an dieser Stelle genügen. Weitere Informationen sind der angegebenen Literatur zu entnehmen. Abschließend kann konstatiert werden, daß neben den dargestellten Ansätzen zur Erläuterung der Funktionsweise von Kommunikationsprozessen noch eine Vielzahl weiterer Ansätze in der Literatur zu finden sind. Die unter Gliederungspunkt 2.1 angeführten Kommunikationsmodelle lassen sich leicht ergänzen. (vgl. z.B. Graumann, 1972, Sp. 1159 ff.) Auch lassen sich den verhaltenswissenschaftlichen Erklärungsansätzen beispielsweise mit dem TALK-Modell, dem Minnesota-Couple-CommunicationsProgram oder der Neurolinguistischen Programmierung weitere hinzufügen. (vgl. z.B. Seiwert, 1992, Sp. 1131 ff.) Auf sie wird jedoch an dieser Stelle nicht mehr eingegangen und statt dessen auf die zugrundeliegende Literatur verwiesen.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Niko Mohr

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