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Das Problem des Augenblicks

  • C. Isenkrahe
Chapter
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Part of the Sammlung Vieweg book series (SV)

Zusammenfassung

A. Weyls grundlegende Aussage über die Zeit. Vier wichtige Punkte darin. Erörterung des ersten Punktes. Dieselbigkeit eines Augenblicks, bezogen auf eine Mehrzahl von Personen. — Die Keihe der Grundbegriffe wird ergänzt. — Scheidung des intramentalen vom transmentalen Gebiet. — Scheidewege Nr. 1 und 2.

B. Erörterung des zweiten Punktes. Die Keihe der Grundbegriffe wird weiter ergänzt. — Weyls „dauerndes Jetzt”. — Mehrheit von Augenblicken.

C. Erörterung des dritten Punktes. — Inwiefern ist ein Augenblick von einem anderen verschieden? — Zerstörung der Identität durch das principium contradictionis. — Läßt die Kelativitätstheorie es gelten? — Scheideweg Nr. 3. — Das Problem der Gleichzeitigkeit. Einwurf von Max Jakob.

D. Erörterung des vierten Punktes. — Wie verhält es sich mit der Kelation „früher—später”, wenn sie „aus dem Bewußtseinsstrom herausgerissen” wird? — „Das Leben ein Traum.” Thomas von Aquin. — Wegscheiden Nr. 4 und 5. — Kant. — Augenblicke und Geschehnisse. — Wegscheiden Nr. 6 und 7. — Beiziehung weiterer Grundbegriffe. — Wegscheiden Nr. 8 und 9. — Ein auffälliges Articletextdoxon.

