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Kapazitätsausnutzung

  • Wolfgang Rothe
Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 1915)

Zusammenfassung

Als Basis der zu berechnenden Kennziffern für die technische Auslastung dienen die Angaben des 5. Abschnittes über die Maschinenkapazität und des 6. Abschnittes über die Maschinenleistung. Alle dort angeführten Einschränkungen gelten somit auch für dieses Kapitel.

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Literatur

  1. 18.
    Quelle : Arbeitgeberkreis Gesamttextil: Die Textilindustrie in Europa und der Welt — Internationaler Vergleich sozialpolitischer Daten, 5. Jg. 1963/64. Frankfurt a. M. 1965.Google Scholar
  2. 19.
    Einige, vorwiegend asiatische Länder übertreffen dieses rechnerische Soll, das vom Maximum der möglichen Arbeitszeit auf Basis der westeuropäischen 5-Tage-Woche ausgeht, bei weitem und zwar selbst dann, wenn man nicht die Gesamtzahl der vorhandenen Spindeln zugrunde legt, sondern — wie es die außereuropäische Statistik nicht anders erlaubt — das Jahresmaximum der aktiven Spindeln. Der höchste Ausnutzungsgrad entfällt demnach für 1964 auf Hongkong mit 132,7. Es folgen die Vereinigten Arabischen Republiken mit 120,1. Zwischen 120 und 110 liegen Thailand, Kuba, Nikaragua, Süd-Korea, und Süd-Vietnam. Als einziges europäisches Land übertrifft mit 109,0 Ungarn die 100-Prozent-Marke. Zwischen 110 und 100 liegen außerdem die Länder Pakistan, die Türkei, Formosa, USA (106,0), der Iran, Chile und Indien (104,0). Japan besitzt mit 72,9 einen vergleichsweise niedrigen Ausnutzungsgrad, der von Belgien übertroffen wird (80,6). Für die übrigen Mitbewerber im Gemeinsamen Markt lauten die Vergleichszahlen auf der Basis des Maximums an 1964 aktiven Spindeln: Niederlande 72,6; Frankreich 70,2 und Italien 63,9. Für die Bundesrepublik ist eine Berechnung auf dieser Grundlage nicht möglich. Auf der Basis der betriebsbereiten Spindeln ergibt sich ein Ausnutzungsgrad von 56,5. (Berechnet nach IFCATI: International Cotton Industry Statistics, Vol. 7. Zürich 1965.)Google Scholar
  3. 20.
    Beispiel der Berechnung : Die tarifliche Arbeitszeit in der westdeutschen Textilindustrie beträgt für 1964 42 Wochenstunden, demnach 2184 Jahresstunden. Je nach Bundesland werden 10–13 gesetzliche Feiertage bezahlt. Als Schnitt werden 12 bezahlte Feiertage angenommen. Demnach sind 96 bezahlte Feiertagsstunden von der errechneten jährlichen Tarifarbeitszeit abzuziehen. Als Ergebnis erhält man eine Normalarbeitszeit für maschinelle Anlagen in Höhe von 2088 Stunden. — Die Angaben über die tariflichen Wochenarbeitszeiten und die bezahlten Feiertage entstammen der Veröffentlichung »Die Textilindustrie in Europa und der Welt — Internationaler Vergleich sozialpolitischer Daten«, herausgegeben vom Arbeitgeberkreis Gesamttextil, Frankfurt a. M.Google Scholar
  4. 21.
    Der Umfang der tariflichen Wochenarbeitszeit als Ausgangspunkt der obigen Betrachtung beträgt 1964 in der Bundesrepublik 42 Wochenstunden und wird nur von Frankreich unterboten (40 Wochenstunden). In Belgien und in den Niederlanden sind laut Tarifvertrag noch 45 Wochenstunden vorgesehen, in Italien sogar 46.Google Scholar
  5. 22.
    Wie auch im Bereich der Baumwollspinnerei steht 1964 Hongkong mit einem Ausnutzungsgrad von 130,8 an der Spitze aller baumwollverarbeitenden Nationen. Es folgen Kuba (118,1) und der Iran (115,4). Die 100-Prozent-Marke übertreffen, auch wenn man — wie in der außereuropäischen Statistik nicht anders möglich — die Berechnung auf dem Jahresmaximum der 1964 aktiven Webmaschinen aufbaut, die Länder Nigeria, die USA (106,4), die VAR und Kolumbien. Als einziges westeuropäisches Land erreicht Ungarn mit 105,7 eine in diesem Sinne vollständige Auslastung. Auf Indien entfällt ein Nutzungsgrad von 89,4, während Japan sich mit 69,6 nicht allzusehr von den westeuropäischen Verhältnissen abhebt. Für die Partner der Wirtschaftsgemeinschaft lauten die Ergebnisse nach dieser Berechnungsmethode : Niederlande 59,9 ; Frankreich 52,3 und Italien 49,7. — Eine Einbeziehung der Bundesrepublik in den Vergleich ist auf dieser Basis nicht möglich, da nur die Anzahl der betriebsbereiten Aggregate bekannt ist. Auf dieser Grundlage ergibt sich für die westdeutsche Baumwollweberei der in der Tabelle genannte Ausnutzungsgrad von 43,1. (Berechnet nach IFCATI: International Cotton Industry Statistics, Vol. 7. Zürich 1965.)Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Köln und Opladen 1968

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Rothe
    • 1
  1. 1.Forschungsstelle für allgemeine und textile MarktwirtschaftUniversität MünsterDeutschland

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