Advertisement

Das Problem der Bewegung, des zugehörigen Zeitverlaufs und der Wegbahn

  • C. Isenkrahe
Chapter
  • 10 Downloads
Part of the Sammlung Vieweg book series (SV)

Zusammenfassung

A. Anknüpfung an Weyls grundlegenden Satz Nr. 2. — Wegscheide Nr. 18. — Die Kolle der Materie bei dem Tripel ZRM. — Der Begriff der Bewegung schließt den der Veränderung und den der Beharrung in sich ein. — Diskussion der sechs möglichen Arten, wie die Indizes des Tripels ZRM zweckentsprechend variiert und kombiniert werden können. — Der Fall Nr. 5 als typischer. — Wichtigkeit des „zwischen”. — Drei Ergebnisse für die Elementaranalyse.

B. Was für die Ableitung des Begriffes „Bewegung” entbehrlich und was unentbehrlich ist. — Scheideweg Nr. 19. — Unterschied zwischen „Verlauf” und „Bahn”. — Die Forderung der Stetigkeit. — Wegscheiden Nr. 20 und 21. — Definition der Begriffe: Bewegung, Zeitverlauf und Wegbahn.

C. Stellungnahme der Kelativitätstheorie zu den vorgeführten Wegscheiden. — Warnung vor Fehlern. — Kann der Ordnungstypus der Augenblicke relativiert werden? — Verwunderliche Folgen einer Umkehrung der Relation: „früher — später”. — Weyls Stellungnahme dazu. — Übergang vom Zeitverlauf zur Wegbahn durch eineindeutige Zuordnung.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Notes

Referenzen

  1. 1).
    Vgl. u. a. Lehmen-Beck, „Kosmologie und Psychologie“, Bd. II, 3. Aufl., Freiburg 1911, S. 54. St öckl, „Metaphysik“, 4. Aufl., Mainz 1876, S. 72. Thomas, „Summa Theologica“, Romae 1894. Forzanische Ausgabe, Bd. VI im „Lexicon scholasticorum verborum“, pag. 392.Google Scholar
  2. 2).
    Ich halte dafür, daß dieser Ausschluß eigens hervorgehoben werden müsse, und man die Verbindlichkeit des physikalischen Satzes, wonach „Materie“ iiberhaupt weder je entstehe, noch je vergehe, hier nicht als eine Selbstverständlichkeit behandeln dürfe — dies schon deswegen nicht, weil der Begriff der Materie in der heutigen Physik gewisse tiefgehende Wandlungen durchmacht. — Über den Zusammenhang des Satzes von der Erhaltung der Masse mit den Max well schen Gleichungen und mit der Tatsache, daß die Vektordivergenz des Energietensors verschwindet, vgl. Haas: „Die Axiomatik der modernen Physik“ in den „Naturwissenschaften“, S. 747 f.Google Scholar
  3. 1).
    In der „Mengenlehre“ gibt es eine Definition der „Stetigkeit“, welche aussagt: Eine Menge heißt stetig, wenn sie überall dicht, d. h. so beschaffen ist, daß zwischen ihrem ersten und letzten Element kein Schnitt geführt werden kann, durch den eine „Lücke“ oder ein „Sprung“ entstände, mit anderen Worten: ein Schnitt, der bewirkte, daß der erste Teil der Menge ein letztes oder der zweite Teil ein erstes Element bekäme oder daß beides der Fall wäre (vgl. Hesse nb erg, „Mengenlehre“ in Auerb ach-Rot he s Taschenbuch, Leipzig 1913, S. 73). Von dieser Definition aber sehen wir hier ab, weil mit dem Begriff des ersten und letzten Elementes zugleich der Begriff des Zählens verbunden ist, den wir mit Absicht bisher noch ganz aus dem Gesichtsfelde gelassen haben. Vielmehr wollen wir „Kontinuum“ und „Stetigkeit“ als „Grundbegriffe“ verwenden, wie auch Weyl es tat, als er aus dem „Bewußtseinsstr om“ sein „dauerndes Jetzt“ herausschöpfte (vgl. S. 27 f.). Bezüglich des Raumes läßt er es übrigens a. a. O., S. 87 noch in etwa dahinstehen, ob er eine kontinuierliche oder eine diskrete Mannigfaltigkeit bilde.Google Scholar
  4. 2).
    Aristoteles und viele nach ihm, namentlich Scholastiker, ordnen jede Veränderung dem Begriff der „Bewegung“ unter. Näheres unter anderen bei E isler, Wörterbuch I, S. 171 ff. und bei A. M ü il er: „Die geschichtliche Entwickelung des Bewegungsbegriffs“, Naturwissenschaftliche Wochenschrift 1913, S. 373 bis 379.Google Scholar
  5. 1).
    Hierzu sei bemerkt, daß zur Bequemlichkeit des Lesers alle benutzten „Grundsätze“ und „Wegscheiden“, ebenso wie die hervorgehobenen Grund- und Arbeitsbegriffe am Schlusse des Buches in einer geordneten Reihe nochmals zusammengestellt sind.Google Scholar
  6. 1).
    Vgl. daneben noch: Dedekind: „Stetigkeit und irrationale Zahl“, 4. Aufl., Braunschweig 1912, S. 7 f.; Hessenberg, a. a. O., S. 72; Hi bert: „Grundlagen der Geometrie, 3. Aufl. 1909, S. 4; Is enkrah e: „Das Endliche und das Unendliche“, Minster 1915, S. 102 f.; Wellst e in: „Enzyklopädie der Elementargeometrie“, Leipzig 1905, S. 26 f. Ferner Herbart: „Lehrbuch der Psychologie“, 3. Aufl., herausgegeben von Har tenste in, Leipzig 1850, S. 59.Google Scholar
  7. 2).
    Kurz vorher hieß es nämlich bei Weyl: „Ihre [der geraden Linie] Eigentümlichkeit ist, daß sie durch zwei ihrer Punkte bestimmt ist; jede andere Linie kann noch unter Festhaltung zweier ihrer Punkte durch kongruente Abbildung in eine andere Lage gebracht werden... Kinematisch ausgedrückt kommt das darauf hinaus, daß wir die gerade Linie als Rotationsachse auffassen.“Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig, Germany 1921

Authors and Affiliations

  • C. Isenkrahe

There are no affiliations available

Personalised recommendations