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Notes

Referenzen

  1. 1).
    Hier könnte man sozusagen als Prinzipalvoraussetz ung die These hinstellen, daß es außerhalb der Gedankenwelt des Subjekts überhaupt no ch etwas gib t, und könnte schon gleich bei diesem Satze eine „Wegscheide“ anbringen. In der Tat spricht man ja in der Philosophie auch von einem Gegensatz dazu, von einem „extrem-subjektivistischen Idealismus“, einem „Solipsismus“, einem „theoretischen Egoismus“. Schon Descartes iäußerte, allerdings nur problematisch, die Meinung, die Außenwelt könne ein bloßer Traum sein (Princ. philos. I, 4; Medit. I). Manche haben sie in der einen oder anderen Form wiederholt, und so schrieb z. B. Helmholtz („Die Tatsachen in der Wahrnehmung“, Berlin 1879, S. 34): „Ich sehe nicht, wie man ein System selbst des extremsten subjektiven Idealismus widerlegen könnte, welches das Leben als Traum betrachten wollte.“ Aber er verwirft dieses „System” doch mit aller Entschiedenheit. Augenscheinlich würde es der Physik ihr bislang beackertes Arbeitsfeld nehmen. Darum dürfen wir hier wohl unterstellen, daß jeder, insofern er sich in seinem Denken überhaupt mit physikalische n Theorien beschäftigt, die Existenz transmentaler Dinge nicht prinzipiell ableugnen werde, daß es für ihn also hier keine „Wegscheide“, sondern nur den einen gangbaren Weg gibt, der die Realität einer Außenwelt im Prinzip bejaht. Bezüglich mancher Einzelheiten bleiben dann immer noch Wegtrennungen — in nicht geringer Zahl — möglich; auch kann sich Anlaß finden, auf die „Traum“frage noch einmal zurückzukommen. 1) An Stelle von nintramental“ oder „intrasubjektiv“ wird oft das den Sachverhalt nicht so deutlich kennzeichnende Wort „immanent“ angewendet. 2) Auch hier wird vorausgesetzt , daß es physikalische, transmentale (materielle?) Vorgänge neben und unt e rs chi e den von der geistigen überhaupt gebe , und daß dementsprechend in die Erörterung der ersteren nichts hineingehört, was „lediglich“ , was einzig und allein Geltung hat im Bereich der mens, des Geistes, der Seele.Google Scholar
  2. 1).
    Man kann auch sagen: Der Augenblick, aufgefaßt als ein unabhängiges, absolutes, ist als solches auch ein a 1 Igelt ende s Etwas; seine Bedeutung erstreckt sich unterschiedslos auf das Universum, auf die Gesamtheit des Seienden, also auch auf den „Kosmos“. Und wenn W e y 1, wie schon erwähnt, von einer „kosmischen Zeit“ spricht, so kann man [bei der Wegewah1 2a)] auch von einem „kosmischen Augenblick“ sprechen, und dann ist ,Z“das Symbol für das „Element“ der „kosmischen Zeit“. — Bemerkt sei hier übrigens noch, daß dieses „Element“ nicht etwa identisch ist mit dem Zeitdifferential dt,dessen man sich in der theoretischen Physik auch wohl unter der Benennung „Zeitelement“ zu bedienen pflegt.Google Scholar
  3. 1).
    Vgl. darüber Isenkrahe: „Das Endliche und das Unendliche“, Münster 1915, S. 94 und Weinstein: „Die Grundgesetze der Natur und die moderne Naturlehre“, Leipzig 1911, S. 146.Google Scholar
  4. 2).
    Ein davon sehr abweichendes „nunc stans“ soll später besprochen werden.Google Scholar
  5. 1).
    Wenn Wundt („Logik“, 3. Aufl., I, S. 554) das principium contradictionis nach Aristo t el es vorträgt in der Form: „Die Urteile „A ist B“ und „A ist non EB, schließen sich aus“, so muß für den vorliegenden Fall das Wort „ist“ als copula aufgefaßt, im strengsten Präsenssinne genommen, und B durch das participium praesentis „seiend“ ersetzt werden. Etwas kürzer ließe der Gedanke sich ausdrücken in der Form: Die Urteile „E ist“ und „Eist nicht“ (bzw. ist „noch nicht“ oder ist „nicht mehr“) schließen sich aus. — Über den engen Zusammenhang zwischen dem „principium contradictionis“ und der Idee der Zeit vgl. „Das Endliche und das Unendliche“. S. 97f.Google Scholar
  6. 2).
