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Die soziale Stellung der Frau in Indien

  • S. A. Biswas
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 729)

Zusammenfassung

Umgeben und fast isoliert vom Himalaya, der größten Gebirgskette der Welt, findet man in Indien die verschiedensten klimatischen Bedingungen. Man nimmt an, daß diese viel zur Charakterbildung eines Volkes beitragen, und daher rührt wahrscheinlich auch der passive Gleichmut den Freuden und Leiden des Lebens gegenüber. Wahrscheinlich hat diese Eigenschaft in noch weit größerem Maße Gültigkeit bei der Erklärung des Verhaltens der indischen Frau. Ein bedeutender Schriftsteller sagte einmal, daß die Hand, die die Wiege bewegt, die Nation formt. Ein anderer Autor, ein Franzose, empfiehlt, die Gesellschaftsstellung der Frau zu betrachten, um über eine Nation urteilen zu können. Hält man sich diese Betrachtungsmaßstäbe vor Augen, so darf man in bezug auf Indien sagen, daß der Beitrag der Frau zum nationalen Einheitsgefühl in seinem Auf und Ab trotz mancher Veränderungen und Wechselfälle und unter dem Zwang verschiedenartiger Sitten und Bräuche fremder Ansiedler, die immer wieder in Abständen das Land überschwemmten, durch eine milde, mütterliche Einwirkung gekennzeichnet ist. Am Anfang des historischen Indiens steht die Rigveda 1), die Quelle und der Ursprung aller nachfolgenden Richtungen der Hindu-Philosophie. Dieses verehrungswürdige Buch bietet uns einen interessanten Einblick in die Stellung der Frau im vedischen Zeitalter.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 1959

Authors and Affiliations

  • S. A. Biswas
    • 1
  1. 1.Frankfurt a.M.Deutschland

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