    Auf den Philosophenstreit über Bedeutung und Tragweite des Wortes „wahr“ kann ich hier nicht eingehen. Ich fasse es in dem Sinne auf, der in einer trefflichen Schrift von Dr. Al. M Üller („Wahrheit und Wirklichkeit“, Bonn 1913) durch das Wort „wirklichkeitstreu“ wohl am verständlichsten wiedergegeben ist.Google Scholar
  7. 1).
    Das Wort „existieren“ ist hier natürlich im strengen Sinne von „sein“, „Dasein, Existenz haben“ zu verstehen, nicht etwa — wie es auch häufig gebraucht wird — im laxen Sinne: „beachtet werden“, „Beachtung verdienen“ und dergleichen. Es gibt beispielsweise Philosophen, für die keine Scholastik, und andere, für die kein Kant „existiert“. Und so gibt es allezeit Leute, für die der Sirius existiert, und zugleich solche, für die er nicht existiert.Google Scholar
  8. 2).
    Man hat gesagt, die Relativitätstheorie sei ein Riese Goliath, der eine ganze Reihe von Sätzen der Physik und der Philosophie, denen man bis dahin eine „a bsol ut e“ Geltung und Verbindlichkeit zugeschrieben, totgeschlagen habe. Soll über diese Erschlagenen eine Leichenschau vorgenommen werden, so erfordern naturgemäß die untersten Grundlagen unserer Denktätigkeit, die „allgemeinen Denkgesetze“, und unter diesen der „Satz vom Widerspruch“ zu allererst unsere Aufmerksamkeit. Daher der besondere Ansporn zu fragen: Gehört das „principium contradictionis“ zu den Leichen? Oder lebt es noch und bleibt in absoluter Geltung? Oder ist seine Geltung nur mehr eine relative? Und in diesem Falle: Welche „Relation“ ist es, die ihm anhaftet und die seine Geltung einschränkt? — Erst recht aber drängt sich die Frage auf: Welche Bedeutung bliebe überhaupt den „Scheidewegen“ übrig, falls das principium contradictionis seine absolute Geltune verlöre?Google Scholar
  9. 1).
    Einstein schreibt (a. a. O., S. 11 Anmerkung): „Die Konstatierbarkeit der Gleichzeit igk für räumlich unmittelbar benachbarte Ereignisse oder — präziser gesagt — für das raumzeitliche unmittelbare Benachbartsein (Koinzidenz) nehmen wir an, ohne für diesen fundamentalen Begriff eine Definition zu geben.“ — Diesen Satz finde ich nicht völlig klar; er erregt in mehrfacher Hinsicht Bedenken. Einerseits sind „b enachb arte Ereignisse“ doch nicht „gleich-raumzeitlich“. Nachbarschaft ist verschieden von „Koinzidenz“. Andererseits kann es „u nm it telbar benachbarte Ereignisse“ nur dann geben, wenn die Zeit (bzw. die Raumzeit) k e in Kontinuum ist. Ein Schüler in der Schulbank hat einen nunmittelbaren Nachbar“, wenn niemand zwischen beiden sitzt; ein Punkt im Raume oder in der Zeit hat aber nie einen unmittelbaren Nachbar. Denn mag zwischen zwei Punkten eines Kontinuums der „Abstand“ noch so klein sein, so befinden sich zwischen beiden doch immer no ch unzählbar viele andere Punkte. Ebendas ist die kennzeichnende Eigenschaft des Begriffs „Kontinuum“. Im Kontinuum der reellen Zahlen ist es ja genau ebenso: z w ischen zwei beliebigen, die voneinander verschieden sind, gibt es immer noch welche.Google Scholar
  10. 1).
    Einigermaßen bedenklich erscheint mir in dieser Hinsicht auch ein Ausspruch Weyls (a. a. O., S. 7), welcher lautet: „Wir sprechen vom [Zeitpunkte] P geradezu als dem ”Zeitpunkte t«“.Hier nämlich bedeutet der Buchstabe „t“eine unbenannte Zahl und durchaus keinen „Zeitpunkt“. Wenn Weyl fortfährt: „genauer heißt t die Abszisse von P“ , so ist auch diese Ausdrucksweise nicht unverfänglich. Der Terminus „Abszisse“ ist von der Geometrie hertibergenommen und bedeutet eine „abgeschnittene“ St recke. Von Strecken kann man aussagen, sie haben oder bekommen oder lief ern Maßzahlen, nicht aber: sie sind Zahlen.Google Scholar
  11. 2).
    Unter dem Worte „Ereignis“ ist hier ebenfalls etwas „punktuell Gefaßtes“ zu verstehen, wie etwa ein Kontakt, ein Stromschluß, der Tod eines Menschen, der Durchgang des Sonnenmittelpunkts durch den Äquator u. dgl.Google Scholar
  12. 1).
    Sehr gegen eine solche Übereinstimmung spricht eine Stelle bei Weyl (S.136), welche lautet: „In anschaulicher Hinsicht aber mutet es (das E insteinsche Relativitätsprinzip) uns zu, den Glauben an die objektive Bedeutung der Gleichzeitigkeit abzulegen; in der Befreiung von diesem Dogma liegt die große erkenntnistheoretische Tat Einsteins, die seinen Namen neben den des Kopernikus stellt.“ Was wird denn nun wohl aus dem „Satz vom Widerspruch“, dessen üblichste Kurzform heißt: „Ein Ding kann nicht gleichzeitig sein und auch nicht sein“? — Balmes („Fundamente der Philosophie“, übersetzt von Lorinser, Regensburg 1856, Bd. III, S.264) schreibt: „Die Repugnanz des Seins und des Nichtseins existiert nur bei der Vorausssetzung der Gleichzeitigkeit.“Google Scholar
  13. 1).
    In der entsprechenden Aussage vom Raume (die nachher zur Erörterung kommt) finde ich dieses „nur“ tatsächlich beigefügt. Will man nun behaupten und darauf bestelnen, daß es auch betreffs der Zeit gelten solle, will also entschieden in die 4 a-Gasse einbiegen und von der „Mehrheit“ von Augenblicken aussagen, sie habe gar keine andere Bedeutung, als daß sie die „Form des Bewußtseinsstromes“ ausmache, so wird man folgende Kette daran anschließen dürfen: Fehlt im All das Geschlecht des seines Seins bewußten“ Menschen (oder ein gleichwertiger Ersatz dafür), dann fehlt jegliches „Be wußtsein“, also auch dessen „Strom“, also auch des Stromes „Form“, also auch — da die ja „nichts anderes als“ diese „Form“ ist — die ‚Zeit“, also auch das „Fr iiher—spät e r“ , also überhaupt eine Mehrheit von Augenblicken“, also fallen alle existierenden Augenblicke samt dem, was daran hängt, zusammen auf ein und dasselbe Jetzt, also hat alles Seiende eine zeit- bzw. dauerlose Weise des Seins, eine von solcher Art, wie man sie wohl dem „Ewigen“ zugeschrieben findet. Und bloß die „strom“hafte Natur des menschlichen „Bewußtseins“ verleiht (bzw. leiht) der Seinsweise dessen, was ist, lediglich für den Fassungsbereich dieses Bewußtseins die „Form“ einer „Mehrheit von früheren und späteren Jetzten“. Das ergäbe eine eigenartige Sinnunterlegung des Ausdrucks: „Das Leben ein Traum“ (vgl. S. 25, Anm.): Der Mensch „träumt“ sich ein „Nacheinander“. — Wer den Mut dazu hat, kann hier auch an die theologische Auffassung der „aeternitas“ (im Gegensatz zu „aevum“ und „tempus“) anknüpfen und zu der Aussage kommen, daß nur der „Ewige“ ein wirklich wach es Erkennen besitze, und daß für uns Sterbliche der Tod, der Eintritt in die Ewigkeit, vielleicht erst das eigentliche „Erwachen“ bedeute — ein Gedanke übrigens, den ich gewiß nicht als neu hinstellen will; seine Anknüpfung an das obige „nur“, So naheliegend sie scheint, war mir allerdings noch nirgendwo begegnet. Auf die besondere (auch von Haas in den „Naturwissenschaften“ 1920, S. 123 erwähnte) Art, wie Thomas von Aquin sich mit dem hier in Rede stehenden „Problem des Augenblicks“ beschäftigt, bin ich in einem „Zusatz“ zum Kap. X meiner Schrift: „Die Lehre des Thomas v on Aquin über das Unendliche, ihre Auslegung durch Prof. Langenb erg und ihre Beziehung zur neueren Mathematik“ (Bonn 1920, S. 129 ff.) näher eingegangen.Google Scholar
  14. 1).
    Eine fernere Hindeutung auf 1a und 4a könnte man etwa noch finden in dem Satze (a. a. O., S. 3): „Innerhalb der Physik ist es vielleicht erst durch die Relativitätstheorie ganz deutlich geworden, daß von dem uns in der Anschauung gegebenen Wesen [!] von Raum und Zeit in die mathematisch konstruierte [!] physikalische Welt nichts eingeht.“ — Als entscheidend ist aber auch diese Äußerung wohl kaum zu erachten, weil (abgesehen von dem metaphorisch angewandten „eingehen“) der sehr dunkle Begriff „Wesen“ darin gebraucht, und die „physikalische Welt“ durch die Beifügung „mathematisch konstruiert“ eingeengt ist. Ohne diesen limitierenden Zusatz würde man die „physikalische Welt“ wohl ganz und gar unbedenklich in das „trans subjektive“ Gebiet Cantors einbeziehen können, aber die »mathematische Konstruktion“ scheint sie wieder in die „i n tr a subj ektiv e“ Region der „Mathematik“ hineinzuschieben und schafft Anlaß zu einigem Zweifel.Google Scholar
  15. 1).
    Auch dieser Umstand könnte einen Haken abgeben, um den in der Anm. auf S. 35 geäußerten Gedanken daran anzuknüpfen und weiter zu spinnen.Google Scholar
  16. 2).
    Weyl gebraucht einmal gelegentlich (S. 3) den Ausdruck : „jedem bekannt, aber nicht näher beschreibbar“. Trifft das auch bei den „Einzelmerkmalen der Augenblicke” zu? — Daß die Augenblicke, die ,Jetzte“, an sich voneinander verschieden sind, des sind wir uns lebendig bewußt. Nun besitzen wir, um gewisse andere Verschiedenheiten (warm, kalt , hell, dunkel, rot, grün, süß, bitter usw.) festzustellen, an und in unserem Körper mancherlei besondere Organe. Für sonstige zweifellos vorhandene Verschiedenheiten (positive und negative elektrische Ladungen, Articletextmagnetismus, Diamagnetismus, auch für mancherlei Duftstoffe, für ultraviolette Strahlen usw.) fehlen sie uns. Wenn nun gefragt wird: Haben wir denn Organe, um diejenigen Verschiedenheiten aufzufassen, durch welche jeder Augenblick sich von jedem anderen tatsächlich unterscheidet? so werden wir das wohl nur verneinen können. Und so fehlt uns die Möglichkeit, diese Unterschiede irgendwie ‚näher zu beschreiben“ (7b). — An einer späteren Stelle müssen wir darauf noch zurückkommen. Gewisse „Hindeutungen“ , von denen vorhin die Rede war, reichen dazu nicht aus. Eine Ungewißheit liegt auch in den Sätzen, die We in seinem SchlußArticletextgraphen: „Betrachtungen über die Welt als Ganzes“ (S. 220) folgendermaßen ausspricht: „Von jedem Weltpunkte geht der Doppelkegel der aktiven Zukunft und der passiven Vergangenheit aus. Während in der speziellen Relativitätstheorie diese durch ein Zwischengebiet getrennt sind , ist es hier an sich sehr wohl möglich, daß der Kegel der aktiven Zukunft über den der passiven Vergangenheit hinübergreift; es kann also prinzipiell geschehen, daß ich jetzt Ereignisse mit erlebe, die zum Teil erst eine Wirkung meiner künftigen Entschlüsse und Handlungen sind Auch ist es nicht ausgeschlossen, daß eine Weltlinie , obschon sie in jedem Punkte zeitartige Richtung besitzt, insbesondere die Weltlinie meines Leibes, in die Nähe eines Weltpunktes zuriickkehrt [!], den sie schon einmal passierte. Daraus würde dann ein radikaleres Doppelgängertum resultieren, als es je ein E. T. A. Hoffmann ausgedacht hat. Tatsächlich kommen ja so erhebliche Variabilitäten der [Koeffizienten] Gik, wie dazu erforderlich wären, in dem Weltgebiet, in welchem wir leben, nicht vor [wer weiß das denn?]; doch hat es ein gewisses Interesse, diese Möglichkeiten durchzudenken [vgl. dazu: ”Das Endliche und das Unendliche”, S. 39 U. 263] mit Rücksicht auf das philosophische Problem des Verhältnisses von kosmischer und phänomenaler, Zeit. So Articletextdoxes da zutage kommt, ein eigentlicher Widerspruch zu den in unserem Erleben unmittelbar gegebenen Tatsachen tritt nirgendwo hervor.“ An einer Stelle (S. 6) seiner „Einleitung“ hatte Weyl gesagt : „Um an die Zeit mathematische Begriffe heranbringen zu können , müssen wir die ideelle Möglichkeit, in der Zeit ein streng punktuelles Jetzt zu setzen , die Aufweisbarkeit von Zeitpunkten zugeben. Von je zwei verschiedenen Zeitpunkten wird dann immer m der eine der frühere, der andere der spätere sein.“ Das Wort „immer“ ist hier besonders zu beachten. Dem Zusammenhange nach heißt es soviel als in jedem Falle“. Damit man aber für jeden Fall der angegebenen Tatsache sich er sei, muß offenbar angenommen werden,Google Scholar

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© Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig, Germany 1921

Authors and Affiliations

  • C. Isenkrahe

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